Stadt Bochum Infos:Professor Hans-Rudolf Jaskulsky erhält Verdienstkreuz am Bande
Für sein langjähriges Engagement im kulturellen Bereich hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Professor Hans-Rudolf Jaskulsky mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. In Vertretung für Oberbürgermeister Thomas Eiskirch überreichte Bürgermeisterin Gabriela Schäfer die Auszeichnung am Mittwoch, 30. Mai, feierlich im Bochumer Rathaus an den emeritierten Professor der Ruhr-Universität Bochum (RUB).
Hans-Rudolf Jaskulsky war von 1979 bis 2016 Universitätsmusikdirektor (UMD) am Musischen Zentrum der RUB. Zahlreiche Publikationen und die Zusammenarbeit mit verschiedenen Musikhochschulen und musikwissenschaftlichen Instituten prägten seine Arbeit über viele Jahre. Im Jahr 2008 wurde er zum Honorarprofessor der Folkwang Universität der Künste in Essen ernannt.
1991 gründete er in Bochum einen Kammerchor, das „Collegium Vocale“, und ein Kammerorchester, das „Collegium Instrumentale“, und baute beide über die Jahre zu erstklassigen Gruppen auf. Diese Ensembles, die offen für alle Menschen an der Universität und darüber hinaus sind, sah er stets als ehrenamtliche kammermusikalische Ergänzung zu Universitätsorchester und –chor, deren Leitung Teil seiner beruflichen Aufgaben war. Beide Kammer-Ensembles waren bis 2015 unter dem Dach des Musischen Zentrums der RUB organisiert, inzwischen sind sie selbstständig als eingetragener Verein organisiert. Dessen Gründung geht auf Initiative von Herrn Professor Jaskulsky zurück. Damit hat er eine Perspektive für die beiden Ensembles entwickelt, für die er auch weiterhin als künstlerischer Leiter ehrenamtlich tätig ist – und das auf höchstem Niveau.
Unter seiner Leitung entwickelte sich auch eine fruchtbare Zusammenarbeit mit den Bochumer Symphonikern. Darüber hinaus lag ihm der Aufbau und die Pflege zahlreicher nationaler und internationaler Kulturkontakte am Herzen. Professor Jaskulsky vernetzte sich mit anderen Universitätsmusikern und pflegte den Austausch mit internationalen Ensembles, nicht zuletzt durch zahlreiche Gastspielreisen.
1986 gründete Professor Jaskulsky den Westdeutschen Kammerchor mit Sängerinnen und Sängern aus ganz Nordrhein-Westfalen und Sitz in Bochum, den er bis zum Jahr 1991 leitete.
Der 1998 erfolgte Bau einer großen Konzertorgel im Auditorium der RUB war für Professor Jaskulsky Impuls, die Konzertreihen „Klangwelten“ und „Lunchtime–Orgel“ zu etablieren, die von den Besuchern aus der ganzen Region angenommen werden. Darüber hinaus organisierte er Festivals, Meisterklassen und Orgelwettbewerbe. Auch das Internationale Chorfestival Ruhr „a capella“, das in den Jahren 1995–2008 sechsmal in Bochum und der Region Ruhr stattfand, geht auf seine Initiative zurück. Immer wieder hat er renommierte Künstlerinnen und Künstler zu Auftritten nach Bochum geholt und war seinerseits ein Kulturbotschafter für die Region.
Seit 1998 ist Jaskulsky Vorsitzender des Internationalen Arbeitskreises für Musik e. V. (IAM) und seit 2012 Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände e. V. (BDC). Er hat sich um das gesamtdeutsche Chorwesen - weit über die Grenzen Nordrhein-Westfalens hinaus – verdient gemacht.
- Aufrufe: 111