Zum Hauptinhalt springen

Auto/Motor

Forschungsprojekt

Projekt prüft verkehrliche Auswirkungen von Forschungsvorhaben auf Testfeld Autonomes Fahren

Forschungsprojekt
Forschungsprojekt "bwirkt" FZI Forschungszentrum Informatik

Projektstart der Begleit- und Wirkungsforschung zum automatisierten Fahren
/ Wissenschaftler prüfen verkehrliche, technologische, gesellschaftliche
und rechtliche Auswirkungen / Handlungsempfehlungen an Politik,
Gesellschaft und Wirtschaft

Karlsruhe, 11.02.2019 – Seit der Inbetriebnahme des Testfelds Autonomes
Fahren Baden-Württemberg (TAF BW) im Mai vergangenen Jahres nutzen
Forschungsprojekte und -konsortien selbiges, um wertvolle Erkenntnisse für
die Entwicklung des automatisierten Fahrens unter Realbedingungen zu
erhalten. Doch welche Wirkungen auf Verkehr und Technologie haben die
Anwendungen auf dem Testfeld? Welche Bedeutung hat ein in den realen
Straßenverkehr integriertes Testfeld für die Gesellschaft? Welche
rechtlichen Fragestellungen ergeben sich aus der Entwicklung des
automatisierten Fahrens? Mit diesen Themen befasst sich das Projekt
„bwirkt“, eine zum Beginn des Jahres gestartete Forschungsinitiative, die
die Begleit- und Wirkungsforschung zum automatisierten und vernetzten
Fahren auf dem baden-württembergischen Testfeld genauer beleuchtet und aus
den Erkenntnissen Handlungsempfehlungen für Wissenschaft, Industrie und
Politik ableitet.

Als Koordinator von „bwirkt“ übernimmt das FZI Forschungszentrum
Informatik die Aufgabe, für die Begleit- und Wirkungsforschung ein
Evaluationskonzept zu entwickeln. Zudem wird das FZI technologische,
organisatorische und datenschutzrechtliche Aspekte des Testfelds
analysieren und bewerten. FZI-Vorstand Prof. Dr.-Ing. J. Marius Zöllner
erklärt: „Aus den daraus resultierenden Erkenntnissen werden wir
Forschungs- und Ausbaubedarfe ableiten und als zielgruppenspezifische
Empfehlungen in die Öffentlichkeit bringen.“ Mit der Evaluierung der
Testfeldforschung wird zudem ein Wissenstransfer in Richtung Politik,
Wirtschaft und Gesellschaft sichergestellt. Dafür führt das FZI gemeinsam
mit der e-mobil BW, die ebenso wie das Karlsruher Institut für Technologie
Teil des Projektkonsortiums ist, Statusseminare mit allen am Testfeld
beteiligten Akteuren durch. „Die Kombination der unterschiedlichen
Kompetenzen der Projektpartner und der bereits laufenden Projekte auf dem
Testfeld ermöglichen eine effiziente Koordinierung der
Forschungsaktivitäten des Landes Baden-Württemberg im Bereich des
Autonomen Fahrens.“, so Zöllner, der auch die Rolle des Sprechers des
Testfelds bekleidet.

„Wenn in Zukunft mehr und mehr autonome Fahrzeuge unterwegs sind, wirkt
sich das voraussichtlich auf das Verkehrsverhalten der Menschen und auf
den Straßenverkehr selbst aus. Diese Entwicklung müssen wir abschätzen und
darauf reagieren können“, sagt Dr. Martin Kagerbauer vom Institut für
Verkehrswesen, der das Projekt seitens des KIT leitet. „Deshalb
untersuchen wir anhand der laufenden Projekte auf dem Testfeld die Folgen
des automatisierten und vernetzten Fahrens für die Verkehrsnachfrage und
den Verkehrsfluss.“ Unter anderem wollen die Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler des IfV herausfinden, ob sich das automatisierte Fahren
auf die Zahl der Fahrten und Fahrtweiten auswirkt, ob sich die Fahrtziele
oder die Wahl der Verkehrsmittel verändern. Dazu nutzen sie die am IfV
entwickelte Software mobiTopp, mit der sich die Personen-Verkehrsnachfrage
simulieren lässt. Die Auswirkungen auf den Verkehrsfluss untersucht das
Team beispielsweise anhand der Daten der Sensoren des TAF BW zu
Abstandsverhalten, Kapazität und Zeitlücken. Dazu kommen weitere Messungen
auf dem TAF BW.

