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6,5 Prozent Inflationsrate für ärmere Alleinlebende, 5,5 Prozent bei sehr wohlhabenden

Neue Werte des IMK Inflationsmonitors

6,5 Prozent Inflationsrate für ärmere Alleinlebende, 5,5 Prozent bei sehr
wohlhabenden

Die Inflationsrate in Deutschland ist im Juli leicht auf 6,2 Prozent
gesunken. Die Teuerungsrate fiel für alle Haushaltstypen niedriger aus als
im Juni. Alleinlebende mit niedrigen Einkommen sind aber mit einer
Inflationsrate von 6,5 Prozent im Juli weiterhin etwas
überdurchschnittlich von der Preissteigerung belastet, während Singles mit
sehr hohen Einkommen mit 5,5 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt
liegen.

Wie schon seit Anfang 2022 verzeichnen sie die niedrigste
haushaltsspezifische Belastung. Die Differenz betrug damit im Juli 1,0
Prozentpunkte, nachdem es im Juni 1,3 Prozentpunkte waren. Das ergibt der
neue IMK Inflationsmonitor des Instituts für Makroökonomie und
Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung. Die Forschenden
erwarten in den kommenden Monaten einen weiteren Rückgang der Inflation
und empfehlen trotz der bisher nur zögerlich sinkenden Kernrate, mit
weiteren Leitzinserhöhungen abzuwarten. Denn ein dadurch ausgelöster noch
stärkerer konjunktureller Einbruch und steigende Arbeitslosigkeit würden
ebenfalls Haushalte mit niedrigen Einkommen besonders hart treffen.

Die IMK-Inflationsexpertin Dr. Silke Tober und IMK-Direktor Prof. Dr.
Sebastian Dullien analysieren mit dem Monitor seit Anfang 2022 jeden Monat
die Trends der Inflation und berechnen spezifische Teuerungsraten für neun
repräsentative Haushaltstypen, die sich nach Personenzahl und Einkommen
unterscheiden.

Ärmere Haushalte sind stärker durch die Inflation belastet, weil sie einen
großen Teil ihres schmalen Budgets für Nahrungsmittel und Haushaltsenergie
ausgeben müssen. Diese Güter des Grundbedarfs sind nach wie vor die
stärksten Preistreiber. Im Vergleich der letzten Monate hat die
Preisdynamik dort aber nachgelassen, während Posten wie Pauschalreisen,
Gaststättenbesuche oder Versicherungen die allgemeine Inflation etwas
stärker beeinflussen. Solche Ausgaben fallen in den Warenkörben von
Haushalten mit mittleren und höheren Einkommen stärker ins Gewicht.
Deshalb sind die einkommensspezifischen Differenzen seit Monaten
rückläufig und deutlich niedriger als auf dem Höhepunkt im Oktober 2022,
als es 3,1 Prozentpunkte waren.

Erstmals seit Beginn der Untersuchung lagen im Juli auch Familien mit
niedrigen Einkommen bei der Inflation geringfügig unter dem Durchschnitt
aller Haushalte – mit 6,1 Prozent. Dagegen hatten zwischen Februar 2022
und Februar 2023 diese Familien durchgehend die höchste
Inflationsbelastung tragen müssen, in den ersten beiden Monaten 2023
zusammen mit einkommensarmen Alleinlebenden. Dass die ärmeren Familien nun
nicht mehr hervorstechen, beruht auf rückläufigen Kraftstoffpreisen. Diese
schlagen sich rechnerisch im Ausgabenportfolio von Familien spürbar
nieder. Arme Alleinstehende besitzen hingegen selten ein Auto, weshalb
ihre Inflationsrate davon weniger beeinflusst wird.

Die Teuerungsraten der übrigen untersuchten Haushaltstypen lagen im Juli
ebenfalls etwas unterhalb der allgemeinen Inflationsrate, wobei der
Abstand zum Durchschnitt meist mit dem Einkommen steigt. So betrug die
Inflation für Alleinerziehende, für Alleinlebende und für kinderlose Paare
mit jeweils mittleren Einkommen je 6,0 Prozent. Bei Alleinlebenden mit
höheren Einkommen schlug die Inflation mit 5,9 Prozent zu Buche, bei
Familien mit mittleren und mit hohen Einkommen waren es jeweils 5,8
Prozent.

