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Studierende entwickeln Lösungen für die Kitzrettung

Im Rahmen der Ideationweek entwickelten Studierende der Hochschule Hof
innovative Ideen auf Grundlage einer Aufgabenstellung aus der Praxis. In
diesem Jahr ging es dabei um die Rettung von Rehkitzen bei der
Grünlandmahd. Die Ideationweek ist ein interaktives Lehrformat, das im
Sommersemester bereits zum dritten Mal angeboten wurde.

Für die diesjährige Ideationweek war der Verein Kitzrettung Oberfranken
mit seiner Vorsitzenden Britta Engelhardt Kooperationspartner. Der Verein
kümmert sich ehrenamtlich um die Rettung von Rehkitzen, die durch die Mahd
der Wiesen im Sommer gefährdet sind. „Die jungen Rehkitze haben während
der ersten Lebenswochen keinen Fluchtreflex und sind deshalb einer großen
Gefahr bei der Mahd ausgesetzt“, sagt Engelhardt. Jedes Jahr kämen so in
Deutschland bis zu 100.000 Rehkitze ums Leben.

Bisherige Suchmethoden sind sehr zeit- und personalintensiv

Die gängigste Methode zur Rettung der Kitze ist derzeit das Absuchen der
Wiesen, entweder mit langen Menschenketten oder mit Drohnen, die mit einer
Wärmebildkamera ausgestattet sind. Problem dabei: mit Drohnen können zwar
schnell große Flächen abgesucht werden, aber die Wärmebildkameras
funktionieren nur bei niedrigen Außentemperaturen in den Morgenstunden. In
jedem Fall sind die Rettungsaktionen mit einem hohen Koordinations-aufwand
verbunden und es braucht in der Regel viele freiwillige Helfer, weil sich
die meisten Anfragen der Landwirte in einem kurzen Zeitraum ballen. „Und
das ist der Flaschenhals“, sagt Engelhardt. „Ich freue mich sehr über die
Unterstützung und die Zusammenarbeit mit der Hochschule Hof. Die
Studierenden bringen einen uneingeschränkten Blick von außen mit. Diese
Vielfalt an Perspektiven und deren Know-how ermöglichen neue
Lösungsansätze.“

Ideenentwicklung mit Design Thinking

„Wir versuchen Ideen zu entwickeln, um das bisherige Prozedere zu
verbessern. Es geht uns um Teamwork, um Kreativität und darum, den Dingen
auf den Grund zu gehen“, sagt Dr. Oliver Mauroner, Professor für
Innovations- und Gründungsmanagement an der Hochschule Hof. Er organisiert
die Ideationweek zusammen mit Jörg Raithel vom Startuplab, einer
Anlaufstelle für Gründungsinteressierte an der Hochschule Hof.
Während der Ideationweek lernen die Studierenden unterschiedliche
Innovationsmethoden kennen und wenden diese im Praxisfall direkt an. Das
interaktive Lehrkonzept orientiert sich dabei vor allem an der Design-
Thinking-Methode, die häufig im Innovationsmanagement zur Entwicklung
neuer Ideen eingesetzt wird. „Bei Design Thinking steht zunächst nicht die
technische Lösbarkeit im Fokus, sondern die Bedürfnisse der Anwender. Wir
schauen während der Ideationweek durch die Brille des Nutzers auf die
Aufgabe“, sagt Raithel. Die Studierenden durchlaufen dabei verschiedene
Prozessschritte, vom Durchdringen der Aufgabenstellung, über
Marktforschung und Kundenbefragungen, die kreative Ideenentwicklung bis
zum Bau von Prototypen, Tests am Kunden und der finalen Präsentation der
Ergebnisse.

