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Lifestyle

Schweiz: Migros-Kulturprozent-Classics: Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, KKL Luzern, 17. November 2014, besucht von Léonard Wüst


Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam

 

 Besetzung:

      Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam

Robin Ticciati, Leitung

Vesselina Kasarova, Mezzosopran

Programm:
G. Fauré
, «Pelléas et Mélisande», Suite op. 80
H. Berlioz, «La Mort de Cléopâtre» für Sopran und Orchester
M. Ravel, «Valses nobles et sentimentales»
C. Debussy, «La Mer»

Eine Werkschau französischer Orchestermusik mit all ihrem Facettenreichtum: von Berlioz’ dramatischer Szene über Faurés Schauspielmusik und Debussys sinfonischen Bildern bis zu Ravels Tanzfolge. Am Pult des Concertgebouw Amsterdam, das zu den besten Orchestern der Welt zählt, steht mit Robin Ticciati ein wahrer Senkrechtstarter – und ihm zur Seite Vesselina Kasarova, eine der gefeierten Mezzosopranistinnen unserer Zeit. (Kasarova ersetzte kurzfristig die erkrankte Elīna Garanča).

Grundsätzliches zum Orchester und dessen Geschichte

Wenn Musikkritiker die besten Orchester der Welt wählen, belegt das Concertgebouworchester Amsterdam in schöner Regelmässigkeit einen der Spitzenplätze. 1888 gegründet, bekam es zum 100-jährigen Jubiläum von Königin Beatrix den Titel „Königlich“ verliehen. Zum Markenzeichen des Orchesters wurde die Kontinuität in der Zusammenarbeit mit seinen künstlerischen Leitern: Mariss Jansons ist erst der sechste Chefdirigent in der gut 125-jährigen Geschichte des Klangkörpers. Ganze 50 Jahre lang prägte der legendäre Willem Mengelberg die Orchesterarbeit. Er war es auch, der das Concertgebouw zu einem Mahler- und Strauss-Spezialisten formte. Von 1963 bis 1988 stand Bernard Haitink an der Spitze des Ensembles, dann übernahm Riccardo Chailly die Leitung (bis 2004). Unter den zahlreichen Gastdirigenten der jüngeren Zeit ist Nikolaus Harnoncourt zu nennen, der dem Concertgebouworchester mit seinen Mozart- und Haydn-Interpretationen klassischen Schliff gab.

Rezension:

Mischa Damev, Intendant der Migros-Kulturprozent-Classics betrat persönlich die Bühne um die Anwesenden zu begrüssen und informierte, dass die eigentlich vorgesehene Solistin Elina Garanča infolge Erkrankung kurzfristig durch die in der Schweiz lebende, gebürtige Bulgarin Vesselina Kasarova adäquat ersetzt werden musste und konnte. So stand also einem weiteren genussvollen Konzertabend nichts mehr im Wege.

Die Konzertprogrammierung bestand ausschliesslich aus Werken französischer Komponisten.

Dass die Niederländer und Franzosen aber mehr verbindet als bloss die Farben ihrer beiden Nationalflaggen war unmittelbar spürbar und wie der junge gebürtige Londoner mit italienisch klingendem Namen Robin Ticciati (*1983), als Gastdirigent das alles zu einem delikaten Ganzen zu verweben wusste unterstrich ein weiteres Mal den Ausnahmestatus dieses königlich – akustischen Konzertgebäudes aus Amsterdam.

Dirigent Robin Ticciati

 

Im ersten Konzertteil führte Ticciati bei Pelléas et Mélisande von Gabriel Fauré seine Mitmusiker mit sparsam – eleganten Gesten durch die Partitur und liess genügend Zeit und Raum, damit diese ihre Soli auf sehr hohem Niveau überzeugend zelebrieren konnten.

Für „La mort de cléopâtre“ von Hector Berlioz empfing das Publikum die Solistin Vesselina Kasarova mit herzlichem Willkommensapplaus auf der KKL Bühne.

 

Solistin Vesselina Kasarova, Mezzosopran

 

Die Mezzosopranistin kniete sich dann förmlich in dieses anspruchsvolle Werk und demonstrierte, dass ihre Stimme noch immer höchsten Ansprüchen gewachsen ist. Zusätzlich verlieh Kasarova mit ihrer Mimik und Gestik der Komposition auch die von Berlioz angedachte Dramatik auf eindrückliche Art und Weise, beeindruckte und berührte die Anwesenden ausserordentlich, was denn auch durch den grossen, langanhaltenden Applaus manifestiert ward. So begab man sich gutgelaunt und bestens unterhalten in die Pause.

