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Regional

Stadt Bochum Infos:Neues „Beratungshaus Inklusion“ in Bochum Gebündelter Rat für junge Menschen mit Behinderung / Kooperationspartner unterzeichnen Vertrag

Kooperationsvertrag Unterzeichnung 04.09
Kooperationsvertrag Unterzeichnung 04.09

Das westfalenweit fünfte „Beratungshaus Inklusion“ entsteht in Bochum.
Dafür haben am Mittwoch (04.09.) vor Ort Birgit Westers, Schul- und Jugenddezernentin des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL), Monika Nienaber-Willaredt, Leiterin der Schulabteilung
der Bezirksregierung Arnsberg, und Britta Anger, Beigeordnete für Jugend, Soziales und Gesundheit
der Stadt Bochum, die Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.
Ab Oktober wird das neue Beratungshaus am Bochumer LWL-Förderschulzentrum all diejenigen
unterstützen, die im westfälischen Revier als Mutter oder Vater eines behinderten Kindes, als Erzieherin
oder Lehrkraft Orientierung in Sachen sonderpädagogische Förderung und Inklusion suchen.
Das Beratungshaus wird in Räumen der Bochumer LWL-Schulverwaltung an der Hauptstraße 163
am 1. Oktober seine Arbeit aufnehmen. Es ist das fünfte seiner Art nach den Vorbildern in Münster
Presse-Info
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(in Betrieb seit Frühjahr 2012), in Paderborn (seit Mai 2015) in Olpe (seit Oktober 2015) und Gelsenkirchen
(seit Februar 2017). Ziel ist es, flächendeckend in Westfalen-Lippe bürger- und praxisnah
Hilfestellungen bei der schulischen Inklusion zu geben.
Auch in Bochum bündelt das Gemeinschaftsprojekt der Bezirksregierung Arnsberg, des Förderschulträgers
LWL und der Stadt Bochum unter einem Dach, was an vielfältigen Fachkenntnissen für
einen gleichberechtigten Zugang gehandicapter junger Menschen zum Bildungssystem wichtig ist,
was sich Interessierte bislang aber oftmals aus weit verstreuten Informationsquellen holen mussten.
Für diese Aufgabe stehen vor Ort künftig Lehrkräfte für Sonderpädagogik, ergo- und physiotherapeutische
sowie pflegerische Fachleute bereit, die in Zusammenarbeit mit anderen Kooperationspartnern
qualifizierte und differenzierte Information und Unterstützung bieten. Sie informieren die
Betroffenen über adäquate regionale Bildungsmöglichkeiten und -wege, zum Beispiel über Fördermöglichkeiten
und praktische Hilfsmittel wie etwa sehbehindertengerechte PC-Bildschirme oder
barrierefreie Zugänge für den Schul- und Lernalltag.
„Wir wollen, dass alle Kinder und Jugendlichen unabhängig vom Förderort ihren Möglichkeiten
entsprechend optimal gefördert werden – und setzt eben auch gute Beratung voraus“, so LWLSchul-
und Jugenddezernentin Birgit Westers bei der Vertragsunterzeichnung. „Gemeinsames Lernen
für alle zu entwickeln – das ist und bleibt eine große Herausforderung für alle Beteiligten und
kann nur in enger Zusammenarbeit gelingen“, ergänzt Monika Nienaber-Willaredt, zuständige Abteilungsleiterin
u.a. für schulische und kulturelle Bildung bei der Bezirksregierung Arnsberg. Und
Britta Anger, die Bochumer Beigeordnete für Jugend, Schule und Gesundheit, betont: „Das Beratungshaus
Inklusion in Bochum ergänzt wirkungsvoll die bereits bestehende Beratungsstruktur im
Netzwerk Inklusion in unserer Stadt. Das Beratungshaus wird unter anderem ein wichtiger Ansprechpartner
für die Bochumer Bürgerinnen und Bürger, für die Frühförderstelle, die Kitas, Schulen
und Integrationsfachdienste sein."
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Hintergrund:
Die Forderung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen nach gleichberechtigter
Teilhabe in allen Lebensbereichen gilt auch für Schulen. Für den Bildungsbereich fordert
die UN-Konvention von 2009 das Recht auf Bildung für Menschen mit Behinderungen und den
gleichberechtigten, diskriminierungsfreien Zugang zur allgemeinen Schule und zwar wohnortnah
im sozialen Umfeld.
Die vollständige Auflösung von Förderschulen wird in der Konvention nicht gefordert. Unter anderem
als Träger von westfalenweit 35 Förderschulen mit rund 6.500 körperbehinderten oder sinnesgeschädigten
Kindern und Jugendlichen verfügt der LWL über große Erfahrung im Bereich der Inklusion
und Behindertenhilfe.
Der Elternwille ist grundlegend zu berücksichtigen bei der Wahl des Förderortes. Der Vielfalt soll
dabei Rechnung getragen werden.