„Die Ideationweek ist eine außergewöhnliche Lehrveranstaltung und eine
tolle Erfahrung“, sagt Sophia Gerling, eine der Teilnehmerinnen und BWL-
Studentin. „Das Umfeld hier im Gründerzentrum und die Art und Weise, wie
wir hier lernen, das ist besonders.“
Am Ende der Woche präsentierten die vier Teams die erarbeiteten Ideen
einer Jury. Zu den Lösungsvorschlägen gehören ein Konzeptentwurf, um die
Kitzrettung touristisch zu vermarkten, eine App, die die Suche und das
Zusammenbringen von Landwirten und freiwilligen Helferinnen und Helfer
erleichtern soll, eine spezielle Kamera, die es mit Hilfe einer Drohe
ermöglichen soll, auch während der Tagesstunden zu suchen und ein Konzept
für eine öffentliche Koordinierungsstelle, die als Vermittler zwischen den
Akteuren agiert. „Ich bin begeistert von den Ideen, die die Studierenden
während der fünf Tage entwickelt haben“, freut sich Britta Engelhardt.
„Ich nehme viele wertvolle Impulse für unsere Arbeit mit.“

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Mit Künstlicher Intelligenz zur alternativen Fleischproduktion

Team aus Hannover automatisiert die Mehlwurm-Produktion – unterstützt vom
Mittelstand-Digital Zentrum Hannover der Leibniz Universität Hannover

Eine Fleischproduktion mit geringem ökologischen Fußabdruck: An diesem
Ziel arbeitet das Mittelstand-Digital Zentrum Hannover der Leibniz
Universität Hannover (LUH) in einem Projekt mit dem Start-up Lower Impact
GmbH. Gemeinsam haben sie einen Demonstrator für eine automatische
Mehlwurm-Sortieranlage entwickelt.

Bietet die Insekten-Zucht eine ressourcenschonende Lösung für den
steigenden Fleischkonsum weltweit? Laut der Ernährungs- und
Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen wuchs die
Fleischproduktion von 2000 bis 2020 global um 45 Prozent. Die
konventionelle Tierzucht setzt große Mengen an Treibhausgasen frei und
benötigt sehr viele Ressourcen – insbesondere Anbauflächen für
Futtermittel sowie Wasser, Dünger und Pestizide.

Insekten als nachhaltige Proteinquelle

Deutlich ressourcenschonender ist die Aufzucht von Insekten wie
beispielsweise Mehlwürmern, den Larven des Mehlkäfers: Sie benötigen
weniger Platz, weniger Wasser und weniger Futter. Mehlwürmer können sogar
mit organischen Abfällen gefüttert werden, die ansonsten entsorgt werden
müssten – so lässt sich biologischer Abfall wieder in die
Wertschöpfungskette zurückführen.

Wegen ihres hohen Gehalts an Proteinen, gesunden ungesättigten Fettsäuren
sowie Nährstoffen wie Zink und Eisen können Mehlwürmer als hochwertiges
Nahrungsmittel dienen. Es liegt also nahe, einen Teil der konventionellen
Fleischproduktion durch Insekten zu ersetzen – sobald sich diese in großer
Zahl effizient und wirtschaftlich züchten lassen. Bisher gibt es dafür
keine geeigneten Produktionsanlagen. Ändern will dies ein Start-up aus
Hannover: Die Lower Impact GmbH will die Produktion von Mehlwürmern
automatisieren und die Mehlkäfer-Larven als nachhaltige Proteinquelle
etablieren.

Das Mittelstand-Digital Zentrum Hannover unterstützt dabei: Die
Digitalisierungs-Expertinnen und -Experten haben gemeinsam mit Lower
Impact eine automatische Mehlwurm-Sortieranlage entwickelt und einen
Demonstrator gebaut.

Automatische Sortierung mittels KI-Bildauswertung

Die Sortieranlage besteht aus einem Förderband, einer Kamera, KI-basierter
Bildauswertungssoftware und 16 Druckluftventilen. Die Mehlwürmer werden
auf dem Förderband durch die Anlage transportiert und von der Kamera
erfasst. Eine KI-basierte Bildauswertung klassifiziert sie in Echtzeit
nach ihrer Größe und bestimmt die Positionen der größten Mehlwürmer auf
dem Förderband. Diese Daten werden an die Ventilsteuerung weitergegeben,
die zum richtigen Zeitpunkt eines der 16 Ventile öffnet und per Druckluft
einen Mehlwurm vom Band pustet.

Mit der automatischen Sortieranlage werden sogenannte Überperformer –
besonders große Käferlarven, die für die weitere Zucht eingesetzt werden –
schnell und effizient ausgewählt. „Diese optische Sortierung ist die
einzig wirtschaftliche Lösung“, sagt Zentrumsmitarbeiterin Anne Rathje,
die gemeinsam mit Lower Impact den Demonstrator für die Sortieranlage
entwickelt hat.

