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RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Chinesische Häfen stützen den Containerumschlag

Der Containerumschlag-Index des RWI – Leibniz-Institut für
Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und
Logistik (ISL) ist nach der aktuellen Schnellschätzung im August mit
saisonbereinigt 124,7 Punkten gegenüber dem Vormonat gestiegen. Der
Anstieg geht vor allem auf den Containerumschlag in chinesischen Häfen
zurück. In vielen anderen Weltregionen ist er zurückgegangen.

Das Wichtigste in Kürze:

- Der Containerumschlag-Index des RWI – Leibniz-Institut für
Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und
Logistik (ISL) ist saisonbereinigt im August mit 124,7 Punkten gegenüber
123,4 Punkten (revidiert) im Vormonat gestiegen.

- In den chinesischen Häfen ist der Containerumschlag dagegen kräftig
ausgeweitet worden. Ihr Indexwert erhöhte sich von 139,3 auf 143,0 Punkte.

- Der Nordrange-Index, der Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung im
nördlichen Euroraum und in Deutschland gibt, ist im August gegenüber dem
Vormonat von 107,8 (revidiert) auf 103,1 Punkte kräftig zurückgegangen.

- Der RWI/ISL-Containerumschlag-Index für September 2023 wird am 27.
Oktober 2023 veröffentlicht.

Zur Entwicklung des Containerumschlag-Index sagt RWI-Konjunkturchef
Torsten Schmidt: „Mit dem Anstieg im August setzt der Containerumschlag
zwar seine Erholung fort. Der Anstieg ist aber weitgehend auf die
chinesischen Häfen zurückzuführen, für Europa zeichnet sich auch im
dritten Quartal ein schwacher Außenhandel ab.“

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Torsten Schmidt, Tel.: (0201) 8149-287, torsten.schmidt@rwi-
essen.de

Originalpublikation:
https://www.rwi-
essen.de/presse/wissenschaftskommunikation/pressemitteilungen/detail/rwi-
isl-containerumschlag-index-chinesische-haefen-stuetzen-den-

containerumschlag

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E Commerce. Auf diese Details sollten Start-Ups achten

E Commerce Symbolbild pixabay
E Commerce Symbolbild pixabay

Für viele Unternehmen gehört ein Online-Shop heutzutage dazu, wenn es darum geht, ihre Dienstleistungen und Produkte zu verkaufen. Damit genau das gelingt und gleichzeitig auch alle rechtlichen Vorgaben erfüllt werden, braucht es ein überzeugendes E-Commerce.

Aber was bedeutet das eigentlich genau? Worauf sollten Unternehmen, die einen Online-Shop eröffnen möchten, achten? Und warum lohnt es sich auch für diejenigen, die ihre Produkte schon seit Jahren online vertreiben, den aktuellen Status Quo immer wieder zu überprüfen?

Die folgenden Abschnitte liefern Antworten auf diese und weitere Fragen und zeigen, worauf es beim E-Commerce ankommt.

 

Tipp Nr. 1: Eine umfangreiche Marktanalyse

Wer sicherstellen möchte, dass sein Online-Shop optimal bei seiner Zielgruppe ankommt, sollte sich im ersten Schritt mit einer umfangreichen Marktanalyse auseinandersetzen. Typische Fragen, die in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle spielen können, sind:

  • Was erwartet meine Zielgruppe von mir und meinen Produkten?
  • Wie kann ich meine Zielgruppe am besten erreichen?
  • Welche Kampagnen der Konkurrenz waren besonders erfolgreich bzw. weniger erfolgreich? (Und was kann ich hieraus lernen?)
  • Wie viele Mitbewerber habe ich in meiner Branche?

Unternehmen, die keine Ressourcen oder keine Zeit haben, sich mit besagter Marktanalyse auseinanderzusetzen, können die entsprechenden Bereiche auch an externe Dienstleister auszulagern. Zur Webseite eines solchen Anbieters gelangen Sie beispielsweise hier.

Tipp Nr. 2: Online-Shop passend zur Brand gestalten

Neben kundenfreundlichen Preisen, einer nachvollziehbaren Menüführung und einem ansprechenden Gesamteindruck braucht es auch einen überzeugenden Wiedererkennungswert. Dieser stellt sicher, dass ein Onlineshop potenzielle Kunden begeistert. Ein Detail, das in diesem Zusammenhang auf keinen Fall fehlen darf, ist die Corporate Identity.