„Als Landesagentur für neue Mobilitätslösungen und Automotive Baden-
Württemberg werden wir gemeinsam mit unseren Forschungspartnern FZI und
KIT das TAF BW und die Projekte im Rahmen des Forschungsprogramms Smart
Mobility inhaltlich begleiten.  In diesem starken Netzwerk mit unseren
Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Hand können wir
eines der zentralen Zukunftsthemen der Mobilität voranbringen. Technologie
darf jedoch kein Selbstzweck sein, daher werden wir in bwirkt zu einem
frühen Zeitpunkt die zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer automatisierter
und vernetzter Mobilitätslösungen einbeziehen“, sagt Dr. Wolfgang Fischer,
Leiter der Projekt- und Clusteraktivitäten der Landesagentur für neue
Mobilitätslösungen und Automotive e-mobil BW GmbH. „Im Dialog werden die
unterschiedlichen Bedürfnisse und Anforderungen erfasst und
zielgruppengerechte Kommunikationsformate entwickelt.“ Im Rahmen des
Projektes wirken wir in verschiedenen Arbeitspaketen mit und kümmern uns
vor allem um die gesellschaftlichen Wirkungen sowie die
Öffentlichkeitsarbeit.

Das Projekt „Begleit- und Wirkungsforschung zum automatisierten und
vernetzten Fahren auf dem Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg (TAF
BW) mit Schwerpunkt auf verkehrlichen Wirkungen“ – kurz „bwirkt“ – hat
eine Laufzeit von 36 Monaten und endet am 31.12.2021. Es wird vom
Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg mit 300.000 Euro gefördert. Das
FZI Forschungszentrum Informatik übernimmt die Leitung des
Forschungsvorhabens und arbeitet in dem Projekt gemeinsam mit dem
Karlsruher Institut für Technologie und der Landesagentur für Neue
Mobilitätslösungen und Automotive Baden-Württemberg e-mobil BW.

Über das FZI Forschungszentrum Informatik

Das FZI Forschungszentrum Informatik mit Hauptsitz in Karlsruhe und
Außenstelle in Berlin ist eine gemeinnützige Einrichtung für Informatik-
Anwendungsforschung und Technologietransfer. Es bringt die neuesten
wissenschaftlichen Erkenntnisse der Informationstechnologie in Unternehmen
und öffentliche Einrichtungen und qualifiziert junge Menschen für eine
akademische und wirtschaftliche Karriere oder den Sprung in die
Selbstständigkeit. Betreut von Professoren verschiedener Fakultäten
entwickeln die Forschungsgruppen am FZI interdisziplinär für ihre
Auftraggeber Konzepte, Software-, Hardware- und Systemlösungen und setzen
die gefundenen Lösungen prototypisch um. Mit dem FZI House of Living Labs
steht eine einzigartige Forschungsumgebung für die Anwendungsforschung
bereit. Das FZI ist der Innovationspartner des Karlsruher Instituts für
Technologie (KIT).

  • Aufrufe: 557
lle Jahre wieder: Kleinkrafträder brauchen ab 1. März ein neues Versicherungskennzeichen. Foto: HUK-COBURG

Tipps für den Alltag Neues Outfit für Versicherungskennzeichen Stichtag: 1. März – Versicherungsschutz nur mit gültigem grünen Kennzeichen

lle Jahre wieder: Kleinkrafträder brauchen ab 1. März ein neues Versicherungskennzeichen. Foto: HUK-COBURG
lle Jahre wieder: Kleinkrafträder brauchen ab 1. März ein neues Versicherungskennzeichen. Foto: HUK-COBURG

Grün ist die Farbe des Jahres 2019: Ab 1. März müssen alle Kleinkrafträder statt einem blauen ein grünes Versicherungskennzeichen tragen. Ein korrektes Kennzeichen ist wichtig, denn ohne erlischt der Versicherungsschutz und man macht sich strafbar. Wer sein Kleinkraftrad erst aus der Garage holt, wenn es warm und sonnig ist, kann das Versicherungskennzeichen auch später kaufen. Die Prämienhöhe richtet sich nach dem tatsächlichen Nutzungszeitraum. Wer erst ab Mai fährt, zahlt nicht für zwölf sondern für zehn Monate, also bis zum Ende des laufenden Verkehrsjahrs. Wo es die Kennzeichen gibt? Direkt bei der Versicherung.

