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Verschmutzungen in Textilien entfernen

Verschmutzungen in Textilien  Symbolbild
Verschmutzungen in Textilien Symbolbild

Nachhaltiger Umgang mit Kleidung
Die Forderung nach einem nachhaltigen Umgang mit täglichen Ressourcen wird immer stärker. Dazu gehören auch Gebrauchsgegenstände und Kleidungsstücke, die oft nicht bis zum Ende ihrer Lebensdauer verwendet werden. Stattdessen ersetzen viele Menschen Kleidung schnell gegen neue Artikel und entsorgen Kleidungsstücke, die oft noch nahezu makellos sind. Noch rabiater gehen manche Menschen mit Kleidungsstücken um, die bereits kleine Makel aufweisen. Ein Fleck oder eine sich öffnende Naht? Schnell wird das betroffene Kleidungsstück entsorgt, ohne daran zu denken, dem Fleck mit einem passenden Reinigungsmittel zu Leibe zu rücken oder zu Nadel und Zwirn zu greifen, um die Naht zu reparieren.

Die richtige Pflege von Gegenständen



Das Entsorgen solcher Kleidungsstücke mag auf den ersten Blick einfacher und zeitsparender erscheinen, allerdings verursacht es höhere finanzielle Ausgaben, die mit dem Neukauf von Kleidung einhergehen. Zudem lassen sich viele Menschen damit das schöne Gefühl entgehen, eine Beziehung zu geschätzten Lieblingsstücken zu entwickeln, die man so lange wie möglich pflegt und zu erhalten versucht. Wenn das nächste Mal ein unschöner Fleck, beispielsweise von Kugelschreiber-Tinte, auf der Kleidung landet, lässt sich dieser Vorsatz direkt umsetzen. Und auch bei anderen Haushaltsgegenständen macht es Sinn, das Produkt zu erhalten statt zu entsorgen.

Kugelschreiber-Flecken aus Kleidungsstücken entfernen



Manche Flecken sind besonders hartnäckig, und Kugelschreiber-Flecken gehören dazu. Oft in Blau oder Schwarz, dringt die Tinte in das Textilgewebe ein und trocknet allmählich, was das Entfernen des Flecks noch schwieriger gestaltet. Flecken von Kugelschreiber entstehen häufig, wenn man den Stift in der Brusttasche oder Hosentasche verstaut und die Tinte ausläuft. Vielleicht hat man aber auch einfach vergessen, die Miene einzufahren. Vor allem auf hellen Textilien sind derartige Flecken zunächst ein Schock, insbesondere, wenn es die Lieblingsbluse oder das schicke Hemd fürs Büro trifft. Auch Kinder verursachen häufig Flecken mit dem Kugelschreiber, indem sie mit den Stiften hantieren und sich auf allen auffindbaren Unterlagen und Textilien künstlerisch verausgaben. Sobald ein solcher Fleck auf Kleidungsstücken entdeckt wird, sollte so schnell wie möglich gehandelt werden. Denn das Entfernen wird immer komplizierter, umso mehr Zeit verstreicht. Die Tinte dringt allmählich immer tiefer in die Fasern des betroffenen Kleidungsstücks ein.

Frische Flecken entfernen



Bevor man sich überstürzt an die Fleckenentfernung macht, ist es wichtig, sich über die richtige Technik zu informieren und die erforderlichen Reinigungsmittel zu beschaffen. Hausmittel sollten bei Kugelschreiber-Flecken vermieden werden, da sie mehr Nachteile als Vorteile haben. Im schlimmsten Fall intensivieren sie das Aussehen des Flecks oder beschädigen das Gewebe des Textils. Am Anfang ist es wichtig, den Bereich des Flecks vorzubehandeln. Zunächst wird die Partie mit medizinischem Alkohol und dann mit einem hochwertigen und spezifischen Fleckenentferner behandelt, der anschließend einwirken kann. Nach einer Weile wird das Kleidungsstück in der Maschine gewaschen.

Wie behandele ich einen eingetrockneten Fleck?



