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Gesundheit

Biologen warnen: Zika-Epidemie auch in Deutschland möglich - Asiatische Tigermücke überträgt den Zika-Virus

Asiatische Tigermücke kann Zika Virus auch Deutschland übertragenBiologen haben darauf hingewiesen, dass die in Deutschland vorkommende asiatische Tigermücke auch das gefährliche Zika-Virus übertragen kann. Diese Art breite sich seit einigen Jahren in Deutschland aus. "Der Anteil dieser exotischen Mückenart ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen", sagte die Biologin Doreen Walther vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post".

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WELTKREBSTAG: Stiftung Männergesundheit reicht Petition für HPV-Impfung für Jungen ein

Die Begründung: Wenn Jungen von der Impfung ausgeschlossen sind, wird keine ausreichend hohe Durchimpfungsrate erreicht, um das HP-Virus auszurotten. Darüber hinaus stellt es aus Sicht der Stiftung Männergesundheit einen Verstoß gegen den im Grundgesetz verankerten Gleichheitssatz (Art. 3 Abs. 2 Grundgesetz) dar, wenn Jungen nicht dieselbe Möglichkeit wie Mädchen haben, ihr Risiko für HPV-assoziierte Krebserkrankungen durch eine Impfung zu senken.


Am 4. Februar ist Weltkrebstag. Langfristiges Ziel des Aktionstages ist es, weltweit die Zahl der Krebstoten zu senken. Um diesem Ziel näher zu kommen, rufen die Initiatoren zu konkreten, auch politischen Maßnahmen auf. Auf der Website http://www.worldcancerday.org heißt es: „It [the world cancer day] aims to save millions of preventable deaths each year by raising awareness and education about the disease, pressing governments and individuals across the world to take action.”

Die Stiftung Männergesundheit ist diesem Appell zum Weltkrebstag 2016 gefolgt und hat nun die Forderung, auch Jungen das Recht auf eine kostenfreie HPV-Impfung einzuräumen, an die deutsche Politik herangetragen. Am 27. Januar wurde eine entsprechende Petition eingereicht. „Die Impfung schützt nachweislich vor HPV-assoziierten Krebserkrankungen. Dazu zählen nicht nur der Gebärmutterhalskrebs, sondern auch das Peniskarzinon und Tumoren des Mund- und Rachenbereichs. Letztere sind gar nicht so selten und treffen vor allem Männer“, erklärt Prof. Theodor Klotz, wissenschaftlicher Vorstand der Stiftung und Hauptpetent.

Warum aber eine Petition?
Seit geraumer Zeit setzen sich viele Experten, darunter auch der deutsche Medizin-Nobelpreisträger Prof. Harald zur Hausen, massiv dafür ein, die derzeitige Stiko-Empfehlung auf Jungen auszuweiten. Bisheriges Hauptargument war aber ein rein medizinisches bzw. epidemiologisches: Nur bei einer ausreichend hohen Durchimp-fungsrate der Bevölkerung kann es gelingen, das HP-Virus auszurotten, aber diese Rate könne nicht erreicht werden, wenn 50% der Population per se vom Recht ausgeschlossen sind, sich kostenfrei gegen HPV impfen zu lassen. „Die Argumentation der Kollegen ist wissenschaftlich begründet und völlig plausibel. Trotzdem sind die Forderungen verhallt, weswegen wir uns nun entschieden haben, einen Gang höher zu schalten und eine Petition einzureichen“, erklärt Klotz. „Denn letztlich hat das Thema auch eine brisante politische Dimension: Die Tatsache, dass Jungen nicht die gleiche Möglichkeit wie Mädchen haben, ihr Risiko einer HPV-assoziierten Krebserkrankungen durch eine kostenfreie Impfung zu senken, ist ein klarer Verstoß gegen den im Grundgesetz verankerten Gleichheitssatz (Art. 3 Abs. 2 Grundgesetz). Hier möchten wir als Stiftung Männergesundheit den Finger in die Wunde legen und uns für die Rechte des Mannes einsetzen.“

Den Petitionstext finden Sie als pdf anbei.
 
Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.stiftung-maennergesundheit.de
Diese Mitteilung hat die folgenden Anhänge:
Text der Petition

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Mehr Impfen! Appell des Nobelpreisträgers Harald zur Hausen zum Weltkrebstag

Nobelpreisträger Harald zur HausenDer Krebsprävention eine Chance geben: Harald zur Hausen ruft dazu auf, die Impfung gegen krebserregende humane Papillomviren intensiver zu nutzen.