Das bedeutet: Im Idealfall sollte auf den ersten Blick ersichtlich sein, zu welchem Unternehmen der betreffende Onlineshop gehört. Kleine „Hilfsmittel“, die mit Hinblick auf diese Zielsetzung unterstützend sein können, sind unter anderem das Logo, die typischen Unternehmensfarben und charakteristische Schriftzüge.

Parallel dazu gilt es auch, die einschlägigen Daten der jeweiligen Seite im Auge zu behalten. Auf diese Weise lässt sich sicherstellen, dass der Onlineshop nicht nur optisch, sondern auch funktional überzeugt. Eine geringe Absprungrate ist beispielsweise ein Indiz dafür, dass sich die Besucher einer Webseite wohlfühlen und genau das finden, was sie suchen.

Tipp Nr. 3: Onlineshops müssen gepflegt werden

Wichtig zu beachten: Bei einem Onlineshop handelt es sich auf keinen Fall um ein statisches Konstrukt. Immerhin gilt es nicht nur, die gesetzlichen Vorgaben zu beachten, sondern auch – je nach Marketing- und Produktplan – neue Produkte einzupflegen, Aktionen zu schalten und so weiter.

Onlineshop-Betreiber, die sich in diesem Zusammenhang für eine Zusammenarbeit mit einem externen Dienstleister entschieden haben, sollten zusätzlich Wert auf eine nachhaltige Betreuung legen. Das bedeutet: Wer sich darauf verlassen kann, auch im alltäglichen Betrieb Rückfragen zu stellen, ist klar im Vorteil. Viele Dienstleister bieten einen umfassenden Support und bleiben dementsprechend auch nach dem Launch des Onlineshops verlässliche Ansprechpartner.

Fazit

Unternehmen, die im Bereich E-Commerce erfolgreich sein möchten, sollten dabei einiges beachten. Bei einem Onlineshop handelt es sich auf keinen Fall um einen Selbstläufer – vielmehr ist es wichtig, auf der Basis einer umfassenden Marktanalyse, Corporate Design und Weiterbildungen dafür zu sorgen, dass die jeweilige Zielgruppe immer genau das findet, was sie sucht – unabhängig davon, ob im betreffenden Shop Zimmerpflanzen, Lebensmittel, Deko oder andere Produkte verkauft werden.

In diesem Zusammenhang zeigt sich schnell, dass die Pflege eines Online-Shops nicht nur das passende Knowhow erfordert, sondern auch zeitaufwendig sein kann. Wer hierfür keine personellen Kapazitäten oder schlicht nicht die Muße hat, hat die Möglichkeit, die entsprechenden Leistungen outzusourcen. Der Vorteil: Während sich ein externer Dienstleister um die Pflege des Onlineshops kümmert, hat dessen Betreiber die Chance, sich wie gewohnt auf sein Tagesgeschäft zu konzentrieren.

Selbstverständlich ist es hierbei auch möglich, lediglich einen Teilbereich der Aufgaben abzugeben. Viele Experten, die sich unter anderem auf Anbieter wie Shopify konzentriert haben, bieten individuelle Pakete, die es möglich machen, sich genauso einzubringen, wie es am besten zum eigenen Unternehmensalltag passt.

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Umsetzung des Lieferkettengesetzes: Stephanie Schrage über Grenzen von Sozialaudits zwischen Deutschland und China

Nachhaltigkeit spielt in der globalen Wirtschaft eine immer größere Rolle.
Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, in Kraft seit 1. Januar 2023,
verpflichtet global einkaufende Unternehmen zur verstärkten Kontrolle
ihrer Zulieferer. Zu den Kernelementen der Sorgfaltspflicht gehört die
Einhaltung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes, belegt und dokumentiert
mit Hilfe von Sozialaudits. Stephanie Schrage, Professorin für
International Management / International Business mit Schwerpunkt China an
der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, erläutert die Fallstricke in
der Verwendung von Sozialaudits.

Einerseits haben Audits die Lage verbessert
Im Hinblick auf nachhaltige Lieferketten hat der Einsatz von Audits für
große Verbesserungen in den letzten 30 Jahren gesorgt – gerade in Bezug
auf Probleme mit Arbeitssicherheit oder Kinderarbeit. Hinsichtlich
gerechter Löhne und angemessener Arbeitszeiten geraten Sozialaudits jedoch
an ihre Grenzen.

