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Regional

Stadt Bochum Infos:Stadt Bochum - Zugabe Sommerserie "Verborgene Orte"

n den Sommerwochen präsentieren die Stadt und ihre Gesellschaften einige stille Stars, die sonst eher nicht im Rampenlicht stehen: ihre verborgenen Orte. Manche schwer zu finden, manche nur schwer zugänglich – und doch spielen alle eine wichtige Rolle im vielfältigen Leben der Stadt. In der Zugabe der Reihe geht es um die ehemalige Glockenkammer im Anneliese Brost Musikforum Ruhr.

 

Sommerserie „Verborgene Orte“

Die Turmkammer der Marienkirche im Anneliese Brost Musikforum Ruhr

Ein verborgener Ort – aber von weithin sichtbar und dazu mit einer der schönsten Aussichten, die man auf die Innenstadt Bochums haben kann: Das ist die ehemalige Glockenkammer im Turm der Marienkirche. Nur eine Handvoll Menschen kommen in den Genuss dieser Aussicht – was womöglich auch an dem beschwerlichen Aufstieg über 88 steil gewendelte Stufen liegen könnte, die erst mit, dann ohne Geländer in den Turm hinauf führen…

 

1868 bis 1872 wurde die Marienkirche als zweite katholische Kirche in Bochum – nicht ohne Widerstand der protestantischen Mehrheit – vor allem für die polnischen Arbeiter erreichtet, die in großer Zahl in die Stadt strömten, um beim neu gegründeten Bochumer Verein Lohn und Brot zu finden. Der Kirchturm war schon damals eine unübersehbare Landmarke, und das blieb er auch – die letzten schweren Bombardements Bochums im zweiten Weltkrieg ließen zwar das Kirchenschiff ausbrennen und einstürzen, der Turm aber blieb standhaft.

Ehemals beherbergte er vier Glocken, die mit dem Beginn der Sanierung der Kirche und ihres Umbaus zum Foyer des Anneliese Brost Musikforum Ruhr abgehängt wurden. Eine der Glocken, die größte und mit viereinhalb Tonnen auch schwerste, wurde restauriert und kehrte in die Marienkirche, jetzt das Foyer des Musikforums, zurück. Dort ist sie nicht nur Blickfang und Schmuckstück, sondern ruft auch zu Konzertbeginn oder Pausenende die Zuhörer in den Konzertsaal.

 

Dabei schwingt sie nicht wie früher frei in luftiger Höhe, sondern hängt fest an einem eigens knapp über den Boden der Turmkammer eingezogenen Stahlträger. Der Glockenton wird heute nicht mehr durch den Klöppel, sondern durch ein Schlagwerk erzeugt, dessen Schlegel für die Besucher unsichtbar außen auf der Rückseite der Glocke anschlägt und ein sauberes „B“ erklingen lässt.

 

Zur Wartung und Pflege dieses Schlagwerkes, aber auch zur Überprüfung der Lüftungs- und Brandmeldeanlagen, die sich im Turm und auf dem Dachboden der Kirche befinden, machen sich Leif Holberg, Meister für Veranstaltungstechnik im Musikforum, und seine Kollegen regelmäßig auf den Weg zur Turmkammer – und wenn der prüfende Blick dann keinen Grund zur Beanstandung gefunden hat, lässt sich die Aussicht über Bochum ganz entspannt genießen.

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Stadt Duisburg Infos:VHS-Vortrag: Das Wesen der Demokratie

Historiker Bodo Lück
Historiker Bodo Lück

Historiker Bodo Lück beleuchtet in einem Vortrag am Montag, 16. September, um 20 Uhr die Frage, was einen „demokratischen“ Staat ausmacht. Veranstaltungsort ist das Stadtfenster an der Steinschen Gasse 26 in Duisburg-Mitte.

 

Thematisiert wird auch die Frage, welche Bedeutung die Gewaltenteilung hat und warum eine Demokratie ein Rechtsstaat sein muss.