We can. I can. – das Motto des Weltkrebstags am 4. Februar erinnert daran: Jeder kann dazu beitragen, sein persönliches Krebsrisiko zu senken, etwa durch einen gesunden Lebensstil und durch die Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen. Eine weitere Möglichkeit, sich vor Krebs zu schützen, ist die Impfung gegen krebserregende humane Papillomviren (HPV). In Deutschland wird die HPV-Impfung für Mädchen im Alter zwischen 9 und 14 Jahren empfohlen. Der kürzlich erschienene Impfreport des Robert Koch-Instituts zeigt jedoch, dass hierzulande gerade mal 29 Prozent der 15-jährigen Mädchen den vollen Impfschutz haben.

Harald zur Hausen hat den Zusammenhang von Viren und Gebärmutterhalskrebs entdeckt und schuf mit seiner Forschung die Grundlage zur Entwicklung des HPV-Impfstoffs. Dafür wurde er 2008 mit dem Medizin-Nobelpreis ausgezeichnet. Der langjährige Vorstandsvorsitzende des Deutschen Krebsforschungszentrums appelliert an alle Deutschen, diese vielversprechende Möglichkeit der Krebsprävention intensiver zu nutzen.

Herr zur Hausen, in Deutschland ist nur etwa ein Drittel der Mädchen gegen HPV geimpft. Woran könnte das liegen?

Zur Hausen: Ein sehr trauriges Ergebnis! Die Hauptursache dafür ist sicherlich, dass Ärzte, medizinisches Personal und Gesundheitspolitiker, aber auch die Kinder und ihre Lehrer und Eltern nicht genügend über die sehr hohe Wirksamkeit und Sicherheit der HPV-Impfung informiert sind. So beobachten wir bei den Geimpften einen nahezu hundertprozentigen Schutz vor Infektion mit HPV 16 und 18, den häufigsten Krebserregern unter den Papillomviren. Bei anderen Impfungen, etwa gegen Hepatitisviren, kommt es dagegen in etwa fünf Prozent der Fälle zu Impfversagern.

Auf der anderen Seite ist die Impfung sehr sicher: Es ist nur eine Nebenwirkung auf etwa eine Million Impfdosen dokumentiert. Und dabei handelt es sich meist nicht um bedrohliche Symptome.

Gibt es bereits Zahlen zum Rückgang von Gebärmutterhalskrebs?

Zur Hausen: Weil es nach einer HPV-Infektion schätzungsweise 15 bis 30 Jahre dauert, bis eine Krebserkrankung festgestellt wird, ist es derzeit noch zu früh für statistisch gesicherte Aussagen zum Rückgang von Gebärmutterhalskrebs unter den Geimpften. Aber der signifikante Rückgang von Krebsvorstufen, aus denen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit Krebs entsteht, spricht eine deutliche Sprache.

Sie sind ein Wegbereiter der HPV-Impfung. Wie ist es für sie persönlich, wenn Sie von den niedrigen Impfquoten hierzulande lesen?

Zur Hausen: Ich muss wirklich sagen, das ärgert mich. Was mich noch mehr ärgert als die Verweigerung der Impfung durch Eltern und Kinder, ist die immer wieder beobachtete Ignoranz einiger Mediziner, die sich nicht hinreichend informiert haben. Man muss mal ganz dramatisch darauf hinweisen, was es bedeutet, die Impfung auszulassen: Heute erkranken etwa 6000 Frauen an Gebärmutterhalskrebs und ungefähr 2500 von ihnen sterben daran. Man kann also eine einfache Rechnung anstellen, wie es sich später auswirkt, wenn über die Hälfte der Mädchen nicht geimpft sind.

Wie könnte man den Impfschutz in Deutschland verbessern?

Zur Hausen: Neben einer kontinuierlichen Aufklärung halte ich Impfprogramme in Schulen für sinnvoll. Das machen uns beispielsweise die Briten und Australier vor, dort erreichen die Impfraten über 80 Prozent. Gerade wurde in Hessen ein Modellversuch gestartet, um zu erproben, ob das auch eine Option für Deutschland ist.

Am meisten könnten wir meiner Meinung nach erreichen, wenn auch bei uns die Jungs geimpft würden. Das ist eine geradezu zwingende Forderung, denn in nahezu allen Kulturen haben die jungen Männer mehr Sexualpartner als Frauen der gleichen Altersgruppe und sind damit die wichtigsten Verbreiter der Infektion. Ganz plakativ gesagt: Würden wir nur die Jungs impfen, würden wir wahrscheinlich mehr Fälle von Gebärmutterhalskrebs verhüten als mit der ausschließlichen Impfung der Mädchen!

Gibt es auch gute Nachrichten?

Zur Hausen: Mit den heutigen Impfstoffen gegen HPV16 und 18 lässt sich das Auftreten von Gebärmutterhalskrebs voraussichtlich um 70 Prozent reduzieren, wahrscheinlich sogar um 80 Prozent wegen der Kreuzimmunität. Ein Impfstoff, der gegen neun verschiedene krebserregende HPV-Typen gerichtet ist, wird derzeit klinisch erprobt und könnte vermutlich gegen mehr als 90 Prozent der Krebsfälle schützen. Ein anderes Unternehmen entwickelt sogar einen Impfstoff, der eine Komponente der Virushülle beinhaltet, die in fast allen HPV-Typen vorkommt und damit neben dem Krebsschutz auch Schutz vor vielerlei Warzen verspricht.


