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Lifestyle

Umfrage: 75 Prozent der Frauen meinen, dass der Partner auch der beste Freund sein kann

Top NewsFür die große Mehrheit der deutschen Frauen zwischen 25 und 40 Jahren ist der Partner auch der "BFF", der Best Friend Forever - dies ist das überraschende Ergebnis einer Exklusiv-Umfrage von PETRA, dem Mode- und Beautymagazin Deutschlands. "Kann der Partner gleichzeitig der beste Freund sein?", fragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa 503 Frauen zwischen 25 und 40 Jahren: 75 Prozent antworteten mit Ja, 24 Prozent mit Nein, 1 Prozent mit "Ich weiß nicht".

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Migros-Kulturprozent-Classics präsentiert das Guangzhou Symphony Orchestra, Tonhalle Zürich, 26. Januar 2015, besucht von Irène Hubschmid

Das Guangzhou Symphony OrchestraProgramm

Guo Wenjing  (*1956)
„Folk Song Suite“ für Streichorchester
Yin Chengzong / Chu Wanghua / Sheng Lihong / Liu Zhuang
„Der Gelbe Fluss“, Konzert für Klavier und Orchester
Peter Tschaikowski (1840-1893)
Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64  

Rezension:

Dieses aussergewöhnliche Konzert ging einem bis zum Schluss unter die Haut. Dirigent Lin Daye leitete seine zahlreichen Musiker, sein grossartiges Orchester mal sanft mit Tai-Chi-anmutenden Gesten, mal mit eher streng temperamentvollen.

Dirigent Lin Daye

 

Die „Folk Song Suite“ unterstrichen die Instrumentalisten der Kontrabässe und Celli, indem sie auf ihre Instrumente klopften. Dies erzeugte eine wunderschöne Atmosphäre, fast wie ein Bild von der Weite Chinas.

Die Komposition „Der Gelbe Fluss“ beginnt mit einem Harfenakkord. Den Solopart am Flügel übernahm die 20-jährige Mélodie Zhao, eine Schweizerin mit chinesischen Wurzeln.

Solistin am Piano Mélodie Zhao

 

Leider übertönten die anderen Musiker zeitweise das grandios perlende Spiel der Solistin. Die Komposition ist teilweise jazzig, melodiös, bombastisch. Die asiatischen Akzente setzt die traditionelle Bambusflöte. Das Finale reiht mehrere Kampflieder der Partei aneinander, bevor ganz zuletzt die Mao-Hymne „Der Osten ist rot“ ertönte, die in die Schlusszeile der „Internationalen“ übergeht. Ein wuchtig-lautes Klangerlebnis.

Als Zugabe spielte Mélodie Zhao noch ein kurzes, fröhliches, berauschendes chinesisches Stück, bevor man das gutgestimmte Publikum in die Pause entliess.

Zweiter Konzertteil:

Tschaikowskis 5. Sinfonie begann mit schwermütigen Klängen, mit russischer Melancholie, die sich bis zum Finale zur Euphorie steigerte. Fast zu perfekt gespielt und pompös fürs Ohr.

Das bravouröse Orchester verdankte den Applaus des begeisterten Publikums mit zwei Zugaben.

Text: www.irenehubschmid.ch

Konzert organisiert von: http://www.migros-kulturprozent-classics.ch/de/Home

Fotos: Homepage von Migros-Kulturprozent

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Luzerner Theater: DIE AFFÄRE RUE DE LOURCINE Komödie von Eugène Labiche Deutsch von Elfriede Jelinek, besucht von Gabriela Bucher – Liechti

Die Affäre Rue de Lourcine

 

 

 

 

 

 

 

 

 Produktionsteam

Andreas Herrmann Inszenierung
Max Wehberg Bühne
Catherine Voeffray Kostüme
Sandro Corbat Musik
David Hedinger Licht
Ulf Frötzschner Dramaturgie

Besetzung Christian Baus Mistingue, Jörg Dathe Lenglumé, Hans-Caspar Gattiker Potard, Bettina Riebesel Norine, Samuel Zumbühl Justin

Rezension

Die Komödie von Eugène Labiche (1815-1888) handelt von zwei alten Freunden, die nach einem feucht-fröhlichen Klassentreffen zusammen aufwachen und keine Ahnung mehr haben, was am Vorabend passiert ist. Alles spricht dafür, dass sie die Mörder eines Kohlemädchens sind, über welches in der Morgen-Zeitung berichtet wird. Dass diese Zeitung allerdings 20 Jahre alt ist, wissen sie nicht. Die beiden versuchen nun fieberhaft, Indizien und Zeugen aus dem Weg zu schaffen. Dies die Geschichte zur neusten Produktion des Luzerner Theaters. Umgesetzt wurde sie durch Andreas Herrmann mit Musik von Sandro Corbat. Für die Bühne zeichnet Max Wehrberg.

Auf der Bühne des Luzerner Theaters steht ein riesiges Bett, sonst nichts. Darauf liegen ein paar Kleidungsstücke, der eine oder andere Schuh, alles achtlos hingeworfen, auch ein  schlafender, halbangezogener Mann. Auf diesem Bett  aus riesigen, weichen Matratzenteilen spielt sich das ganze Geschehen ab. Nebst wunderbar skurrilen Momenten und ganz speziellen Bildern, welches dieses Bühnenbild ermöglicht, verlangt es aber auch alles ab von den Schauspielern. Diese kämpfen sich anderthalb Stunden nicht nur bildlich auf unsicherem Boden. Sie  torkeln, schwanken, rennen, stampfen, kämpfen, tanzen, vergraben und verstecken sich  und diverse Gegenstände in diesem weissen, wogenden Meer von grossen, weissen Kissen.   

