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Gesundheit

Norovirus: Nach der Erkrankung noch zwei Tage zu Hause bleiben

Der Winter ist Hochsaison für Durchfallerreger

Berlin, Februar 2016 – Wenn es kalt ist, haben Noroviren Hochsaison: Fast die Hälfte der im vergangenen Jahr in Deutschland registrierten 89 000 Infektionen fiel auf die Monate Januar bis März. Dabei umfasst die Zahl nur Fälle, bei denen das Magen-Darm-Virus durch eine Laboruntersuchung nachgewiesen wurde. Die tatsächliche Fallzahl liegt um ein Vielfaches höher. Der wirksamste Schutz besteht in häufigem und sorgfältigem Händewaschen, so die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). Erkrankte sollten zudem zwei Tage über das Abklingen der Symptome hinaus zu Hause bleiben.


„Wenn Erkrankte zu früh wieder in Kontakt mit anderen Menschen treten, besteht ansonsten das Risiko, dass sich die Noroviren weiter ausbreiten“, erklärt Professor Dr. med. Andreas Stallmach, Direktor der Klinik für Innere Medizin IV am Universitätsklinikum Jena. Zudem gelte es, auch im Anschluss an eine Erkrankung auf sorgfältige Hygiene zu achten. „Der Körper scheidet die Viren noch über ein bis zwei Wochen aus“, so der Experte.

In den meisten Fällen sei es sinnvoll, zu Hause abzuwarten, bis Durchfall und Erbrechen vorbei sind. Da die Krankheit dem Körper Wasser und Elektrolyte entzieht, sollten Patienten viel trinken: verdünnte Säfte, Brühe oder gezuckerter Tee können die Verluste ausgleichen. Selten müssen Betroffene eine Infusion bekommen, um den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen. „Kinder unter fünf und ältere Menschen über 70 Jahren erkranken nicht nur häufiger, sondern oft auch schwerer als andere Altersgruppen“, betont Stallmach. Wenn Angehörige oder Pflegende feststellen, dass sich der Allgemeinzustand eines Patienten verschlechtert, sollten sie medizinische Hilfe suchen. Wichtig dabei: die Voranmeldung in der Klinik oder der Praxis. Denn dort breitet sich das Virus weiter aus und gefährdet andere. 2014 kam es laut Robert Koch-Institut in deutschen Kliniken zu 850 Norovirus-Ausbrüchen mit über 9000 Infektionen. „Für schwerkranke Patienten in Kliniken kann eine Norovirus-Infektion lebensbedrohlich sein. Deshalb müssen Erkrankte soweit möglich isoliert werden.“

Der Experte erklärt, welche Möglichkeiten es gibt, sich vor Noroviren zu schützen: „Das Wichtigste ist, sich möglichst von Erkrankten fern zu halten und separate Toiletten zu benutzen“, so Stallmach. Denn Noroviren sind hochansteckend. Stallmach: „Pflegende und Angehörige sollten beim Waschen von Kleidungsstücken und Handtüchern oder beim Toilettenputzen unbedingt Einmalhandschuhe nutzen.“ Damit beim Ausziehen der Handschuhe keine Erreger an die Hände gelangen, wenden Profis folgende Technik an: Zunächst zieht die eine Hand den Handschuh der anderen ab und hält diesen Locker in der Hand. Dann krempelt die freie Hand vom Arm her vorsichtig den zweiten Handschuh über den ersten. Anschließend wandern beide in den Müll.

Da Noroviren gegenüber vielen Desinfektionsmitteln unempfindlich sind, bleiben sie auch nach sorgfältigen Putzaktionen meist noch im Umlauf. Sie überstehen Temperaturen von minus 20 bis plus 60 Grad Celsius und halten sich nicht nur im Privathaushalt, sondern auch in Kitas, Senioreneinrichtungen und Kreuzfahrtschiffen äußerst hartnäckig. „Wir hoffen sehr auf die Impfstoffe, die derzeit in der Entwicklung sind und die zum Teil bereits in klinischen Studien getestet werden“, sagt DGVS-Experte Stallmach. Die Krankheitslast und die wirtschaftlichen Kosten, die das Norovirus verursacht, seien enorm und könnten durch einen wirksamen Impfstoff drastisch gesenkt werden.

Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) wurde 1913 als wissenschaftliche Fachgesellschaft zur Erforschung der Verdauungsorgane gegründet. Heute vereint sie mehr als 5000 Ärzte und Wissenschaftler aus der Gastroenterologie unter einem Dach. Die DGVS fördert sehr erfolgreich wissenschaftliche Projekte und Studien, veranstaltet Kongresse und Fortbildungen und unterstützt aktiv den wissenschaftlichen Nachwuchs. Ein besonderes Anliegen ist der DGVS die Entwicklung von Standards und Behandlungsleitlinien für die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der Verdauungsorgane – zum Wohle des Patienten.
Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.dgvs.de

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Neuer Vollzeit- und Teilzeitstudiengang Geriatrische Therapie, Rehabilitation und Pflege

Zum Sommersemester 2016 startet an der Hochschule Kempten der bundesweit einmalige Vollzeit- und Teilzeitstudiengang „Geriatrische Therapie, Rehabilitation und Pflege“ (Bachelor of Science). Es ist das erste Angebot aus dem neuen Studienfeld „Gesundheit und Generationen“. Die Bewerbung ist noch bis zum 29.02.2016 möglich. Zulassungsvoraussetzung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung in der Alten- oder Krankenpflege, Physio- oder Ergotherapie.


Der Studiengang richtet sich – anders als andernorts bestehenden Pflege- und Therapiestudiengänge – an Personen, die bereits über Fachkenntnisse und praktische Erfahrungen verfügen und sich sowohl auf akademischem Niveau weiterqualifizieren als auch im Bereich der Geriatrie spezialisieren möchten. Da der Studiengang insbesondere berufstätige Pflege- und Therapiefachkräfte anspricht, wird neben der regulären Vollzeit- auch eine weniger zeitintensive Teilzeitvariante angeboten.

Das Studium qualifiziert zur eigenständigen Übernahme besonders komplexer und anspruchsvoller Tätigkeiten in der Behandlung, Betreuung und Versorgung alter Menschen. Absolventinnen und Absolventen kommen im stationären, ambulanten oder kommunalen Bereich, aber auch im Beratungs- und Dienstleistungssektor zum Einsatz.

Prof. Dr. Veronika Schraut, selbst examinierte Altenpflegerin und seit September Koordinatorin dieses Studiengangs, hebt hervor: „Um eine nachhaltige und sektorenübergreifende Versorgung alter Menschen auch langfristig gewährleisten zu können, brauchen wir akademisch gebildete Fachkräfte, die komplexere Aufgaben übernehmen, aber auch über den Tellerrand ihrer eigenen Fachdisziplin hinausschauen können. Deshalb bilden wir die Berufsgruppen, die später in geriatrischen Kliniken und Pflegeeinrichtungen zusammenarbeiten werden, gemeinsam aus und schulen sie in der interdisziplinären Teamarbeit.“

Da die Studierenden bereits eine für das Studium relevante Berufsausbildung absolviert haben, verkürzt sich das Studium auf insgesamt fünf, im Teilzeitstudium auf acht Semester. „Wir bauen auf den bereits vorhandenen Grundlagen auf, die wir deshalb auf die Studiendauer anrechnen können. Das Studium ergänzt diese um ein breites Fächerspektrum, das auf die spezifischen Anforderungen alter Menschen und deren Lebensumfeld ausgerichtet ist“, erläutert Prof. Dr. Zacher, der den Studiengang maßgeblich entwickelt hat.

Zu den Studieninhalten zählen u. a. die geriatrische Krankheits- und Behandlungslehre, altersspezifische Pflege- und Therapiemethoden, ganzheitliche Versorgungskonzepte, Angehörigenarbeit, Palliative Care, technische Unterstützungssysteme, Projektmanagement sowie rechtliche und ökonomische Grundlagen.

Der neue Studiengang ist Teil des Studienfeldes „Gesundheit und Generationen“. Die Hochschule Kempten entwickelt in diesem Bereich innovative Studienangebote zur Ausbildung von Fachkräften, die für die Bewältigung des demografischen Wandels dringend benötigt werden, nicht zuletzt in der Gesundheitsregion Allgäu. Dank des Struktur- und Regionalisierungskonzepts des Bayerischen Wissenschaftsministeriums können diese nun umgesetzt werden.
Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.hs-kempten.de/geriatrie

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Universitäts KrebsCentrum Dresden startet Bewegungs- und Motivationsprogramm für Tumorpatienten

Am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden startet im Februar ein innovatives Bewegungs-Motivationsprogramm für Krebspatienten. Unter dem Titel „Aktiv in der Nachsorge“ bekommen Patienten nach ihrer Akutbehandlung Tipps, wie sie mehr Bewegung in ihren Alltag bringen können. Auch lernen sie in Kleingruppen unterschiedliche Sport- und Bewegungsangebote kennen. Mit diesem neuen Programm, das die medizinische Nachsorge nach einer Tumortherapie ergänzt, baut das Universitäts KrebsCentrum (UCC) sein Leistungsspektrum um die Tertiärprävention aus.