Trotz des nachlassenden Drucks bei den Preisen für Haushaltsenergie und
Lebensmitteln spielen diese Kostenfaktoren für Haushalte mit niedrigeren
Einkommen weiterhin eine besonders große Rolle, wie der Detailvergleich
zeigt. Bei ärmeren Alleinlebenden trugen sie im Juli 3,8 Prozentpunkte zur
haushaltsspezifischen Inflationsrate von 6,5 Prozent bei. Bei Familien mit
zwei Kindern und niedrigeren Einkommen summierten sie sich auf 3,5
Prozentpunkte, bei Familien mit mittleren Einkommen immerhin noch auf 2,7
Prozentpunkte. Bei Alleinlebenden mit sehr hohen Einkommen trugen
Nahrungsmittel und Haushaltsenergie hingegen lediglich 1,5 Prozentpunkte
zur Inflationsrate von insgesamt 5,5 Prozent bei. Das Problem wird vor
allem für Haushalte mit niedrigen Einkommen dadurch verschärft, dass die
Alltagsgüter, die sie vor allem kaufen, kaum zu ersetzen sind und viele
nur geringe finanzielle Rücklagen haben.

Für die kommenden Monate erwarten Tober und Dullien einen stärkeren
Rückgang der Inflationsrate, vor allem ab September, wenn Sondereffekte
durch den Tankrabatt oder das 9-Euro-Ticket wegfallen, die zwischen Juni
und August 2022 die Preise dämpften. Die Fachleute des IMK rechnen auch
mit einer spürbar sinkenden Kerninflation, also bei der Teuerung ohne die
besonders schwankungsanfälligen Positionen Lebensmittel und Energie. Denn
der Preisdruck lasse bei vielen Produkten und Dienstleistungen nach, weil
die deutlich gesunkenen Energie- und Rohstoffpreise mit einigem Zeitverzug
über die Produktionsketten hinweg auch bei den Endkund*innen ankommen
werden. Zudem werden stärkere Lohnsteigerungen nach Analyse des IMK
kompensiert durch die Auflösung von Lieferengpässen und einen Abbau der
aktuell noch zu beobachtenden Übergewinne von Unternehmen.

Vor diesem Hintergrund und angesichts der wirtschaftlichen Schwäche im
Euroraum und insbesondere in Deutschland sollte die Europäische
Zentralbank die Wirkung der bisherigen Leitzinserhöhungen abwarten und
vorerst eine Zinspause einlegen, schreiben die Forschenden. Das sei auch
im Interesse von ärmeren Haushalten – trotz der sozialen Spreizung bei der
Inflation. Denn eine weitere Dämpfung der Konjunktur durch hohe Zinsen
könnte zu spürbar mehr Arbeitslosigkeit führen. „Einkommensschwache
Haushalte von Arbeitnehmenden sind auch jene, die von einem Anstieg der
Arbeitslosigkeit am stärksten getroffen werden“, analysieren Tober und
Dullien. „Sofern ein Anstieg der Arbeitslosigkeit zur Eindämmung der
Inflation nicht erforderlich ist, sollte er daher vermieden werden.“

– Informationen zum Inflationsmonitor –

Für den IMK Inflationsmonitor werden auf Basis der Einkommens- und
Verbrauchsstichprobe (EVS) des Statistischen Bundesamts die für
unterschiedliche Haushalte typischen Konsummuster ermittelt. So lässt sich
gewichten, wer für zahlreiche verschiedene Güter und Dienstleistungen –
von Lebensmitteln über Mieten, Energie und Kleidung bis hin zu
Kulturveranstaltungen und Pauschalreisen – wie viel ausgibt und daraus die
haushaltsspezifische Preisentwicklung errechnen. Die Daten zu den
Haushaltseinkommen stammen ebenfalls aus der EVS. Im Inflationsmonitor
werden neun repräsentative Haushaltstypen betrachtet: Paarhaushalte mit
zwei Kindern und niedrigem (2000-2600 Euro), mittlerem (3600-5000 Euro),
höherem (mehr als 5000 Euro) monatlichem Haushaltsnettoeinkommen;
Haushalte von Alleinerziehenden mit einem Kind und mittlerem (2000-2600
Euro) Nettoeinkommen; Singlehaushalte mit niedrigem (unter 900 Euro),
mittlerem (1500-2000 Euro), höherem (2000-2600 Euro) und hohem (mehr als
5000 Euro) Haushaltsnettoeinkommen sowie Paarhaushalte ohne Kinder mit
mittlerem Haushaltsnettoeinkommen zwischen 3600 und 5000 Euro monatlich.
Der IMK Inflationsmonitor wird monatlich aktualisiert.