Die kleinen Verwandten der Motorräder sind nicht nur oft in Unfälle verwickelt, sie werden auch häufig gestohlen. Beides zeigt: Ein umfassender Versicherungsschutz ist nötig. Dies gilt insbesondere bei Personenschäden. Wird z.B. ein gut verdienender, junger Familienvater bei einem Verkehrsunfall durch die Schuld des Rollerfahrers schwer verletzt und behält bleibende Schäden, sind Entschädigungen in Millionenhöhe durchaus realistisch. Im Bereich der Kleinkrafträder bietet die HUK-COBURG eine Kfz-Haftpflichtversicherung mit 100 Millionen € Versicherungssumme für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ab 37 € und die Teilkasko-Versicherung mit 150 € Selbstbeteiligung ab 26 € an.

Zu den Fahrzeugen, die ein Versicherungskennzeichen führen müssen, gehören unter anderem Kleinkrafträder wie Mofas und Mopeds oder Roller, Leichtmofas, Segways  oder leichte Quads. Letztgenannte dürfen nicht mehr als 50 Kubikzentimeter Hubraum haben und nicht schneller als 45 Kilometer pro Stunde fahren.

Weniger bekannt ist, dass es Pedelecs gibt, die ein Versicherungskennzeichen tragen müssen: Die sogenannten S-Pedelecs. Bei diesen schnellen Pedelecs wird die Motorunterstützung erst bei einer Geschwindigkeit von 45 Kilometern pro Stunde abgeschaltet und die Leistung des Motors liegt bei 500 Watt. Hier bietet die HUK-COBURG eine Kfz-Haftpflichtversicherung mit 100 Millionen € Versicherungssumme für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ab 29 € und die Teilkasko-Versicherung mit 150 € Selbstbeteiligung bei Totalentwendung) ab 29 € an.

  • Aufrufe: 529
Zukünftig werden Filter Cubes III von MANN+HUMMEL am Stuttgarter Neckartor auch Stickstoffdioxid aus der Luft auffangen.

MANN+HUMMEL präsentiert Technologie zur Senkung der NO2-Belastung an vielbefahrenen Straßen

Zukünftig werden Filter Cubes III von MANN+HUMMEL am Stuttgarter Neckartor auch Stickstoffdioxid aus der Luft auffangen.Filter Cubes könnten Fahrverbote vermeiden

Der Filtrationsspezialist MANN+HUMMEL aus Ludwigsburg hat heute in seiner Firmenzentrale eine Technologie zur Reduzierung von Stickstoffdioxid (NO2) an belasteten Orten vorgestellt. Bereits seit Ende letzten Jahres werden Filter Cubes von MANN+HUMMEL zur Senkung der Feinstaubkonzentration wirkungsvoll am Stuttgarter Neckartor eingesetzt. Diese Technologie haben die Filterspezialisten nun optimiert und ein neu entwickeltes Kombifiltermedium integriert. Es fängt nicht nur Feinstaub, sondern auch NO2 aus der Luft auf. Die Innovation trägt zum Gesundheitsschutz von Menschen bei und könnte Fahrverbote in Innenstädten überflüssig machen. Die seit letztem Jahr am Stuttgarter Neckartor installierten Filter Cubes werden bis Sommer dieses Jahres auf die neue Technologie umgerüstet. Bis Ende 2019 kommen die weiterentwickelten Filter im Rahmen eines Pilotprojekts in Ludwigsburg zum Einsatz.

 

Weniger NO2 durch den Einsatz von Aktivkohle

Die neuentwickelten Kombifilter verfügen neben einer Filterlage für Partikel über zusätzliche Aktivkohlelagen, die NO2 adsorbieren. Dabei werden hochporöse Aktivkohle-Medien eingesetzt, die durch ihre große Oberfläche sehr effektiv NO2 aufnehmen. Die Technologie zeichnet sich durch einen besonders geringen Druckverlust aus. Dadurch reinigt sie die Luft effektiv bei sehr geringem Energieeinsatz. In den Filter Cubes sind neben den Kombifiltern Ventilatoren eingebaut, die Umgebungsluft anziehen. Der Filter bindet über 80 Prozent des NO2 und des Feinstaubs aus der angesaugten Luft.