 

Der Eintritt an der Abendkasse kostet 5 Euro. Weitere Informationen gibt es telefonisch bei der VHS, Josip Sosic, unter 0203/283-3725.

 

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Guter Tag für die Saubere Luft in Köln – Deutsche Umwelthilfe gewinnt Berufungsverfahren für die Saubere Luft gegen die NRW-Landesregierung

Diesel-Fahrverbote auf vier Hauptverkehrsstraßen in Köln nach Einschätzung der DUH unvermeidbar – Im Verfahren der Deutschen Umwelthilfe für die Saubere Luft in Köln hat das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen die Berufung des Landes zurückgewiesen – DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch fordert Automobilindustrie auf, sich noch während der IAA zu verpflichten, die nun von Fahrverboten bedrohten Diesel-Pkw auf eigene Kosten nachzurüsten

Münster/Berlin, 12.9.2019: Im Klageverfahren der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gegen das Land Nordrhein-Westfalen für die Saubere Luft in Köln hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster die Berufungen des Landes Nordrhein-Westfalen und der beigeladenen Stadt Köln zurückgewiesen und die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen dazu verurteilt, schnellstmöglich einen neuen Luftreinhalteplan aufzustellen.

Das Gericht hat deutlich gemacht, dass es nach den vorliegenden Prognosen des Landes zu lange dauern werde, bis der Grenzwert für Stickstoffdioxid (NO2) im gesamten Stadtgebiet eingehalten wird. Aus diesem Grund werden streckenbezogene Dieselfahrverbote für Fahrzeuge bis einschließlich der Emissionsklasse Euro 5/V auf mindestens vier Hauptverkehrsstraßen bei der erforderlichen neuen Fassung des Luftreinhalteplans aufzunehmen sein. Dies sind der Clevische Ring, die Justinianstraße, die Luxemburger Straße und der Neumarkt. Sofern es zu Umfahrungen dieser Straßen kommt, die zu Grenzwertüberschreitungen auf anderen Straßen führen, müssen diese gegebenenfalls ebenfalls mit Diesel-Fahrverboten belegt werden. Davon kann nur abgesehen werden, wenn sich die Luftwerte schon in 2019 so positiv entwickeln, dass eine NO2-Grenzwerteinhaltung im gesamten Stadtgebiet zu erwarten ist.

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Die Landesregierung sollte nun nach der zweiten Niederlage in den Luftreinhalteverfahren vor dem Berufungsgericht ihren Bürgern reinen Wein einschenken und rechtzeitig mitteilen, dass Diesel-Fahrverbote kommen werden. Nur so gibt man ihnen die Chance, sich rechtzeitig vorzubereiten und gegenüber den Dieselkonzernen eine schnelle Hardware-Nachrüstung durchzusetzen. Da das Land mit diesem zweiten von uns gewonnenen Urteil die Rechtsauffassung des Gerichts auch für die 12 weiteren Städte kennt, freuen wir uns auf die im Oktober terminierten Vergleichsgespräche mit der Landesregierung.“

Rechtsanwalt Remo Klinger, der die DUH in dem Verfahren vertritt, ergänzt: „Ein Rechtszustand, bei dem fixe Grenzwerte seit 10 Jahren überschritten werden, ist eines Rechtsstaats unwürdig. Köln sollte das verstehen, das Land muss das erkennen. Wenn Stadt und Land bis heute über diese vielen Jahre hinweg nicht in der Lage sind, den Grenzwert einzuhalten, müssen sie andere Maßnahmen ergreifen. Wir sind daher sehr erfreut über diese Entscheidung.“

Die internationale Umweltrechtsorganisation ClientEarth unterstützt die Klage für Saubere Luft der DUH.

Ziel der Klage der DUH ist die Einhaltung des seit 2010 EU-weit geltenden Grenzwerts für Stickstoffdioxid (NO2). Der NO2-Jahresmittelwert von 40 µg/m³ wird an der Verkehrsmessstationen Clevischer Ring (2018: 59 µg/m³) sowie an vielen weiteren verkehrsnahen Messstationen wie z.B. der Justinianstraße (2018: 48 µg/m³), der Aachener Straße (2018: 46 µg/m³) und der Luxemburger Straße (2018: 45 µg/m³) seit Jahren überschritten.

