CT-Weltneuheit in der Universitätsmedizin Mainz im Einsatz
Neue Bildgebungstechnik verbessert Diagnostik und Therapie erheblich
In ihrer Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie hat die
Universitätsmedizin Mainz heute ihren photonenzählenden
Computertomographen offiziell in Betrieb genommen. Das höchst innovative
CT-System verfügt über zwei Röntgenquellen und ein neuartiges
Detektorprinzip. Insbesondere in den klinischen Bereichen Herz- und
Gefäßbildgebung sowie in der Onkologie ermöglicht es eine wesentlich
genauere und schonendere Diagnostik sowie sicherere
Therapieentscheidungen. Zudem verbessert der photonenzählende
Computertomograph die Grundlagen für die Forschung und die Translation
ihrer Ergebnisse.
Die Universitätsmedizin Mainz hat heute in ihrer Klinik für Diagnostische
und Interventionelle Radiologie in Anwesenheit des rheinland-pfälzischen
Gesundheitsministers Clemens Hoch den aktuell innovativsten
Computertomographen in Betrieb genommen. Es handelt sich um ein Dual-
Source-Gerät mit zwei Röntgenquellen und einem neuartigen Detektorprinzip.
Der neue Computertomograph ermöglicht eine wesentlich genauere und
schonendere Diagnostik. Insbesondere in den klinischen Bereichen Herz- und
Gefäßbildgebung und in der Onkologie sind die Auswirkungen weitreichend.
Der Wissenschafts- und Gesundheitsminister des Landes Rheinland-Pfalz,
Clemens Hoch, betont: „Dieser hochmoderne Computertomograph stärkt unsere
Universitätsmedizin sowohl in der Krankenversorgung als auch in der
Forschung. Er wird nicht nur den Patientinnen und Patienten der
Universitätsmedizin Mainz in den kommenden Jahren nutzen. Er wird mit
innovativer Bildgebung auch den Forschenden dabei helfen, die medizinische
Entwicklung weiter voranzutreiben und so an der Verbesserung der
Versorgung weit über Mainz hinaus mitzuarbeiten. Diese Verbindung aus
exzellenter Versorgung und Forschung ist zentraler Gedanke der
Hochschulmedizin und die ganz besondere Stärke unseres medizinischen
Wissenschaftsstandortes Mainz.“
Die Computertomographie (CT) ist eines der wichtigsten Verfahren, um
Bilder aus dem Inneren des menschlichen Körpers zu gewinnen. Die
dreidimensionalen Aufnahmen zeigen feine Unterschiede oder Veränderungen
an Organen, Gefäßen und Knochen und helfen, Erkrankungen oder Verletzungen
zu erkennen. Vor rund fünfzig Jahren hat die Computertomographie Einzug in
die medizinische Diagnostik gehalten. Nun steht eine innovative Technik
zur Verfügung, die eine neue Ära einleitet: ein CT-Gerät mit zwei
rotierenden Röntgenquellen und einem neuartigen Detektorprinzip.
Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, Vorstandsvorsitzender und Medizinischer
Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, erklärt: „Der photonenzählende
Computertomograph ist aktuell das innovativste CT-Gerät. Es war für den
Deutschen Zukunftspreis 2021 des Bundespräsidenten nominiert und wurde von
der Jury in den ‚Kreis der Besten‘ des Deutschen Zukunftspreises
aufgenommen. Dies belegt den hohen wissenschaftlich-technischen
Innovationsgrad des CT-Gerätes sowie das Potenzial, diese Leistung in
moderne medizinische Diagnostik umzusetzen. In der Universitätsmedizin
Mainz steht eines der ersten Geräte weltweit. Wir sind uns sicher, dass
die Universitätsmedizin Mainz durch dieses ausgezeichnete Gerät als Ort
der Spitzenmedizin für Patientinnen und Patienten sowie für Ärztinnen und
Ärzte noch attraktiver wird.“
Bei der neuen Detektor-Technologie werden einzelne Röntgenphotonen und
ihre Energieniveaus anders als bisher direkt und ohne Umweg registriert.
Dadurch entstehen eine deutlich verbesserte räumliche Auflösung und die
Möglichkeit, Gewebe differenzierter zu analysieren. Der neue
Computertomograph „Naeotom Alpha“ ist darüber hinaus schonender für die
Patient:innen, da mit einer um bis zu 45 Prozent geringeren Strahlendosis
gearbeitet werden kann. Weltweit sind bislang erst rund zwanzig Exemplare
dieses photonenzählenden Computertomographen im Einsatz.
Der Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof.
Dr. Ulrich Förstermann, ergänzt: „Das innovative CT-System stellt nicht
nur die medizinischen Diagnosen und Therapieentscheidungen auf eine
sichere und verlässlichere Basis, sondern verbessert auch die Grundlagen
für die Forschung und die Translation ihrer Ergebnisse.“
PD Dr. Christian Elsner, Kaufmännischer Vorstand der Universitätsmedizin
Mainz, freut sich über den Innovationsschub, den das Gerät für die
Universitätsmedizin darstellt: „Die Medizin lebt von Innovationen. Daher
ist es insbesondere für universitäre Einrichtungen wie der unseren sehr
wichtig, in diese zu investieren.“
„Die Detektoren der bisherigen CT-Geräte bündeln die Röntgenphotonen
unterschiedlicher Energieniveaus im Paket und wandeln das Signal in
Lichtblitze um – dies benötigt mehr Zeit und gewährt weniger und
ungenauere Einblicke in den menschlichen Körper. Mit dem neuen CT-Gerät
und seiner höchst innovativen Technik spielt die Radiologie an der
Universitätsmedizin Mainz fortan in der Champions-League der Medizinischen
Bildgebung“, erläutert Univ.-Prof. Dr. Christoph Düber, Direktor der
Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie der
Universitätsmedizin Mainz.
Die Herstellerfirma Siemens Healthineers hat den photonenzählenden
Computertomograph „Naeotom Alpha“ im November 2021 beim Nordamerikanischen
Radiologiekongress (RSNA) erstmals der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Mit
der Universitätsmedizin Mainz verbindet das Unternehmen eine Jahrzehnte
lange Forschungs- und Entwicklungstradition in der Bildgebung.
Weitere Informationen:
Bildunterschrift (v.l.n.r.): Über die offizielle Einweihung des
photonenzählenden Computertomographen in der Universitätsmedizin Mainz
freuen sich Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, Vorstandsvorsitzender und
Medizinischer Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, und Clemens Hoch,
Wissenschaftsminister des Landes Rheinland-Pfalz, sowie Univ.-Prof. Dr.
Christoph Düber, Direktor der Klinik für Diagnostische und
Interventionelle Radiologie der Universitätsmedizin Mainz.
Bildquelle: Universitätsmedizin Mainz/Peter Pulkowski
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