Die Entfernung von eingetrockneter Tinte aus Kugelschreibern ist schwieriger, aber nicht unmöglich. In diesem Fall ist es wichtig, das Textil zunächst ausgiebig einweichen zu lassen, am besten über Nacht. Dazu gibt man das Kleidungsstück in eine mit Wasser gefüllte Schüssel und einem spezifischen Reinigungsmittel. Danach wird die Kleidung in der Waschmaschine gewaschen. Sollte der Fleck nicht komplett verschwunden sein, wird der Vorgang einfach nochmal wiederholt.

Vorsicht beim Spielen mit Stiften



Wenn Kinder mit Stiften spielen, ist nicht nur im Hinblick auf unschöne Flecken Vorsicht geboten. Denn Kinder bemalen sich gern die Haut mit bunten Stiften. Dabei kommen nicht selten Stifttypen zum Einsatz, die bedenkliche Inhaltsstoffe enthalten und keinesfalls großflächig auf der Haut angewendet werden sollten. Es leuchtet ein, dass beispielsweise ein permanenter CD-Marker auf der Haut von Kindern mit Risiken verbunden ist.

 

 

Nachhaltiger Umgang mit Kleidung



Die Forderung nach einem nachhaltigen Umgang mit täglichen Ressourcen wird immer stärker. Dazu gehören auch Gebrauchsgegenstände und Kleidungsstücke, die oft nicht bis zum Ende ihrer Lebensdauer verwendet werden. Stattdessen ersetzen viele Menschen Kleidung schnell gegen neue Artikel und entsorgen Kleidungsstücke, die oft noch nahezu makellos sind. Noch rabiater gehen manche Menschen mit Kleidungsstücken um, die bereits kleine Makel aufweisen. Ein Fleck oder eine sich öffnende Naht? Schnell wird das betroffene Kleidungsstück entsorgt, ohne daran zu denken, dem Fleck mit einem passenden Reinigungsmittel zu Leibe zu rücken oder zu Nadel und Zwirn zu greifen, um die Naht zu reparieren.

Die richtige Pflege von Gegenständen



Das Entsorgen solcher Kleidungsstücke mag auf den ersten Blick einfacher und zeitsparender erscheinen, allerdings verursacht es höhere finanzielle Ausgaben, die mit dem Neukauf von Kleidung einhergehen. Zudem lassen sich viele Menschen damit das schöne Gefühl entgehen, eine Beziehung zu geschätzten Lieblingsstücken zu entwickeln, die man so lange wie möglich pflegt und zu erhalten versucht. Wenn das nächste Mal ein unschöner Fleck, beispielsweise von Kugelschreiber-Tinte, auf der Kleidung landet, lässt sich dieser Vorsatz direkt umsetzen. Und auch bei anderen Haushaltsgegenständen macht es Sinn, das Produkt zu erhalten statt zu entsorgen.

Kugelschreiber-Flecken aus Kleidungsstücken entfernen



Manche Flecken sind besonders hartnäckig, und Kugelschreiber-Flecken gehören dazu. Oft in Blau oder Schwarz, dringt die Tinte in das Textilgewebe ein und trocknet allmählich, was das Entfernen des Flecks noch schwieriger gestaltet. Flecken von Kugelschreiber entstehen häufig, wenn man den Stift in der Brusttasche oder Hosentasche verstaut und die Tinte ausläuft. Vielleicht hat man aber auch einfach vergessen, die Miene einzufahren. Vor allem auf hellen Textilien sind derartige Flecken zunächst ein Schock, insbesondere, wenn es die Lieblingsbluse oder das schicke Hemd fürs Büro trifft. Auch Kinder verursachen häufig Flecken mit dem Kugelschreiber, indem sie mit den Stiften hantieren und sich auf allen auffindbaren Unterlagen und Textilien künstlerisch verausgaben. Sobald ein solcher Fleck auf Kleidungsstücken entdeckt wird, sollte so schnell wie möglich gehandelt werden. Denn das Entfernen wird immer komplizierter, umso mehr Zeit verstreicht. Die Tinte dringt allmählich immer tiefer in die Fasern des betroffenen Kleidungsstücks ein.