Andererseits sind Daten zu Arbeitszeiten und Löhnen leicht zu fälschen
Betrachtet man zum Beispiel Non-food-Waren, die bei den großen deutschen
Discountern in den Körben in der Mitte liegen, so kommen diese zum
Großteil aus China. In der Produktion dieser Waren werden
Arbeitsbedingungen häufig über die Sozialaudits der Amfori BSCI geprüft,
einer europäischen Nachhaltigkeitsinitiative verschiedener Unternehmen.
Gerade in China, aber auch in anderen Ländern, ist der Abschnitt im
Auditbericht zu Löhnen und Arbeitszeiten oftmals gefälscht. Auf dem Papier
stehen Angaben, die mit dem chinesischen Arbeitsgesetz konform sind,
während in der Realität exzessive Überstunden üblich sind.

Exzessive Überstunden sind fest eingeplant
Das System baut auf diese Überstunden. Chinesische Arbeiter:innen rechnen
fest mit den Einkünften aus Überstunden. Nur so können sie von den
Niedriglöhnen leben. Die Einkünfte aus Überstunden sind für die Familien
fast genauso wichtig wie das Gehalt an sich. Besonders deutlich wird dies
in der aktuell angespannten wirtschaftlichen Situation. Bestellungen der
deutschen Discounter sind stark eingebrochen. Es wird wesentlich weniger
produziert, die Überstunden fallen weg. Dies wird von den Arbeiter:innen
bitter beklagt.

Sozialaudits bieten nur Momentaufnahmen
Das Audit als Momentaufnahme bildet die Problematik der Löhne und
Arbeitszeiten in chinesischen Fabriken nicht ganzheitlich ab und kann
deswegen nicht zur Entwicklung von Lösungen beitragen. Deutsche
Unternehmen, die aus China sourcen, sind hier in der Verantwortung,
langfristige Lieferbeziehungen und Vertrauensverhältnisse in der
Lieferkette aufzubauen. Nur so können Arbeitsverhältnisse geschaffen
werden, in denen Überstunden reduziert und Löhne auf ein
existenzsicherndes Niveau gehoben werden. In diesem Rahmen sollten
Arbeitszeiten und Löhne realistisch erfasst und von Partnern entlang der
Lieferkette gemeinsam an Lösungen gearbeitet werden.

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Wie Deutschland moderner, schneller und sicherer werden will

Deutschland moderner machen Symbolbild pixabay
Deutschland moderner machen Symbolbild pixabay

Deutschland galt viele Jahre als der Wirtschaftsmotor Europas. Der Exportweltmeister profitierte von der Qualität seiner Produkte und belieferte Länder in aller Welt. Doch die Zeiten der wirtschaftlichen Hochblüte scheinen vorbei zu sein..Das beweisen Untersuchungen der deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute ebenso wie jene der EU oder zuletzt der OECD. Diese sehen Deutschland 2023 in eine Rezession rutschen. Während die meisten anderen Länder in der EU zumindest ein kleines Wirtschaftswachstum verzeichnen werden, soll das Wachstum in Deutschland sinken.

Von der Lokomotive zum Schlusslicht?

Die mittelfristigen Aussichten sind ebenfalls alles andere als rosig. So beklagt die deutsche Industrie weiterhin die ausufernde Bürokratie, wie die hohen Energiekosten, die es zunehmend schwieriger machen, gegen die Konkurrenz auf den Weltmärkten zu bestehen.

Dazu kommt die hohe Inflation, die den Konsum der Deutschen ebenfalls nach unten drückt. Angesichts dieser Ausgangslage wird Deutschland immer mehr zum „kranken Mann Europas“. Diesen Status hatte das Land bereits zu Beginn der Ära Schröder inne. Doch der ehemalige SPD-Kanzler ließ ein Programm ausarbeiten, das den Wirtschaftsstandort Deutschland wieder auf Vordermann brachte.

Schon in der Vergangenheit schloss sich Deutschland erst nach langem Zögern Gesetzesmaßnahmen an, die im Rest Europas längst Realität waren. So findet man erst seit der Reform des Deutschen Glücksspielstaatsvertrages im Jahr 2021 hierzulande ein seriöses Online Casino Deutschland.

Schneller, modernen und sicherer

Davon profitierte seine Nachfolgerin Angela Merkel viele Jahre lang. Doch die multiple Anzahl an Krisen der letzten Jahre hat auch die Staatsbudgets über Gebühr belastet. Es fehlt an allen Ecken und Enden an Geld, gleichzeitig kostet die Transformation der Wirtschaft, hin zur erneuerbaren Energie und zu mehr Nachhaltigkeit viel Geld.

