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Gesundheit

Gesichtschirurgie: Patienten, Ärzte und Studierende profitieren vom digitalen OP-Saal

Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am Universitätsklinikum Heidelberg setzt digitales OP-Management-System ein / Präzisere Operationsabläufe möglich / Wolfgang Marguerre spendet 250.000 Euro

Gerade in der Gesichtschirurgie arbeiten Ärzte mit Unmengen von Daten, um beispielsweise nach einem Unfall den Ursprungszustand des Patienten wieder herzustellen. Seit Kurzem werden den Chirurgen die großen Datenmengen mit Hilfe eines digitalen OP-Management-Systems gebündelt und bedienerfreundlich zugänglich gemacht. So haben sie die Möglichkeit, während einer Operation Bild- und Videodaten des Patienten zu laden und anzuschauen. Das ermöglicht einen präziseren Operationsablauf. Denn die Ärzte arbeiten hier mit Schichtbildern, diese können aus bis zu 500 Einzelbildern bestehen. Über große Multi-Touch-Bildschirme kann der Chirurg direkt vom Operationstisch auf diese Röntgenbilder zugreifen. Wolfgang Marguerre, der Heidelberger Unternehmer und CEO der Octapharma AG, einem der grössten Hersteller von Präparaten aus menschlichem Blutplasma, hat das digitale OP-Management-System durch eine Spende in Höhe von 250.000 Euro finanziert. „Wir sind der Firma Octapharma und Herrn Marguerre vor allem auch im Namen unserer Patienten für diese Unterstützung sehr dankbar“, sagt Professor Dr. Dr. Jürgen Hoffmann, Ärztlicher Direktor der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am Universitätsklinikum Heidelberg.

Virtuelle Gesichtsmodelle unterstützen die Ärzte während der OP

Durch die neue Technik können auch Operationen dokumentiert werden: Bilder beziehungsweise Videos werden über das Mikroskop, Endoskop oder die Kamera in der OP-Lampe aufgenommen. Das neue System ermöglicht vor allem komplexe Rekonstruktionen in der Tumor- und Unfallchirurgie: „Bei Tumorpatienten müssen wir beispielsweise den Unterkiefer erst entfernen und diesen anschließend durch körpereigenes Gewebe wiederherstellen. Auf dem Display, das aussieht wie ein Mega-iPad, können wir uns den aufgenommen Schädel des Patienten dreidimensional anzeigen lassen und ihn in alle Richtungen drehen“, erklärt Professor Hoffmann. In Form eines virtuellen Gesichtsmodells, das aus dem Bildmaterial des Patienten erstellt wurde, können sich die Chirurgen schon vorab das fertige Ergebnis anzeigen lassen.

Internationale Experten zeigen sich vom neuen Konferenzsystem begeistert

In der Fort- und Weiterbildung profitieren Ärzte und Studierende vom digitalen OP-Management-System. Sie lernen die Technik direkt im OP-Saal kennen oder der Eingriff wird per Videoschaltung in den nebenstehenden Konferenzraum übertragen. Jetzt fand ein international ausgerichteter Operationskurs statt, bei dem das neue Konferenzsystem bereits erfolgreich zum Einsatz kam. Hierbei wurde eine Rekonstruktion des Unterkiefers mittels eines Knochentransplantats durchgeführt. Die Gefäße des Transplantats wurden unter dem Mikroskop angeschlossen. Die Operateure trugen Headsets, um den zugeschalteten Teilnehmern die Abläufe erklären zu können. Die Ärzte konnten aufgrund der hochauflösenden Bilder die Operation sehr gut mitverfolgen und zeigten sich von der technischen Übertragung begeistert.