Frische Flecken entfernen



Bevor man sich überstürzt an die Fleckenentfernung macht, ist es wichtig, sich über die richtige Technik zu informieren und die erforderlichen Reinigungsmittel zu beschaffen. Hausmittel sollten bei Kugelschreiber-Flecken vermieden werden, da sie mehr Nachteile als Vorteile haben. Im schlimmsten Fall intensivieren sie das Aussehen des Flecks oder beschädigen das Gewebe des Textils. Am Anfang ist es wichtig, den Bereich des Flecks vorzubehandeln. Zunächst wird die Partie mit medizinischem Alkohol und dann mit einem hochwertigen und spezifischen Fleckenentferner behandelt, der anschließend einwirken kann. Nach einer Weile wird das Kleidungsstück in der Maschine gewaschen.

Wie behandele ich einen eingetrockneten Fleck?



Die Entfernung von eingetrockneter Tinte aus Kugelschreibern ist schwieriger, aber nicht unmöglich. In diesem Fall ist es wichtig, das Textil zunächst ausgiebig einweichen zu lassen, am besten über Nacht. Dazu gibt man das Kleidungsstück in eine mit Wasser gefüllte Schüssel und einem spezifischen Reinigungsmittel. Danach wird die Kleidung in der Waschmaschine gewaschen. Sollte der Fleck nicht komplett verschwunden sein, wird der Vorgang einfach nochmal wiederholt.

Vorsicht beim Spielen mit Stiften



Wenn Kinder mit Stiften spielen, ist nicht nur im Hinblick auf unschöne Flecken Vorsicht geboten. Denn Kinder bemalen sich gern die Haut mit bunten Stiften. Dabei kommen nicht selten Stifttypen zum Einsatz, die bedenkliche Inhaltsstoffe enthalten und keinesfalls großflächig auf der Haut angewendet werden sollten. Es leuchtet ein, dass beispielsweise ein permanenter CD-Marker auf der Haut von Kindern mit Risiken verbunden ist.

 

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Ausstellung studentischer Kunstwerke zu Genderfragen FH Dortmund verleiht „Design- und Genderpreis 2023“

Was? Ausstellung studentischer Arbeiten
Wann? 11. bis 14. Juli 2023
Wo? HansA, Hansastraße 4-12, 44137 Dortmund
Wie teuer? Der Eintritt ist frei

 

Künstlerische Arbeiten zum Thema Gender stellen FH-Studierende ab 11. Juli aus – in diesem Jahr nicht in der Hochschule, sondern in den Räumen des „HansA“ an der Hansastraße 4-12, dank der Kooperation mit „Dortmund kreativ“. 20 Studierende aus fünf Studiengängen zeigen 17 Werke, die sich gestalterisch mit Geschlechterperspektiven auseinandersetzen. Die Ausstellung selbst wurde von Studierenden des Masterstudiengangs Szenografie und Kommunikation entworfen.

 

Bei der Eröffnung am 11. Juli ab 18 Uhr werden die Schöpfer*innen der drei besten Arbeiten mit dem „Design- und Genderpreis 2023“ gekürt. Bewertungskriterien sind die eindeutige Auseinandersetzung mit genderspezifischen Themen, der innovative konzeptionelle Ansatz und die Qualität der Gestaltung. Zugelassen sind alle Arbeiten, die in den vergangenen zwölf Monaten entstanden sind. Zwei Design-Professor*innen, zwei Studierende und die Gleichstellungsbeauftragte der FH Dortmund bilden die Jury.

 

Geöffnet ist die Schau Dienstag (11.6.) von 18 Uhr bis Ende offen, Mittwoch und Donnerstag 12 bis 17 und Freitag 12 bis 15 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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Reduktion von Kunststoff entlang der Lebensmittelkette: Einrichtung für Vernetzung und Kommunikation gesucht

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sucht eine
Einrichtung, die zwölf Verbundprojekte und zwei Einzelvorhaben zur
Reduktion von Kunststoffen entlang der Lebensmittelkette vernetzt sowie
den Wissensaustausch und -transfer fördert. Bewerbungen können bis 8.
August 2023 bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
eingereicht werden.

Verpackungen haben in der Lebensmittelindustrie eine große Bedeutung: Sie
tragen zur Qualität und Sicherheit von Lebensmitteln bei, bieten Fläche
für wichtige Informationen über das Produkt und ermöglichen durch
verschiedene Verpackungseinheiten einen bedarfsgerechten Einkauf.
Besonders Kunststoffverpackungen erfüllen die hohen Anforderungen an die
Lagerung und den Transport der Konsumgüter.

