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Stipendien der Deutschen Leberstiftung für zwei klinische hepatologische Projekte vergeben

Freistellungs-Stipendiaten der Deutschen Leberstiftung 2019 – Urkundenverleihung im Rahmen der GASL-Jahrestagung (v.l.n.r.): T. Longerich, P. Schirmacher, S. Hohenester, D. Lenz, R. Bartenschlager  Foto: Deutsche Leberstiftung
Freistellungs-Stipendiaten der Deutschen Leberstiftung 2019 – Urkundenverleihung im Rahmen der GASL-Jahrestagung (v.l.n.r.): T. Longerich, P. Schirmacher, S. Hohenester, D. Lenz, R. Bartenschlager Foto: Deutsche Leberstiftung
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Freistellungs-Stipendiaten der Deutschen Leberstiftung 2019 – Urkundenverleihung im Rahmen der GASL-Jahrestagung (v.l.n.r.): T. Longerich, P. Schirmacher, S. Hohenester, D. Lenz, R. Bartenschlager  Foto: Deutsche Leberstiftung
Freistellungs-Stipendiaten der Deutschen Leberstiftung 2019 – Urkundenverleihung im Rahmen der GASL-Jahrestagung (v.l.n.r.): T. Longerich, P. Schirmacher, S. Hohenester, D. Lenz, R. Bartenschlager Foto: Deutsche Leberstiftung

Um die Initiierung und Planung von klinischen Projekten oder klinischen
Studien im Bereich der Hepatologie zu unterstützen, lobte die Deutsche
Leberstiftung auch für das Jahr 2019 Freistellungs-Stipendien aus. Das
Gutachterkomitee beschloss die Förderung von zwei Projekten. Gefördert
werden so eine Studie zur nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung und ein
Projekt, das sich mit neuen genetischen Ursachen für akutes Leberversagen
im Kindesalter befasst.

Für die Verbesserung der Patientenversorgung ist die klinische Forschung
besonders wichtig. Daher fördert die Deutsche Leberstiftung diesen Bereich
schon seit einigen Jahren durch das Freistellungs-Stipendium. Dieses
Stipendium kann eingesetzt werden, um eine Freistellung von Ärzten von
ihrer eigentlichen Tätigkeit für die Projekt- bzw. Studienplanung zu
finanzieren. Die Stipendien umfassen die Übernahme von Personalkosten
eines Arztes für bis zu drei Monate (bis 20.000,- Euro).

Um die Freistellungs-Stipendien haben sich zahlreiche Ärzte mit
interessanten klinischen Studien und Projekten beworben. Die Prüfung und
Begutachtung der Anträge erfolgte durch ein unabhängiges Gutachterkomitee,
dessen Mitglieder Professor Dr. Verena Keitel-Anselmino, Düsseldorf,
Professor Dr. Frank Lammert, Homburg/Saar und Professor Dr. Christoph
Sarrazin, Wiesbaden waren. Die Gutachter beschlossen einstimmig die
Unterstützung für zwei Antragsteller mit ihren Projekten.

„Alle Bewerbungen für die Stipendien waren sehr gute Anträge mit
hochinteressanten Projekten, die verschiedene Lebererkrankungen mit
vielfältigen Forschungsansätzen verfolgen. Das zeigt die Akzeptanz, die
diese Förderung der Deutschen Leberstiftung genießt und beweist, wie
wichtig diese Förderung ist“, betont Prof. Dr. Frank Lammert, Präsident
der Fachgesellschaft DGVS (Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie,
Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten) und einer der Gutachter für die
Vergabe der Stipendien.

Die Gutachter beschlossen die Förderung von zwei Stipendiaten mit ihren
Projekten:

Priv. Doz. Dr. med. Simon Hohenester vom Klinikum der Universität München,
Campus Großhadern, plant eine klinische Studie zur probiotischen Therapie
der nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung bei morbider Adipositas.

Dr. med. Dominic Lenz vom Universitätsklinikum Heidelberg befasst sich in
seinem Projekt mit der Untersuchung von neuen genetischen Ursachen für
akutes Leberversagen im Kindesalter.