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Kiel Trade Indicator 07/23: Welthandel trübt sich ein

Der negative Ausblick von Mitte Juli bestätigt sich: Die Werte des Kiel
Trade Indicator für den Welthandel und auch für den Handel großer
Volkswirtschaften sind im Juli im Vergleich zum Juni durchweg negativ
(preis- und saisonbereinigt). Bereits die Schiffsbewegungen der ersten
Monatshälfte verhießen nichts Gutes, mit Vorliegen der Daten für den
kompletten Monat fällt die Vorhersage noch schlechter aus. Ursache dürften
vor allem die weltweit eingetrübten Konjunkturaussichten sein. Die
aktuellen, schlechten Nachrichten vom Seeverkehr – Niedrigwasser im
Panamakanal und die Havarie in der Nordsee – bleiben für das Gesamtbild
folgenlos.

Das jüngste Datenupdate des Kiel Trade Indicator weist für den Welthandel
im Juli im Vergleich zum Vormonat Juni ein deutliches Minus von 1,6
Prozent aus (preis- und saisonbereinigt).

Für Deutschland liegen die Werte des Kiel Trade Indicator sowohl für
Exporte (-0,4 Prozent) als auch Importe (-1,2 Prozent) im roten Bereich.
Gleiches gilt in noch etwas stärkerem Maße für die EU-Exporte (-1, 6
Prozent) und -Importe (-1,5 Prozent).

„Die konjunkturelle Eintrübung hat Europa fest im Griff, in den
wirtschaftlich stärksten Ländern Deutschland und Frankreich war die
Stimmung in den Unternehmen in den letzten zehn Jahren nur im Pandemiejahr
2020 noch schlechter, das macht sich jetzt auch in den Handelszahlen
bemerkbar“, sagt Vincent Stamer, Leiter Kiel Trade Indicator.

„Die Einschränkungen im Panamakanal durch das Niedrigwasser sind dagegen
für Europa nahezu folgenlos, zu gering ist die Bedeutung der Handelsroute.
Durch die Havarie in der Nordsee waren überhaupt keine Einschränkungen für
den Seeverkehr zu beobachten.“

Bedeutung von China als Exportmarkt geht zurück

Den im Vergleich kräftigsten Rückgang verzeichnen die USA bei den Exporten
(-3,7 Prozent), auch die Importe (-0,8) sind negativ.

„Im Gegensatz zu Europa zeichnet sich für Nordamerika eine konjunkturelle
Bodenbildung im Stimmungsbild der Unternehmen ab, trotz ebenfalls
schlechter Handelszahlen im Juli ist der Ausblick für die USA daher
grundsätzlich besser“, so Stamer.

Bei Chinas Handel ist nach dem Aufwärtstrend der vergangenen Monate ein
Rücksetzer zu beobachten, Exporte (-1,6 Prozent) und Importe (-0,7
Prozent) liegen im roten Bereich. „China importiert inflationsbereinigt
spürbar weniger Waren aus der Welt als in der Boomphase 2021“, so Stamer.

Chinas Anteil an deutschen Exporten ist im ersten Halbjahr von 7 Prozent
im Vorjahr auf 6,2 Prozent in diesem Jahr gefallen. Die USA sind mit einem
Anteil von fast 10 Prozent das wichtigste einzelne Abnehmerland für
deutsche Exporte.

Rückläufige Aktivität auf den Weltmeeren

Ins Bild der schwachen Handelszahlen im Juli passt die leicht rückläufige
Aktivität auf den Weltmeeren. Die Menge an verschifften Standardcontainern
sank auf rund 13,7 Millionen und damit um 1 Prozent unter ihr Zwischenhoch
im Mai und nunmehr 4 Prozent unter ihr Allzeithoch im Frühjahr 2022.