Das Sortieren der Mehlwürmer ist zwar nur einer von vielen
Arbeitsschritten bei der Aufzucht – „aber der Schritt, der am
schwierigsten zu automatisieren ist“, so Rathje. Bisher seien für die
Sortierung Siebe mit unterschiedlichen Maschenweiten eingesetzt worden.
Dabei blieben häufig Mehlwürmer im Sieb stecken und mussten per Hand
entfernt werden – das ist zu aufwändig und teuer, wenn Mehlwürmer in
großem Maßstab für die Lebensmittelindustrie produziert werden sollen.
Durch die optische Sortierung und das Aussortieren per Druckluft sind
keine manuellen Arbeitsschritte mehr notwendig.

Optimale Bedingungen für gesunde Mehlwürmer

Die Größenermittlung per KI-Bildauswertung bietet noch einen weiteren
Vorteil: An der Größe der Mehlwürmer lassen sich Rückschlüsse auf ihren
Gesundheitszustand und damit auf die Haltung ziehen. Wenn zusätzlich noch
weitere Parameter erfasst werden – etwa die Temperatur, die
Luftfeuchtigkeit, die Art und Menge des Futters –, können diese mit der
Mehlwurmgröße abgeglichen werden. So lässt sich herausfinden, welche
Haltungsbedingungen optimal sind.

Werden die Umgebungsbedingungen behutsam verändert, lässt sich überprüfen,
wie die Würmer am besten gedeihen und ob beispielsweise eine etwas wärmere
Umgebung, eine etwas höhere Luftfeuchtigkeit oder ein anderes Futter zu
größeren Würmern führt. Die Haltungsbedingungen lassen sich auf diese
Weise kontinuierlich überwachen und optimieren.

Informationen zum Mittelstand-Digital Zentrum Hannover

Das Mittelstand-Digital Zentrum Hannover, an dem die LUH maßgeblich
beteiligt ist, ist Teil des Netzwerks Mittelstand-Digital. Das Netzwerk
bietet mit den Mittelstand-Digital Zentren, der Initiative IT-Sicherheit
in der Wirtschaft und Digital Jetzt umfassende Unterstützung bei der
Digitalisierung.

Kleine und mittlere Unternehmen profitieren von konkreten Praxisbeispielen
und passgenauen, anbieterneutralen Angeboten zur Qualifikation und IT-
Sicherheit. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz
ermöglicht die kostenfreie Nutzung und stellt finanzielle Zuschüsse
bereit.

Weitere Informationen gibt es unter <www.mittelstand-digital.de>.

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Wissenschaft an der DHBW: Nachhaltigkeit im Fokus beim DHBW Forschungstag

Der DHBW Forschungstag befasste sich mit dem
Thema „Nachhaltigkeit gestalten: Gesellschaft, Gesundheit, Technologien
und Märkte“ und fand dieses Jahr an der Fakultät Technik der DHBW
Stuttgart statt. Neben den rund 300 Teilnehmer*innen vor Ort ermöglichte
ein Stream zahlreichen weiteren Interessierten, die Veranstaltung online
zu verfolgen

Prof. Dr. Harald Mandel, Prorektor für Forschung, Transfer und
Nachhaltigkeit: „Für den diesjährigen Forschungstag sind mit 130
wissenschaftlichen Einreichungen der Forscher*innen der DHBW und der
(Dualen) Partnern so viele wie noch nie eingegangen. Das große Interesse
hat uns alle sehr gefreut und zeigt den hohen Stellenwert, den die
Nachhaltigkeitsforschung an der DHBW hat“.

Der hohe Zulauf spricht auch für das spannende und vielfältige Programm,
welches die Forschung an der DHBW in allen ihren Facetten widerspiegelt.
Darunter Keynotes von hochkarätigen Referent*innen aus der Wissenschaft
und Wirtschaft, Sessions zu den Sustainable Development Goals (SDG), eine
Poster-Ausstellung mit Posterslam, Laborführungen sowie ein
Vernetzungstreffen vom DHBW Institut für Hochschul- und Bildungsforschung
(IHB) und dem Netzwerk FIRE (Female International Research).

