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Katheter-Behandlung von Vorhofflimmern: Verödung mit Wärme oder Kälte – was ist sicherer?

Herzstiftung fördert Forschungsprojekt „HIPAF-TRIAL“ an der Uniklinik
Köln, das zwei Formen der kathetergeführten Verödung (Ablation)
vergleicht, um die sicherste Methode für Patienten zu finden.

Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung und gehört mit der
Herzinsuffizienz und dem metabolischen Syndrom zu den stetig zunehmenden
Herzkreislauf-Erkrankungen. In Deutschland haben rund 1,8 Millionen
Menschen Vorhofflimmern – zum Teil nur gelegentlich, zum Teil auch
dauerhaft. Dabei schlägt das Herz meist unregelmäßig und schnell. Doch
nicht alle Betroffene wissen von ihrem unregelmäßigen Herzschlag, denn bei
jedem Zweiten tritt Vorhofflimmern ohne Beschwerden auf. Wird
Vorhofflimmern nicht behandelt, erhöht sich allerdings auf Dauer das
Risiko für Schlaganfälle. In Deutschland ist Vorhofflimmern für 20 bis 30
% der ischämischen Schlaganfälle und Fälle von Herzschwäche
(Herzinsuffizienz) verantwortlich (Infos unter
www.herzstiftung.de/vorhofflimmern).

Mehr Klarheit durch Direktvergleich: Katheterablation mit Kälte vs. Wärme
mittels neuer „HPSD“-Ablationstechnik
Zur Standardtherapie bei Vorhofflimmern zählt die kathetergeführte
Verödungstherapie (Katheterablation), die in Deutschland nach Schätzungen
für das Jahr 2019 bis zu 97.000-mal pro Jahr durchgeführt wird (Deutscher
Herzbericht 2020). In einem von der Deutschen Herzstiftung geförderten
Forschungsvorhaben am Herzzentrum der Uniklinik Köln werden die
Komplikationsraten sowie der kurz- und langfristige Behandlungserfolg der
beiden Katheterablations-Verfahren per Kälteballon bzw. starkem
Stromimpuls mit Hilfe der sogenannten „High Power Short Duration
(HPSD)“-Ablation verglichen. Bei diesem neuen Ansatz der HPSD-Ablation
wird der Stromimpuls mit einer höheren Energie als bei der konventionellen
Stromablation bei sehr kurzer Zeit pro Stromabgabe durchgeführt. Die
Herzstiftung fördert mit über 50.000 Euro das Projekt „HIPAF – HIgh-Power
short-duration radiofrequency ablation for paroxysmal Atrial Fibrillation
(HIPAF-TRIAL)“ um den Projektkoordinator Jonas Wörmann und seine Kollegen
PD Dr. med. Arian Sultan und Prof. Dr. med. Daniel Steven. „Vorhofflimmern
ist eine ernst zu nehmende Herzrhythmusstörung, die effektiv und sicher
behandelt werden muss, um das Risiko für mögliche Folgeerkrankungen wie
Herzschwäche und Komplikationen wie Schlaganfall zu vermeiden. Das
Forschungsprojekt HIPAF-TRIAL soll zu mehr Patientensicherheit bei der
Vorhofflimmer-Ablation beitragen“, betont der Kardiologe Prof. Dr. med.
Thomas Voigtländer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Neue
Erkenntnisse der Kölner Herzspezialisten und Forscher sollen nun mehr
Klarheit zur Therapiesicherheit bei der Vorhofflimmer-Ablation bringen.
„Studiendaten haben zwar Hinweise geliefert, dass eine Verödung mit einem
kurzen, intensiven Stomimpuls kürzer dauert, weniger Komplikationen
aufweist und auch langfristig besser wirkt. Aber einen direkten Vergleich
der neuen High-Power- versus Kälteablation gibt es bisher nicht. Unsere
Untersuchung wird dazu nun wichtige Erkenntnisse liefern“, hofft
Projektkoordinator Wörmann, Assistenzarzt an der Abteilung für
Elektrophysiologie des Herzzentrums der Kölner Uniklinik.

