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Gesundheit

Stillen gehört zum Leben

Anlässlich der Weltstillwoche empfiehlt die Nationale Stillkommission am BfR Maßnahmen, um Müttern das Stillen in der Öffentlichkeit zu erleichtern


Muttermilch ist die beste Nahrung für Säuglinge: Sie ist gut verdaulich, enthält Abwehrstoffe, ist immer verfügbar, hygienisch einwandfrei, richtig temperiert und muss nicht zubereitet werden. Stillende Mütter sind daher unabhängig und könnten ihre Säuglinge jederzeit und an jedem Ort bei Bedarf stillen. Die Nationale Stillkommission am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt deswegen Maßnahmen, um die Akzeptanz des Stillens in der Öffentlichkeit zu erhöhen. Das Stillen sollte sowohl im beruflichen Umfeld als auch im täglichen Leben möglich sein.

Das diesjährige Motto der Weltstillwoche lautet „Stillen und Beruf - gemeinsam geht’s!". Stillen sollte für berufstätige Mütter kein Hindernis sein, ihrem Beruf nachzugehen. Auch sollte die Rückkehr in den Beruf kein Grund zum Abstillen sein. Die praktische Umsetzung ist allerdings nicht immer leicht. Das deutsche Mutterschutzgesetz gibt den rechtlichen Rahmen für den Schutz der stillenden Mütter am Arbeitsplatz vor. Der Gesetzgeber erkennt damit die besondere Schutzbedürftigkeit der berufstätigen stillenden Mutter und gleichzeitig auch die besondere Schutzwürdigkeit des Stillens an. Die Nationale Stillkommission hat praktische Hinweise zusammengefasst, wie Berufstätigkeit und Stillen miteinander vereinbart werden können.

Stillen und Berufstätigkeit
http://www.bfr.bund.de/cm/343/stillen_und_berufstaetigkeit.pdf

Mütter sollten ihre Säuglinge zu jeder Zeit an jedem Ort stillen können. Damit dies möglich ist, empfiehlt die Nationale Stillkommission, den Schutz des Stillens in der Öffentlichkeit zu verbessern und die öffentliche Akzeptanz durch Aufklärung und weitere Initiativen, wie zum Beispiel öffentliche Stillräume, zu fördern.

Stillen in der Öffentlichkeit sollte ungestört möglich sein
http://www.bfr.bund.de/cm/343/stillen-in-der-oeffentlichkeit-sollte-ungestoert-m...

Die Nationale Stillkommission wurde 1994 mit dem Ziel gegründet, die Entwicklung einer neuen Stillkultur in der Bundesrepublik Deutschland zu unterstützen und dazu beizutragen, dass Stillen zur normalen Ernährung für Säuglinge wird. Der Kommission gehören Mitglieder aus medizinischen Berufsverbänden und Organisationen an, die sich für die Förderung des Stillens in Deutschland einsetzen.

Weitere Informationen zur Arbeit der Nationalen Stillkommission sind auf der folgenden Website veröffentlicht:
http://www.bfr.bund.de/de/nationale_stillkommission-2404.html

Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftliche Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.

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4000 da Vinci® Operationen in Homburg in 9 Jahren - Studienergebnis unterstützt Homburger Konzept

In der Urologie des Universitätsklinikums des Saarlandes (UKS) in Homburg erfolgte im Sommer 2015 die 4000. minimal invasive da Vinci Operation. Neben der Prostataoperation werden Nierenteilentfernungen, Nierenentnahme zur Lebendspenden-Transplantation, aber auch die Entfernung der Harnblase mit Neuanlage einer künstlichen Blase aus Darm mit dem robotischen System durchgeführt. Homburg gehört zu den allerersten Kliniken, die in Deutschland ein roboterassistiertes OP-Programm initiiert haben und ist zugleich die Klinik mit dem derzeit breitesten Spektrum solcher Operationen.
In einer vergleichenden Untersuchung zur Prostataoperation (Offene Operation vs. da Vinci Operation) konnten in einer aktuell publizierten Arbeit die wesentlichen Vorteile dieser neuen Operations-Methode in Homburg gezeigt werden (Niklas u. Mitarbeiter Urologia Internat. 2015).

Diese Ergebnisse werden nun von den unabhängig erhobenen Daten einer Krankenkasse eindrucksvoll unterstützt: Auf der 67. Tagung der Deutschen Urologen in Hamburg wurden im September 2015 erstmals unabhängige Auswertungen der Krankenkasse zu den unterschiedlichen Operationsverfahren beim Prostatakarzinom vorgestellt. Prof. Dr. Jens-Uwe Stolzenburg, Universität Leipzig, stellte hierbei Ergebnisse nach über 20.000 Prostataentfernungen vor. Verglichen wurden die offene Schnittoperation mit der konventionellen Schlüsselloch-Methode (Laparoskopie) und der minimal-invasiven da Vinci Operation.

Bei der Operationssterblichkeit zeigte sich ein wesentlicher Vorteil für die roboterassistierte Operation mit 0,04 % im Vergleich zur offenen Operation mit 0,18 %.