Prof. Dr. Joachim Weber, Rektor der DHBW Stuttgart: „Nachhaltigkeit ist
ein Thema, das uns besonders am Herzen liegt und zu dem aktuell an der
DHBW Stuttgart in verschiedenen Projekten geforscht wird. Es ist schön zu
sehen, wie Forschende aus allen Bereichen der DHBW mit Dualen Partnern und
Forschungspartnern zusammenkommen, um Erfahrungen auszutauschen und
Mitstreiter*innen für künftige Projekte zu finden.“

DHBW Präsidentin Prof. Dr. Martina Klärle ergänzt: „Als größte Hochschule
des Landes Baden-Württemberg mit stolzen 9.000 Dualen Partnern sind wir
eine bedeutende Transferhochschule in Deutschland. Damit eng verknüpft ist
unser Forschungsauftrag, den wir seit Gründung der DHBW im Jahr 2009
haben. Diese Position verpflichtet uns, Nachhaltigkeit zu gewährleisten.
In einer Zeit, in der globale Herausforderungen immer dringlicher werden,
sind wir als Hochschule gefordert, mit unserer Forschung Impulse zu setzen
und als Vorreiter voranzugehen, um Lösungen für eine bessere Welt zu
entwickeln. Viele wichtige Projekte werden bereits an den Green Offices
der DHBW umgesetzt. Ich freue mich, dass der DHBW Forschungstag in
Stuttgart diese Impulse aufgreift und eine Plattform zur Vernetzung von
Theorie und Praxis schafft und Innovation für unsere Partner fördert.“

Ansprechperson für Redaktionen:

Hochschulkommunikation DHBW Stuttgart
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Carolin Höll, Tel.: 0711 / 1849 -581
Annika Wahrlich, Tel.: 0711 / 1849-679

Die DHBW Stuttgart:
Die Duale Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart gehört mit rund 8.000
Studierenden in Bachelor und Masterstudiengängen zu den größten
Hochschuleinrichtungen in den Regionen Stuttgart und Nordschwarzwald. In
Kooperation mit rund 2.000 ausgewählten Unternehmen und sozialen
Einrichtungen bietet sie mehr als 60 national und international
anerkannte, berufsintegrierte Studienrichtungen in den Bereichen
Wirtschaft, Technik, Sozialwesen und Gesundheit an. Die Bachelor-
Studierenden wechseln im dreimonatigen Rhythmus zwischen der Hochschule
und dem Ausbildungsbetrieb, dem Dualen Partner. Auf diese Weise sammeln
sie bereits während der Studienzeit Berufserfahrung. Finanzielle
Unabhängigkeit, sichere Chancen auf dem Arbeitsmarkt durch außergewöhnlich
hohe Übernahmequoten, kleine Kursgruppen und die internationale
Ausrichtung bieten den Studierenden enorme Vorteile. Über den
Bachelorabschluss hinaus bietet die DHBW ein duales Masterprogramm an.
Weitere Informationen unter: www.dhbw-stuttgart.de

Die DHBW:
Die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) ist die erste staatliche
duale, d.h. praxisintegrierende Hochschule in Deutschland. Sie wurde am 1.
März 2009 gegründet und führt das seit über 40 Jahren erfolgreiche duale
Modell der früheren Berufsakademie Baden-Württemberg fort. Bundesweit
einzigartig ist die Organisationsstruktur der DHBW mit zentraler und
dezentraler Ebene. An ihren neun Standorten und drei Campus bietet die
DHBW in Kooperation mit rund 9.000 ausgewählten Unternehmen und sozialen
Einrichtungen eine Vielzahl von national und international akkreditierten
Bachelor-Studiengängen in den Bereichen Wirtschaft, Technik, Sozialwesen
und Gesundheit an. Auch berufsintegrierende und berufsbegleitende
Masterstudiengänge gehören zum Angebot der DHBW. Mit derzeit rund 34.000
Studierenden und über 200.000 Alumni ist die DHBW die größte Hochschule in
Baden-Württemberg. Weitere Informationen unter: www.dhbw.de

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Online-Live-Diskussion: Verstößt ChatGPT gegen den Datenschutz?