Vorhofflimmern behandeln: Wann kommt die Ablationstherapie zum Einsatz?
Für die Behandlung von Vorhofflimmern stehen mehrere spezielle Therapien
zur Verfügung: Medikamente, nicht-medikamentöse Verfahren, bei denen die
Katheterablation im Vordergrund steht, und operative Verfahren. Wenn sich
das Herz nicht mit Hilfe von Medikamenten wieder in den Sinusrhythmus –
den normalen, regelmäßigen Herzschlag – zurückführen lässt oder nicht
tolerierbare Nebenwirkungen auftreten, kann die Katheterverödung
(Katheterablation) eine Therapiemöglichkeit sein. Diese invasive
Behandlungsmöglichkeit gehört zur Standardtherapie bei Vorhofflimmern.
Eine Durchführungsmöglichkeit ist dabei die „Pulmonalvenenisolation“. Hier
wird gezielt das Gewebe um die Lungenvenen (Pulmonalvenen) verödet. Diese
münden in den linken Vorhof des Herzens und spielen bei Vorhofflimmern
eine große Rolle. Die Pulmonalvenenisolation kann sowohl durch Strom als
auch durch Kälte erfolgen. In beiden Fällen entstehen Vernarbungen im
Gewebe, die das Flimmern beenden. Bei der sogenannten Kälteablation
mittels eines Ballons werden zum Beispiel Temperaturen von bis -60 Grad
Celsius erreicht. Ein neuer Ansatz für die Stromablation ist die bereits
genannte HPSD-Ablation.

Katheterablation: Macht heiß oder kalt einen Unterschied?
Im Projekt „HIPAF-TRIAL“ wollen die Kölner Forscher nun die
Komplikationsraten und den kurz- und langfristigen Behandlungserfolg der
beiden Katheterablations-Verfahren per Kälteballon bzw. starkem
Stromimpuls vergleichen. Dazu wird an insgesamt 170 Erkrankten jeweils
eines der beiden Verfahren durchgeführt. Entsprechende Vor- und
Nachuntersuchungen direkt nach dem Eingriff und nach drei bzw. zwölf
Monaten sollen zeigen, wie sich das Behandlungsergebnis z. B. auf die
Rezidivrate, also das erneute Auftreten von Vorhofflimmern, auswirkt.
„Somit dürfte unsere Studie neue Erkenntnisse zur Wirksamkeit der
jeweiligen Ablationsmethode bei der Beseitigung des Vorhofflimmerns und
seiner Symptome sowie zu möglichen Komplikationen liefern – ein Beitrag zu
mehr Patientensicherheit“, so Wörmann.

Weitere Informationen zum Förderprojekt „HIPAF-TRIAL“ unter:
www.herzstiftung.de/vorhofflimmern-katheter-behandlung

Vorhofflimmern ist Schwerpunktthema der bundesweiten Herzwochen 2022
(1.-30. November):  www.herzstiftung.de/herzwochen-2022-ankuendigung

1 Million Euro für Forschungsvorhaben zum Vorhofflimmern
Die Deutsche Herzstiftung sieht beim Thema Vorhofflimmern einen
dringlichen Forschungsbedarf und stellt eine Million Euro für innovative
Forschungsprojekte auf diesem Gebiet zur Verfügung. Bewerbungen können ab
sofort eingereicht werden. Ein Gutachtergremium wird die Projekte
beurteilen und die Gesamtfördersumme von 1 Million Euro auf die
ausgewählten Projekte aufteilen. Dabei können sowohl individuelle
Arbeitsgruppen wie auch Forschungsverbünde aus mehreren akademischen
Einrichtungen in Deutschland am Verfahren teilnehmen. Das
Forschungsvorhaben soll den Zeitraum von zwei Jahren nicht überschreiten.
Teilnahmeberechtigt sind in Deutschland tätige Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler. Link zum Forschungsantrag: www.herzstiftung.de
/vorhofflimmern-forschungsantrag

Herz-Kreislauf-Forschung nah am Patienten
Dank der finanziellen Unterstützung durch Stifterinnen und Stifter,
Spender und Erblasser kann die Deutsche Herzstiftung gemeinsam mit der von
ihr 1988 gegründeten Deutschen Stiftung für Herzforschung (DSHF)
Forschungsprojekte in einer für die Herz-Kreislauf-Forschung
unverzichtbaren Größenordnung finanzieren. Infos zur Forschung unter
www.herzstiftung.de/herzstiftung-und-forschung

Forschen für die Medizin von morgen: Neue Forschungsbroschüre
Über die Forschungsförderung der Deutschen Herzstiftung und der Deutschen
Stiftung für Herzforschung informiert die Broschüre „Forschen für die
Medizin von morgen“. Der Band stellt eine Auswahl an geförderten
patientennahen Forschungsprojekten vor und berichtet darüber hinaus über
die Vergaben von Wissenschaftspreisen und stellt die Stifterinnen und
Stifter sowie Erblasser hinter den Preisen und Förderprojekten vor. Die
Broschüre kann unter Tel. 069 955128-400 oder per E-Mail unter
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. kostenfrei angefordert werden.