Am ungünstigsten war der Verlauf nach laparoskopischem Vorgehen mit 0,21 %.

Bei den Komplikationsraten zeigten sich signifikante Vorteile für das da Vinci Verfahren sowohl bei der Gabe von Blutprodukten (12,36 % nach offener Operation; 2,57 % nach da Vinci Operation) als auch bei der Gesamt-Komplikationsrate (offen: 23,49 % vs. da Vinci: 11,96 %).

Für das Homburger Konzept der da Vinci Operationen konnten somit erstmalig auch in einer deutschlandweiten Vergleichsanalyse klare Vorteile dokumentiert werden. Die Homburger Klinik kann auf 9 Jahre Erfahrung und mehr als 4000 da Vinci Eingriffe zurückgreifen.

Standardisierte Ausbildungskonzepte (Juniorakademie, zertifizierte Ausbildungskurse der Deutschen und Europäischen Robotischen Urologischen Gesellschaft u.a.) mit Simulation und Doppelkonsole bieten nicht nur den Assistenten der Klinik, sondern auch Interessenten weit über die Klinik hinaus eine optimale Grundlage sich mit dem System vertraut zu machen.

Auf Grund der aktuellen Datenlage soll dieses Konzept weiter ausgebaut werden und die moderne minimal-invasive da Vinci Operations-Methode auch bei weiteren Indikationen geprüft werden.

Klinik für Urologie und Kinderurologie im Internet:
http://www.uks.eu/urologie

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1. Symposium Physiotherapie – Diagnostisches Screening und evidenzbasierte Therapie

München, 01. Oktober 2015. „Studierende fordern und fördern“ postulierte bereits der Gründungsvater der Hochschule Fresenius, Carl Remigius Fresenius. Dieses Leitbild gilt noch heute und so haben Studierende der Hochschule Fresenius und Schüler von DIE SCHULE für Berufe mit Zukunft in München das Symposium Physiotherapie ins Leben gerufen. Am 26. und 27. September stellten sie eigene Forschungsarbeiten vor und beschäftigten sich mit mehr als 200 Kommilitonen aus ganz Deutschland sowie zahlreichen Lehrenden und Professoren mit dem Thema der Erkennung und Behandlung von Störungen im Bereich des unteren Rückens und der motorischen Kontrolle.


Felippe Toledo ist Physiotherapeut, Lehrender und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Fresenius und zudem Initiator des Symposiums: „Unsere Studierenden haben so viele interessante Forschungsansätze, wir sollten sie dazu ermutigen, diese weiter zu verfolgen und mit anderen kritisch zu diskutieren.“ Toledo studierte in Brasilien, wo es üblich ist, dass bereits Bachelor-Studenten einmal jährlich ihre Forschungsarbeiten präsentieren. Er selbst stellte die Geschichte der Neurologie dar, indem er Wissenschaftlern, die einen wichtigen Beitrag für die Neurologie geleistet haben, ein Poster widmete und damit sogar das Interesse des schwedischen Nobelpreiskomitees weckte. Dieses stellte Bild- und Videomaterial zur Verfügung und will die Veranstaltung der Hochschule bei NobelMedia weltweit veröffentlichen.

Im Mittelpunkt des Symposiums standen das diagnostische Screening und die evidenzbasierte Therapie bei Rückenschmerzen in der muskuloskelettalen Physiotherapie. Das Programm wechselte zwischen Vorträgen, darauf aufbauenden Workshops und Poster-Präsentationen. Das Besondere: die Autoren waren überwiegend Schüler und Studierende.
So schilderte eine Studierendengruppe den Fall einer jungen Frau mit unspezifischen Schmerzen des unteren Rückens (Low Back Pain). Die physiotherapeutische Herangehensweise war unter den Teilnehmern weitestgehend bekannt. Wie würde aber ein Osteopath diagnostizieren, der oft in Konkurrenz zu den Physiotherapeuten gesehen wird? „Die Physiotherapie beleuchtet den Bewegungsapparat des Menschen, die Osteopathie sieht den Menschen ganzheitlich. Wo der Wirkungsbereich des einen endet, beginnt der des anderen“, so Frank Scheuchl, Studiendekan des Studiengangs Osteopathie in München, der sich für eine intensivere Zusammenarbeit ausspricht.

Schmerzbehandlung: Viele Wege, ein Ziel
Low Back Pain hat ebenso viele Ursachen (Traumata, Erkrankungen, Fehlbildungen, Überbelastung und vieles mehr) wie Behandlungsmöglichkeiten. So beschäftigten sich die Studierenden Anina-Sophie Dorland und Paula Steiner mit myofaszialen Dysfunktionen. „Faszien sind faseriges Bindegewebe, das die Muskulatur aber auch Organe und Sehnen umhüllt und Schutz gibt. Sie durchlaufen den gesamten Körper, geben Form und Schutz, stabilisieren und leiten Kräfte aber auch Informationen weiter und gelten deswegen als das siebte Sinnesorgan“, so Dorland. Der darauf aufbauende Workshop vermittelte den Schülern und Studierenden mithilfe von BlackRoll® die Technik einer selbstgesteuerten Faszienentspannung.

