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Gesundheit

Herzstiftung warnt bei Herzschwäche vor fehlerhafter Medikamenteneinnahme

Kostenfreier Medikamenten-Pass für Menschen mit Herzschwäche


Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 386.000 Patienten mit Herzschwäche in eine Klinik eingewiesen, weil sich ihre Erkrankung verschlimmert hat. Da sehr häufig Fehler bei der Medikamenteneinnahme Auslöser dieser Verschlimmerung sind, bietet die Deutsche Herzstiftung einen kostenfreien Medikamenten-Pass speziell für Menschen mit Herzschwäche unter www.herzstiftung.de/medikamenten-pass oder telefonisch unter 069 955128-400 an. Der Pass erleichtert es den Betroffenen, Fehler bei der Medikamenteneinnahme zu vermeiden.

Lebensbedrohliche Verschlechterung vermeiden
„Bei chronischer Herzschwäche ist eine korrekte Einnahme der Medikamente besonders wichtig, weil diese den geschwächten Herzmuskel entlasten und das Herz vor Stresshormonen schützen. Setzen Betroffene eigenmächtig ihre Medikamente ab oder versäumen mehrmals die Tabletteneinnahme, laufen sie Gefahr, sich in eine lebensbedrohliche Verschlechterung der Herzschwäche hineinzumanövrieren“, warnt Prof. Dr. med. Thomas Eschenhagen vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung, Direktor des Instituts für Experimentelle Pharmakologie und Toxikologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

Sieben Herzstiftungs-Tipps für Herzschwächepatienten
Neben der korrekten Einnahme der Medikamente können Herzschwächepatienten noch viel mehr für ihr Herz tun, indem sie z. B. bei stabiler Herzschwäche maßvolles Ausdauertraining betreiben, beim Essen auf eine begrenzte Kochsalzzufuhr achten und ihr Gewicht täglich kontrollieren, wenn eine Tendenz zur Flüssigkeitsansammlung besteht. Was Menschen mit Herzschwäche zum Schutz vor einer Verschlimmerung der Herzschwäche unbedingt beachten sollten, lässt sich in den sieben Experten-Tipps unter www.herzstiftung.de/Herzschwaeche-Klinik-Aufenthalte-verhindern.html nachlesen.

Der kostenfreie Medikamenten-Pass für Patienten mit Herzschwäche ist erhältlich unter www.herzstiftung.de/medikamenten-pass oder tel. unter 069 955128-400.

Hinweis für Redaktionen:
Download von Bildmaterial unter:
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Gerne schicken wir Ihnen ein Rezensionsexemplar im Printformat. (Collage: Deutsche Herzstiftung/Ulrike Eberius).

Zum Europ. Tag der Herzschwäche (8.-10. Mai), finden bundesweit Vortragsveranstaltungen für Patienten, Angehörige und Interessierte unter Beteiligung der Deutschen Herzstiftung statt. Die Termine sind in der Rubrik „Termine“ unter www.herzstiftung.de veröffentlicht. Die Aktionstage werden in Deutschland vom Kompetenznetz Herzinsuffizienz (KNHI) koordiniert. Die Deutsche Herzstiftung ist Partner der Aufklärungsaktion.

SCHWEINFURT: Donnerstag, 07.05.15, 18-19.30 Uhr, Leopoldina Krankenhaus / MÜNSTER: Donnerstag, 07.05.15, 19-20.30 Uhr, Uniklinikum Münster / SINDELFINGEN: Freitag, 08.05.15, 14-15.30 Uhr, Klinikum Sindelfingen / GÖTTINGEN: Freitag, 08.05.15, 14.30-17 Uhr, Universitätsmedizin Göttingen / ESSEN: Freitag, 08.05.15, 15-17 Uhr, Uniklinik Essen / FREIBURG: Samstag, 09.05.15, 10-16 Uhr, Universitäts-Herzzentrum Freiburg-Bad Krozingen / NÜRNBERG: Samstag, 09.05.15, 10-15 Uhr, Klinikum und CardioNet Noris / WÜRZBURG: Samstag, 09.05.15, 10-16 Uhr, Dt. Zentrum für Herzinsuffizienz (Zentrum für Innere Medizin / MÜNCHEN: Mittwoch, 27.05.15, 16-19 Uhr, Deutsches Herzzentrum München

Informationen:
Deutsche Herzstiftung e.V.
Pressestelle:
Michael Wichert/Pierre König
Tel. 069/955128-114/-140
Fax: 069/955128-345
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein./
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
www.herzstiftung.de
Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.herzstiftung.de/medikamenten-pass
http://www.herzstiftung.de/Herzschwaeche-Klinik-Aufenthalte-verhindern.html

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Faule Eier gegen das Rauchen

RaucherRaucher, die während des Schlafs im Labor gleichzeitig Zigarettenqualm und das Aroma fauler Eier einatmen mussten, verringerten in den folgenden Tagen ihren Nikotinkonsum um bis zu ein Drittel. Das berichtet die "Apotheken Umschau" unter Berufung auf Wissenschaftler des Weizmann-Instituts in Rehovot (Israel).

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Frauen sind anders zuckerkrank

Das Geschlecht spielt eine oft eine entscheidende Rolle bei Krankheiten, und zwar nicht nur, wenn typische männliche oder weibliche Organe betroffen sind. Das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber" zählt in seiner jüngsten Ausgabe mehrere Aspekte auf, in denen sich die Zuckerkrankheit bei Männern und Frauen unterscheiden kann.