Die Staus in der Containerschifffahrt gehen leicht zurück, und die Menge
an verschifften Waren im Roten Meer, der wichtigsten Seehandelsroute
zwischen Europa und Asien, sinkt um rund 50.000 Standardcontainer und
liegt damit rund 13 Prozent unter dem eigentlich zu erwartenden Wert.

Die nächsten Aktualisierungen des Kiel Trade Indicator erfolgen am 22.
August (ohne Medieninformation) und am 7. September (mit Medieninformation
für die Handelsdaten im August).

Weitere Informationen zum Kiel Trade Indicator und die Prognosen für alle
75 Länder finden Sie auf https://www.ifw-kiel.de/de/themendossiers
/internationaler-handel/kiel-trade-indicator/
.

Über den Kiel Trade Indicator

Der Kiel Trade Indicator schätzt die Handelsflüsse (Im- und Exporte) von
75 Ländern und Regionen weltweit sowie des Welthandels insgesamt. Im
Einzelnen umfassen die Schätzungen über 50 Länder sowie Regionen wie die
EU, Subsahara-Afrika, Nordafrika, den Mittleren Osten oder Schwellenländer
Asiens. Grundlage ist die Auswertung von Schiffsbewegungsdaten in
Echtzeit. Ein am IfW Kiel programmierter Algorithmus wertet diese unter
Zuhilfenahme von künstlicher Intelligenz aus und übersetzt die
Schiffsbewegungen in preis- und saisonbereinigte Wachstumswerte gegenüber
dem Vormonat.

Die Auswertung erfolgt zweimal im Monat. Um den 20. (ohne Pressemeldung)
für den laufenden und den folgenden Monat und um den 5. (mit
Pressemeldung) für den vergangenen und den laufenden Monat.

An- und ablegende Schiffe werden dabei für 500 Häfen weltweit erfasst.
Zusätzlich werden Schiffsbewegungen in 100 Seeregionen analysiert und die
effektive Auslastung der Containerschiffe anhand des Tiefgangs gemessen.
Mittels Länder-Hafen-Korrelationen können Prognosen erstellt werden, auch
für Länder ohne eigenen Tiefseehafen.

Der Kiel Trade Indicator ist im Vergleich zu den bisherigen
Frühindikatoren für den Handel deutlich früher verfügbar, deutlich
umfassender, stützt sich mit Hilfe von Big Data auf eine bislang
einzigartig große Datenbasis und weist einen im Vergleich geringen
statistischen Fehler aus. Der Algorithmus des Kiel Trade Indikators lernt
mit zunehmender Datenverfügbarkeit dazu (machine learning), so dass sich
die Prognosegüte im Lauf der Zeit weiter erhöht.

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RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Containerumschlag in Europa fällt gegenüber anderen Weltregionen weiter zurück

Der Containerumschlag-Index des RWI – Leibniz-Institut für
Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und
Logistik (ISL) ist nach der aktuellen Schnellschätzung im Juni mit
saisonbereinigt 125,2 Punkten gegenüber dem Vormonat um 2 Punkte
gestiegen. Damit hat sich die Erholung des weltweiten Containerumschlags
wieder etwas beschleunigt. Der Umschlag in den europäischen Häfen war
hingegen leicht rückläufig.

Das Wichtigste in Kürze:

• Der Containerumschlag-Index des RWI – Leibniz-Institut für
Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und
Logistik (ISL) ist saisonbereinigt im Juni mit 125,2 Punkten gegenüber
123,2 Punkten (revidiert) im Vormonat gestiegen.

• Die Belebung des Containerumschlags geht vor allem auf die Häfen
außerhalb Chinas und Europas zurück. Trotz dieses Anstiegs ist der
Containerumschlag in diesen Weltregionen immer noch deutlich niedriger als
vor der Corona-Krise.

• In den chinesischen Häfen hat sich der Containerumschlag weiter leicht
erholt. Der Indexwert für die chinesischen Häfen stieg von 137,8 auf
139,2.

• Der Nordrange-Index, der Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung im
nördlichen Euroraum und in Deutschland gibt, hat sich im Juni gegenüber
dem Vormonat von 104,2 (revidiert) auf 104,0 kaum verändert.

• Der RWI/ISL-Containerumschlag-Index für Juli 2023 wird am 31. August
2023 veröffentlicht.