Im zweiten Programmteil boten die Protagonisten noch Kompositionen von Maurice Ravel und zum Abschluss die symphonische Dichtung „La mer“ von Claude Debussy. Auch hier lag die Auswahl nicht bei den bekanntesten Werken der Komponisten, also nicht etwa der „Bolero“ bei Ravel. Dadurch konnte sich das Orchester noch mehr als sehr wandlungsfähiges vielseitiges Ensemble positionieren, das nicht unbedingt die Knaller der Klassik darbieten muss, um sich bestätigt zu fühlen. Dieses Orchester macht das auf seine eigene Art und es gelingt, dies auch den Zuhörern zu vermitteln und das Renommee zu untermauern. Ein wunderbares Konzerterlebnis in würdigem Rahmen, Klasseorchester (bei dem ab der Saison 16/17 Daniele Gatti der neue Chefdirigent sein wird), überzeugende Solistin auch bei diesem kurzfristigen „Noteinsatz“.

Text: www.leonardwuest.ch

Fotos: http://www.migros-kulturprozent-classics.ch/de/Home

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Schweiz: Die lustige Witwe am Luzerner Theater, Première 8. November 2014, besucht von Gabriela Bucher

Farbenfrohe "Lustige Witwe" am Luzerner TheaterRezension:

Es ist so eine Sache, wenn man sich nicht haben kann, darf oder sollte. Davon können gleich zwei Paare in der Operette „Die lustige Witwe“ ein Lied singen: Einerseits Valencienne mit ihrem Liebhaber Camille de Rosillon, andererseits die reiche Witwe Hanna Glawari und der Graf Danilo Danilowitsch. Beide Paare haben ihre liebe Mühe, mit ihrer Situation klar zu kommen. So gesehen scheint der filigrane Fransen-Vorhang in Dominique Menthas Inszenierung – einzige Kulisse auf Luzerns Bühne – eine symbolische Bedeutung zu haben. Er trennt, er versteckt, ohne wirklich zu verstecken, erlaubt jenen die Durchsicht, welche sie suchen und kaschiert, wenn‘s nicht gesehen werden will. Mit gekonnt eingesetzten Lichteffekten ergeben sich zudem auch immer wieder neue Stimmungen auf der Bühne. Hinter diesem Vorhang, davor, dazwischen und mitten drin – wenn er als «Pavillon» vom Bühnenhimmel schwebt und die Liebenden umringt – spielt das ganze Geschehen. Jede Bewegung nimmt er auf und gibt sie vervielfacht zurück. Und wenn dann noch ein Sternengewebe hinter diesem weissen Traum von Nichts aufleuchtet, könnte es gut und gerne der siebte Himmel sein. Als Requisiten gibt’s ein paar Holzstühle, sonst nichts. Diese werden mal militärisch aufgereiht, zum Kreis geformt, neu arrangiert. Das karge Bühnenbild bewirkt, dass man sich auf die Sängerinnen und Sänger und die Musik konzentriert. Zudem kommen die wunderschönen Kostüme von Janina Ammon voll zur Geltung. Wenn im zweiten Akt die Witwe Glawari zum Volksfest lädt und die Gäste in traditionellen Trachten erscheinen, die Damen in üppigen Kleidern mit lagenweise farbigem Stoff auf weissem Spitzenunterrock und eng geschnürten Miedern, glaubt man sich in einem Märchen. Die Kostüme gehen von zurückhalten klassizistisch, beinahe züchtig crèmefarben im ersten Akt über opulent ausladend und farbig im zweiten bis hin zu golden verrucht im letzten Akt. Die Männer hingegen scheinen eher etwas verkleidet in ihren Uniformen mit Schärpen, Schleifen und Orden und haben nicht sehr viel zu sagen in dieser Geschichte. Da kann sich zwar Danilo in einer recht gewagten Tanzeinlage wie ein Macho in den Schritt greifen oder die Tänzer mit einer Geisel zu dressieren versuchen und sie wie Löwen in die Knie zwingen, schlussendlich sind’s die Frauen, die entscheiden.

Es war ein höchst vergnüglicher Première-Abend mit einer sehr überzeugten und überzeugenden Jutta Maria Böhmert als Witwe Glawari mit strahlenden Sopran, einem eher ernsthaften Robert Maszl als Grafen Danilo mit weichem Tenor, einem Kai Liemann als Njegus und seinem leicht trotteligen Gegenspieler Flurin Caduff als Baron Mirko, beide mit viel komödiantischem Talent und grosser Spielfreude. Das Orchester unter Howard Arman liebte je nachdem schwungvoll, schmachtend oder lüpfig mit im Dreivierteltakt, Arman selber zeigte zwischenzeitlich seine Fähigkeiten auf der Bühne als Barpianist im Maxims. Eine rundum gelungene Aufführung, dem Premierenpublikum gefiel es. Diese Witwe wird noch so manchen Besucher belustigen, unterhalten und mit der Farbenpracht der Kostüme über die kommenden grauen Monate hinweghelfen.