Auf Einladung des Instituts für Rechtsinformatik der Universität des
Saarlandes findet am Mittwoch, 12. Juli, von 18 bis 20 Uhr, eine Online-
Diskussion statt: Unter dem Titel "ChatGPT und der Datenschutz"
diskutieren im Podium unter anderem der Leiter der KI-Taskforce der
deutschen Datenschutzbehörden, Professor Dieter Kugelmann, der ehemalige
Datenschutzbeauftragte von Baden-Württemberg, Dr. Stefan Brink, und der
Rechtsanwalt und Partner der Londoner Rechtsanwaltskanzlei Ashurst LLP,
Dr. Alexander Duisberg. Moderator ist der Direktor des Instituts für
Rechtsinformatik, Professor Georg Borges.

Interessierte sind herzlich eingeladen mitzudiskutieren. Eine Anmeldung
ist nicht erforderlich. Unter folgendem Link ist am 12. Juli ab 18 Uhr die
öffentliche Online-Live-Diskussion erreichbar:
über die Internetseite des Instituts:
<https://www.rechtsinformatik.saarland>
oder direkt unter: <https://www.rechtsinformatik.saarland/de/aktuelles/770
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>

ChatGPT hielt schlagartig Einzug in die Praxis, knackte schnell die 100
Millionen-Nutzer-Marke. Der Chatbot schreibt mit künstlicher Intelligenz
Texte, Aufsätze, gar Gedichte, kann Fragen eloquent beantworten,
Programmcodes erzeugen. Dazu geben die Nutzerinnen und Nutzer ihrerseits
Daten und Texte in das System ein. Das Unternehmen OpenAI sammelt,
speichert und verarbeitet diese: Mit dem riesigen Datenfundus trainiert es
das System, um ChatGPT zu verbessern. Aber was, wenn so private
Informationen, persönliche oder vertrauliche Daten wie
Geschäftsgeheimnisse in das System gelangen: Können diese dann auch
genutzt und zum Training verwendet werden, ohne dass sich die Betreffenden
dessen bewusst sind?

Viele Fragen sind noch unklar. In Italien setzte die Datenschutzbehörde
gar zeitweise ein Verbot des Chatbots durch. Die deutschen
Datenschutzaufsichtsbehörden haben kürzlich eine Task Force für KI
gegründet, die sich mit ChatGPT befasst und einen umfangreichen
Fragenkatalog an OpenAI versandt hat.

Wie steht es mit dem Datenschutz bei ChatGPT? „Es besteht eine große
Verunsicherung, bei Unternehmen wie privaten Nutzerinnen und Nutzern.
Daher wollen wir datenschutzrechtliche Aspekte solch generativer KI am
Beispiel von ChatGPT mit Experten diskutieren“, sagt Professor Georg
Borges, Direktor des Saarbrücker Instituts für Rechtsinformatik, der die
Veranstaltung organisiert und moderieren wird.

Es diskutieren auf dem Online-Podium:
Professor Dr. Georg Borges, Direktor des Instituts für Rechtsinformatik
der Universität des Saarlandes.
Dr. Stefan Brink, Direktor des Instituts wida/Berlin,
Datenschutzbeauftragter von Baden-Württemberg a.D.
Rechtsanwalt Dr. Alexander Duisberg, Partner der Londoner
Rechtsanwaltskanzlei Ashurst LLP und Lehrbeauftragter der Universität des
Saarlandes.
Professor Dr. Dieter Kugelmann, Leiter der Taskforce der deutschen
Datenschutzbehörden für künstliche Intelligenz und Datenschutzbeauftragter
von Rheinland-Pfalz.

Das Institut für Rechtsinformatik ist Teil der Rechtswissenschaftlichen
Fakultät der Universität des Saarlandes. Mit Forschungsschwerpunkten wie
Legal Tech, IT-Recht, Sicherheit, Datenschutz und Rechtsinformatik deckt
das Institut in rechtlicher, technischer wie auch internationaler
Perspektive ein weites Feld an der Schnittstelle von
Informationstechnologie und Recht ab.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Georg Borges (Institut für Rechtsinformatik und Lehrstuhl für
Bürgerliches Recht, Rechtsinformatik, deutsches und internationales
Wirtschaftsrecht sowie Rechtstheorie der Universität des Saarlandes)
Tel.: 0681/302-3105; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

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