Darmspiegelung ist echte Krebsvorsorge
Seit über einen Jahrzehnt gibt es die bezahlte Darmkrebsvorsorge per Darmspiegelung, aber weniger als ein Viertel der Anspruchsberechtigten hat sie bisher wahrgenommen. Dabei kann schon die Untersuchung Therapie sein. "Die Darmkrebsuntersuchung stellt eine echte Krebsvorsorge dar. Denn fast jeder Tumor entsteht aus einem gutartigen Polypen. Wenn wir Ärzte diese entfernen, schrauben wir das Darmkrebsrisiko für den Patienten wieder nahezu auf null zurück", erklärt Professor Wolff Schmiegel, Leiter des Knappschaftskrankenhauses der Universität Bochum und Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft, in der "Apotheken Umschau".
Weil Darmkrebs keine Frühsymptome hat, muss jeder die Entscheidung rein rational nach dem Lebensalter treffen. Das fällt wenigen leicht. Entscheidungshilfe vom Experten Schmiegel: "Ab 50 Jahren steigt das Risiko zu erkranken bei familiärer Belastung bereits früher."
Quelle: Apotheken Umschau / Bild: J.Guntau (CC BY-SA 3.0)