Zur Entwicklung des Containerumschlag-Index sagt RWI-Konjunkturchef
Torsten Schmidt: „Der Containerumschlag setzt seine Erholung im Juni
leicht verstärkt fort. Besonders kräftig erholt sich der Umschlag
außerhalb Chinas und Europas. In China verstetigt sich die allmähliche
Erholung, in Europa ist der Containerumschlag leicht rückläufig. Damit
dürfte Europa auch bei der konjunkturellen Erholung anderen Weltregionen
hinterherhinken.“

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Torsten Schmidt, Tel.: (0201) 8149-287, torsten.schmidt@rwi-
essen.de

Originalpublikation:
https://www.rwi-
essen.de/presse/wissenschaftskommunikation/pressemitteilungen/detail/rwi-
isl-containerumschlag-index-containerumschlag-in-europa-faellt-gegenueber-
anderen-weltregionen-weiter-zurueck

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9 Dinge, die bei der Durchfuehrung von Geschaeftsmarktforschung zu beachten sind

Geschaeftsmarktforschung Symbolbild
Geschaeftsmarktforschung Symbolbild

Wenn Ihr Unternehmen langfristig erfolgreich sein soll, müssen Sie verstehen, wie der Markt funktioniert. Das bedeutet, dass Marktforschung ein entscheidender Bestandteil eines jeden Geschäftsplans ist. Es gibt jedoch einige wichtige Dinge, die Sie berücksichtigen müssen, bevor Sie mit der Durchführung Ihrer eigenen Geschäft Marktforschung beginnen oder für externes Fachwissen bezahlen.

Die Durchführung von Marktforschung und die Erkundung von Geschäftsmöglichkeiten kann wie eine komplexe, entmutigende Aufgabe erscheinen. Wenn Sie jedoch die folgenden Schritte ausführen, können Sie Ihr Ziel erreichen, Informationen zu sammeln, die Ihnen bei Ihrem Geschäftsvorhaben helfen.

1. Definieren Sie das Problem

Bevor Sie mit der Marktforschung beginnen, stellen Sie sicher, dass Sie das Problem definiert haben. Dies wird Ihnen helfen, Ihren Fokus scharf zu halten und sicherzustellen, dass die Informationen, die Sie sammeln, für das, was Sie erreichen möchten, relevant sind.

Das Setzen von Zielen vor jeder Art von Geschäftsaktivität ist von entscheidender Bedeutung, da es uns hilft, unsere Bemühungen zu priorisieren und sicherzustellen, dass wir in die richtige Richtung gehen. Es bewahrt uns auch davor, uns von den Ideen oder Meinungen anderer Leute ablenken zu lassen - und glauben Sie mir, wenn ich sage, dass es viele davon gibt!

Wenn Sie sich konkrete Fitnessziele für sich selbst (oder andere) setzen, machen Sie sich keine Gedanken darüber, was andere Menschen wollen oder für möglich halten. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf das, was am wichtigsten ist: Sie zu erreichen! Du kannst alles in 3-6 Monaten machen, wenn es wichtig genug für dich ist - schau dir nur an, wie viel Fortschritt ich in nur drei kurzen Monaten gemacht habe!

2. Führen Sie eine SWOT-Analyse durch

Bevor Sie mit der Marktforschung beginnen, ist es wichtig, das Problem zu definieren. Eine SWOT-Analyse ist eine großartige Möglichkeit, dies zu tun, da sie Ihnen hilft, Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken zu identifizieren, die während Ihres Projekts auftreten können.

Eine SWOT-Analyse hilft auch bei der Festlegung von Zielen – Ziele sollten ehrgeizig, aber realistisch sein, damit sie nicht vom Gesamtziel ablenken, in Ihrem Unternehmen erfolgreich zu sein. Zum Beispiel: "Wir wollen, dass unser Produkt/unsere Dienstleistung/unser Firmenname so bekannt wird, dass die Leute den ganzen Tag über uns reden!" vs. "Wir wollen, dass jeden Monat genug Geld reinkommt, damit wir Miete bezahlen und Essen kaufen können."

3. Identifizieren Sie die Zielgruppe

Die Identifizierung der Zielgruppe ist einer der wichtigsten Schritte bei der Durchfuehrung von Geschaeftsmarktforschung. Es ist auch einer der schwierigsten Teile eines jeden Projekts, da es ein tiefes Verständnis Ihres Zielmarktes und seiner Bedürfnisse, Vorlieben und Verhaltensweisen erfordert.