Die erste Szene geht dank einem herausragenden Jörg Dathe als Lenglumé ziemlich unter die Haut. Mit wirrem Haar, schmerzverzerrtem Gesicht, weinverschmiertem Unterhemd und einer Stimme wie Schmirgelpapier  torkelt er völlig verkatert auf dem riesigen Bett herum und versucht sich zu erinnern, man meint die Kopfschmerzen selber zu spüren. Immer wieder blitzt während des Stücks der französische Humor auf, auch in der Person von Potard, dem Vetter (Hans-Caspar Gattiker) in seinem sehr Unterkörper-betonten Freizeit-Tenue und immer wieder entstehen spannende Bilder durch das riesige Bett, welches die Protagonisten klein und unscheinbar erscheinen lässt und die Proportionen verzerrt. Und immer wieder gibt es Momente voller Komik und Skurrilität, zum Beispiel wenn die beiden angeschlagenen Freunde sich anzuziehen versuchen, ein urkomisches Ballett zu Musik von Purcell, bei Tisch, wenn den Zuschauern vier paar Schuhsolen anklagend entgegenstarren, vier Köpfe über einem beleuchteten Balken, der als Tisch dient, hervorlugen, eine Szene wie aus einem Märchen, die Darsteller wie Kinder an einer Geburtstagsparty. Leider zieht diese Szene sich dann aber sehr lange hin, da helfen weder die umwerfende Mimik von Bettina Riebesel als Norine noch die Sprüche von Christian Baus als Mistingue. Beinahe gespensterhaft der Auftritt des rabenschwarzen Dieners Justin (Samuel Zumbühl), wenn er wie ein Totengräber mit rauchendem Kessel über die Bühne schreitet und im schwarzen Nachthimmel über Lenglumé ein zarter grauer Wolkenschleier hängen bleibt.

Die Komik ist da, Gags gibt’s viele, skurrile Momente auch, das Bühnenbild ist einzigartig, die Schauspieler geben alles. Mit etwas weniger Längen würde das Stück wohl noch dichter und die Lacher noch zahlreicher.

Text: www.gabrielabucher.ch
Kleiner Trailer der Produktion: http://www.art-tv.ch/11340-0-Luzerner-Theater-Die-Affaere-Rue-de-Lourcine.html?reg=3144

Kleine Fotodiashow vonTanja Dorendorf / T+T Fotografie www.ttfoto.ch 

Weitere Aufführungsdaten und andere Informationen: http://www.luzernertheater.ch/

https://fotogalerien.wordpress.com/2015/01/27/luzerner-theaterdie-affare-rue-de-lourcine-komodie-von-eugene-labiche-deutsch-von-elfriede-jelinek/

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Guangzhou Symphony Orchestra, ein Konzert in Bildern, im Kultur Casino Bern, 28. Januar 2015, besucht von Paul Ott

Guangzhou Symphony Orchestra

Programm

Guo Wenjing
„Folk Song Suite“ für Streichorchester
Ludwig van Beethoven
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 C-Dur op. 15
Peter Tschaikowski
Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64

Das Guangzhou Symphony Orchestra unter der Leitung von Long Yu beglückte das Berner Konzertpublikum an einem feuchtkühlen Winterabend mit einem Konzert, das viel Wärme ausstrahlte. Es begann mit einer Komposition von Guo Wenjing, „Volksliedsuite für Streichorchester“. Sanft perlte ein Bächlein durch weite Auenwälder, es hätte noch eines mit hoher Stimme singenden Mädchens bedurft, um die Illusion chinesischer Volkslieder wirksam werden zu lassen.

Piano-Wunderkind Serena Wang

 

Der erste Teil ging weiter mit Ludwig van Beethovens „Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1“, virtuos gespielt vom 11-jähigen Piano-Wunderkind Serena Wang. Man mag davon halten, was man will, das Publikum jedenfalls war begeistert.

 

 

Dirigent Long Yu

 

Nach der Pause stürmten zaristische Reiterhorden durch die russische Steppe in Peter Tschaikowskis „Sinfonie Nr. 5“, bevor das Orchester mit einem kurzen chinesischen Lied als Zugabe schloss. Die Einordnung dieses Konzerts fällt mir nicht leicht. Es war keine Einheit des Programms, eher eine Einheit der Interpretation. Einerseits waren verschiedene Teile ausserordentlich bildreich, evozierten Landschaftsgemälde, Jagdszenen oder Schlachtenlärm, erinnerten immer wieder an Filmmusik. Andererseits waren einige Passagen mit viel romantischen Schmelz gespielt, bei Puristen wahrscheinlich bereits unter Kitschverdacht, beim Publikum aber auf grossen Anklang gestossen.

Gerne hätte man etwas mehr aus dem chinesischen Fundus gehört, was Bern – anders als der Zürcher Aufführung – leider versagt blieb.

Text: Paul Ott www.literatur.li

Konzert organisiert von: http://www.migros-kulturprozent-classics.ch/de/Home

Fotos:  Homepage von Migros-Kulturprozent

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