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Klein, sauber, effizient und günstig: DBFZ-Wissenschaftler entwickeln Minikocher für Afrika

Die Entwaldung in afrikanischen Regionen sowie vielen anderen Teilen der
Welt nimmt rasant zu. Gründe hierfür sind wachsende Bevölkerungszahlen
sowie die verstärkte Nutzung von Holz/Holzkohle als Koch-Brennstoff. Im
Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
finanzierten Projektes „LabTogo“ wurde vor diesem Hintergrund ein Kocher
für spezielle Anforderungen in Togo entwickelt. Die Neuentwicklung des
DBFZ benötigt nicht nur deutlich weniger Brennstoff als traditionelle
Kocher, sondern ist auch emissionsärmer im Betrieb.

In westafrikanischen Togo entfallen ca. 80 % des Energieverbrauchs auf
Biomasse. Dieser wird vornehmlich zum Kochen sowie zur Wärmeerzeugung
benötigt. Während in ländlichen Regionen überwiegend ineffiziente
Kochfeuer mit hohen Emissionsgraden und entsprechenden gesundheitlichen
Folgen die Regel sind, werden in der Stadt vorwiegend Holzkohlekocher
genutzt. Für beide Pfade gilt, dass das benötigte Holz in der Regel direkt
dem Wald entnommen und zum Kochen genutzt oder zu Holzkohle
weiterverarbeitet wird. Diese unkontrollierte und nicht nachhaltige
Holzentnahme führt in der Folge zu einer schnellen und stetigen Abnahme
der afrikanischen Waldflächen.

Im vom DBFZ entwickelten Kocher „Apeli“ basiert die Verbrennung auf einem
mehrstufigen Prozess, der es ermöglicht, den Brennstoff (Holzpellets und
lokale Reststoffe wie Bambus oder Palmkernschalen) thermisch komplett zu
nutzen. Dabei wird die Biomasse zuerst vollständig in ein Brenngas
umgewandelt, welches anschließend mit Luft sauber verbrannt wird. Die
Nutzung einer handelsüblichen Konservendose (73x110 mm) als
Brennkammerbasis ermöglicht die äußert kleinen Abmaße des Brenners mit
entsprechend geringem Materialeinsatz. Um die Kosten weiter zu verringern,
wurde eine Hülle aus Keramik entwickelt, die im Gießverfahren günstig in
großen Stückzahlen produziert werden kann. Der Kocher beinhaltet auch
einen Topfhalter, der in Form eines außenliegenden Gestells ausgeführt
ist, den Brenner sicher beherbergt und auch große und schwere Töpfe tragen
kann. Der geschätzte Verkaufspreis in Togo wird bei einer Massenproduktion
ca. 10 USD betragen und ist damit für breite Bevölkerungsschichten
erschwinglich.

Die neuartige Entwicklung wurde in der Praxis vor Ort getestet und in Togo
über Monate im täglichen Kochbetrieb erprobt. Hierbei wurden von den
Anwender:innen insbesondere die kürzeren Kochzeiten, der deutlich
geringere Brennstoffverbrauch sowie auch ein praktisch rauch- und
geruchloser Betrieb als positiv hervorgehoben. In einem simultanen
Vergleichstest unter Feldbedingungen mit einem Kochfeuer und einem
Holzkohlekocher überzeugte der „Apeli“ mit deutlich höherer Leistung. Bei
Nutzung von Holzpellets zeigte sich, dass ein Kochfeuer fünfmal und ein
Holzkohlekocher über die gesamte Brennstoffproduktion sogar zwanzigmal so
viel Holz bei gleichem Ergebnis benötigt.

Eine landesweite Einführung des „Apeli“ könnte neben deutlich verringerten
Emissionen auch einen umfangreichen Beitrag zur Verringerung des
Holzeinschlags liefern und alternative Brennstoffe fördern, welche schnell
nachwachsend sind (z.B. Bambus) oder Reststoffcharakter besitzen (z.B.
Palmkernschalen). Die Möglichkeit der Produktion mit einfachen Mitteln vor
Ort schafft darüber hinaus lokale Wertschöpfung und Arbeitsplätze für
Handwerker und Kleinbetriebe. Dies sichert auch die langfristige
Verfügbarkeit von Kochern und Ersatzteilen, nahezu unabhängig von
Importen.

