Alkohol hat im Straßenverkehr nichts zu suchen. Das gilt auch beim Fahren mit E-Scootern“, sagt Christian Kellner, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR). Allein am Wochenende hatte die Polizei in München, Köln und Erfurt mehrere E-Scooter gestoppt, weil die Nutzer alkoholisiert mit den Kraftfahrzeugen (Kfz) unterwegs waren. „Viele scheinen nicht zu wissen, dass das hochgradig gefährlich und verboten ist“, so Kellner. Doch für sie gelten dieselben Regeln wie für Autofahrer, auch bei den Promillegrenzen.
Promillegrenzen wie für Autofahrer E-Scooter sind Kfz. Grundsätzlich gilt daher für alle, die E-Scooter fahren, Paragraph 24a des Straßenverkehrsgesetzes (StVG). Demnach handelt ordnungswidrig, wer mit einer Blutalkoholkonzentration (BAK) von 0,5 bis 1,09 Promille mit einem E-Scooter fährt. Die Folgen: ein Bußgeld in Höhe von meist 500 Euro, ein Monat Fahrverbot und zwei Punkte im Fahreignungsregister in Flensburg.
Wer mit einer niedrigeren BAK auf einem E-Scooter unterwegs ist, ist nicht zwingend vor Bußgeldern oder anderen Strafen befreit. Schon ab 0,3 Promille BAK machen sich E-Scooterfahrer strafbar, wenn sie alkoholbedingt auffällig werden. Wer mit einer BAK von mindestens 1,1 Promille E-Scooter fährt, begeht eine Straftat. Drei Punkte in Flensburg, eine Geld- und gegebenenfalls eine Freiheitsstraße von bis zu fünf Jahren sowie der Entzug der Fahrerlaubnis für sechs Monate bis zu fünf Jahren sind die Folge.
Promillegrenzen für junge Menschen unter 21 Jahre und in der Probezeit Für junge Menschen unter 21 Jahren und für alle, die die Fahrerlaubnis auf Probe haben, gilt: Das Trinken von Alkohol ist generell tabu. Wer unter der Wirkung von Alkohol E-Scooter fährt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Sie wird in der Regel mit 250 Euro Geldbuße und einem Punkt im Fahrerlaubnisregister geahndet.
Alkoholisiert E-Scooter fahren ist ein Unfallrisiko „Allen Nutzern von E-Scootern muss klar sein: Sobald sie alkoholisiert mit dem Kraftfahrzeug unterwegs sind, gefährden sie sich und andere Verkehrsteilnehmer“, so Kellner. E-Scooter sind seit dem 15. Juni 2019 offiziell für den Straßenverkehr zugelassen. Seitdem hat die Polizei in vielen Städten etliche Unfälle registriert, die zumeist von den Fahrern der kleinen Flitzer verursacht wurden.
E-Scooter als eigene Kategorie in der Unfallstatistik „Wenn wir die Zahl der Getöteten und Schwerverletzen senken möchten, müssen wir die Ursachen bekämpfen können“, sagt der Hauptgeschäftsführer. Dazu benötige man valide Zahlen. Deshalb fordert der DVR eine eigene Kategorie für E-Scooter in der Unfallstatistik einzuführen.
Anlagensetup für den Labortestbetrieb am Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik
Bisher bleiben große Teile biogener Festbrennstoffe für die Stromerzeugung im niedrigen Leistungsbereich ungenutzt. In derzeit verfügbaren Rostfeuerungen bereiten sie aufgrund der notwendigen hohen Verbrennungstemperaturen große Probleme. Eine technische Lösung dafür entsteht nun im Rahmen des vom BMWi-Förderbereich „Energetische Biomassenutzung“ finanzierten Projekts BioWasteStirling (FKZ 03KB122). Die dabei von Wissenschaftlern der FAU Erlangen-Nürnberg entwickelte Mikro- KWK-Anlage bestand einen ersten Langzeittest im Labor erfolgreich und soll Ende Juni am Feldteststandort in Wunsiedel in Betrieb gehen.