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Stadt Bochum Infos:Stadt Bochum und Hebammenzentrale freuen sich über 1.000 Vermittlungen werdender Mütter

links nach rechts: Tobias Mikus, Verwaltungsleiter Gesundheitsamt Bochum; ASB-Geschäftsführerin Fiona Rode; Hebamme Josefine Wörmann; die werdende Mutter Katharina Templin; Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und Jennifer Kopp, Mitarbeiterin Hebammenzentrale.
links nach rechts: Tobias Mikus, Verwaltungsleiter Gesundheitsamt Bochum; ASB-Geschäftsführerin Fiona Rode; Hebamme Josefine Wörmann; die werdende Mutter Katharina Templin; Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und Jennifer Kopp, Mitarbeiterin Hebammenzentrale.

Oberbürgermeister Thomas Eiskirch hat sich am Mittwoch, 4. September, bei der Hebammenzentrale Bochum für die Vermittlung der eintausendsten werdenden Mutter an eine Hebamme bedankt: „Meinen herzlichen Dank, dass Sie diese Arbeit auf so wunderbare Art und Weise machen. Die Hebammenzentrale ist eine weitere Anlaufstelle, um werdende Eltern zu unterstützen, ein echter Fortschritt für Familien in Bochum. Toll, dass das Angebot auch ankommt.“

 

Die Hebammenzentrale hat seit ihrer Eröffnung vor gut eineinhalb Jahren gut zu tun und ist erfolgreich dabei: „In diesem Jahr konnten wir jede Schwangere vermitteln und mussten niemandem absagen und darauf sind wir auch stolz“, freut sich Fiona Rode, die Geschäftsführerin des Ortsverbandes Bochum des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB), die die Hebammenzentrale betreibt. „Wir bekommen mittlerweile auch Anfragen aus Bochums Nachbarstädten und denken deshalb auch über Kooperationen mit den Nachbarstädten nach.“

 

Mit mittlerweile 53 registrierten Hebammen können die Mitarbeiterinnen der Vermittlungszentrale einerseits Hebammen an werdende Mütter und andererseits werdende Mütter an Hebammen vermitteln. Eine Arbeit, von der beide Seiten profitieren. Die erste Kontaktaufnahme läuft unkompliziert und ist jederzeit über die Website www.hebammenzentrale-bochum.de möglich. Die Hebamme Josefine Wörmann hatte über eine Kollegin das erste Mal von dieser Möglichkeit gehört. „Das war ein einfacher und unkomplizierter Kontakt und ist für mich ist es total entspannt mit der Vermittlungshilfe zu arbeiten.“ So sieht es auch die werdende Mutter Katharina Templin. Sie ist die tausendste Schwangere, die die Mitarbeiterinnen der Hebammenzentrale vermittelt haben. „Ich habe mich über die Website registriert und dann schnell eine Rückmeldung erhalten. Das war ein sehr freundlicher Kontakt und der erste Vorschlag hat direkt gepasst“, lächelt die werdende Mutter mit Blick auf ihre Hebamme Josefine Wörmann.

 

Geburten in Bochum

Die Geburtenrate in Bochum steigt seit mehreren Jahren: Während in 2016 noch 3.151 Kinder zur Welt gebracht wurden, waren es in 2017 3.257 und in 2018 3.457. Insgesamt gibt es in Bochum 123 Hebammen, dazu gehören neben den freiberuflich arbeitenden auch Krankenhaus-Hebammen und solche die beim städtischen Gesundheitsamt arbeiten. Letzteres greift auch auf die Vermittlung durch die Hebammenzentrale Bochum zurück und betreut über 300 Familien in Bochum. Ein weiteres gemeinsames Projekt des ASB und des Gesundheitsamtes Bochum ist das Angebot von Erste-Hilfe-Kursen im Säuglings- und Kindesalter und in Leichter Sprache.

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Stadt Bochum Infos:„Zusammen:warnen“ – Landesweiter Sirenentest startet in Bochum

Warntag
Warntag

Es war fast wie zu Silvester: gebannt blicken alle Menschen in der rappelvollen Leitstelle der Bochumer Feuerwehr auf die große Uhr. 5,4,3,2,1. Sämtliche Medienvertreterinnen und Medienvertreter, Feuerwehrmänner und Gäste warten auf den großen Moment. Pünktlich um 10 Uhr drückt NRW-Innenminister Herbert Reul auf den Knopf. Wenige Sekunden später heult die Sirene los. Der Test klappt. Der Minister lächelt. „Unser Ziel ist es, ein Bewusstsein in der Bevölkerung für das Thema Warnung zu schaffen“, sagt Reul.

