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Neue Partner für Waldwissen.net – erfolgreiche Internetplattform noch stärker

m Jahr 2005 ging www.waldwissen.net mit 600 Fachartikeln online. Heute,
18 Jahre später, ist waldwissen.net die wichtigste forstliche
Informationsplattform mit über 3.700 ständig aktualisierten Artikeln. Sie
wird von den vier Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalten in
Österreich (BFW), der Schweiz (WSL), Bayern (LWF) und Baden-Württemberg
(FVA) redaktionell geleitet. Nun ist das Waldwissens-Portal, das monatlich
von ca. 180.000 Besuchern genutzt wird, um zwei weitere Partner gewachsen.

Aktuell wurde der Partnervertrag mit der Nordwestdeutschen Forstlichen
Versuchsanstalt und der Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern
unterzeichnet. Schon seit Jahren unterstützt auch die angewandte
forstliche Forschung aus Sachsen (Kompetenzzentrum Wald und
Forstwirtschaft, Pirna), Brandenburg (Landeskompetenzzentrum Forst,
Eberswalde), Nordrhein-Westfalen (Lehr- und Versuchsforstamt Arnsberg) und
Thüringen (FFK Gotha) das Wissensportal. „Wir freuen uns, dass nun alle
deutschen staatlichen forstlichen Forschungsanstalten auf waldwissen.net
vertreten sind,“, so Dr. Peter Pröbstle, Präsident der bayerischen
Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF).

Die Grundidee von waldwissen.net ist einfach: Vorhandenes Waldwissen
länderübergreifend verbreiten, damit es sinnvoll genutzt und angewendet
werden kann. Damit will die Forstliche Forschung ihren enormen Wissenspool
ansprechend und verständlich sowohl an die forstliche Praxis als auch an
die interessierte Öffentlichkeit weitergeben. So nutzen nebst den
Praktikerinnen und Praktikern aus Forstwirtschaft, Waldökologie und
Umweltbildung zunehmend auch Medienschaffende, Schulen oder andere
Naturinteressiere das kostenlose Informationsportal.

Die Internetplattform startete 2022 anlässlich ihres fünfzehnjährigen
Bestehens nach einem umfassenden Relaunch in neuem Layout und mit modernen
Funktionen. Weil die technische Entwicklung „am Waldrand“ nicht Halt
macht, wurde waldwissen.net dabei technisch für die Ansicht am Tablet und
Smartphone optimiert. Zentrale Neuerungen sind eine Such- und
Filterfunktion, welche die Recherche innerhalb des umfassenden
Wissenspools erleichtern.

Die Artikel auf waldwissen.net stammen größtenteils von
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie ausgewiesenen Expertinnen
und Experten aus der Praxis wer zu Stichworten wie Waldreservate,
Eschentriebsterben, Laubholzbockkäfer, Energieholz oder nicht heimische
Baumarten den Stand des Wissens sucht, wird auf dem Portal schnell fündig.
Es gibt auch Lesenswertes zu Themen wie Waldboden, Forstgeschichte,
Schadensmanagement, Waldpädagogik oder eine Auswahl an Buchbesprechungen.

Die vier verantwortlichen Betreiber von waldwissen.net: Bayerische
Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft LWF (Freising),
Bundesforschungszentrum für Wald (Wien), Forstliche Versuchs- und
Forschungsanstalt Baden-Württemberg (Freiburg), und die Eidgenössische
Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (Birmensdorf) bereichern
die Website wöchentlich mit neuen Beiträgen. Die langjährige
grenzübergreifende Zusammenarbeit und der stetig wachsende Fundus an
qualitätsgesicherten Inhalten zu Waldthemen machen waldwissen.net
einzigartig.

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Verbundenheit durch interaktive Technologien

Wie können Menschen Technik nutzen, um auch über Distanzen hinweg ein
Gefühl der Verbundenheit und emotionalen Nähe zu erleben? Das erforschen
Wissenschaftler:innen der Hochschule Flensburg zusammen mit Kolleg:innen
anderer Universitäten im Verbundprojekt VEREINT.