Professor Dr. Frank Lammert erläutert die Auswahl des Komitees: „Die
nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) ist ein sehr relevantes
Thema. Die Erkrankung ist inzwischen eine Volkskrankheit, die zur
Leberzirrhose und zum Leberzellkrebs führen kann. Es gibt derzeit keine
Medikamente, die zur Behandlung zugelassen sind. Sicher ist, dass eine
Lebensstiländerung wie bspw. Gewichtsreduzierung zur Verbesserung der
Gesundheit beiträgt. Wir gehen davon aus, dass das Mikrobiom – also unsere
Darmflora – eine kritische Rolle bei der Entwicklung der Leberentzündung
spielt. Bisher wurde noch nicht systematisch untersucht, wie das Mikrobiom
bei NAFLD-Patienten durch eine probiotische Therapie positiv beeinflusst
werden kann. Genau das soll in dem geförderten Projekt erfolgen. Diese
klinische Studie verfolgt einen innovativen Ansatz und ist unbestritten
förderungswürdig.“

Auch das zweite Projekt hat die Gutachter überzeugt: „Akutes Leberversagen
im Kindesalter ist ein lebensbedrohliches Ereignis. Wenn die Ursache dafür
unbekannt ist, erschwert dies die Auswahl der geeigneten Therapie. Häufig
wird das Leberversagen im Kindesalter durch seltene
Stoffwechselerkrankungen oder genetisch bedingte Krankheiten ausgelöst.
Daher ist es elementar, die Ursachen und ihre möglichen Therapien besser
zu erforschen, was durch die Förderung im Rahmen einer bundesweiten Studie
erfolgen soll. Es bietet sich damit eine einmalige Chance, für diese
seltenen Erkrankungen neue Daten zu erfassen und auszuwerten. Ziel ist es,
eine Grundlage für zukünftige Handlungsempfehlungen zur Diagnostik und
Therapie bei Kindern zu erarbeiten“, erläutert Professor Lammert.

Die mit einer Freistellung geförderten Stipendiaten wurden am 22. Februar
2019 im Rahmen der 35. Jahrestagung der GASL (German Association for the
Study of the Liver) in Heidelberg bekannt gegeben. Die Stipendiaten
erhielten ihre Urkunden von Prof. Dr. Peter Schirmacher, Mitglied des
Stiftungsvorstandes.

Das Freistellungs-Stipendium zur Förderung von klinischen Studien und
Projekten wird auch für das Jahr 2020 ausgeschrieben: http://www.deutsche-
leberstiftung.de/foerderung.

Deutsche Leberstiftung
Die Deutsche Leberstiftung befasst sich mit der Leber, Lebererkrankungen
und ihren Behandlungen. Sie hat das Ziel, die Patientenversorgung zu
verbessern. Durch intensive Öffentlichkeitsarbeit steigert die Stiftung
die öffentliche Wahrnehmung für Lebererkrankungen, damit diese früher
erkannt und geheilt werden können. Die Deutsche Leberstiftung bietet
außerdem Information und Beratung für Betroffene und Angehörige sowie für
Ärzte und Apotheker in medizinischen Fragen. Diese Aufgaben erfüllt die
Stiftung sehr erfolgreich.
Weitere Informationen: http://www.deutsche-leberstiftung.de.

JETZT NEU: Website-Relaunch der Deutschen Leberstiftung http://www
.deutsche-leberstiftung.de – wichtige Basisinformationen, umfangreicher
Service und Presseinformationen/-bilder im neu gestalteten Online-Portal
für Betroffene und Angehörige, Fachkreise sowie Medienvertreter.

BUCHTIPP: „Das Leber-Buch“ der Deutschen Leberstiftung informiert
umfassend und allgemeinverständlich über die Leber, Lebererkrankungen,
ihre Diagnosen und Therapien – inzwischen in dritter, aktualisierter und
erweiterter Auflage! „Das Leber-Buch“ ist im Buchhandel erhältlich: ISBN
978-3-89993-899-9, 16,99 Euro.
Weitere Informationen: http://www.deutsche-leberstiftung.de/Leber-Buch.