 

Dass der zweite landesweite Warntag in Bochum startete, ist kein Zufall, denn Bochum ist gut aufgestellt, setzt auf einen durchdachten Mix mehrerer Warnmöglichkeiten. „Aktuell sind sechs Sirenen auf städtischen Gebäuden installiert. Für das kommende Jahr sind bereits weitere sechs Sirenenstandorte in Planung, so dass dann bereits etwa 60 Prozent des Stadtgebietes abgedeckt werden“, so Oberbürgermeister Thomas Eiskirch. „2023 werden wir ein flächendeckendes Sirenennetz in Bochum haben“. Die ersten sechs Sirenen wurden aus Landesmitteln, die weiteren 14 werden aus städtischen Mitteln bezahlt.  Aktuell stehen Sirenen bereits an folgenden Stellen: Rathaus Wattenscheid, Historisches Rathaus, Werner-von-Siemens-Schule, Bezirksverwaltungsstelle Bochum-Ost, Freiwillige Feuerwehr Stiepel und Bezirksverwaltungsstelle Bochum-Südwest. 

 

Neben der Warnung durch Sirenen setzt die Stadt vier Warnfahrzeuge ein. Bei diesen Fahrzeugen handelt es sich um normale PKW, die mit einer mobilen Sirenen- und Durchsagenanlage ausgestattet sind und Warntöne als auch Durchsagen abspielen können.

 

Zusätzlich werden innerhalb des Stadtgebietes die im Stadtgebiet verteilten digitalen Werbeträger (u,.a. DSM/Ströer Deutsche Medien) sowie die Anzeigetafeln der BOGESTRA  genutzt. Auch sie wurden zum Warntag getestet. Durch die Stadt Bochum und die Feuerwehr werden ebenfalls die Warnmöglichkeiten über Social Media (Facebook, Twitter, Instagram) genutzt. Last but not least weist die kostenfreie App „NINA“, das vom Bund initiierte Warnsystem, auf Gefahrenlagen hin.

 

„Damit ist die Stadt Bochum sehr strukturiert und gut für die Warnung bei außergewöhnlichen Ereignissen aufgestellt“, lautet das Fazit des Oberbürgermeisters.

 

Aufgrund der Bedeutung wird der Warntag ab 2020 sogar bundesweit durchgeführt. So soll dafür gesorgt werden, dass die richtige Reaktion auf eine Warnung den Menschen im Ernstfall in ganz Deutschland immer präsent ist.

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Prof. Michael ten Hompel präsentiert im BMVI wegweisendes Logistikkonzept für die Zukunft

Prof. ten Hompel im BMVI bei der Präsentation seines Logistikkonzepts für die Zukunft.  wuermser.communications
Prof. ten Hompel im BMVI bei der Präsentation seines Logistikkonzepts für die Zukunft. wuermser.communications

Bei der Vorstellung des Innovationsprogramms Logistik 2030 des
Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) am 4.
September 2019 in Berlin hat Prof. Michael ten Hompel, geschäftsführender
Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik
IML, ein wegweisendes Logistikkonzept präsentiert: Es soll Deutschland zur
Marktführerschaft in einer Plattformökonomie verhelfen.

Die Digitalisierung und künstliche Intelligenz werden bisherige
Geschäftsmodelle völlig auf den Kopf stellen. Aus dem Zusammenspiel von
Plattformen, künstlicher Intelligenz und interagierenden Systemen entsteht
eine Welt, in der Daten über alle Grenzen hinweg kommuniziert werden
müssen. Damit deutsche Unternehmen in dieser entstehenden
Plattformökonomie konkurrenzfähig sind, müssen die Weichen jetzt gestellt
werden – und die Logistik wird dabei zur Schlüsselbranche. Das betonte ten
Hompel am 4. September in Berlin. »Die Potenziale für den Einsatz
künstlicher Intelligenz in der Logistik sind enorm und die Logistik wird
die erste Branche sein, in der sich KI-Verfahren massenhaft durchsetzen
werden. Wer die Logistikketten der Welt steuert, der steuert die
Wirtschaft der Welt«, so ten Hompel.

»Im Privatkundenbereich (B2C) ist die Chance vertan. Plattformen wie
Amazon, Uber oder Alibaba haben als Monopolisten längst
gesamtwirtschaftliche Geschäfts- und Logistikprozesse übernommen. Die
logistische Marktführerschaft im Bereich der B2B-Plattformen wird gerade
erst entschieden. Gewinnen werden digitale Plattformen und KI-Algorithmen,
die die gesamte Logistik und damit wesentliche Teile der Wirtschaft
durchdringen. Es entsteht ein Silicon Valley des B2B-Wettbewerbs, die
Silicon Economy«, erklärt ten Hompel weiter. Wie diese Silicon Economy
konkret aussehen kann und welche Schritte jetzt nötig sind, um sie
umzusetzen, hat ten Hompel in einem Impulsvortrag im Rahmen der
Vorstellung des Innovationsprogramms durch Andreas Scheuer, Bundesminister
für Verkehr und digitale Infrastruktur, am 4. September im BMVI in Berlin
präsentiert. Dazu gehörten auch konkrete Entwicklungen des Fraunhofer IML,
in denen verschiedene Schlüsseltechnologien bereits umgesetzt sind.

Den gesamten Vortrag und die Vorstellung des Innovationsprogramms Logisitk
2030 finden Sie hier im Video: https://youtu.be/NY7PUAgA4k4?t=3892

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