Den Partner oder die Partnerin in einer Fernbeziehung wissen zu lassen,
dass man gerade an ihn oder sie denkt, kann ganz einfach sein: Man knipst
in der eigenen Wohnung – beispielsweise in Kiel – eine Lampe an.
Gleichzeitig leuchtet auch in der Wohnung des Partners/der Partnerin –
beispielsweise in München – ein Licht auf. Beide Lampen sind miteinander
gekoppelt, damit sich das Paar über die Distanz hinweg ein Signal der
Verbundenheit zusenden kann. Wie mit Hilfe unterschiedlicher Technologien
ein Gefühl der Nähe über die Distanz erzeugt werden kann, erforschen
Wissenschaftler:innen im Bereich Information und Kommunikation der
Hochschule Flensburg unter der Leitung von Prof. Dr. Torben Wallbaum. An
dem Verbundprojekt VEREINT sind außerdem vier weitere Universitäten
beteiligt, das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Bildung und
Forschung (BMBF) mit rund 290.000 Euro gefördert.

Das Projekt erforscht das Potenzial für die Aufrechterhaltung sozialer
Verbindungen zwischen entfernten Personen. Im Projekt werden innovative
Lösungskonzepte erarbeitet und erprobt, mit denen Nähe und private
Kontakte zu Familien, Paaren und Freunden über die Distanz verbessert
werden können. In zehn verschiedenen Anwendungsprojekten entstehen
konkrete Prototypen bzw. Demonstratoren für solche
Verbundenheitstechnologien – entwickelt von kleineren Konsortien aus
Universitäten und Industriepartnern. Dabei sollen unterschiedliche
Zielgruppen wie Paare, Familien, Freundesgruppen, ältere Menschen oder
Kinder angesprochen werden. Die Ideen reichen von der beschriebenen
Partner-Lampe über ein interaktives Augmented-Reality-Spiel bis hin zu
einer einfach zu bedienenden „Sprechanlage“, über die Kinder mit ihren
Großeltern kommunizieren und sich von ihnen Geschichten vorlesen lassen
können.

Das Verbundprojekt VEREINT begleitet die Entwicklung dieser
unterschiedlichen Anwendungen: Wissenschaftler:innen aus den Bereichen
Psychologie, Gestaltung, Informatik und Ethik steuern jeweils ihre
Expertise bei. „Wir beschäftigen uns mit den grundlegenden Prinzipien der
Verbundenheitstechnologien und es geht darum, Erkenntnisse aus zehn
Anwendungsprojekten zu sammeln und konkrete Modelle zur Gestaltung von
Verbundenheitstechnik zu entwickeln“ erklärt Prof. Dr. Torben Wallbaum.
„Dabei werden psychologische, soziologische und ethisch-rechtliche
Rahmenbedingungen im Sinne sozialer Verbundenheit untersucht.“

Auch Bürger:innen sollen in die Forschungsarbeit mit einbezogen werden. So
ist im Rahmen des Projektes eine digitale Bibliothek der „Nähe auf
Distanz“ geplant: Eine Online-Plattform, auf der die verschiedenen
Neuentwicklungen als einfache Do-It-Yourself-Konzepte vorgestellt werden
und von Interessierten im eigenen Haushalt ausprobiert werden können.
Maryam Amidi, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt erklärt: „Wir
wollen die technischen Konzepte stark vereinfachen und in einer
leichtgewichtigen Version umsetzen, damit Bürger:innen sie vorübergehend
im Alltag ausprobieren und Erfahrungen damit sammeln können.“

Im Projekt ist die Hochschule Flensburg insbesondere für die Bereiche
Wissenschaftskommunikation und Bürger:innenbeteiligung sowie die
Entwicklung von interaktiven Prototypen verantwortlich. Zum Start des
Projektes fand am 15. Juli eine große Auftaktveranstaltung an der
Universität Siegen statt, zu der bis zu 100 Wissenschaftler:innen und
Expert:innen aus ganz Deutschland begrüßt wurden.

Hintergrund:
Am Begleit-Forschungsprojekt VEREINT sind neben dem Human eXperience Lab
der Hochschule Flensburg die Universität Siegen als Konsortialleiter, die
Universität Duisburg-Essen, die Ludwig-Maximilians-Universität München und
die RWTH Aachen beteiligt. Das Projekt läuft bis April 2026. Auch eines
der zehn Anwendungsprojekte wird an der Hochschule Flensburg umgesetzt: Im
Projekt „Miteinander“ geht es um die Gestaltung und Erprobung von
Verbundenheitserlebnissen mit Smart-Home-Technologien.