Strom mit bisher ungenutzten biogenen Reststoffen erzeugen - eine Marktlücke, für die es aktuell im kleinskaligen Bereich noch keine technische Lösung gibt. Wissenschaftler am Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik an der FAU Erlangen-Nürnberg wollen das nun ändern. Gemeinsam mit den Projektpartnern SWW Wunsiedel und Frauscher Thermal Motors entwickeln sie derzeit ein hocheffizientes, brennstoffflexibles und skalierbares Mikro-KWK-System, bestehend aus einer Wirbelschichtfeuerung und einem Stirlingmotor. Die Nutzung von kleinsten Wirbelschichtfeuerungen für Mini-KWK-Konzepte (siehe Kasten unten) verspricht eine effiziente Kühlung der Feuerung mittels eines Stirlingmotors und vermeidet gleichzeitig die Verschmutzung von Wärmeübertragern. Der für die Kühlung notwendige Luftüberschuss ist damit geringer und hohe Feuerungswirkungsgrade können erreicht werden.
An diesem Konzept forschen Wissenschaftler am Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik bereits seit einigen Jahren. Das laufende Projekt „BioWasteStirling“ soll dies nun weiter vorantreiben & fokussieren. Bis Anfang 2019 führten die Forscher im Labor stundenweise Versuche durch. Diese Tests eröffnen jedoch nur sehr schwer Erkenntnisse zum Betrieb der Gesamtanlage in stationären Betriebspunkten. Auch das Betriebsverhalten des beigestellten Motors (Frauscher Thermal Motors) konnte in der neuartigen Kombination mit der Wirbelschichtfeuerung dabei noch nicht mehrere Tage im Betrieb erprobt werden. Erst ein Langzeittest im Labor im Februar ermöglichte es den Forschern, die neu entwickelte Anlage mehrere Tage im Dauerlastfall zu beobachten. Damit konnten Rückschlüsse auf Teillastverhalten, Regelungsstrategien und Bettmaterialmanagement getroffen werden.
Die Ergebnisse im Detail
Die Anlage erreichte während des Versuchs je nach Lastzustand einen maximalen elektrischen Wirkungsgrad von ca. 15 % und einen feuerungstechnischen Gesamtwirkungsgrad von mehr als 90 %. Die Nennleistung des Motors von 5 kWel konnte bereits vor dem Versuch in der ersten Inbetriebnahme erreicht werden. Sowohl die CO- als auch Feinstaubemissionen blieben über den kompletten Versuchszeitraum unter den geltenden Grenzwerten der 1. BImSchV. Die Dauerlastfähigkeit des Anlagenkonzepts konnte damit erfolgreich unter Beweis gestellt werden. Darüber hinaus entstanden während des Versuchs keine Verschlackungen, Anbackungen oder Erosionserscheinungen im Reaktorbehälter oder an den Wärmeübertragerflächen des Motors.
Ausblick – Feldtest ab Ende Juni 2019
Die durch den Langzeittest im Labor erlangten Erkenntnisse waren in den letzten Wochen Grundlage für konstruktive und regelungstechnische Verbesserungen der Anlage. Gleichzeitig strebten die Forscher den schnellstmöglichen Umbau der Anlage an den Standort der SWW Wunsiedel in den autarken Container (Feldtestumgebung) an, um die Versuchszeiten auf den wochenweisen Betrieb und weitere Brennstoffe auszuweiten. Die im Labor entwickelte Mikro-KWK-Anlage wird nun Ende Juni den nächsten Schritt „vom Labor in die Praxis“ durch den Feldtest begehen. Dann steht vor allem die Langzeitstabilität im Fokus – und eine Bestätigung der bisherigen guten Laborergebnisse. Ist das der Fall, so hoffen die Mitarbeiter der FAU auf eine Möglichkeit zur Kommerzialisierung und die Erweiterung der möglichen Produktpalette auch auf weitere Einsatzszenarien kleinskaliger Wirbelschichtfeuerungen im Wärme- und Stromsektor.
Was macht die Mikro-KWK-Anlage besonders?