Körperliche Aktivitäten haben auch bei Krebspatienten nachweislich positive Effekte auf Körper und Psyche und werden deshalb von verschiedenen medizinischen Fachgesellschaften empfohlen. Das jetzt startende, anlässlich des morgigen Weltkrebstags erstmals der Öffentlichkeit präsentierte Programm des Präventions- und Bildungszentrums am UCC entstand in Kooperation mit dem „Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen“ (NCT) in Heidelberg, dessen einziger Partnerstandort das UCC seit dem vergangenen Jahr ist. Das Dresdner Bewegungs-Motivationsprogramm „Aktiv in der Nachsorge“ wird im Rahmen eines Pilotprojekts wissenschaftlich begleitet. Als Ergebnis entsteht ein Leitfaden, den Sportvereine und weitere Institutionen künftig nutzen können. Die in der Pilotphase startenden Kurse werden von der „Stiftung Hochschulmedizin Dresden“ finanziert.

Der diesjährige Weltkrebstag steht unter dem Motto „Wir können. Ich kann.“ Dadurch möchte die „Union for International Cancer Control“ (UICC) hervorheben, dass sich jeder im Kampf gegen den Krebs engagieren kann – egal ob als Einzelperson oder gemeinsam mit anderen Menschen. Die Deutsche Krebshilfe ruft anlässlich des Weltkrebstages 2016 dazu auf, die nach wie vor bestehenden Wissensdefizite über Krebs auszuräumen. Diesen Aspekt erweitert das Dresdner Universitäts KrebsCentrum, in dem es Patienten nach der Therapiephase über eine gesündere, krebsvermeidende Lebensweise aufklärt sowie sie dazu animiert und anleitet. „Diese Aktivitäten in der Phase der Krebsnachsorge wird für die Betroffenen immer wichtiger“, sagt Professor Gerhard Ehninger, geschäftsführender Direktor der UCC. „Denn verbesserte Früherkennungs- und Therapiemöglichkeiten haben die Wahrscheinlichkeit eines Wiederauftretens soweit verringert, dass nun die Lebensqualität nach der Behandlung eine wesentliche Rolle spielen.“ Ein wichtiger Aspekt sind hierbei körperliche Aktivitäten, denn sie zeigen wissenschaftlichen Studien zufolge positive Effekte auf Körper und Psyche. Der von verschiedenen Fachgesellschaften ausdrücklich empfohlene Rehabilitationssport ist deshalb auch für Krebspatienten eine gute Möglichkeit, im Anschluss an die Behandlung aktiv zu werden. Allerdings fällt es Betroffenen, die sich schon vor der Krebsdiagnose wenig bewegt haben, häufig schwer, sich nach der Tumortherapie regelmäßig zu bewegen. „Um diese Patientinnen und Patienten aktiv zu unterstützen, sind vor allem Strategien zur Förderung der Motivation wirksam. Deshalb tragen wir als Stiftung Hochschulmedizin einen Großteil der Kosten für das Programm ‚Aktiv in der Nachsorge‛“, sagt Professor Michael Meurer, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Hochschulmedizin Dresden.

‚Den inneren Schweinehund überwinden‘
„Da nehme ich doch schnell den Aufzug“, „nächste Woche kann ich ja auch noch zum Sportkurs gehen“, „spazieren im Winter ist doch auch nicht das Wahre“ – viele Menschen kennen solche Gedanken. Bei Krebspatienten kommen weitere Unsicherheiten hinzu: „Wie viel darf ich mich bewegen?“, „sollte ich mich nicht doch noch schonen?“ Genau hier möchte das Programm „Aktiv in der Nachsorge“ die Patienten unterstützen und gemeinsam ihnen individuelle Strategien für einen langfristig aktiveren Alltag entwickeln. Das jetzt startende Programm wurde in Kooperation mit der NCT-Arbeitsgruppe „Onkologische Sport- und Bewegungstherapie“ unter der Leitung von Dr. Joachim Wiskemann entwickelt. Sowohl in der Forschung zum Thema Bewegung und Krebs, aber auch in den Sport- und Bewegungsangeboten für Patienten ist das NCT deutschlandweit führend. Auf die langjährige Erfahrung auf dem Gebiet „Bewegung und Krebs“ des NCT konnte das Präventions- und Bildungszentrum des Dresdner UCC bei der Entwicklung von ‚Aktiv in der Nachsorge‘ zurückgreifen.