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Schwangere rauchen für zwei

Stiftung Kindergesundheit warnt vor den Gefahren des Tabaks für Baby und
Mutter

Die gute Nachricht lautet: Die Zahl der Raucherinnen und Raucher in der
Bevölkerung ist seit einigen Jahren rückläufig. Besonders deutlich sinkt
der Anteil der Rauchenden unter den Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
Auch der Anteil der Schwangeren, die rauchen, hat sich seit Mitte der
1990-er Jahre fast halbiert und ist von 19,9 Prozent auf 10,9 Prozent
gesunken, stellt die in München beheimatete Stiftung Kindergesundheit
erfreut fest. Sie weist jedoch auf eine bedenkliche Tatsache hin, die man
denselben zwei Zahlen entnehmen kann: Etwa jede zehnte Schwangere raucht
weiter und setzt damit ihr ungeborenes Kind beträchtlichen Gefahren aus.
Es wächst nämlich mit jeder einzelnen Zigarette das Risiko für das Baby,
in seiner Entwicklung beeinträchtigt und gesundheitlich geschädigt zu
werden.

„Wenn eine werdende Mutter weiter raucht, raucht sie für zwei!“, betont
Professor Dr. Berthold Koletzko, Vorsitzender der Stiftung
Kindergesundheit. „Durch das Rauchen wird die Durchblutung der Gebärmutter
und damit auch die Versorgung des Ungeborenen mit dem lebensnotwendigen
Sauerstoff beeinträchtigt. Bereits eine einzige Zigarette steigert die
Herzfrequenz des Babys um zehn bis 15 Schläge pro Minute.“

Die im Zigarettenrauch enthaltenen Schadstoffe gelangen über die Plazenta
in den Blutkreislauf des Babys und hemmen so wichtige Prozesse von
Wachstum und Reifung. Kinder, die bereits im Mutterleib zum Mitrauchen
gezwungen werden, leiden mitunter noch jahrzehntelang an den Folgen des
Rauchvergnügens ihrer Mutter, konstatiert die Stiftung Kindergesundheit:
Neben dem Alkohol bedeutet das Rauchen die größte Gefahr für die
Gesundheit eines ungeborenen Babys.

Erhöhtes Risiko für Frühgeburt und Säuglingstod
Folgende Nachteile des Rauchens in der Schwangerschaft sind eindeutig
gesichert:

•       Rauchende Mütter erleiden häufiger eine Fehlgeburt als
Nichtraucherinnen. Sie haben ein erhöhtes Risiko für vorzeitige Blutungen,
für eine Eileiterschwangerschaft, für einen ungünstigen Sitz der Plazenta
in der Gebärmutter („Plazenta praevia“) und auch für Frühgeburten.
•       Nikotin verengt die Gefäße und verringert auch die Durchblutung
der Plazenta. Das hoch giftige Kohlenmonoxyd verdrängt den Sauerstoff aus
den roten Blutkörperchen – das Kind leidet unter einem chronischen
Sauerstoffmangel.
•       Als Folge der schlechten Durchblutung der Plazenta erhält das
Ungeborene auch weniger Nährstoffe. Es wächst deshalb langsamer, wird
besonders häufig sowohl kleiner als auch leichter geboren und hat bei der
Geburt einen geringeren Kopfumfang als Kinder von Nichtraucherinnen.
Jungen sind vom Wachstumsrückstand häufiger und in stärkerem Maße
betroffen als Mädchen.
•       Babys, die im Mutterleib zum Mitrauchen gezwungen waren, weisen
außerdem eine erhöhte Sterblichkeit während und nach der Geburt, aber auch
während des ganzen ersten Lebensjahres auf.
•       Das Rauchen während der Schwangerschaft begünstigt das Auftreten
angeborener Fehlbildungen beim Kind.
•       Rauchen ist mit deutlich erhöhtem Risiko für den plötzlichen
Kindstod (SIDS) verbunden.

Langfristige Folgen für die spätere Gesundheit
Neben diesen unmittelbaren Auswirkungen des Rauchens auf die Entwicklung
des Kindes gibt es eine Reihe von Gesundheitsstörungen, die erst später,
möglicherweise sogar erst nach Jahrzehnten zutage treten, betont die
Stiftung Kindergesundheit. So kann das Rauchen der Mutter einer späteren
Krebserkrankung des Kindes den Weg ebnen. Unter den Tausenden von
Schadstoffen des Zigarettenrauchs sind rund 50, die als Krebserreger
gelten: Kadmium und andere Schwermetalle, radioaktive Substanzen,
Pestizide, Nitrosamine, Benzpyren oder Formaldehyd und andere mehr.