Mit der „Bekanntmachung über die Förderung von Innovationen zur
Reduzierung von Kunststoffverpackungen entlang der Lebensmittelkette“
wurden im Jahr 2020 Projektideen gesucht, die auf innovative Produkte,
Verfahren und Dienstleistungen für nachhaltige Verpackungslösungen
abzielen und Kunststoffverpackungen und -abfälle entlang der
Lebensmittelkette reduzieren. Die Projekte umfassen neue Recyclingansätze,
Ideen zum Einsatz von Mehrwegsystemen, Optimierung etablierter
Verpackungen sowie digitale Bewertungsmöglichkeiten von Verpackungen.
Zudem spielt die Verbraucherakzeptanz eine wichtige Rolle.

Vernetzung und Kommunikation gefragt
Die daraus entstandenen zwölf Verbundprojekte und zwei Einzelvorhaben mit
insgesamt 54 Teilprojekten gilt es nun zu vernetzen und ihre Erkenntnisse
zu kommunizieren. Es wird eine Einrichtung gesucht, die eine hohe
Sichtbarkeit und nachhaltige Breitenwirksamkeit der Projekte sicherstellt.
Dies gelingt beispielsweise durch die Organisation und Unterstützung von
übergreifenden Kooperationen zwischen den einzelnen Verbundprojekten und
Akteuren wie Berufsverbänden. Des Weiteren sollen Veranstaltungen zum
Wissensaustausch und -transfer organisiert und durchgeführt werden.

Angebote können bis 8. August 2023, 12 Uhr, über <www.evergabe-online.de>
an die BLE gesendet werden (Vernetzungs- und Transfermaßnahme
Kunststoffreduktion, 214-02.05-20.0099-23-II-E).

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Durst nach flüssigen Zuckerbomben: Taugen Diät- und Light-Getränke als gesündere Alternative?

Bei Hitze ist die Versuchung nach Durstlöschern besonders groß. Dabei
werden Kalorien in flüssiger Form oft stark unterschätzt – vor allem von
Kindern und Jugendlichen. Light-Getränke sind nach Einschätzung des
Ernährungsmediziners Prof. Hans Hauner keine Alternative

Wegen ihres hohen Zuckergehalts gehören vor allem Softdrinks und
unverdünnte Fruchtsäfte zu den weit verbreiteten Dickmachern. Wer
regelmäßig zu viel davon trinkt, riskiert krankhaftes Übergewicht
(Adipositas), Diabetes und in der Folge potenziell tödliche Herz-
Kreislauf-Erkrankungen wie einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Um die
flüssigen Kalorien zu meiden, greifen viele Verbraucher zu sogenannten
Diät- oder Light-Getränken mit Zuckerersatzstoffen. Doch vor dem
Hintergrund aktueller Studienergebnisse zu bestimmten Süßstoffen wie
Erythrit rät Professor Dr. Hans Hauner, Leiter des Instituts für
Ernährungsmedizin der Technischen Universität München, Klinikum rechts der
Isar, und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen
Herzstiftung, zu Zurückhaltung bei diesen Produkten. „Für eine gesunde und
abwechslungsreiche Ernährung brauchen wir den Zuckergeschmack nicht. Zum
Durstlöschen ist Wasser oder ungesüßter, allenfalls schwach gesüßter Tee
nach wie vor am besten.“ Warum zu viel Zucker auch dem Herzen schaden
kann, darüber informiert der Ernährungsmediziner auch auf der
Herzstiftungs-Homepage unter https://herzstiftung.de/zucker-herz-in-gefahr