Um Ihre Zielgruppe zu identifizieren, müssen Sie einige wichtige Fragen beantworten:

  • Wer sind sie? (Alter, Geschlecht, Ort)
  • Was mögen/mögen sie nicht?  Wie verbringen sie ihre Zeit?  Was sind ihre Interessen? Welche Art von Produkten oder Dienstleistungen kaufen sie normalerweise? Unterscheiden sich diese Dinge je nach Region oder Land? Wenn ja, wo befindet sich Ihr Unternehmen geografisch gesehen - Stadt/Ort/Dorf usw.

4. Kennen Sie die Konkurrenz

Sie müssen Ihre Konkurrenz, den Markt und den Kunden kennen. Wenn Sie diese Dinge wissen, können Sie eine fundierte Entscheidung darüber treffen, ob Ihre Geschäftsidee realisierbar ist oder nicht und wie Sie damit fortfahren möchten.

Sie können dies tun, indem Sie:

  • Recherchieren Sie Wettbewerber in Ihrer Branche - was machen sie gut? Welche Verbesserungen können Sie vornehmen? Wie können Sie sich von ihnen abgrenzen?
  • Keyword-Recherche bei Google und anderen Suchmaschinen (z. B. Bing) - welche Keywords verwenden die Leute, wenn sie nach Produkten wie Ihrem suchen? Gibt es Marktlücken, die gut zu Ihrem Angebot passen könnten?

5. Analysieren Sie die Branchentrends

Der erste Schritt bei Ihrer Recherche sollte darin bestehen, die Branchentrends zu analysieren. Sie möchten wissen, was in Ihrem Markt passiert, wer die Konkurrenten sind und wie sie abschneiden. Auf diese Weise können Sie feststellen, wo Ihr Unternehmen in das Gesamtbild der Dinge passt, und erhalten eine Vorstellung davon, nach welcher Art von Produkten oder Dienstleistungen Kunden gerade suchen.

Nachdem Sie sich mit diesen Fronten befasst haben (und sichergestellt haben, dass keine größeren Änderungen auf Sie zukommen), ist es an der Zeit, einen genaueren Blick auf die Stärken und Schwächen Ihres eigenen Unternehmens zu werfen:

  • Was macht uns einzigartig?
  • Wie schneiden wir im Vergleich zu unseren Mitbewerbern ab?
  • Wo zeichnen wir uns im Vergleich zu anderen Akteuren in unserem Bereich aus?

6. Recherchieren Sie die Vorlieben und Bedürfnisse der Kunden

  • Fragen Sie Kunden, was sie an Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung mögen und was nicht.
  • Fragen Sie sie, ob sie Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung weiterempfehlen würden.
  • Finden Sie heraus, welche Änderungen sie vornehmen würden, um Ihre Produkte, 

7. Überprüfen Sie aktuelle Werbekampagnen

Der erste Schritt bei der Durchfuehrung von Geschaeftsmarktforschung besteht darin, aktuelle Werbekampagnen zu ueberpruefen. Sie können die Informationen, die Sie benötigen, aus einer Vielzahl von Quellen beziehen, wie zum Beispiel:

  • Die Website oder die Social-Media-Konten des Unternehmens
  • Online-Werbeplattformen wie Google Adwords und Facebook Ads (falls zutreffend)

Sobald Sie diese Daten gesammelt haben, ist es wichtig, dass Sie sie gründlich analysieren, damit Sie genau wissen, welche Art von Ergebnissen jede Kampagne im Laufe der Zeit generiert hat. Diese Erkenntnisse helfen Ihnen bei der Entscheidung, ob es sich lohnt, mit ihnen fortzufahren, oder ob sie geändert oder ganz aufgegeben werden sollten.

Schlussfolgerung

Sie können Ihre Marktforschung effektiver gestalten, indem Sie diese neun einfachen Schritte befolgen. Der Prozess mag auf den ersten Blick überwältigend erscheinen, aber sobald Sie anfangen, wird er einfacher und vertrauter mit der Praxis. Sobald Sie diesen Prozess einige Male abgeschlossen haben, wird es für Sie zur zweiten Natur werden, jeden Schritt zu planen, bevor Sie in ein neues Projekt eintauchen!

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