Auch Allergien entwickeln sich bei Kindern von Raucherinnen häufiger.
Hautekzeme wie Neurodermitis und Atemwegsallergien wie Asthma treten bei
Kindern, deren Mütter während der Schwangerschaft geraucht haben, zwei-
bis fünfmal häufiger auf als bei Kindern nichtrauchender Frauen.

Hat die Mutter während der Schwangerschaft geraucht, liegt das Risiko für
ihr Kind, spätere Verhaltensauffälligkeiten, Lernstörungen oder eine
Hyperaktivität zu entwickeln, bei etwa 22 Prozent, während Kinder von
Nichtraucherinnen nur zu acht Prozent von einem solchen Schicksal
betroffen sind.

Kinder von Müttern aus sozial benachteiligten Bevölkerungsschichten sind
von den Folgen des Rauchens während der Schwangerschaft stärker betroffen
als Kinder von Müttern mit einem höheren Sozialstatus.

Zum Verzicht auf die Zigarette ist es nie zu spät!
Ein Rauchstopp vor der Schwangerschaft wirkt sich positiv auf die
Gesundheit der Schwangeren und die Entwicklung des ungeborenen Kindes aus,
betont die Stiftung Kindergesundheit. Je früher die werdende Mutter auf
die Zigaretten verzichtet, umso größer sind die Chancen für das Baby,
keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erleiden.

Zum Rauchstopp ist es auch während der Schwangerschaft noch nicht zu spät,
unterstreicht Professor Dr. Berthold Koletzko: „Jede nicht gerauchte
Zigarette ist ein Gewinn für das Baby. Der Verzicht auf die Zigarette
lohnt sich immer, selbst noch kurz vor der Geburt. Für die häufig gehörte
Behauptung, der plötzliche Rauchstopp in der Schwangerschaft würde das
Ungeborene belasten, fehlt jede wissenschaftliche Bestätigung. Auch die
unangenehmen Entzugserscheinungen, die in den ersten Tagen nach dem
Verzicht auf Zigaretten bei der Mutter auftreten können, sind nicht zu
vergleichen mit der Befürchtung, dem Baby durch das Rauchen möglicherweise
dauerhaften Schaden zugefügt zu haben.“

Bitte mehr Rücksicht in Gegenwart einer Schwangeren!
Auch Passivrauchen führt zu Gesundheitsrisiken für das Ungeborene, hebt
die Stiftung Kindergesundheit hervor. Die Schadstoffe des Tabakrauchs
gelangen in den kindlichen Kreislauf, gleichgültig, ob sie aus einer von
der Mutter gerauchten Zigarette stammen oder aus der verräucherten Luft
ihrer Umgebung zu Hause oder im Beruf. So sind die nachteiligen
Auswirkungen des väterlichen Rauchens auf das Ungeborene durch
internationale Studien belegt.

Die Stiftung Kindergesundheit fordert deshalb: Genauso, wie es
selbstverständlich ist, einer Schwangeren in der Straßenbahn seinen Platz
anzubieten, genauso selbstverständlich sollte es werden, in Gegenwart
einer schwangeren Frau und in Räumen und Kraftfahrzeugen, die auch
Schwangere nutzen, keinesfalls zu rauchen. Das gilt für Frauen und Männer
gleichermaßen. Nur so können die Risiken für den schutzbedürftigsten aller
Passivraucher, für das ungeborene Baby, verringert werden.

Weitere Informationen finden Sie im Internet auf folgenden Seiten:
•       www.kindergesundheit.de
•       www.schwangerundkind.de
•       www.tabakkontrolle.de
•       www.dkfz.de
•       www.bzga.de

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Pflegeforschung in Bewegung Heute ist Internationaler Tag der Pflege – BIBB veröffentlicht erste forschungsbasierte Empfehlungen zur generalistischen Pflegeausbildung

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erarbeitet jährlich ein
Forschungsprogramm zur Pflegebildung und zum Pflegeberuf. Erste
Erkenntnisse aus dem laufenden Programm liegen nun – am Internationalen
Tag der Pflege am heutigen Donnerstag – in bewegten Bildern vor. In den
Videos beschreiben die Forschungspartnerinnen und -partner ihre Projekte
und geben erste Empfehlungen für die Pflegepraxis und die
Pflegewissenschaft ab.