Zucker: Die Dosis macht das Gift!
Eindeutig sind dagegen die Erkenntnisse über Zucker. „Menschen, die zu
viel Zucker zu sich nehmen, haben ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-
Erkrankungen“, sagt Prof. Hauner, schränkt aber zugleich ein: „Zucker ist
kein Gift und in moderaten Mengen nicht schädlich. Wer sich mal ein Stück
Kuchen gönnt, muss sich keine Gedanken machen.“ Hier gilt eher die
Weisheit: Die Dosis macht das Gift! Und davon ist in Softdrinks und Säften
reichlich vorhanden. So enthält ein Liter Cola ca. 110 Gramm Zucker. Zum
Vergleich: Die Fachgesellschaften für Ernährung raten dazu, dass man nur
etwa zehn Prozent seiner Gesamtenergiemenge in Form von Zucker konsumieren
sollte. „Das wären bei einem durchschnittlichen Erwachsenen nicht mehr als
50 Gramm am Tag“, rechnet Prof. Hauner vor. „Doch gerade bei vielen
Kindern und Jugendlichen liegt der Anteil bei 15 bis 20 Prozent oder sogar
noch darüber. Hier herrscht massiver Handlungsbedarf.“ Deutschland zählt
zu den Ländern mit dem höchsten Pro-Kopf-Verbrauch an zuckergesüßten
Getränken. Zu viel Zucker schädigt nicht nur die Zähne und ist ein
wesentlicher Risikofaktor für Übergewicht und Typ-2-Diabetes. Der Konsum
von zuckergesüßten Getränken wie Limonaden, Fruchtgetränken, Sport- und
Energy-Drinks trägt wesentlich zu einer Gewichtszunahme bei Kindern und
Erwachsenen bei.

Erfrischungsgetränke: mit frischem Aroma und dazu noch gesund? Geht doch
Wer partout nicht auf Fruchtsäfte verzichten will, der solle diese
wenigstens verdünnen, so Prof. Hauner. Leitungswasser lasse sich
beispielsweise mit frischen, kleingeschnittenen Früchten wie Zitronen oder
Orangen zu abwechslungsreichen Geschmacksvarianten aufpeppen. „Man kann
sie morgens mit ein paar einfachen Handgriffen zubereiten und für ein,
zwei Stunden in den Kühlschrank stellen. Dadurch nimmt das Wasser die
Aromastoffe der Früchte besser auf, und man hat den ganzen Tag über ein
leckeres Getränk zur Verfügung. Wer es spritzig mag, der kann einen Soda-
Sprudler nutzen, um Kohlensäure je nach Gusto zuzusetzen“, empfiehlt Prof.
Hauner. Auch verschiedene Teesorten bieten Abwechslung: „Viele Sorten –
etwa Ingwer-, Malven-, Pfefferminz- oder Hagebuttentee – schmecken auch
ungesüßt oder mit ganz wenig Zucker sehr gut.“

Im Ausland erfolgreiche Zuckersteuer: Warum nicht auch in Deutschland?
Wie sich der Zuckerkonsum insbesondere in der jüngeren Generation senken
lässt, habe jüngst die englische Regierung bewiesen. Sie führte vor fünf
Jahren eine Zuckersteuer ein – gegen heftigen Widerstand der Industrie.
Seit dieser Reform sind Getränke mit besonders viel Zucker teurer geworden
und Drinks mit einem reduzierten Zuckergehalt deutlich günstiger. „Wie
eine neue Studie aus England zeigt, verringerte sich dort die
Zuckeraufnahme bei Kindern und Jugendlichen um rund 30 Prozent. Diesen
positiven Effekt sollten wir zum Anlass nehmen, auch in Deutschland
endlich eine Zuckersteuer einzuführen“, fordert Ernährungsmediziner
Hauner, und fügt hinzu: „Sie wird bereits in etwa 50 Ländern weltweit mit
Erfolg genutzt, um die Verbraucher zu einer zuckerärmeren Ernährung zu
motivieren.“
Die Deutsche Herzstiftung unterstützt auch als Mitglied der Deutschen
Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) die Forderung nach einer
Steuerreform bei zuckerhaltigen Lebensmitteln und vor allem Softdrinks.
Die Allianz mahnt mehr Tempo bei der Umsetzung an und verweist dabei auf
eine Studie von Wissenschaftlern der beiden Münchner Universitäten LMU und
TUM. Danach ist der durchschnittliche Zuckergehalt von Softdrinks in
Deutschland zwischen 2015 und 2021 lediglich um etwa zwei Prozent
gesunken. Die Getränkeindustrie erfülle ihre selbstgesteckten Ziele zur
Zuckereindämmung nicht. Sie hatte sich 2018 im Rahmen einer „Nationalen
Reduktionsstrategie“ dazu verpflichtet, den Zuckergehalt in Softdrinks bis
2025 um 15 Prozent zu verringern. Rechnerisch hätte bereits bis 2021 eine
Reduzierung um neun Prozent zu Buche schlagen müssen, um das selbst
gesteckte Ziel zu erreichen. „Doch davon sind wir weit entfernt. Um ein
nachhaltiges Umdenken bei den Verbrauchern zu bewirken, brauchen wir den
Anreiz einer anderen, am Gesundheitswert ausgerichteten Besteuerung von
Lebensmitteln und Getränken“, betont Prof. Hauner als Ernährungsexperte
von der Deutschen Herzstiftung.