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Leibniz-Institut DSMZ zum fünften Mal als familienfreundlich zertifiziert

Seit 2010 zeichnet sich das Leibniz-Institut DSMZ durch eine nachhaltige
Personalpolitik aus

Die Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und
Zellkulturen GmbH erhielt am 13. Juni 2023 erneut das Zertifikat zum audit
berufundfamilie. Die Auszeichnung nahm Dr. Birte Abt, stellvertretende
Gleichstellungsbeauftragte der DSMZ, in Anwesenheit von
Bundesfamilienministerin Lisa Paus in Berlin entgegen. Die DSMZ ist eine
von insgesamt 323 deutschen Organisationen, die in diesem Jahr
ausgezeichnet wurden. Bereits seit 2010 erhält die DSMZ das Zertifikat zum
audit, das als Qualitätssiegel für eine nachhaltig gestaltete betriebliche
Vereinbarkeitspolitik gilt.
Das audit ist ein strategisches Managementinstrument zur Gestaltung einer
nachhaltigen familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik und sorgt
dafür, dass das Familienbewusstsein in der Organisationskultur verankert
wird. Zur Qualitätssicherung des Zertifikats beteiligen sich bereits
ausgezeichnete Unternehmen alle drei Jahre an einem Dialogverfahren, um
eingeführte Maßnahmen für familiengerechte Arbeitsbedingungen
kontinuierlich zu evaluieren und einzelne Bereiche weiter zu optimieren.

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Mina Hava stellt an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel ihren Debütroman „Für Seka“ vor

Wie lassen sich die Splitter und Scherben der eigenen Vergangenheit wieder
zusammensetzen? Seka, Anfang 20, steht vor einem Scherbenhaufen und sucht
darin die Spuren ihrer zerbrochenen Familie. Sie rekonstruiert den Weg
ihrer Eltern aus Bosnien in die Schweiz und fragt nach den Verbindungen,
den Fäden zu ihr. "Für Seka" heißt der Debütroman von Mina Hava, die darin
ihre eigene Familiengeschichte nachzeichnet. Am Dienstag, 11. Juli,
gastiert die 1998 geborene Schriftstellerin mit ihrem Roman an der
Muthesius Kunsthochschule in Kiel. Im Kesselhaus liest sie daraus in der
Reihe "Sprachkunst" - und stellt sich den Fragen von Präsident Dr. Arne
Zerbst.

„Für Seka“ heißt der erste Roman der jungen Schriftstellerin Mina Hava.
Darin erzählt sie von Seka, die mit Anfang 20 nach den Spuren ihrer
zerbrochenen Familie und ihres bisherigen Lebens sucht. Sie rekonstruiert
den Weg ihrer Eltern aus Bosnien in die Schweiz und fragt nach den
Verbindungen, den Fäden zu ihr. Dabei stößt sie auf das Gefangenenlager in
Omarska in den 1990er Jahren und einen Brief, der sie weiter nach Den Haag
und Genf führt, später ins Berner Oberland. Und sie stellt fest, dass in
Omarska heute Erz in den Minen abgebaut wird, als hätte es die Geschichte
nicht gegeben, die eines fast schon vergessenen Krieges in Europa. Dabei
wirken die Versehrungen der Vergangenheit bis in die Gegenwart fort.

Mina Hava, geboren 1998, studierte Globalgeschichte und
Wissenschaftsforschung an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in
Zürich sowie Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut in
Leipzig. Auf Einladung von Arne Zerbst stellt sie am Dienstag, 11. Juli,
um 19 Uhr in der Reihe „Sprachkunst“ ihren Debütroman vor: eine Geschichte
vom Verlassen und Verlassenwerden.  Die Lesung findet im Kesselhaus der
Muthesisu Kunsthochschule, Legienstraße 35 in Kiel, statt. Der Eintritt
ist frei.

2014 von Präsident Dr. Arne Zerbst initiiert, gibt die Reihe „Sprachkunst“
mit ihren Autor*innenlesungen Impulse nach Innen und Außen. Anliegen des
Literaturformats ist es, die bildende Kunst in eine produktive Nähe zur
redenden Kunst zu setzen. Zu Gast waren seither unter anderem Hanns
Zischler, Robert Menasse, Durs Grünbein, Emine Sevgi Özdamar, Judith
Hermann oder Robert Habeck mit Andrea Paluch.

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