Durch ein modulares System können - je nach Bedarf - mehrere Filter Cubes übereinander zu einer Filtersäule verbaut werden. Eine Filtersäule mit drei weiterentwickelten Filter Cubes reinigt 14.500 m³ Luft in der Stunde. Über eine Steuerungselektronik lässt sich der Betrieb der Filter bedarfsgerecht einstellen. Damit kann der Anwender optimal auf die aktuelle Luftqualität reagieren. Integrierte Sensoren erfassen Luft- und Wetterdaten, die in einer Cloud zusammengeführt und analysiert werden.

Werner Lieberherr, Vorsitzender der Geschäftsführung von MANN+HUMMEL, hebt die Bedeutung dieser Entwicklung hervor: „Bei MANN+HUMMEL als Filtrationsexperte mit fast 80 Jahren Erfahrung übertragen wir unsere Expertise auf neue Bereiche. Mit unserer Technologie zur Senkung der NO2- und Feinstaubbelastung können wir 40 Prozent der verkehrsbedingten Emissionen kompensieren. Auf diese Weise tragen wir zum Schutz der Anwohner bei und präsentieren zudem eine echte Alternative to Fahrverboten in Innenstädten.“

 

Feinstaubfilter am Stuttgarter Neckartor zeigen Wirkung

Im Rahmen eines Pilotprojekts von MANN+HUMMEL - gefördert vom Verkehrsministerium Baden-Württemberg und unterstützt von der Landeshauptstadt Stuttgart - sind seit Ende letzten Jahres 17 Filtersäulen am Stuttgarter Neckartor installiert. Die Messstelle am Stuttgarter Neckartor hatte bis 2017 wiederholt einen der drei Grenzwerte für Feinstaub (Zahl der Überschreitungen des PM10-Tagesmittelwertes) überschritten. Mit dem Pilotprojekt wird erprobt, ob durch den Einsatz der Technologie die Feinstaubbelastung vor Ort reduziert werden kann.

Die ersten Auswertungen des Projekts zeigen einen wesentlichen Beitrag der Filter Cubes von MANN+HUMMEL zur Reduzierung der Feinstaubbelastung. Sie senken die Partikelkonzentration vor Ort um 10 bis 30 Prozent. Das entspricht 40 Prozent aller Feinstaubpartikel, die von vorbeifahrenden Fahrzeugen verursacht werden. Diese entstehen mehrheitlich durch den Bremsvorgang oder Straßenabrieb - nur zu einem geringeren Teil durch Abgase.

Prof. Dr. Achim Dittler, Institutsleiter „Gas-Partikel-Systeme“ am Institut für Mechanische Verfahrenstechnik und Mechanik am Karlsruher Institut für Technologie, ist im Rahmen des Pilotprojekts am Stuttgarter Neckartor an Messungen und Auswertungen beteiligt. Er bekräftigt die ersten Ergebnisse: „Anhand zeitlich und räumlich hochaufgelöster Messungen lokaler Partikelgrößenverteilung und Partikelkonzentration, die wir im Rahmen einer Masterarbeit mit mobiler Feinstaubmesstechnik durchführen, können wir die Minderungswirkung der Feinstaubfresser-Säulen quantifizieren. Nach Auswertung erster Messungen können wir nachweisen, dass die Minderungswirkung von 30 Prozent im Nahbereich und über 10 Prozent in der Fläche erreicht wird.“

Die positiven Zwischenergebnisse der Feinstaubfiltration lassen sich analog auf die Wirksamkeit der Technologie zur Senkung der NO2-Konzentration übertragen. Das bestätigen Simulationsergebnisse eines unabhängigen Ingenieurbüros.

 

Filter Cubes am Neckartor sollen jetzt auch NO2 reduzieren

Bis Mitte dieses Jahres werden Filter Cubes am Stuttgarter Neckartor auf die neue Technologie umgerüstet. Zukünftig ausgestattet mit dem neu entwickelten Kombifiltermedium fangen sie nicht nur Feinstaub, sondern auch Stickstoffdioxid aus der Luft auf. MANN+HUMMEL erwartet so auch für Sticktoffdioxid eine Reduzierung von 10 bis 30 Prozent der lokalen Konzentration. Das entspricht 40 Prozent aller NO2- und Feinstaub-Emissionen, die von vorbeifahrenden Fahrzeugen verursacht werden. An der Messstelle am Stuttgarter Neckartor werden die Grenzwerte für NO2 bisher regelmäßig überschritten.

