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Gesundheit

AOK Sachsen-Anhalt will günstigen Beitragssatz zwei Jahre halten

Beitragssatz der AOKRalf Dralle, Vorstand der AOK Sachsen-Anhalt, ist optimistisch, den günstigen Beitragssatz der Kasse von 14,9 Prozent mindestens zwei Jahre halten zu können. Die AOK Sachsen-Anhalt habe durch günstige Rahmenbedingungen in der gesetzlichen Krankenversicherung einen Überschuss von fast 100 Millionen Euro erwirtschaftet, sagte er der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung. "Für 2014 erwarten wir einen guten Abschluss. Darauf gründen sich unsere mittelfristigen Planungen und Kalkulationen", fügte er hinzu.

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Frauen schlucken mehr Medikamente

ArzneimittelIm Jahr 2013 verordneten Ärzte Frauen im Schnitt 18 Prozent mehr Medikamente als Männern. "Weil sie häufiger zum Arzt gehen, bekommen sie zwar nicht pro Besuch, aber insgesamt mehr Medikamente verordnet", sagt Dr. Carsten Telschow vom Wissenschaftlichen Institut der AOK in der "Apotheken Umschau". Auch manche Wirkstoffe werden ihnen deutlich häufiger als Männern verordnet. Bei Psychopharmaka sind es 54 Prozent und bei Schmerzmitteln 56 Prozent mehr.

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Gerinnungshemmer und Schlaganfallvorbeugung: Das sollten Patienten mit Vorhofflimmern wissen

Schutz vor Schlaganfall: Herzstiftung rät gefährdeten Patienten zur strikten Einnahme von Gerinnungshemmern / Neuer Ratgeber informiert über neue Medikamente bei Vorhofflimmern


Etwa 1,8 Millionen Menschen leiden in Deutschland an Vorhofflimmern, das pro Jahr zu ca. 30.000 Schlaganfällen führt. Bei Vorhofflimmern können in den Herzvorhöfen Blutgerinnsel entstehen, die vom Blutstrom mitgeschleppt Arterien verschließen und einen Schlaganfall verursachen können. Allerdings ist das Risiko eines Schlaganfalls bei den einzelnen Patienten unterschiedlich hoch und muss immer überprüft werden.
„Meist ist bei Vorhofflimmern eine gerinnungshemmende Therapie mit Medikamenten notwendig“, stellt der Kardiologe Priv.-Doz. Dr. med. Gerian Grönefeld, Asklepios Klinik Barmbek in Hamburg, Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung, fest. „Durch die Gerinnungshemmung wird bei gefährdeten Patienten die Häufigkeit eines Schlaganfalls um 60 bis 70 Prozent vermindert. Deshalb sollten Betroffene ihre Medikamente wie vom Arzt verordnet konsequent einnehmen, um sich vor gefährlichen Gefäßverschlüssen, vor allem vor dem Schlaganfall, zu schützen.“
Da der Umgang mit Gerinnungshemmern für viele Patienten nicht einfach ist, bietet die Deutsche Herzstiftung den Experten-Ratgeber „Gerinnungshemmung bei Vorhofflimmern“ unter www.herzstiftung.de/gerinnungshemmer an. In dem Sonderband (48 Seiten) stellen renommierte Kardiologen leicht verständlich den aktuellen medizinischen Kenntnisstand zu Gerinnungshemmern wie Marcumar/Falithrom und den neuen Gerinnungshemmern vor: Pradaxa (Wirkstoff: Dabigatran), Xarelto (Rivaroxaban) und Eliquis (Apixaban). Der Ratgeber geht auf wichtige Aspekte wie Gerinnungskontrolle und kritische Punkte wie Nebenwirkungen (z. B. Blutungsrisiken) oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten ein.

Überlegenheit der Therapie trotz Blutungen
Alle Gerinnungshemmer – sowohl Marcumar/Falithrom als auch die neuen Medikamente – können mit Nebenwirkungen und Komplikationen verbunden sein, vor allem mit Blutungen. „Zwar wird der Nutzen der Gerinnungshemmung von einer erhöhten Neigung zu Blutungen begleitet, wozu sehr seltene Blutungen ins Gehirn gehören. Dennoch überwiegt der Nutzen, wenn man die Senkung des Schlaganfallrisikos mit dem Blutungsrisiko vergleicht, selbst bei alten Patienten über 75 Jahre“, betont Priv.-Doz. Grönefeld.

Der neue Ratgeber hilft Patienten, sich über ihre Therapie zu informieren, um die für sie geeignete Therapie im Arztgespräch klären zu können. Dazu zählen Fragen wie: Sind die neuen Gerinnungshemmer wirklich ein Fortschritt? Was sind ihre Vorteile und was sind ihre Nachteile? Worin unterscheiden sich die neuen Gerinnungshemmer Pradaxa, Xarelto und Eliquis? Welche Kontrollen sind notwendig? Wie kann man das Blutungsrisiko verringern? Auf diese und viele weitere Fragen bietet der Ratgeber Antworten aus Expertenhand.

In dem neuen Experten-Ratgeber „Gerinnungshemmung bei Vorhofflimmern“, herausgegeben von der Deutschen Herzstiftung, informieren Kardiologen leicht verständlich über den aktuellen medizinischen Kenntnisstand der gerinnungshemmenden Therapie von Vorhofflimmern. Der Band (48 S.) ist für drei Euro in Briefmarken erhältlich bei: Deutsche Herzstiftung e. V., Vogtstr. 50, 60322 Frankfurt/M., Tel. 069 9551280 oder unter www.herzstiftung.de/gerinnungshemmer

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Abrechnungsbetrug mit Beschneidungen - Arztpraxen müssen Honorare zurückzahlen

Ärzte zocken Krankenkassen abEtliche Ärzte haben nach Recherchen des Radioprogramms NDR Info bei den Krankenkassen Beschneidungen falsch abgerechnet. Die dafür eingenommenen Honorare müssen sie jetzt zurückzahlen. Allein in Rheinland-Pfalz sind 18 Praxen betroffen, in Niedersachsen zehn. In diesen beiden Bundesländern hatten Mediziner in den vergangenen Quartalen mehr als 650.000 Euro zu Unrecht kassiert, "weil sie ihren Dokumentationspflichten nicht oder nicht ausreichend nachgekommen sind", so ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz. Der operative Eingriff bei einer Beschneidung erfolgt in der Regel ambulant. Zudem bezahlen ihn die Krankenkassen nur, wenn er medizinisch notwendig ist und nicht zum Beispiel vor einem religiös-kulturellen Hintergrund vorgenommen wird.

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