Hintergrund:
Die DUH hat am 17. November 2015 Klage gegen das Land Nordrhein-Westfalen für die Saubere Luft in Köln eingereicht. Am 8. November 2018 wurde die Klage vor dem Verwaltungsgericht Köln verhandelt und das Land Nordrhein-Westfalen zur Einführung einer Fahrverbotszone verpflichtet, da es keine andere Maßnahme gibt, die vergleichbar schnell zur Einhaltung des geltenden Grenzwerts für Stickstoffdioxid (NO2) führen wird. Das Land hat Berufung gegen das Urteil eingelegt. Für die Verhandlung der Berufung fand im Vorfeld ein Erörterungstermin im Mai 2019 am OVG Münster statt.

Insgesamt führt die DUH in NRW 14 Verfahren für die Saubere Luft. Neben Köln auch in Bielefeld, Paderborn, Dortmund, Hagen, Bochum, Wuppertal, Aachen, Bonn, Düren, Düsseldorf, Gelsenkirchen, Oberhausen und Essen. Weitere Verhandlungstermine für NRW stehen noch nicht fest. Insgesamt klagt die DUH derzeit in 38 Städten für die Saubere Luft.

Links:
Übersicht über alle laufenden Klageverfahren der DUH: https://www.duh.de/themen/luftqualitaet/recht-auf-saubere-luft/uebersicht-klagen/

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Stadt Bochum Infos:„Praktischer“ Berufswahlabend an der Hans-Böckler-Schule holt Eltern mit ins Boot

Hans Böckler Messe in 2018
Hans Böckler Messe in 2018

Die Hans-Böckler-Schule, Querenburger Straße 35, richtet zum zweiten Mal den „Praktischen Berufswahlabend“ für Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern aus. Am Dienstag, 17. September, von 18 bis 20.30 Uhr, sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Das Besondere an der Berufe-Messe ist die Einbindung der Eltern: Sie stellen ihre Berufe vor und gehen mit den Jugendlichen in den Austausch, um den Orientierungsprozess aktiv zu unterstützen. Zahlreiche Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen beteiligen sich ebenfalls. Dort können Besucherinnen und Besucher der Messe mit Auszubildenden sprechen und sich zu den Themen Ausbildung und Studium informieren.

 

Darüber hinaus gibt es Informationen aus erster Hand: Anwesend sind ehemalige Schülerinnen und Schüler der Hans-Böckler-Schule, die eine Ausbildung begonnen haben, Ausbildungsabteilungen verschiedener Betriebe, die Agentur für Arbeit und die Ruhr-Universität Bochum informiert zur Talentförderung und zu Stipendien. Die Kommunale Koordinierungsstelle „Kein Abschluss ohne Anschluss“ und das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Bochum unterstützen die Vorbereitungen.

 

Hintergrund der Schule

Die Hans-Böckler-Schule ist seit Jahren aktiv in der beruflichen Orientierung ihrer Jugendlichen. Sie ist erfolgreiche Schule mit dem BerufsWahlSiegel NRW und ist seit diesem Schuljahr „Talentschule“: Das Netzwerk Zukunftsschulen NRW ermöglicht Schülerinnen und Schülern eine sprachliche Kompetenzentwicklung, die ihr Selbstkonzept stärkt und ihre Potenziale wertschätzt. Ende 2017 hat sich die Hans-Böckler-Schule zusätzlich als Modell auf den Weg gemacht – für das Thema „Elternbeteiligung im Landesvorhaben „Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule-Beruf in NRW“ (KAoA). Das Motto: „Die Eltern mit ins Boot“ gibt den Erziehungsberechtigten Raum, ihre Ideen und sich selbst aktiv einzubringen, um so den Prozess der beruflichen Orientierung ihrer Kinder zu unterstützen.

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