Projektziel ist ein nachhaltiges und wohnortnah nutzbares Programm
„‚Aktiv in der Nachsorge“ möchte Patientinnen und Patienten dabei unterstützen, einen aktiven Lebensstil zu entwickeln und diesen vor allem auch über die Dauer des Programms hinaus aufrechtzuerhalten. Diese Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Erfolgskriterium“, sagt Professor Ehninger. Ein weiteres wichtiges Ziel ist es, „Aktiv in der Nachsorge“ in die Breite zu tragen. Nach der Erprobungs- und Evaluierungsphase können andere Träger und Institutionen das Programm übernehmen. Auf diese Weise können mittelfristig Krebspatientinnen und -patienten diese Angebote auch wohnortnah wahrnehmen.

Wer kann teilnehmen?
Das Programm „Aktiv in der Nachsorge“ richtet sich an Personen, die ihre Krebstherapie bereits abgeschlossen haben, sich in der Nachsorge befinden und aus medizinischer Sicht bedenkenlos teilnehmen können. Weiterhin ist es vor allem für Menschen geeignet, denen es schwer fällt, regelmäßig körperlich aktiv zu sein beziehungsweise sich im Alltag zum Sport zu motivieren. Interessenten für das Programm können sich an das Team des Präventions- und Bildungszentrums wenden, das unter Telefon: 0351 458-7447 oder E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. erreichbar ist.

Veranstaltungen zu Bewegung und Sport informieren Patienten und Ärzte
Wer mehr zum Zusammenhang von Bewegung und Gesundheit bei Krebspatienten und zu „Aktiv in der Nachsorge“ erfahren möchte, dem bietet das UCC zwei Informationsveranstaltungen an:

- Für Ärzte und andere Interessenten aus dem Gesundheitsbereich findet die Veranstaltungsreihe „Krebs im Fokus“ am Mittwoch, dem 2. März 2016 im Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, Hörsaal Haus 19, von 17.30 bis 20.00 Uhr, statt. Das Thema lautet „Aktiv in der Nachsorge – Bewegung während und nach der Krebstherapie“.

- Ebenfalls ganz im Zeichen von körperlicher Bewegung steht der diesjährige „Tag der Selbsthilfe“, der sich an Krebspatienten, deren Angehörige und weitere Interessierte richtet. Diese Veranstaltung findet am Mittwoch, dem 16. März 2016, von 13.30 bis 16.00 Uhr, ebenfalls im Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, im Hörsaal von Haus 19 statt.

Die Stiftung Hochschulmedizin
Die Stiftung Hochschulmedizin Dresden wurde 2012 als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts errichtet. Ihr Ziel ist es, über die Grundversorgung hinausgehende Projekte der Krankenfürsorge, der medizinischen Forschung sowie der Aus- und Weiterbildung medizinischen Personals am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus und der Medizinischen Fakultät Dresden zu fördern. Ebenso leistet sie vielfältige Beiträge zur Volks- und Berufsbildung auf dem Gebiet der Medizin, insbesondere hinsichtlich der Arzt-Patienten-Kommunikation, der Prävention und des gesunden Alterns.
Zustiftungen an die Stiftung Hochschulmedizin Dresden helfen, das Stiftungskapital zu erhöhen und schaffen die Voraussetzungen für eine nachhaltige, generationenübergreifende Förderung. Mit Spenden werden aktuelle Projekte am Universitätsklinikum und der Medizinischen Fakultät gefördert. Kontakt über: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., Spendenkonto: Stiftung Hochschulmedizin Dresden, IBAN DE27 8505 0300 0221 0457 40, BIC OSDDDE81XXX, Ostsächsische Sparkasse Dresden.

Das Universitäts KrebsCentrum
Das UCC ist seit 2007 ein durch die Deutsche Krebshilfe ausgezeichnetes onkologisches Spitzenzentrum. Oberstes Ziel des Zentrums ist es, Patienten mit Tumorerkrankungen eine optimale Diagnostik, Behandlung und Nachsorge nach dem neuesten medizinischen Kenntnisstand anzubieten. Als onkologisches Spitzenzentrum steht das UCC für eine exzellente Krankenversorgung und Forschung. Mit seinem Präventions- und Bildungszentrum engagiert sich das Universitäts KrebsCentrum seit mehr als sechs Jahren für eine Stärkung des öffentlichen Bewusstseins für Krebserkrankungen und deren individuelle Vorbeugung. Mit Angeboten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene informiert es die Bevölkerung sachsenweit. Allein in den letzten sechs Jahren konnten mehr als 14.000 Kinder und Jugendliche in Sachsen mit Projekten des UCC erreicht werden.
Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.krebscentrum.de
http://www.stiftung-hochschulmedizin.de/
http://www.krebshilfe.de/wir-informieren/ueber-krebs/welt-krebstag02.html
(Website der Weltkrebsorganisation – UICC).