Smart Bioenergy – Innovationen für eine nachhaltige Zukunft

Das Deutsche Biomasseforschungszentrum arbeitet als zentraler und
unabhängiger Vordenker im Bereich der energetischen und stofflichen
Biomassenutzung an der Frage, wie die begrenzt verfügbaren
Biomasseressourcen nachhaltig und mit höchster Effizienz und Effektivität
zum bestehenden und zukünftigen Energiesystem beitragen können. Im Rahmen
der Forschungstätigkeit identifiziert, entwickelt, begleitet, evaluiert
und demonstriert das DBFZ die vielversprechendsten Anwendungsfelder für
Bioenergie und die besonders positiv herausragenden Beispiele gemeinsam
mit Partnern aus Forschung, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Mit der Arbeit
des DBFZ soll das Wissen über die Möglichkeiten und Grenzen einer
energetischen und integrierten stofflichen Nutzung nachwachsender
Rohstoffe in einer biobasierten Wirtschaft insgesamt erweitert und die
herausragende Stellung des Industriestandortes Deutschland in diesem
Sektor dauerhaft abgesichert werden – www.dbfz.de.

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Fachbeirat sollte verlorenes Vertrauen zurückgewinnen

DEN: „Wirtschaftsministerium muss mehr auf ideologiefreie PraktikerInnen hören“

Angesichts der anhaltenden Diskussionen um die umstrittene Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) tritt das Deutsche Energieberater-Netzwerk DEN e.V. nachdrücklich dafür ein, einen unabhängigen Fachbeirat zu Gesetzesvorhaben aus dem Bereich der Wärmewende zu installieren. „Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz wäre gut beraten, auf die fachliche Expertise von Praktikerinnen und Praktikern aus den Bereichen Energiewirtschaft, Energieeffizienz und Bautechnik zurückzugreifen und sich diese zunutze zu machen“, sagt DEN-Vorständin Marita Klempnow. „Es kann nicht sein, dass bei der Gesetzgebung Ideologie vor Kompetenz geht. Man muss in das ganze Verfahren jetzt wieder Ruhe bringen. Solch ein Fachbeirat darf natürlich kein Lobbyisten-Treff sein!“ (…)

 

Weiterlesen unter https://www.deutsches-energieberaternetzwerk.de/den-pm-08-2023/

 

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Berufsbegleitend zum MBA-Abschluss an der Hochschule Kaiserslautern

Jetzt online über sechs MBA-Fernstudiengänge informieren

Am Mittwoch, den 24. Mai 2023 ab 17.00 Uhr lädt die Hochschule
Kaiserslautern zu einer virtuellen Informationsveranstaltung ein. Das MBA-
Team am Campus Zweibrücken stellt die sechs MBA-Fernstudiengänge
unterschiedlicher Ausrichtung ausführlich vor. Studieninteressierte
erfahren neben inhaltlichen Details alles über Ablauf, Organisation und
Zugangsvoraussetzungen der seit vielen Jahren erfolgreich bestehenden MBA-
Studiengänge Vertriebsingenieur/in, Marketing-Management, Motorsport-
Management, Sport-Management, Innovations-Management und Intelligent
Enterprise Management. Anschließend haben die Teilnehmenden Gelegenheit
individuelle Fragen zu stellen. Wer teilnehmen möchte, wird gebeten sich
bei Studiengangskoordinatorin Martina Fremgen per Mail anzumelden unter
<Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.> und erhält den Zugangslink zum Web-Meeting via
Zoom. Wer am 24. Mai verhindert ist, hat am Mittwoch, den 21. Juni oder
Mittwoch, den 12. Juli, jeweils um 17.00 Uhr, eine weitere Gelegenheit
sich zu informieren. Die Informationsveranstaltungen sind kostenfrei und
unverbindlich.

Neben dem Job zum Master of Business Administration (MBA)
Die Fernstudiengänge richten sich an Weiterbildungsinteressierte mit
erstem Hochschulabschluss und einjähriger Berufstätigkeit nach dem
Erststudium, die eine Führungsposition im Managementbereich anstreben und
sich neben ihrem Job weiterqualifizieren möchten. Weitestgehend zeit- und
ortsunabhängig bietet ein Fernstudium dazu eine ideale Möglichkeit, zumal
das neu erlernte Wissen direkt in die berufliche Praxis umgesetzt werden
kann. Unternehmen schätzen ihre studierenden Mitarbeiter und
Mitarbeiterinnen, unterstützen diese deshalb oft finanziell. Gerade in
Zeiten des Fachkräftemangels nutzen Unternehmen Weiterbildungsangebote als
Personalbindungskonzept.


Zum Master ohne Bachelor
In Rheinland-Pfalz ist der Zugang zum Master-Studium auch beruflich
qualifizierten Studieninteressierten ohne Erststudium, aber mit
mehrjähriger und auf die gewünschte Fachrichtung bezogener einschlägiger
Berufserfahrung möglich. Sie werden nach erfolgreicher Teil Teilnahme an
einem Eignungsprüfungsverfahren zum Fernstudium zugelassen.

