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Gesundheit

"Prüfungsangst war gestern!" Gesundheitstag für Jedermann an der FHM Bamberg am 11. & 12. November

Die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) lädt am Campus Bamberg zum großen Gesundheitstag ein. Unter dem Motto "Prüfungsangst war gestern – Prüfungen durch Selbsthypnose bestehen" referieren am Donnerstag, den 12. November 2015 ab 9.00 Uhr Branchenexperten und -Insider in diversen Vorträgen zu unterschiedlichen Möglichkeiten, wie man seine Prüfungsangst grundlegend überwinden kann. Bereits am 11. November um 19 Uhr hält Prof. Dr. Thomas Loew einen allgemeinen Vortrag zum Thema „Was Sie schon immer über Hypnose wissen wollten“ als Auftakt des Gesundheitstags der FHM Bamberg. Die Veranstaltung richtet sich an Jedermann und bietet insbesondere auch Studierenden, Schülern und Schulklassen Möglichkeiten gegen ihre Prüfungsangst aktiv zu werden.

Schlaflosigkeit, flauer Magen, rasendes Herz: Die Symptome von Prüfungsangst sind vielfältig. Eigentlich alle Menschen, vor allem aber Studierende und Schüler, haben das Gefühl der unkontrollierten Nervosität vor Prüfungen schon oft genug erlebt. Einige leiden allerdings so stark, dass sie Prüfungen ganz meiden oder krank werden: Studierende oder Schüler mit Prüfungsangst haben es ungleich schwerer als Kommilitonen oder Mitschüler, die angstfrei Klausuren oder Klassenarbeiten schreiben können. Doch auch im Job kennen die meisten Menschen angsteinflößende Situationen – eine wichtige Präsentation oder Rede vor großen Publikum zu halten, ist für manche Menschen nahezu unmöglich. Der FHM-Gesundheitstag soll helfen!

Welche Behandlungsansätze und Hilfestellungen es in Deutschland aktuell gibt, stellen die Referenten beim FHM-Gesundheitstag in Kooperation mit der BKK Landesverband Bayern und der POLEA GmbH am 11. & 12. November 2015 am Campus Bamberg vor. In interaktiven Workshops können Interessierte einen Eindruck davon gewinnen, wie man zum Beispiel durch Selbsthypnose und andere Entspannungstechniken Angst kontrollieren kann und erfahren, welche Möglichkeiten es gibt, Angstzuständen im Vorfeld präventiv entgegenzuwirken.

Tagesübersicht und kostenfreie Anmeldung:

Die Teilnahme am Gesundheitstag ist kostenfrei, um vorherige Anmeldung unter www.fh-mittelstand.de/gesundheitstag wird jedoch gebeten.

Ort: Fachhochschule des Mittelstands (FHM), Pestalozzistraße 10, 96052 Bamberg

Termin 1) 11. November 2015, 19.00 Uhr – 22.00 Uhr

Vortrag: Was Sie schon immer über Hypnose wissen wollten…, Referent Prof. Dr. Thomas Loew

Termin 2) 12. November 2015, 9.00 Uhr – 16.00 Uhr

Workshoptag: „Prüfungsangst war gestern!“ / 6 Themen à 30 Minuten & Diskussion:

9.00 Uhr Work-Life Balance in der Prüfungsvorbereitung

10.00 Uhr Atmung entschleunigen

11.00 Uhr Balance durch funktionelle Entspannung

13.00 Uhr Control durch Mnemo-Techniken (Kognition)

14.00 Uhr Lernen im Schlaf!

15.00 Uhr Was Sie schon immer über Stress wissen wollten…

Alle Veranstaltungen können auch einzeln besucht werden.