Die Manuelle Therapie begegnet Low Back Pain mit der Manipulation oder der Mobilisation. Hierzu fanden Studierende heraus, dass die Manipulation schneller wirksam wird als die Mobilisation, um Einschränkungen des Bewegungsapparats zu beheben. Manipulation ist eine schnelle, kurze therapeutische Krafteinwirkung, die der Patient nicht kontrollieren kann, auch als „Einrenken“ bekannt. Die ebenfalls therapeutische, aber geringere Krafteinwirkung, die durch die Mobilisation erfolgt, kann der Patient kontrollieren.

Motorische Kontrolle
Auch computergestützte Therapieansätze finden Einzug in die wissenschaftliche Debatte. Mit Virtual Reality Systems lassen sich nachweislich motorische Fähigkeiten verbessern. Der ValedoMotion optimiert mit auf der Wirbelsäule angebrachten Sensoren sowohl die Bewegungskontrolle als auch das Bewegungsbewusstsein des Patienten. Über die Sensoren steuert dieser mit der Becken- und Rückenmuskulatur eine virtuelle Spielwelt und bekommt so unmittelbar ein Feedback.

Der Verlust von motorischer Kontrolle hat viele verschiedene Ursachen. Neurodegenerative Erkrankungen wie Multiple Sklerose oder Morbus Parkinson sind nur zwei Beispiele. In beiden Fällen hat sich die Physiotherapie zusätzlich und neben medikamentösen Behandlungen bewährt, wie die Schüler und Studierenden in verschiedenen wissenschaftlichen Präsentationen darstellten.

Welche Mechanismen im Gesundheitswesen wirken, welche Rolle Gesellschaft, Politik und Ökonomie dabei spielen, schilderte Prof. Dr. med. Markus Stoffel vom Fachbereich Gesundheit & Soziales in einem gemeinsamen Vortrag mit Prof. Dr. rer. pol. Andreas Beivers vom Fachbereich Wirtschaft & Medien. Zudem gaben sie einen Ausblick, wie sich das deutsche Gesundheitswesen in den nächsten Jahren entwickeln wird: Die beiden Gesundheitsökonomen sehen vor allem in der Verarbeitung der stetig steigenden Datenmengen die größte Herausforderung für die angehenden Mitarbeiter des Gesundheitssystems. Auch das könne ein spannendes Forschungsthema sein. „Unser Ziel war es, unsere Schüler und Studierenden für wissenschaftliches Arbeiten zu begeistern. Das haben wir geschafft, das nächste Symposium ist bereits in Planung“, freut sich Holger Korte, Prodekan des Fachbereichs Gesundheit & Soziales am Standort München.
Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.hs-fresenius.de

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Neuer Studiengang in Public Health für Berlin

Die Berlin School of Public Health (BSPH) richtet einen neuen Studiengang ein: den zweijährigen Master of Science in Public Health. Ziel ist es, dem gestiegenen Bedarf an akademisch qualifiziertem Personal für die Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung zu begegnen. Dazu gehören beispielsweise Führungskräfte im Gesundheitswesen, in der Planung von Prävention und Gesundheitsförderung und bei der Weiterentwicklung des Gesundheitssystems. Die Mitglieder der BSPH haben jetzt das Konzept für die Struktur und die Ausrichtung des neuen Studiengangs verabschiedet.


„Public Health ist ein Bereich von zunehmender gesamtgesellschaftlicher Bedeutung, weshalb auch der Einrichtung und Weiterentwicklung von Studien- und Ausbildungsangeboten auf diesem Gebiet eine besondere Relevanz zukommt“, sagt Prof. Dr. Reinhard Busse, Sprecher des BSPH-Direktoriums. „Das Besondere an dem neuen Studiengang ist, dass er als konsekutiver, hochschulübergreifender Master von allen drei Einrichtungen angeboten wird. Nun müssen wir mit der Senatsverwaltung noch die Finanzierung endgültig klären, dann können wir zum Wintersemester 2016/17 loslegen“, fügt Prof. Dr. Axel Radlach Pries, Dekan der Charité und Vorsitzender der Mitgliederversammlung der BSPH hinzu.

Public Health erarbeitet Lösungsansätze für die Verbesserung der gesamtgesellschaftlichen Gesundheit. Demographische Veränderungen mit einer älter werdenden Bevölkerung, sichtbare und zum Teil zunehmende soziale Ungleichheit in der Gesundheit und Versorgung, sowie technologische Innovationen erfordern interdisziplinäre Herangehensweisen.

Die Berlin School of Public Health ist im Frühjahr diesen Jahres in Trägerschaft von Charité – Universitätsmedizin Berlin, Technischer Universität Berlin und der Alice Salomon Hochschule neu konstituiert worden. Ziel ist es, gemeinsam ein national und international führendes Public Health-Zentrum zu etablieren. Neben den drei Kooperationspartnern sind die Humboldt-Universität zu Berlin und die Freie Universität Berlin an den Planungen mit beteiligt.
Weitere Informationen finden Sie unter
http://bsph.charite.de/

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