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang

Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der bedeutendsten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international renommierten biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung innovativer Diagnostik und Therapien sowie ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 12.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und engagieren sich in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 klinischen Fachabteilungen mit ca. 1.900 Betten werden jährlich rund 66.000 Patienten voll- bzw. teilstationär und mehr als 1.000.000 mal Patienten ambulant behandelt. Das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. Derzeit studieren ca. 3.500 angehende Ärztinnen und Ärzte in Heidelberg. www.klinikum.uni-heidelberg.de
Weitere Informationen finden Sie unter
Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie
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Mittel gegen Tränensäcke

Beim Kampf gegen Tränensäcke kommt es nicht nur darauf an, welches Mittel man aufträgt - sondern vor allem, wie man es tut. Hilfreich seien Substanzen, die das Kollagengewebe stärken und straffen, wie zum Beispiel Peptide oder Retinol, erläutert die Dermatologin Dr. Antje Söller im Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau".

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Diffus großzelliges B-Zell-Lymphom: Neue Broschüre informiert Patienten und Angehörige

Das diffus großzellige B-Zell-Lymphom ist eine bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems, an der in Deutschland jedes Jahr etwa 7.000 Menschen neu erkranken. Das Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V. (KML) hat eine ausführliche Informationsbroschüre zu diesem Krankheitsbild erstellt und informiert Patienten und ihre Angehörigen über den Ursprung, die Symptome und die leitliniengerechte Behandlung des diffus großzelligen B-Zell-Lymphoms. Hinweise auf Therapiestudien, referenzpathologische Institute und Selbsthilfegruppen runden die Broschüre ab, die kostenlos beim KML bestellt und unter http://www.lymphome.de angesehen werden kann.


Das diffus großzellige B-Zell-Lymphom (DLBCL) ist eine bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems, also jener Gefäße, Organe und Zellen, die für die spezifische Abwehr von Krankheitserregern zuständig sind. Da das DLBCL rasch voranschreitet und schon in frühen Krankheitsstadien Lymphomzellen im Organismus ausstreut, gehört es zu den aggressiven Lymphomen. Die sich schnell teilenden Zellen eines DLBCL reagieren jedoch sehr empfindlich auf Chemo-, Strahlen- und Immuntherapien mit monoklonalen Antikörpern, daher kann die Mehrheit der Patienten mit einem DLBCL heute geheilt werden. Die Behandlung sollte ausschließlich durch erfahrene Fachärzte für Hämatologie und Onkologie erfolgen.

Die neue KML-Broschüre möchte Patienten und Angehörige darin unterstützen, die Erkrankung richtig einordnen und die damit verbundenen Therapieentscheidungen gut informiert treffen zu können. Autor der Broschüre ist Prof. Dr. med. Michael Pfreundschuh (Homburg/Saar), der als Mitglied der Studienleitkommission der Deutschen Studiengruppe hochmaligne Non-Hodgkin-Lymphome (DSHNHL) auf die Behandlung des diffus großzelligen B-Zell-Lymphoms spezialisiert ist. Besonderer Dank gilt der Deutschen Leukämie- & Lymphom-Hilfe (DLH) für inhaltliche Anregungen sowie der Roche Pharma AG, die die Herstellung finanziell ermöglicht hat. Das Unternehmen hatte keinen Einfluss auf die Inhalte.

Bezugsadresse:

Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V., Uniklinik Köln, D-50924 Köln, Telefon +49 (0)221 478-96000, Fax: +49 (0)221 478-96001, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., Internet: http://www.lymphome.de

Ansprechpartnerin für die Presse und Fachvertreter:

Silke Hellmich, Information & Kommunikation, Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V., Tel.: +49 (0)221 478-96005, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Im Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V. (KML) haben sich deutschlandweit Wissenschaftler und Versorgungseinrichtungen zusammengeschlossen, die im Bereich der bösartigen Erkrankungen des lymphatischen Systems führend sind. Die Kooperation trägt dazu bei, die Kommunikation und den Wissenstransfer zwischen Wissenschaftlern, Ärzten und Betroffenen zu verbessern. Das Kompetenznetz Maligne Lymphome ist eines von inzwischen 21 Kompetenznetzen in der Medizin, die auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gegründet wurden.
Weitere Informationen finden Sie unter
- Internetportal des Kompetenznetzes Maligne Lymphome e.V.

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