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Neue Studienambulanz für Diabetesforschung am Universitätsklinikum Heidelberg

Nicht nur Blutzuckereinstellung ist wichtig: Welche Stoffwechselvorgänge verursachen Volkskrankheit Diabetes mellitus und seine Spätschäden? / Teilnehmer für drei Diabetes-Studien gesucht


Eine neue Studienambulanz für Diabetesforschung am Universitätsklinikum Heidelberg soll dazu beitragen, Entstehung und Verlauf der Volkskrankheit Diabetes mellitus und ihrer Folgeerkrankungen besser zu verstehen. Im Rahmen von Langzeitstudien untersuchen die Ärzte Patienten in verschiedenen Stadien (Prä-Diabetes, neu entdeckter Diabetes, langjähriger Diabetes) im Hinblick auf mögliche Spätschäden wie Herzinfarkt, Schlaganfälle, Erblindung und Nervenerkrankungen. Bisher wurde vermutet, dass eine gute Blutzuckereinstellung diese Folgeerkrankungen vermindert. Studien konnten dies jedoch nicht belegen. Deshalb wollen die Forscher untersuchen, welche Stoffwechselvorgänge die Spätschäden verursachen.

Für drei Hauptstudien werden noch Teilnehmer gesucht. Diese sollten mindestens 18 Jahre alt sein, eine Überweisung ist nicht notwendig. Die Teilnehmer werden umfassend klinisch untersucht und beraten und erhalten eine Aufwandsentschädigung. Der behandelnde niedergelassene Arzt bekommt einen ausführlichen Befundbericht.

Diabetes mellitus immer noch nicht richtig verstanden

„Wir haben den Diabetes mellitus immer noch nicht richtig verstanden“, sagt Dr. Stefan Kopf, Oberarzt an der Universitätsklinik für Endokrinologie, Stoffwechsel und Klinische Chemie. Der Leiter der Studienambulanz für Diabetesforschung, die mit dem Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD) und dem Deutschen Diabetes Zentrum (DDZ) in Düsseldorf kooperiert, erklärt, dass das Problem in der Dogmatisierung des Surrogatparameters HbA1c liegt. Surrogatparameter sind Laborwerte, die nur einen indirekten Rückschluss auf Stoffwechselprozesse liefern, aber keinen direkten Zusammenhang mit den eigentlichen Erkrankungen haben. Dieser HbA1c-Wert wird in der ärztlichen Praxis verwendet, um den Verlauf des Diabetes mellitus zu verfolgen und die Behandlung darauf abzustimmen.

Durch die ersten Ergebnisse der großen klinischen Studien Ende der 70er Jahre wurde klar, dass hohe Blutzuckerwerte und ein hoher HbA1c-Wert schlecht für die betroffenen Patienten sind und daher behandelt werden müssen. Nachbeobachtungen zeigten jedoch, dass die Blutzuckereinstellung beziehungsweise der HbA1c-Wert nur etwa 11 Prozent aller Spätschäden erklärt. Eine weitere Studie, bei der es um eine aggressive Blutzuckersenkung ging, musste abgebrochen werden, da hier vermehrt Patienten gestorben sind.

„Typische Diabetes-Spätschäden entstehen auch dann, wenn der Blutzucker nicht erhöht wird – das zeigen weitere Ergebnisse aus der Grundlagenforschung. Die Definition der Diagnose Diabetes mellitus kann daher nicht allein über einen erhöhten Blutzucker gestellt werden. Hier spielen spezielle Moleküle - sogenannte reaktive Metabolite - eine Rolle, die in verschiedene Stoffwechselmechanismen eingreifen und somit zu Spätschäden führen“, erklärt Dr. Stefan Kopf.

Für folgende Studien werden zurzeit noch Teilnehmer gesucht:

Prä-Diabetes-

Interventionsstudie (PLIS)

An dieser Studie können Patienten mit Prä-Diabetes teilnehmen – also mit Übergewicht und überhöhten Blutzuckerwerten zwischen 100-125 mg/dl. Die Lebensstil-Interventionsstudie beinhaltet eine ausführliche klinische Untersuchung, eine Kernspintomographie um den Interventionserfolg zu verfolgen, sowie eine Ernährungs- und Bewegungsberatung. Die Studie ist für einen Zeitraum von drei Jahren ausgelegt, mit dem Ziel die Entstehung eines manifesten Diabetes zu verhindern.

Deutsche Diabetes Studie (DDS)

Patienten mit neu entdecktem Diabetes mellitus (Typ 1und 2) können an dieser Studie teilnehmen. Der Zeitraum erstreckt sich hier über 10 Jahre. Patienten erhalten neben einer ausführlichen klinischen Untersuchung auch eine Kernspintomographie. Ziel dieser Studie ist es, die Entstehung von Diabetes und seinen Spätschäden besser zu verstehen.

Schwangerschaftsdiabetes-Studie (PREG)

Hierbei handelt es sich um eine Studie zur Früherkennung von Schwangerschaftsdiabetes. Zudem soll das individuelle Risiko untersucht werden, nach der Schwangerschaft an Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken. Der Mindestbeobachtungszeitraum liegt bei einem Jahr.

Es wird in Abhängigkeit von der Studie eine Aufwandsentschädigung zwischen 25 und 400€ bezahlt. Interessierte Patienten können sich direkt an die Studienambulanz für Diabetesforschung Heidelberg wenden:

Tel.: 06221 56 - 8606 oder 56 – 36323
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang

Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der bedeutendsten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international renommierten biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung innovativer Diagnostik und Therapien sowie ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 12.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und engagieren sich in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 klinischen Fachabteilungen mit ca. 1.900 Betten werden jährlich rund 66.000 Patienten voll- bzw. teilstationär und mehr als 1.000.000 mal Patienten ambulant behandelt. Das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. Derzeit studieren ca. 3.500 angehende Ärztinnen und Ärzte in Heidelberg.
Weitere Informationen finden Sie unter
Studienambulanz für Diabetesforschung Heidelberg

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