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Tübinger Herzchirurgen implantieren modernstes Herzunterstützungssystem

Aufnahme aus dem Operationssaal: Das Ärzte-Team um Prof. Dr. med. Christian Schlensak (rechts) aus der Tübinger Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie mit Prof. Dr. med. Tobias Walker, Dr. med. David Schibilsky und dem Anästhesisten Dr. med. Leo Häberle   Weltweit neuste Technik zur Versorgung von Patienten mit Herzinsuffizienz


Herzchirurgen am Universitätsklinikum Tübingen haben als eine der ersten ein neuartiges Herzunterstützungssystem implantiert. Das neue HeartMate III, das seit der Zulassung erst sechsmal in Deutschland und erstmals in Süddeutschland zum Einsatz kam, bietet deutliche Verbesserungen für die Patienten. Es arbeitet besonders schonend für das Blut des Patienten, da die Zentrifugentechnik vollständig magnetisch gelagert ist. Darüber hinaus ist das System sehr viel kleiner und kompakter als das Vorgängermodell HeartMate II und kann somit schonender implantiert werden. Die kleine Pumpe unterstützt die Herzfunktion von Patienten mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz, die auf eine Herztransplantation warten, für eine solche nicht geeignet sind oder sich von einem Herzinfarkt erholen müssen.

Anders als bei Kunstherzen wird das menschliche Herz durch ein sogenanntes linksventrikuläres Unterstützungssystem (Left Ventricular Assist Device, LVAD) nicht ersetzt. Vielmehr unterstützen diese kleinen implantierbaren Geräte die Pumpfunktion des Herzens bei Patienten, deren Herz zu schwach ist, um das Blut aus eigener Kraft durch den Körper zu Pumpen. LVADs können für Patienten von Vorteil sein, die auf eine Transplantation warten; in diesem Fall spricht man von einer "Bridge-to-transplant-

Therapie" (Überbrückungstherapie). LVADs können aber auch als "Destination-Therapie" (Dauertherapie) bei Herzinsuffizienzpatienten angewandt werden, deren Herz noch jahrelang unterstützt werden muss, die jedoch für eine Transplantation nicht in Frage kommen.

Sitz und Funktionsweise des Herzunterstützungssystems

Die kleine Pumpe wird oberhalb des Zwerchfells unmittelbar neben dem Herzen des Patienten implantiert und mit der Aorta verbunden. Dort übernimmt es die Pumpfunktion des geschwächten linken Ventrikels (Herzkammer), der normalerweise die Aufgabe hat, sauerstoffreiches Blut aus der Lunge in den Körper zu pumpen. Dabei bleibt die natürliche Blutzirkulation erhalten, während das System zugleich die gesamte Energie liefert, die zum Transport des Blutes durch den Körper benötigt wird. Der Patient trägt außen am Körper eine Steuereinheit und das Batteriesystem, das die Pumpe mit Strom versorgt. Das LVAS HeartMate III kann bis zu 10 Liter Blut pro Minute pumpen.

Die neue weltweit modernste Herzpumpe ist das erste linksventrikuläre Unterstützungssystem (Left Ventricular Assist Device, LVAD) auf Zentrifugalpumpen-Basis, die eine Technologie nutzt, die den Rotor des Systems durch Magnetkräfte zum "Schweben" bringt. Diese Bauweise zielt darauf ab, eine Schädigung des durch die Pumpe strömenden Blutes zu vermeiden und die klinischen Ergebnisse zu verbessern. In Studien hat das Modell durch hohe Überlebensraten, substantielle Verbesserungen beim funktionellen Status, sehr niedrige Komplikationsraten und insbesondere durch das Ausbleiben jeglicher pumpenbedingter Thrombose-Ereignisse überzeugt. Das hochtechnisierte Gerät ist dennoch sehr kompakt und kann so besonders schonend für die Patienten implantiert werden. Das Team aus der Tübinger Universitätsklinik für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie konnte das Gerät am 20.10.2015 erfolgreich implantieren.

Weitere Informationen finden Sie unter
Universitätsklinikum Tübingen
Uniklinik für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie Tübingen

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Umweltzerstörung begünstigt Infektionskrankheiten - ZDF-Team begleitet Ulmer Forscher im Regenwald

SARS, HIV und Ebola: Der Mensch trägt mit seinem Verhalten offenbar zur Entstehung dieser und weiterer Infektionskrankheiten bei. Die Ursachen hierfür erforschen die Ulmer Biologen Prof. Simone Sommer und Prof. Marco Tschapka im mittelamerikanischen Regenwald. Bei ihrer Spurensuche in Panama hat sie ein ZDF-Kamerateam begleitet. Der Beitrag über Zoonosen, also Krankheiten, die vom Tier auf den Menschen überspringen, wird am Sonntag, den 8. November, um 14:50 Uhr in der Reihe planet e. ausgestrahlt.