So empfiehlt das Projektkonsortium für die „Begleitforschung des
Veränderungsprozesses zur Einführung der neuen Pflegeausbildungen“
beispielsweise die Schaffung von kommunalen Unterstützungsmöglichkeiten,
um die Kooperationen der Lernorte zu fördern, vor allem in ländlichen
Gebieten. Auch die für die praktische Ausbildung so wichtige
Praxisanleitung sollte gefördert werden. Konkret wird hier unter anderem
eine kommunale Koordination für kleinere Einrichtungen der ambulanten
Pflege und der stationären Langzeitpflege genannt. Besonders beeindruckt
waren die Forschenden nach eigener Aussage darüber, dass „alle Befragten
in unserer Studie eine hohe Motivation für das Gelingen der
generalistischen Pflegeausbildung zeigten“.

Die generalistische Ausbildung befähigt die Auszubildenden zur Pflege von
Menschen aller Altersstufen in allen Versorgungsbereichen. Damit steht den
Absolventinnen und Absolventen eine Vielzahl an Einsatz- und
Entwicklungsmöglichkeiten offen.

Die Videos, das aktuelle Forschungsprogramm zur Pflegebildung und zum
Pflegeberuf, eine Übersicht über alle Projekte sowie weitere Aktivitäten
und Ausschreibungen finden sich auf der neu gestalteten Internetseite zum
BIBB-Forschungsprogramm unter <www.bibb.de/de/135917.php>

Weitere Informationen, auch zu aktuellen Veranstaltungen, unter
<www.bibb.de/pflege>

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Gemeinsame Lehrerbildung – neue Fachrichtung Pflege für das Lehramt an berufsbildenden Schulen (LBS)

• 12. Mai ist internationaler Tag der Pflegenden
• Möglichkeit zum Interview mit Prof. Dr. Bonse-Rohmann, Studiendekan der
Abteilung Pflege und Gesundheit an der Hochschule Hannover
• Neuer kooperativer Masterstudiengang mit der LUH schließt Lücke in der
Lehrerbildung für berufsbildende Schulen in der Pflege in der Region
Hannover

Der 12. Mai 2022 ist der internationale Tag der Pflegenden. An diesem
länderübergreifenden Aktionstag soll die Bedeutung der professionellen
Pflege für alle Menschen dieser Welt besonders gewürdigt werden.
Professionelle Pflege umfasst die eigenverantwortliche (interdisziplinäre)
Versorgung und Betreuung kranker, behinderter und sterbender Menschen. Sie
schließt zudem die Förderung der Gesundheit sowie die Verhütung von
Krankheiten ein. Die professionelle Ausbildung von Pflegefachkräften
bildet hier das Fundament einer adäquaten Versorgung von pflegebedürftigen
Menschen. Genau dort setzt die Hochschule Hannover (HsH) mit ihrem Angebot
an: vom ausbildungs- und berufsbegleitenden Studium hin zur kooperativen
Promotion. Bereits seit vielen Jahrzenten bietet die Fakultät V –
Diakonie, Gesundheit und Soziales der HsH Menschen die Möglichkeit zur
akademischen Pflegeausbildung.

Zum Wintersemester 2022/23 erweitert sich das Master-Angebot um einen
kooperativen Studiengang mit der Leibniz Universität Hannover (LUH): „LBS
Sprint – berufliche Fachrichtung Pflege“ mit dem Abschluss Master of
Education Lehramt an berufsbildenden Schulen für Fachbachelor – berufliche
Fachrichtung Pflege. „Dieser kooperative Masterstudiengang bietet
Studierenden nun auch in der Region Hannover erstmalig die Möglichkeit,
eine Laufbahn als Lehrkraft an berufsbildenden Schulen einzuschlagen“,
sagt Prof. Dr. Mathias Bonse-Rohmann, Studiendekan der Abteilung Pflege
und Gesundheit an der HsH. Die Kooperation mit der LUH führt deren
Kompetenzen und Erfahrungen der traditionellen Lehrerbildung für das
Lehramt an berufsbildenden Schulen mit dem Angebot der HsH, d.h. der neuen
beruflichen Fachrichtung Pflege (Pflegewissenschaft und Pflegedidaktik)
zusammen.

Anlässlich des Tags der Pflegenden lädt die HsH zum Gespräch mit Prof. Dr.
Mathias Bonse-Rohmann ein. Der Studiendekan und das Team „LBS-Sprint“
beleuchten die Relevanz der Pflege in unserer Gesellschaft und das neue
Studienangebot, das eine bestehende Lücke in der Region Hannover schließt.

Studiengänge in der Pflege an der HsH
- Pflege (Bachelor, ausbildungs-/berufsbegleitend)
- Bildungswissenschaften für Pflege- und Gesundheitsberufe (Master)
- Management für Pflege- und Gesundheitsberufe (Master)
- Lehramt an berufsbildenden Schulen für Fachbachelor – berufliche
Fachrichtung Pflege (Master)

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