Die Pkw-Maut wird kommen, für alle
Leergefegte Straßen in den Ferien? Freie Fahrt ohne Stau? Das war einmal. 26 Großbaustellen blockieren das Vorankommen in diesem Sommer. Das passiert nicht willkürlich. Es gibt Grund. Die Reparaturen sind Notreparaturen, Deutschlands Infrastruktur ist angeknackst. Milliarden müssen aufgebracht werden, nachdem Jahrzehnte nichts zum Erhalt getan wurde. In die Enge getrieben wagt die Politik den Tabubruch, auch, wenn Horst Seehofer den Maut-Vorschlag mit dem Satz vernebelt, Straßengebühr solle nur für Ausländer gelten. Das ist Unfug. Und die Kanzlerin, die so gerne alle ruhig halten will?
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Die Kraftstoffpreise sind laut aktueller ADAC Auswertung gegenüber der Vorwoche leicht gesunken, bewegen sich aber insgesamt auf recht stabilem Niveau. Für den Liter Super E10 muss im bundesweiten Schnitt 1,558 Euro bezahlt werden, für einen Liter Diesel 1,406 Euro. Das sind im Vergleich zur Vorwoche 0,7 Cent weniger bei Super E10 und 0,3 Cent weniger bei Diesel. Gerade in der Hauptreisezeit können Autofahrer durch konsequent preisbewusstes Tanken Einfluss auf den Markt nehmen und damit den eigenen Geldbeutel schonen.
Wenn sich ein Fahrer nicht ermitteln lässt, soll künftig immer der Autohalter für Temposünden haften. Darauf dringt der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt. An einzelnen Radarmessstellen betrage die Ausfallquote bis zu 40 Prozent, sagte er den Zeitungen der WAZ-Gruppe. "Fast jeder zweite Raser kommt mit irgendwelchen Ausreden davon", beklagte Wendt. Entweder seien die Fotos zu schlecht oder der Halter weigere sich, den tatsächlichen Fahrer zu nennen. "Wir wollen, dass die Halterhaftung in Deutschland eingeführt wird", sagte Wendt. Das sei bereits die Praxis in anderen EU-Staaten wie Frankreich, Irland, Griechenland, Niederlande, Österreich, Spanien, Portugal oder Ungarn. Von der nächsten Regierung erwartet Wendt eine Gesetzesänderung.