Die Mikro-KWK-Anlage beruht auf einem Konzept, welches eine kleinskalige Wirbelschichtfeuerung mit einem Stirlingmotor kombiniert, indem die Erhitzerkopfflächen des Motors direkt in das Wirbelbett eingebracht werden. Dadurch kann die Feuerung aktiv gekühlt werden, was den Betrieb mit einem niedrigeren Luftüberschuss ermöglicht und somit höhere Feuerungswirkungsgrade erreicht werden können. Projektmitarbeiterin Tanja Schneider (FAU) erklärt: „Auch bisherige Probleme in solch kleinskaligen KWK-Anlagen mit Biomassefestbrennstoffen, beispielsweise die Überschreitung von Ascheschmelztemperaturen und somit entstehende Verschmutzungen an Wärmeübertragerflächen können durch dieses Konzept aktiv vermieden werden. Der sehr gute Wärmeübergang im Wirbelbett verspricht darüber hinaus eine verbesserte Wärmeauskopplung und schließlich einen effizienten Betrieb des Motors.“
FÖRDERBEREICH „ENERGETISCHE BIOMASSENUTZUNG“
Seit 2018 fördert das BMWi Bioenergiethemen mit dem Förderbereich „Energetische Nutzung biogener Rest- und Abfallstoffe“ im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms. Startpunkt der Förderung war - im Juni 2008 - das Förderprogramm „Energetische Biomassenutzung – Förderung von Forschung und Entwicklung zur klimaeffizienten Optimierung der energetischen Biomassenutzung““, welches vom Bundesumweltministerium initiiert wurde. 2014 wechselte das Programm in den Verantwortungsbereich des BMWi. Seit 2016 ist das Programm als Forschungsnetzwerk BIOENERGIE Teil der Forschungsnetzwerke Energie des BMWi. Nach zehnjähriger Laufzeit umfasst die Förderung über 150 Verbundprojekte bzw. über 380 Einzelprojekte zum Thema Biomasse als Energieträger. Im Fokus steht die Erforschung und Entwicklung von zukunftsweisenden Technologien sowie Verfahrens- und Prozessoptimierungen, die eine effiziente, wirtschaftliche und nachhaltige Nutzung der Bioenergie ermöglichen und zur Versorgungssicherheit beitragen. Dazu unterstützt das Ministerium vor allem durch praxisorientierte Lösungen mit Demonstrations- und Pilotcharakter, die zur Flexibilisierung der Strom- und Wärmeerzeugung aus Biomasse beitragen. Systemintegration, Sektorkopplung, Digitalisierung sowie die erfolgreiche Kombination von Anlagen und Konzepten zur Nutzung Erneuerbarer Energien sind weitere wesentliche Aspekte. Zur Verbesserung der nachhaltigen energetischen Nutzung im (gekoppelten) Wärme- und Strombereich sowie Verkehrsbereich sollen vor allem Biomassereststoff- und Abfallpotenziale erschlossen werden. Fördermittelempfänger sind klassische Forschungseinrichtungen, aber vor allem auch klein- und mittelständische Unternehmen, die die Markteinführung bestimmter Technologien anstreben. Insgesamt sind seit 2009 rund 250 Institutionen im Programm beteiligt gewesen, davon über 125 KMU. Das Programm war bisher mit 67,3 Millionen Euro ausgestattet. Das Begleitvorhaben, angesiedelt am DBFZ Deutsches Biomasseforschungszentrum gemeinnützige GmbH, ist für die wissenschaftliche Begleitung und Öffentlichkeitsarbeit des Förderbereichs Bioenergie des BMWi zuständig. Mit der fachlichen und administrativen Koordination desselben wurde der Projektträger Jülich (PtJ) beauftragt.
Der große Moment – der neue Rennwagen wird beim Rollout enthüllt Foto: Steffen Gauch
Studierende der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft präsentieren selbst gebauten Rennwagen mit zahlreichen technischen Neuerungen – Teilnahme an studentischen Konstruktionswettbewerben im österreichischen Spielberg, auf dem Hockenheimring und in Barcelona geplant
Auch in diesem Jahr haben sich wieder ca. 50 Studierende der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft zusammengefunden, um einen einsitzigen Formelrennwagen zu konstruieren und anschließend selbst zu fertigen. Die Studierenden aus den Studiengängen Fahrzeugtechnologie, Maschinenbau, Mechatronik, Elektro- und Informationstechnik sowie Wirtschaftsingenieurwesen und International Management haben ein großes gemeinsames Ziel: den Bau eines eigenen Rennwagens für die diesjährige Teilnahme an studentischen Konstruktionswettbewerben der „Formula Student”. Wie in den letzten Jahren wird das Team wieder an verschiedenen internationalen Wettbewerben teilnehmen.