Offenbar trägt der Mensch eine Mitverantwortung für Infektionskrankheiten wie Ebola, SARS und HIV/AIDS. Die Entstehung eben solcher „Zoonosen“, das sind Krankheiten, die von Tieren auf den Mensch übertragen werden, erforschen Professorin Simone Sommer und Professor Marco Tschapka vom Institut für Evolutionsökologie und Naturschutzgenomik der Universität Ulm. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit im Regenwald von Panama hat sie ein ZDF-Team begleitet. Am Sonntag, 8. November, werden erste Forschungsergebnisse in der Reihe planet e. (ZDF, 14:50 Uhr) vorgestellt.

Viren sind allgegenwärtige Bestandteile natürlicher Ökosysteme. Dabei sind die meisten Erreger auf kleine Tiergruppen beschränkt, die sie normalerweise kaum beeinträchtigen. Verschlechtern sich jedoch die Bedingungen, beispielsweise durch die Zerstörung der Lebensräume durch den Menschen, geraten die Tiere unter Stress: Ihr Immunsystem kann die Viren nicht mehr bekämpfen und somit treten verstärkt Krankheitssymptome auf. Bei starker Vermehrung der Erreger steigt auch die Mutationsrate. So wird es immer wahrscheinlicher, dass der Virus vom Tier auf den Menschen überspringt. Bekannte Beispiele solcher Zoonosen sind die Infektionskrankheiten AIDS – der Erreger ging vom Affen auf dem Menschen über – und Ebola, übertragen von Fledermäusen.

Die Ulmer Forscher untersuchen seit 2013 in einem interdisziplinären Projekt die komplexen ökologischen Beziehungen zwischen Veränderungen des Regenwaldes durch den Menschen und dem Gesundheitszustand von Kleinsäugern und Fledermäusen. Diese Gemeinschaften können als „Virenreservoirs“ eine wichtige Rolle für menschliche Infektionskrankheiten spielen.
Ihre Feldforschung haben die Ökologen rund um den Panamakanal anhand von Nagetieren, Opossums und Fledermäusen durchgeführt. Dabei kooperierten sie mit dem Smithsonian Tropical Research Institute und wurden durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert. „Eine besondere Herausforderung des Projektes bestand darin, unter den widrigen Umständen des Regenwaldes, mit Hitze, Schlamm und tropischen Regengüssen, einwandfrei saubere Blut- und Kotproben der Tiere zu konservieren“, erzählen Simone Sommer und Marco Tschapka. Diese Proben wurden dann in Speziallabors der Universitäten Ulm und Bonn analysiert. Dieses Projekt verdeutlicht auch das arten- und länderübergreifende Konzept „Ecohealth“ des Ulmer Instituts: Zwischen Biologie und Medizin untersuchen die Wissenschaftler, wie die Gesundheit von Mensch und Tier durch Umweltveränderungen beeinflusst wird.

„Erste Ergebnisse zeigen klare Zusammenhänge zwischen dem Infektionsgrad einzelner Tierarten und den jeweiligen Umweltbedingungen“, erklären die Biologen.
Der Schutz natürlicher Lebensräume sei also nicht nur wichtig für das Überleben der Tiere, sondern verhindere auch eine übermäßige Virenvermehrung und dadurch den erleichterten Übersprung von Erregern vom Tier auf den Menschen. Daraus folgt, dass Umweltschutz womöglich Infektionskrankheiten wie Ebola vermeiden hilft.

Das ZDF hat die Ulmer Forscher bei den Feldarbeiten in Panama begleitet und ihr speziell ausgestattetes Labor an der Universität Ulm besucht. Der Filmbeitrag wird am Sonntag, 8.11., um 14:50 Uhr im Rahmen der Reihe planet e. im ZDF gesendet.

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Mangelnde Schulreife nicht mit ADHS zu verwechseln

Früh eingeschulte Kinder erhalten häufiger eine ADHS-Diagnose ("Zappelphilipp-Syndrom") als ihre älteren Mitschüler. Die Gesundheitsökonomin Professorin Amélie Wuppermann von der Ludwig-Maximilians-Universität in München mahnt in der "Apotheken Umschau", genauer hinzuschauen: "Die Jüngeren sind natürlich quirliger. Das wird vermutlich aber als ADHS-Symptom missverstanden."

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