Kleine Fotodiashow von Ingo Höhn vom www.luzernertheater.ch

http://fotogalerien.wordpress.com/2014/11/07/premiere-die-lustige-witwe-am-luzerner-theater-8-november-2014-besucht-von-gabriela-bucher/

Kurzer Trailer der Aufführung:

http://art-tv.ch/11162-0-Luzerner-Theater-Die-lustige-Witwe.html

Text: www.gabrielabucher.ch

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Accessoires Modetrend für den Winter: Opulente Steine, Pop-Pelz und Animal-Print

Auffälliger ModeschmuckWer im Winter trendy sein will, greift zu modischen Accessoires wie Tüchern, Schals, Gürtel, Hüte und Taschen. Damit lassen sich vorhandene Kleidungsstücke schnell modisch aufpeppen und die Outfits Richtung Cool, Cosy oder Grung stylen. Zu den wichtigsten Accessoires der Saison gehört Schmuck mit großen Steinen sowie derbe Gliederketten in Schwarz und Silber, die das Handgelenk oder den Hals schmücken. Auffallend und im Trend: Opulente Single-Ohrringe. Schals, Stolen und Capes aus sogenanntem Pop-Pelz, bei denen das Kunstfell in knalligen Farben eingefärbt wird, sind wahre Hingucker, lange grobgestrickte Schals und große Tücher mit Karomuster dürfen im Herbst nicht fehlen. Zum Key-Piece avancieren Seidentücher, sogenannte Foulards.

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Schweiz,Migros Kulturprozent Classic, Tschaikowsky Sinfonieorchester Moskau: Leitung, Vladimir Fedoseyev, Solist am Klavier Rudolf Buchbinder, Tonhalle Zürich, 24. Oktober 2014, besucht von Irène Hubschmid:

Tschaikowsky Sinfonieorchester Moskau

 

Programm erster Teil:

Johannes Brahms (1833-1897), Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 d-Moll op. 15 Maestoso, Adagio, Rondo. Allegro non troppo

Programm zweiter Teil:

Peter Tschaikoswki (1840-1893), Sinfonie Nr. 6 h-Moll op.74 “Pathétiqiue”, Adagio-Allegro non troppo, Allegro con grazia, Allegro molto vivace, Finale Adagio lamentoso

Rezension: Das zahlreich bestückte Orchester begleitete den temperamentvollen Wiener Klaviervirtuosen Rudolf Buchbinder optimal. Fast meinte man der Meister hätte das „wehklagende und laut jubelnde“ Konzert von Brahms (Zitat von Robert Schumann), selber komponiert. Er versank derart in der Musik, dass es einem unter die Haut ging. Anfangs fühlte man sich in eine herbstliche, bunte Stimmung versetzt, das Finale erinnerte an einen überfallartigen Herbststurm.

Rudolf Buchbinder, Solist am Klavier

 

Tschaikowki`s “Pathétique” sei seine Biografie in Tönen, wie viele renommierte Musikkritiker meinen. Im zweiten Satz sind Walzerrhythmen zu hören, so fein, dass man imaginäre Balletttänzer vor sich sieht. Peter Tschaikowski starb eine Woche nach der Uraufführung, also in jungem Alter, unter bis heute nicht genau geklärten Umständen.

 

Vladimir Fedoseyev, Dirigent

 

Zum Orchester: Der Dirigent Fedoseyev, leitete seine Musiker mit einer grandiosen Verve. Das russische Sinfonieorchester spielte auch schon etliche Uraufführengen u.a.: Werke von Prokofieff, Mjaskowsky, Khatchaturian, Gubaidulina und Schnittke, um nur die wichtigsten zu nennen.

Am Schluss spielten sie zwei kurze russische Volksweisen als Zugaben.

Das Konzert war ein wahrhafter Publikumserfolg. Die Zuhörer liessen sich durch das Gebotene zur Standing Ovation hinreissen.

 

Fotos: http://www.migros-kulturprozent-classics.ch/de/Home

Text: www.irenehubschmid.ch 

Homepage des Orchesters:

http://www.tchaikovsky.bso.ru/en/orchestra

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