Christoph Erdmenger, Abteilungsleiter für Nachhaltige Mobilität im Verkehrsministerium Baden-Württemberg, bekräftigt das Vorhaben: „Wir freuen uns, dass inzwischen eine Stickstoffdioxidfilterung am Neckartor möglich erscheint. Um dies zu erreichen, haben wir diese und andere Versuche gerne unterstützt. Die Messwerte sind am Neckartor 2018 nicht nur beim Feinstaub, sondern auch bei Stickstoffdioxid stark gesunken. Wir sind optimistisch, mit einem weiteren Bündel an Maßnahmen die Messwerte in die Nähe des Grenzwertes zu senken. Dabei setzen wir maßgeblich auf den Beitrag der Stickstoffdioxidfilterung.“

 

Auch Ludwigsburg setzt auf Filter Cubes

Im dritten Quartal 2019 beginnt in Ludwigsburg ein Pilotprojekt, bei dem Filter Cubes mit Kombifiltern eingesetzt werden. Auf Basis eigener Berechnungen und einer Simulation eines unabhängigen Ingenieurbüros geht MANN+HUMMEL davon aus, dass 23 Filtersäulen die Schadstoffkonzentration an der Ludwigsburger Friedrichstraße nachweislich verbessern. An der dort angesiedelten Messstation wurden die Grenzwerte für Stickstoffdioxid in den letzten Jahren überschritten. Die Filterspezialisten erwarten eine Reduzierung von 10 bis 30 Prozent NO2 und Feinstaub. Das entspricht wiederum 40 Prozent aller Feinstaub- und NO2-Emissionen, die von vorbeifahrenden Fahrzeugen verursacht werden.

Oberbürgermeister Spec zeigt sich von dem Vorhaben überzeugt: „Wir verfolgen verschiedene Ansätze zur Verbesserung der Luftqualität und wollen Fahrverbote in Ludwigsburg vermeiden. Dazu haben wir für die gesamte Stadt ein Bündel an Maßnahmen im Rahmen des Bundes-Sofortprogramms ‚Saubere Luft‘ geschnürt. Darüber hinaus ist die Neuentwicklung von MANN+HUMMEL im Rahmen unseres Innovations-Netzwerks LivingLaB für uns von großer Bedeutung“, erklärt der OB und ergänzt: „Im Zuge der Wirtschaftsförderung unterstützen wir MANN+HUMMEL bei der Entwicklung neuer Umwelttechnologien bei Mess- und Filtrationsgeräten für Innenräume sowie hier im Außenbereich. Gleichzeitig sind wir aufgrund der bisherigen Simulationen überzeugt, dass wir eine zusätzliche Verbesserung der Luftqualität im belasteten Abschnitt der Friedrichstraße erreichen werden. Damit werden unsere Chancen, Fahrverbote unter allen Umständen zu vermeiden, noch größer.“

 

Weitere Informationen

Weltweit ist der Einsatz von Filtersäulen überall dort sinnvoll, wo Menschen besonderen Stickstoffdioxid- und Feinstaubbelastungen ausgesetzt sind. Das gilt zum Beispiel an Straßen mit hohem Verkehrsaufkommen und großen Kreuzungen. Weitere Einsatzmöglichkeiten könnten Bushaltestellen oder U-Bahnhöfe sein. Dafür entwickelt MANN+HUMMEL auch Filtrationskonzepte, die sich direkt in Bushaltestellen integrieren lassen oder in Form von Werbetafeln und Informationswänden aufgestellt werden können.

In den vergangenen Monaten hat MANN+HUMMEL bereits mobil und stationär einsetzbare Feinstaubfilter präsentiert. 17 Filter-Cube-Säulen sind seit Ende letzten Jahres am Stuttgarter Neckartor stationiert. Drei weitere sind in Ludwigsburg im Einsatz. Auch in Shanghai, Delhi und Bangalore (Indien) wurden Filter Cubes an belasteten Orten installiert.

Weitere Neuentwicklungen von MANN+HUMMEL wie ein Bremsstaubpartikelfilter und ein Feinstaubpartikelfilter verbessern die Emissionsbilanz von Fahrzeugen. Für den Innenraum von Fahrzeugen bietet MANN+HUMMEL schon seit langem hochentwickelte Kombifilter an, die Fahrzeuginsassen sowohl vor Partikeln als auch Gasen schützen. Jetzt überträgt das Unternehmen seine Kompetenz im Bereich Aktivkohle auf die Reduzierung von NO2 in der Umgebungsluft.