Diese Ausgangssituation hat Bundeskanzler Olaf Scholz im Bundestag zuletzt zu einer bemerkenswerten Rede inspiriert. Er möchte Deutschland in Zukunft „schneller, moderner und sicherer“ machen. Dazu schlug Scholz den Parteien einen sogenannten Deutschland-Pakt vor. Dieser beinhaltet Maßnahmen, um dieses Ziel zu erreichen.

Schnellere Genehmigungsverfahren

Dazu gehört beispielsweise eine Beschleunigung von Genehmigungsverfahren. Diese ziehen sich oft jahrelang dahin, egal ob es um staatlichen Straßenbau oder private Investitionen geht. Doch diese endlosen Verfahren erweisen sich immer mehr als Hindernis für den wirtschaftlichen Aufschwung. Dieser sichert nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch Steuereinnahmen. Hier will Scholz ansetzen und fordert Bund und Länder dazu auf, deutlich an Tempo zuzulegen. Er möchte dazu gemeinsam mit den Ländern ein Bündel an Maßnahmen erarbeiten, und dieses noch 2023 in Kraft setzen.

Eine digitale Verwaltung

Doch dazu wird auch eine moderne Verwaltung notwendig sein. Wer immer noch auf veraltete Abläufe setzt, wird das notwendige Tempo nicht erreichen können. Scholz strebt daher eine umfassende Digitalisierung der Behörden und ihrer Arbeitsabläufe an. Unternehmen wie Bürger sollen zukünftig die meisten Amtswege digital erledigen können und so viel Zeit sparen.

Steuererleichterungen und Investitionshilfen

Mit dem Wachstumschancengesetz will die Deutsche Bundesregierung 32 Milliarden Euro in jene Bereiche der Wirtschaft pumpen, die zukünftig nachhaltiger wirtschaften möchten. Dazu soll es Investitionshilfen geben, die eine Transformation möglich machen. Neben Steuererleichterungen sollen dann auch günstigere Konditionen bei der Abschreibung kommen, die eine Ansiedelung von Hi-Tech-Firmen erleichtern.

Ausländische Fachkräfte ja, illegale Migration nein

Daneben hat Scholz den Wunsch nach mehr Sicherheit registriert und strebt eine Einschränkung der illegalen Migration an. Gleichzeitig möchte er Unternehmen aber den Zugang zu qualifizierten Arbeitskräften aus dem Ausland erleichtern. Diese sollen den Fachkräftemangel in Deutschland beheben. Wer keine Aufenthaltsperspektive in Deutschland hat, soll das Land schneller als bisher verlassen, wer hingegen gebraucht wird, soll rasch die Möglichkeit erhalten, hier zu arbeiten. Um dies zu erreichen, sollen laut Scholz Polizei und Ausländerbehörden zukünftig schneller und besser zusammenarbeiten.

Viele dieser Maßnahmen sind seit langem ein Thema im politischen Berlin, trotzdem kam die Ankündigung von Bundeskanzler Olaf Scholz überraschend. Beobachter führen diese auch auf die in der Bevölkerung wenig beliebte Ampel-Koalition zurück. Kritiker werfen Scholz vor, seine Vorschläge im Vorfeld seiner Rede nicht mit den Ländern, bzw. mit der Opposition abgesprochen zu haben.

Wenig verwunderlich war daher die bisher fehlende Reaktion aus diesen Kreisen. Immerhin muss die Regierungskoalition mit den Ländern zusammenarbeiten, wenn sie die Vorschläge des Bundeskanzlers umsetzen möchte. Doch dies ist bisher nicht passiert. Der knappe Zeitrahmen erscheint daher angesichts dieser Herkulesaufgabe als optimistisch. Manche Beobachter sehen in den Vorschlägen jedoch lediglich einen rhetorischen Befreiungsschlag einer Koalition, die es bisher nicht geschafft hat, für mehr Wirtschaftswachstum zu sorgen.

Doch die Länder und die Wirtschaft reagierten mit Zustimmung auf die Vorschläge des Bundeskanzlers. Sie mahnen, dass die Regierung diese Vorschläge jetzt rasch auf den Weg bringen müsse, denn bisher habe sie zu lange gezögert. Wenig begeistert zeigte sich hingegen die größte Oppositionspartei CDU. Sie kritisierte den Pakt für Deutschland als Offenbarungseid.

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