Nach neun Monaten Entwicklung, Konstruktion und Fertigung haben die Studierenden nun mit dem Rollout am Mittwochabend, 19. Juni 2019, ihr erstes großes Etappenziel erreicht und konnten das Resultat ihrer Projektarbeit mit dem neuen Rennwagen „F-113” erstmals der Öffentlichkeit präsentieren.
Die Hauptaufgabe der internationalen Konstruktionswettbewerbe der Formula Student besteht darin, einen Rennwagen herzustellen, der für eine Produktion in Kleinserie geeignet wäre. Geschwindigkeit ist jedoch nur ein Aspekt, bewertet wird das Gesamtkonzept, zu dem auch Beschleunigungs- und Bremsleistung sowie Konstruktion, Gewicht und die kalkulierten Produktionskosten zählen. Um also einen schnellen, wendigen, sicheren, sparsamen und zuverlässigen sowie kostengünstigen Rennwagen zu entwickeln, ist für die Studierenden eine genaue Projektplanung und Koordination samt Marketingstrategie, Business Plan und Cost Report notwendig. Gefragt sind demnach viele ingenieurspezifische Fähigkeiten wie auch umfangreiche Wirtschafts- und Marketingkompetenzen. Das Konzept hinter diesem Wettbewerb ist es, den Studierenden eine attraktive Möglichkeit zu bieten, das im Studium angeeignete Wissen in die Praxis umzusetzen.
In der neuen Saison tritt das Team mit einem neuen und gegenüber dem Vorjahr in einigen Punkten modifizierten Fahrzeug an: Zur Karosserie aus Kohlefasern (CFK) kommt ein verbessertes Fahrwerk mit geänderten Feder- Dämpferelementen und Stoßdämpferaufnahmen an der Karosserie. Um die Strömungsverhältnisse am Fahrzeug zu optimieren, wurden viele zeitintensive rechnergestützte Simulationen durchgeführt, die – im Vergleich zum Vorjahresfahrzeug – zu einem aufwendigeren Aeropaket führen. Zur Steigerung der Motorleistung wird der Bolide statt mit Superbenzin mit E85 betrieben. Gleichzeitig wird dadurch die Brennraumtemperatur gesenkt und dadurch die Motorkühlung erleichtert. Die Umstellung auf den neuen Kraftstoff wurde durch einen eigens für diesen Motor an der Hochschule entwickelten Prüfstand ermöglicht. Über diese lassen sich alle Betriebszustände des Motors testen und so der Antriebsstrang optimieren.
Das Dash Panel, also die elektronischen Steuerelemente im Lenkrad, konnten um einige Funktionen erweitert werden. So kann nun etwa die Temperatur der einzelnen Reifen oder eine Blockierwarnung für die Räder angezeigt werden. Dem Fahrzeuglenker werden so direkt die Einflüsse seiner Fahrweise auf das Fahrzeug zurückgemeldet. Zusätzlich abrufbare Informationen über alle Zustände des Rennwagens sind vor allem in den Testphasen hilfreich, da die Daten nicht mehr über einen PC ausgelesen werden müssen.
Wie in jedem modernen Entwicklung- und Produktionsprozess wird das komplette Fahrzeug mithilfe von CAD-Systemen (Computer Aided Design) als Modell im Rechner erzeugt. So entstehen nicht nur die benötigten Fertigungsdaten, sondern auch die Simulation und Berechnung der verschiedenen Bauteile und Funktionen wird ermöglicht. Im Anschluss werden die Bauteile individuell hergestellt und teilweise bis zur Zerstörung getestet.
In kaum einem anderen Projekt können in Vorlesungen und Übungen erworbene Grundlagen durch ihre Anwendung und Vertiefung so umfassend in die Praxis umgesetzt werden wie in diesem Formula-Student-Projekt. Alle nötigen Schritte werden dabei von den Studierenden selbst organisiert bis hin zur hochkomplexen Fertigung der Einzelteile. Unterstützt werden sie dabei durch verschiedene Sponsoren und vom hochschuleigenen Institute of Materials and Processes, an dem sie die meisten Teile selbst herstellen können.