Zuckeralternativen: Was taugen Süß- und Zuckeraustauschstoffe?
Um Figurbewusste als Kunden zu ködern, setzen die Hersteller verstärkt
neue Süßstoffe und Zuckerersatzstoffe ein. „Zu den etablierten Süßstoffen
wie Saccharin oder Natriumcyclamat, die bereits im ersten Weltkrieg
verwendet wurden, sind einige neue wie Acesulfam, Aspartam, Sucralose oder
Stevia dazugekommen. Diese Süßstoffe zeichnen sich durch eine hohe
Süßkraft aus, sodass davon nur sehr kleine Mengen zum Süßen benötigt
werden“, so Hauner. Daneben gebe es die sogenannten Zuckeraustauschstoffe,
hauptsächlich chemisch hergestellte Zuckeralkohole, die keinen (z.B.
Erythrit) oder einen geringeren Brennwert als normaler Zucker (z.B.
Sorbit, Isomalt) hätten. „Diese können wegen ihrer Fülle auch als
Zuckerersatz verwendet werden“, erläutert der Experte der Deutschen
Herzstiftung. Erythrit ist als Lebensmittelzusatzstoff mit der Nummer E968
gekennzeichnet.

Aktuell Thromboserisiko durch Zuckerersatzstoff Erythrit in der Diskussion
„Der Vorteil von Erythrit besteht darin, dass er vom Körper nicht
verwertet, sondern direkt wieder ausgeschieden wird“, berichtet der
Ernährungsmediziner. Ob hohe Konzentrationen von Erythrit im Blut schaden
können, müsse noch wissenschaftlich untersucht werden. Allerdings gebe es
bereits erste Beobachtungsstudien zu Softdrinks mit Süßstoffen, nach denen
es einen Zusammenhang zwischen einem regelmäßigen Konsum und einem
erhöhten Schlaganfallrisiko geben könnte. Eine neue Studie weist darauf
hin, dass Erythrit ebenfalls Thrombosen fördern könnte. „Die
wissenschaftliche Beweiskette insbesondere bei den Arbeiten zu Erythrit
ist allerdings längst nicht geschlossen. Wir benötigen weitere Studien, um
die Wirkung der Zuckerersatzstoffe seriös beurteilen zu können“,
analysiert Prof. Hauner. „Nach derzeitigem Wissensstand gibt es aber auch
keinen Grund, den Konsum von Light-Getränken zu dramatisieren. Es ist
sicherlich nicht gefährlich, wenn man mal ein Glas davon trinkt. Light-
Getränke sollten allerdings nicht literweise getrunken werden.“

Mehr Infos zum Thema Zuckerkonsum und Auswirkung auf die Herzgesundheit
sowie zur wissenschaftlichen Lage bei Zuckeralternativen finden Sie unter
https://herzstiftung.de/zucker-herz-in-gefahr

Literatur:

- Medscape, Deutsche Ausg. vom 3. Juli 2023, „Beliebte Krankmacher? WHO
rät von Süßstoffen ab, trotz dünner Datenlage – deutschem Experten geht
das zu weit“: https://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4912647
- Medscape, Deutsche Ausg. vom 13. März 2023, „,Brisanter Datensatz‘:
Assoziation zwischen Süßungsmittel und kardiovaskulären Erkrankungen –
Experten warnen (noch) nicht vor Erythrit“:
https://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4912248
- World Health Organization, Rios-Leyvraz, Magali & Montez, Jason.
(‎2022)‎. Health
efffects of the use of non-sugar sweeteners: a systematic review and meta-
analysis. World Health Organization.
https://apps.who.int/iris/handle/10665/353064

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