 

  • Aufrufe: 486

Sicher in den Winterurlaub: Nachdenken erspart Ärger · Autobeladen mit Sinn und Verstand · Geeignete Reifen für Eis und Schnee · Schneeketten nicht vergessen

Die Bilder sind noch ganz frisch: Nichts geht mehr. Die Alpenregion versinkt in Schneemassen. Menschen sind von der Außenwelt abgeschnitten, weil Straßen unpassierbar sind. Selbst als sie wieder befahrbar waren, ohne Winterreifen und Schneeketten war Autofahren unmöglich. Wer jetzt oder in den kommenden Wochen die Winterferien für einen Skiurlaub nutzt, sollte spätestens jetzt sein Auto winterfest machen. Bewusstes Packen kombiniert mit guter Bereifung und Schneeketten steigern, so die HUK-COBURG, die eigene Sicherheit und beugen Ärger vor.

Skier, Snowboards und Stöcke werden meist in einer Dachbox verstaut. Wie schwer die maximal beladen werden darf, lässt sich in der Betriebsanleitung des Fahrzeugs nachlesen. Unabhängig davon ist Dachkoffer nicht gleich Dachkoffer. Der eine fasst mehr, der andere weniger. Auch hier gibt es eine zulässige Maximalbeladung. Beladungsgrenzen sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Dachlasten können das Fahrverhalten eines Pkw ganz schnell beeinflussen.

Ebenso wichtig für das Fahrverhalten eines Autos ist die Einhaltung des zulässigen Gesamtgewichts. Außerdem gehören schwere Gepäckstücke immer in den Kofferraum. Am besten werden sie vor oder direkt auf der Hinterachse verstaut. Und natürlich dürfen in Kombis oder SUVs keine Gegenstände über die Rückenlehne hinausragen. Dieses Problem lässt sich aber mit einem Trenngitter oder –netz schnell in den Griff kriegen.

Die von der StVO (§ 22) geforderte Ladungssicherheit betrifft jedoch nicht nur große Gepäckstücke, auch lose Kleinigkeiten – zum Beispiel Handtaschen oder Handys – können sich bei Vollbremsungen in Wurfgeschosse verwandeln, die Insassen verletzen. Darum sollten selbst Kleinteile am besten im Handschuh- oder Seitentürfach deponiert werden.

An Winterreifen und Schneeketten denken
Wichtig für die Sicherheit sind natürlich auch die Reifen. Profil und Lauffläche eines Winterreifens sind so konstruiert, dass er bei Matsch und frischem oder schmelzendem Schnee bessere Fahreigenschaften als ein Sommerreifen hat. Beim Kauf in Deutschland genügt es auf ein Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) zu achten. Neu ist, dass Reifen mit der Kennzeichnung M+S nicht mehr in jedem Fall genügen. Und um als wintertauglich zu gelten, müssen sie bis zum 31. Dezember 2017 hergestellt worden sein. Diese Ausnahmeregelung hat bis zum 30. Dezember 2024 Bestand.

Auch wenn es hierzulande keine Winterreifenpflicht gibt, fordert die Straßenverkehrsordnung (§2 Absatz 3a der StVO) von Verkehrsteilnehmern, ihre „Ausrüstung an die Wetterverhältnisse anzupassen“. Mittlerweile hat der Gesetzgeber diese freie Formulierung auch konkretisiert: Autofahrer müssen bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte Winterreifen aufgezogen haben.

Im restlichen Europa gibt es keine einheitlichen Regelungen zur Winterreifenpflicht. Viele Länder fordern ebenfalls nur, dass die Bereifung den Witterungsverhältnissen entspricht. Doch selbst wo der Gesetzgeber – wie in der Schweiz – gar keine Winterreifen fordert, kann das Fehlen Konsequenzen haben. Wer deswegen den Verkehr behindert, dem droht eine Geldbuße. Kommt es zum Unfall, muss sogar mit einer erheblichen Mithaftung gerechnet werden.

Ab und an genügen selbst Winterreifen nicht, um auf verschneiten und vereisten Straßen vorwärts zu kommen. Gut, wer dann Schneeketten dabei hat. In den Alpenländern Österreich, Schweiz, Italien und Frankreich wird das Aufziehen von Schneeketten jeweils durch eigene Verkehrsschilder angeordnet. Wen die Polizei ohne erwischt, muss zahlen. Die Höhe der Bußgelder variiert. Besonders teuer kann es in Österreich werden. Hier können Zuwiderhandlungen mit Strafen bis zu 5.000 Euro geahndet werden.

  • Aufrufe: 329