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Weltkrebstag 2016: “Wir können. Ich kann.“ Das gilt auch für die Leberzellkrebs-Früherkennung

Die steigende Zahl der Krebserkrankungen ist ein weltweites Problem. Aus diesem Grund beteiligen sich mehr als 770 Mitgliedsorganisationen aus über 155 Ländern am Weltkrebstag der Internationalen Vereinigung gegen Krebs (UICC) am 4. Februar. Von 2016 bis 2018 lautet das Motto: “Wir können. Ich kann.“ Das gilt auch für die Leberzellkrebs-Früherkennung: Weltweit sind Virusentzündungen der Leber der Hauptgrund für den Leberzellkrebs (HCC). Eine Behandlung dieser Ursache kann den Leberzellkrebs verhindern. Dafür ist eine rechtzeitige Diagnose der Virushepatitis notwendig.


„Wir können viele Lebererkrankungen inzwischen gut behandeln und zum Teil sogar heilen, aber nur, wenn sie frühzeitig diagnostiziert werden“, sagt Prof. Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung. Leberzellkrebs ist weltweit die zweithäufigste, krebsbedingte Todesursache und nimmt weltweit, in Europa und auch in Deutschland zu. Dieser Entwicklung kann durch die frühzeitige Entdeckung und Therapie der Leberzellkrebs-Ursachen entgegengewirkt werden. Den diesjährigen Weltkrebstag nimmt die Deutsche Leberstiftung zum Anlass, die Forderung nach einem Screening erneut zu betonen und auf die Wichtigkeit der Früherkennung von Lebererkrankungen hinzuweisen.

„Auch in Deutschland sollten mit Hilfe der üblichen Routineuntersuchungen bei vorhandenen Risikofaktoren die Leberwerte und das Vorhandensein von Hepatitisviren im Blut getestet werden“, fordert Prof. Manns und stellt fest: „Das ist in Frankreich bereits alltäglicher Standard.“ Zu den Risikogruppen für die Infektion mit einem Hepatitis-Virus zählen beispielsweise Menschen, die vor 1992 Bluttransfusionen oder Blutprodukte erhalten haben, denn bis zu diesem Jahr wurden Blutkonserven nicht auf das Hepatitis C-Virus getestet, Migranten aus Gebieten mit hoher Prävalenz der Virushepatitis und Menschen, die intravenös Drogen gebrauchen.

Neben der Virushepatitis kann auch die Fettleber, verursacht durch Übergewicht, Alkohol oder Diabetes mellitus, zum Leberzellkrebs führen.

“Wir können. Ich kann.“ Dieses Motto des Welt-Krebstages symbolisiert auch die Chancen, den betroffenen Menschen viel Leid und gleichzeitig dem Gesundheitswesen Kosten zu ersparen: Gibt es eine frühzeitige Diagnose, aufgrund der die ursächliche Erkrankung rechtzeitig therapiert und ein Leberzellkrebs verhindert werden kann, wird diesen Patienten viel Leiden erspart. Darüber hinaus können – so die Experteneinschätzung – für das Gesundheitswesen hohe Folgeausgaben vermieden werden.

10 Jahre Deutsche Leberstiftung

Die Deutsche Leberstiftung befasst sich mit der Leber, Lebererkrankungen und ihren Behandlungen. Sie hat das Ziel, die Patientenversorgung durch Forschungsförderung und eigene wissenschaftliche Projekte zu verbessern. Durch intensive Öffentlichkeitsarbeit steigert die Stiftung die öffentliche Wahrnehmung für Lebererkrankungen, damit diese früher erkannt und geheilt werden können. Die Deutsche Leberstiftung bietet außerdem Information und Beratung für Betroffene und Angehörige sowie für Ärzte und Apotheker in medizinischen Fragen. Diese Aufgaben erfüllt die Stiftung seit ihrer Gründung vor zehn Jahren sehr erfolgreich. Weitere Informationen: www.deutsche-leberstiftung.de.

BUCHTIPP: „Das Leber-Buch“ der Deutschen Leberstiftung informiert umfassend und allgemeinverständlich über die Leber, Lebererkrankungen, ihre Diagnosen und Therapien – jetzt in zweiter, aktualisierter Auflage! „Das Leber-Buch“ ist im Buchhandel erhältlich: ISBN 978-3-89993-642-1, € 16,95: http://www.deutsche-leberstiftung.de/Leber-Buch.

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