Modellierte Darstellung eines humanen Papillomvirus:
www.dkfz.de/de/presse/pressemitteilungen/2016/bilder/hpv.jpg

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes (KID) klären Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Heidelberg hat das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg eingerichtet, in dem vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik übertragen werden. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums ist ein wichtiger Beitrag, um die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.www.dkfz.de

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Gesundheit 2016: Die Leber freut sich über Bewegung und gesunde Ernährung

Viele Menschen hat schon nach dem Januar die Alltagsroutine eingeholt. Gute Vorsätze mit zu hoch gesteckten Zielen wurden frustriert über Bord geworfen. Doch bereits moderate Veränderungen in der Lebensweise schützen die Gesundheit – auch die der Leber.


Jetzt lächeln sie wieder von den Titelseiten der Magazine, die weiblichen und männlichen Fotomodelle mit Waschbrettbauch und Traummaßen. Verheißungsvoll getitelt mit "Einfach Schlank" oder "Traumfigur in sechs Wochen". Wer sich das zum Vorbild nimmt, ist schnell frustriert und verfällt in alte Gewohnheiten.

Dabei belegen viele aktuelle Studien, dass es die Bewegung ist, die vor chronischen Krankheiten schützt – weitgehend unabhängig davon, ob wir etwas zu viel auf die Waage bringen. Also: Nicht jede Frau muss aussehen wie ein Topmodel und nicht jeder Mann braucht einen Waschbrettbauch. Der Fokus sollte nicht auf einen superschlanken, unerreichbaren Traumkörper gelegt werden. Besser ist es, fit zu sein und nicht zu schlank, als untrainiert, schlapp und superdünn. Wichtig sind gesunde Ernährung und möglichst viel Bewegung. Diese Faktoren sind auch mitentscheidend für die Gesundheit eines der wichtigsten Organe: der Leber.

Das Risiko für die Entstehung einer Fettleber wird durch starkes Übergewicht und Bewegungsmangel erhöht. Auch wenn sich bereits eine Fettleber gebildet hat: „Durch Veränderung des Lebensstils kann sich eine Fettleber auch wieder zurückbilden, sodass eine Entzündung und in der Folge ein Leberzellkrebs vermieden werden kann“, sagt Prof. Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung.

Wichtig dafür ist eine frühzeitige Diagnose zum Beispiel im Rahmen eines Check-ups beim Hausarzt. Und auch dies gehört zu den guten Vorsätzen, die häufig ganz schnell wieder vergessen werden. Dazu Prof. Manns: „Erkrankungen der Leber werden oft zu spät erkannt. Wir empfehlen deshalb eine Bestimmung der "Leberwerte" im Blut. Die einfache Untersuchung hilft nicht nur, Lebererkrankungen zu erkennen, sondern auch Diabetes sowie Herz- und Gefäßkrankheiten. Besonders aussagekräftig ist dabei der GPT-Wert.“

Fazit: Jeder neue Tag bietet Chancen, mehr für die Gesundheit und körperliche Leistungsfähigkeit zu tun. Es ist wichtig, sich kleine, realistische Ziele zu setzen.

Übrigens: Der Tag für einen „Neustart“ zu mehr Fitness und Lebergesundheit muss nicht zwingend der erste Januar sein.

10 Jahre Deutsche Leberstiftung
Die Deutsche Leberstiftung befasst sich mit der Leber, Lebererkrankungen und ihren Behandlungen. Sie hat das Ziel, die Patientenversorgung durch Forschungsförderung und eigene wissenschaftliche Projekte zu verbessern. Durch intensive Öffentlichkeitsarbeit steigert die Stiftung die öffentliche Wahrnehmung für Lebererkrankungen, damit diese früher erkannt und geheilt werden können. Die Deutsche Leberstiftung bietet außerdem Information und Beratung für Betroffene und Angehörige sowie für Ärzte und Apotheker in medizinischen Fragen. Diese Aufgaben erfüllt die Stiftung seit ihrer Gründung vor zehn Jahren sehr erfolgreich. Weitere Informationen: www.deutsche-leberstiftung.de.

BUCHTIPP: „Das Leber-Buch“ der Deutschen Leberstiftung informiert umfassend und allgemeinverständlich über die Leber, Lebererkrankungen, ihre Diagnosen und Therapien – jetzt in zweiter, aktualisierter Auflage! „Das Leber-Buch“ ist im Buchhandel erhältlich: ISBN 978-3-89993-642-1, € 16,95: http://www.deutsche-leberstiftung.de/Leber-Buch.

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