Grüne fordern Aufklärung über ''Aktenloch'' in Doping-Bericht
Die Grünen-Sportexpertin Viola von Cramon fordert die rückhaltlose Aufklärung geheimer und staatlich geförderter Doping-Experimente auch in Westdeutschland. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte von Cramon, alle Fakten und Namen gehörten unverzüglich auf den Tisch. Der Verdacht, dass noch lebende oder sogar aktive Drahtzieher geschützt werden sollten, müsse ausgeräumt werden. Die Grünen-Bundestagsabgeordnete nannte es "merkwürdig", dass es ein regelrechtes "Aktenloch" zwischen 1989 und 2005 gebe.
- Aufrufe: 587
Die deutschen Sportärzte gehen nach der Veröffentlichung des Abschlussberichts der Doping-Studie in die Offensive. Sie bezweifeln, dass die Studie der Humboldt-Universität wissenschaftlichen Ansprüchen genüge. Der Präsident der Deutschen Gesellschaftfür Sportmedizin und Prävention (DGSP), Professor Dr. med. Klaus-Michael Braumann, hatte bereits als Mitglied des Projekt-Beirates seine Bedenken formuliert. Die Studie sei "bekannt, an einigen Stellen banal und habe mit Doping teilweise nichts zu tun", sagte er der in Hagen erscheinenden WESTFALENPOST.