Nach dem Rollout des „F-113” beginnt für die Studierenden die kurze Testphase, um den Boliden für die Wettbewerbe der Formula Student „fit” zu machen. Ende Juli – also kurz nach dem Ende der Prüfungen, die die am Projekt beteiligten Studierenden noch ablegen müssen, geht es dann für sie auch „gleich richtig los” mit dem ersten Wettbewerbsevent in Österreich.
„Der jedes Jahr weiterentwickelte Rennwagen der Studierenden ist für uns immer wieder aufs Neue ein beeindruckender Beleg für die Kombination von Fachwissen und ausgeprägtem Praxisbezug unserer Lehre und auch dafür, wie gut es unsere Studierenden schaffen, ein solch umfangreiches Projekt zu planen und umzusetzen”, betont Prof. Dr. Frank Artinger, Rektor der Hochschule Karlsruhe, „alle Schritte werden dabei von den Studierenden selbst organisiert bis hin zur hochkomplexen Fertigung.”
Im elektronischen Zeitalter ist die Überprüfung des Schufa-Eintrags durch die KFZ Versicherung nur noch eine Frage von Sekunden. Liegen alle grundlegenden Daten des potenziellen Versicherungsnehmers bei der Antragsstellung vor, kann die Versicherung via Internet eine Anfrage an die Schufa stellen.
Hierbei wird kein kompletter Überblick über die finanziellen Verpflichtungen des Antragsstellers gewährt, sondern ausschließlich die Kategorisierung der eigenen Bonität angezeigt.
Wie diese von der jeweiligen Versicherung eingestuft wird und welche Verpflichtungen für den Versicherungsnehmer hiermit einhergehen, weicht im nächsten Schritt erheblich voneinander ab und sollte nicht vorschnell durch Unterschrift des Versicherungsvertrags beantwortet werden.
Pauschal wird nicht abgelehnt
KFZ Versicherung ohne Schufa
Eine pauschale Ablehnung eines Wechsels oder Neuantrags in der KFZ Versicherung ist also selbst bei größeren Verbindlichkeiten nicht zu fürchten. Um sich Mühen und Wege zu ersparen, sollte im Vorfeld ein sachlicher und rechnerischer Vergleich im Internet durchgeführt werden, der die individuell besten KFZ Versicherungen aufzeigt. Zwar spielt hier noch nicht die Bonitätsprüfung mit ein, allerdings kann der Versicherte bei der späteren Antragsstellung von einem günstigen Versicherungsangebot durch den jeweiligen Versicherer ausgehen.
Vor der Unterschrift sollte der Vertragstext und der gewählte Tarif noch einmal genau durchgelesen werden, damit der Schufa-Eintrag nicht zu einem unerwarteten Verzicht auf diverse Vergünstigungen führt.
Abschluss eines Handyvertrags oder Aufnahme eines Kredits – eine Vielzahl finanzieller Verpflichtungen werden der Schufa gemeldet und stufen die Bonität eines Bundesbürgers herab. Gestaltet sich die Bonität zu schlecht, ist der finanzielle Handlungsspielraum eingeschränkt und verschiedene Finanz- und Versicherungsprodukte können nicht abgeschlossen werden.
Da vor Abschluss der meisten Versicherungsverträge eine Überprüfung des Schufa-Eintrags durch den Versicherer erfolgt, ist eine Ablehnung des Antrags aus diesen Gründen potenziell denkbar.
Die gilt nicht zuletzt für die KFZ Versicherung, wobei die tatsächliche Ablehnung eines Versicherungsantrags aufgrund der negativen Bonität eine Seltenheit darstellt und nur bei extremen finanziellen Verpflichtungen zur Anwendung kommt.
Negativer Schufa-Eintrag – kann die KFZ Versicherung dennoch abgeschlossen werden?