Weitere Informationen und Anmeldung
Die Hochschule Kaiserslautern, Campus Zweibrücken, führt die
Fernstudiengänge in Kooperation mit dem zfh – Zentrum für Fernstudien im
Hochschulverbund in Koblenz durch. Beim zfh können sich Interessierte bis
zum 31. Juli 2023 für das kommende Wintersemester 2023 online bewerben
unter <www.zfh.de/anmeldung>.
Weitere Informationen zu allen sechs Studiengängen auch unter:
<https://mba.bw.hs-kl.de>

Über das zfh
Das zfh – Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund bildet gemeinsam mit
21 staatlichen Hochschulen den zfh-Hochschulverbund. Das zfh ist eine
wissenschaftliche Institution des Landes Rheinland-Pfalz mit Sitz in
Koblenz und basiert auf einem 1998 ratifizierten Staatsvertrag der
Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland. Neben den 15
Hochschulen dieser drei Bundesländer haben sich weitere Hochschulen aus
Bayern, Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein
dem Verbund angeschlossen. Das erfahrene Team des zfh fördert und
unterstützt die Hochschulen bei der Entwicklung und Durchführung ihrer
Fernstudienangebote. Mit einem Repertoire von über 100 berufsbegleitenden
Fernstudienangeboten in wirtschaftswissenschaftlichen,
technischen/naturwissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen
Fachrichtungen ist der zfh-Verbund bundesweit größter staatlicher Anbieter
von Fernstudiengängen an Hochschulen mit akkreditiertem Abschluss. Alle
zfh-Fernstudiengänge mit dem akademischen Ziel des Bachelor- oder
Masterabschlusses sind von den Akkreditierungsagenturen ACQUIN, AHPGS,
ASIIN, AQAS, FIBAA bzw. ZEvA zertifiziert und somit international
anerkannt. Neben den Bachelor- und Masterstudiengängen besteht auch ein
umfangreiches Angebot an Weiterbildungsmodulen mit Hochschulzertifikat.
Derzeit sind über 6.575 Fernstudierende an den Hochschulen des zfh-
Verbunds eingeschrieben.

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Unter dem Dach des DVR-Kongresses in Bonn: 35. Jahrestagung der Androlog:innen im September 2023

Alle zwei Jahre veranstaltet die Deutsche Gesellschaft für Andrologie e.V.
(DGA) ihre Jahrestagung im Rahmen des Kongresses des Dachverbands
Reproduktionsbiologie und -medizin (DVR): Turnusgemäß ist dies 2023 wieder
der Fall.

So findet die 35. Jahrestagung der DGA unter dem Dach des 10. DVR-
Kongresses statt, der vom 20. bis 22. September 2023 im World Conference
Center in Bonn tagt. DGA-Tagungspräsident Prof. Dr. med. Jean-Pierre
Allam, Direktor der Klinik für Andrologie am Universitätsklinikum Bonn,
ist zugleich Co-Präsident des DVR-Kongresses und lädt Kolleginnen und
Kollegen in Präsenz in das Plenargebäude des World Conference Center ein,
wo der Bundestag zuletzt 1999 tagte. Fachbesucher:innen können sich unter
https://www.dvr-kongress.de für die Kongressteilnahme registrieren;
Medienvertreter:innen sind auf den wissenschaftlichen Veranstaltungen
herzlich willkommen.

„Mit einem Schwerpunkt auf der ungewollten Kinderlosigkeit rücken wir im
wissenschaftlichen Programm unserer Fachgesellschaft an historischer
Stätte ein aktuelles Thema von wachsender gesellschaftlicher Bedeutung in
den Mittelpunkt“, betont DGA-Präsidentin Prof. Dr. med. Sabine Kliesch,
Chefärztin des Centrums für Reproduktionsmedizin und Andrologie (CeRA),
Universität Münster. Im Fokus der DGA stehen Forschungsprojekte zur
Genetik von Fertilitätsstörungen, die leitliniengerechte andrologische
Abklärung bei Kinderlosigkeit sowie die assistierte Reproduktion im
höheren Lebensalter. Präsentiert wird das DGA-Programm komprimiert am
ersten Kongresstag, am Mittwoch, dem 20. September 2023.

Wissenschaftliche Preise der Deutschen Gesellschaft für Andrologie e.V.,
wie der bekannte Forschungspreis der DGA, werden in Bonn ebenfalls
vergeben. Für die NachwuchswissenschaftlerInnen besteht darüber hinaus die
Möglichkeit, Stipendien für die Kongressteilnahme zu beantragen.

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