Büro für Kfz-Angelegenheiten (Kfz-Zulassungen)
In den allermeisten Fällen ist die Frage zu bejahen. Ein bestehender Kreditvertrag und ähnliche Verpflichtungen sind kein triftiger Grund zur Ablehnung eines KFZ-Versicherungsantrags, was sonst Hunderttausenden von Bundesbürgern einen elementaren Versicherungsschutz verwehren würde. Gemäß dem Pflichtversicherungsgesetz (PflVG) in Deutschland, das den Abschluss einer Haftpflichtversicherung bei der motorisierten Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr vorschreibt, ist einem Versicherungsantrag grundsätzlich stattzugeben.
Selbst wenn es in den vergangenen Jahren bei anderen Autoversicherungen zu Beitragsrückständen kam, ist dies kein Grund für eine pauschale Ablehnung. Aus früheren Verpflichtungen oder Versäumnissen gegenüber Banken und Versicherungen darf der neue Autoversicherer keine Schlüsse auf den aktuellen Versicherungsantrag ziehen. Eine begründete Ablehnung der beantragten KFZ Versicherung kommt in der Praxis nur bei einem anhängigen Insolvenzverfahren vor, das sowohl die Privatinsolvenz als auch Verpflichtungen eines Unternehmens umfassen kann.
Der sogenannte Offenbarungseid als eidesstattliche Versicherung stellt neben der Insolvenz einen weiteren Grund der Ablehnung dar, andere Fälle sind im Regelfall nicht begründet. Durch die freie Wahl der KFZ Versicherung, die das PflVG ebenfalls festlegt, sollte das Ergebnis der Schufa-Prüfung bei jeder Autoversicherung gleich ausfallen.
Unterschiede in der Vertragsgestaltung beachten
Die grundsätzliche Verpflichtung zur Akzeptanz eines Versicherungsantrags schreibt den Autoversicherern in Deutschland nicht vor, die KFZ Versicherung bedingungslos anzubieten. Da das PflVG lediglich einen Haftpflichtschutz in der Autoversicherung verlangt und hierbei Mindestwerte in den Deckungssummen angibt, darf eine Versicherung bei schlechter Bonität des Antragsstellers diese als Grundlage für den Versicherungsvertrag anlegen.
Die KFZ Versicherung ist nicht verpflichtet, dem Antragssteller einen Kaskoschutz oder weitere Vergünstigungen zu gewährleisten, die bei einer lupenreinen Bonität abgeschlossen werden könnten. Umgekehrt belohnen manche Versicherungen ihre Neukunden durch einen zusätzlichen Rabatt, wenn die Schufa-Prüfung besonders positiv ausfällt.
Bedingungen bei der Einwilligung in den Versicherungsantrag können auch bezüglich der Zahlungsweise gestellt werden. Sollte der Antragsteller in der Vergangenheit eher durch eine unbefriedigende Zahlungsmoral aufgefallen sein, darf die KFZ Versicherung anstehende Beiträge für das kommende Versicherungsjahr im Voraus verlangen. Die Regelung ist nicht bei allen Autoversicherungen etabliert, jedoch weit in der Branche verbreitet.
Je nach Höhe des Jahresbeitrags dürfte der potenzielle Versicherungsnehmer hierdurch überfordert sein – gerade wenn parallel noch ein Ratenkredit getilgt werden muss. Hier heißt es, Angebote bei verschiedenen KFZ Versicherungen einzuholen und zu überprüfen, wie diese mit einer schlechteren Bonität und den hiermit verbundenen Zahlungsmodalitäten umgehen.
Welchen Zweck die Bonitätsprüfung bei der Schufa erfüllt
Drei von vier Bundesbürgern sind bei der Schufa als privatrechtliche Auskunftei verzeichnet, die enge Kooperationen mit allen großen Banken, Versicherungen und Handelsunternehmen unterhält. Durch die Klassifizierung der Bonität soll eine Sicherheit im Geschäftsverkehr entstehen, die den Verbraucher vor Überschuldung schützt und Unternehmen eine Zahlungssicherheit im alltäglichen Kundengeschäft gewährt.
Sollte ein Bundesbürger einen hohen Privatkredit abbezahlen und weiteren finanziellen Verpflichtungen unterliegen, ist die Ablehnung eines Zweitkredits oder anderer Verbindlichkeiten üblich. Dies wirkt sich auf alle Lebensbereiche und somit auch auf die Versicherungsbranche aus, wobei die KFZ Versicherung einen anderen Stellenwert als andere Versicherungsparten einnimmt.