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Stadt Bochum Infos:Schauspielhaus Bochum,Premieren und Pläne für Juni & Juli 2017: Changing of the Guard / neue Arbeit von kainkollektiv / letzte Inszenierung von Martina van Boxen

Schauspielhaus Bochum
Schauspielhaus Bochum

Monatsspielplan für Juni/Juli 2018 im Anhang als PDF (Download: http://www.schauspielhausbochum.de/download/11709/juni_juli2018_schauspielhausbochum.pdf Alle Termine finden Sie auch auf unserer Website: http://www.schauspielhausbochum.de/spielplan/2018-06/

Changing of the Guard /  neue Arbeit von kainkollektiv / letzte Inszenierung von Martina van Boxen

Nach einer intensiven Spielzeit unter der einjährigen Intendanz von Olaf Kröck mit insgesamt rund 30 Uraufführungen und Premieren verabschieden wir uns im Juni/Juli mit sieben letzten Premieren von Bochum. Die neuen Arbeiten u. a. von Ari Benjamin Meyers, kainkollektiv und Martina van Boxen zeigen noch einmal eine große Bandbreite unseres Programms.

 

Ari Benjamin Meyers, der im Rahmen des „Detroit-Projekts“ „Just in time, just in sequence“ mit über 400 Bochumer Musiker*innen im Schauspielhaus realisiert hatte, entwickelt nun mit „Changing of the Guard“ ein neues Großprojekt, das ganz Bochum miteinbeziehen wird. Die Produktion fragt nach der Zukunft von Arbeit. Noch haben wir Arbeit, entstehen neue Berufe und Studiengänge, gibt es Ausbildungsplätze und Jobs, doch wie lange noch? Digitalisierung und Automatisierung ersetzen mehr und mehr Tätigkeiten. Was werden wir tun, wenn wir nicht arbeiten? Ari Benjamin Meyers hat eine neue Musik geschrieben, die er zusammen mit 60 Berufstätigen aus Bochum zu einer Parade und einem öffentlichen Ritual arrangiert. Die Uraufführung ist am 9. Juni auf dem Theatervorplatz.

 

In Kooperation mit den internationalen Performer*innen des „kain Ensembles“ und den Medienkünstlern von „sputnic“ durchquert kainkollektiv zurzeit mit Handkameras ausgestattet Europa von West nach Ost, um aus Sicht unterschiedlicher Biografien und Identitäten den Krisen und Potenzialen des Kontinents nachzuspüren. Europas Träume und Geschichte werden neu vermessen. Zur Uraufführung von „Western Dreams and Eastern Promises“ auf der Bühne der Zeche 1 am 30. Juni übersprechen die Performer*innen live die Filmbilder, setzen ihre realen Körper in eine Choreografie mit den virtuellen Doubles. Daraus entsteht das „Road Movie/Theatre“: eine intermediale, doku-fiktionale Bühnensituation, in der die Frage des „Nachlebens Europas“, seiner Schatten, Erbschaften und Visionen erfahrbar wird.

 

Die Spieler*innen Lisa Jopt und Pirmin Sedlmeir sind in dieser Spielzeit Ensemblemitglieder des Schauspielhauses. Sie sind, zusammen mit dem Regisseur Robert Gerloff, der Kern des Rumpel Pumpel Theaters. Gemeinsam entwickeln und proben sie Stücke für mobile Bühnenprogramme. Ab dem 2. Juni präsentieren sie nun erstmalig in Bochum ihre neue bunte Szenencollage mit dem Titel „Loli Jackon’s Affenagentur“. Station machen sie mit ihrer mobilen aufgeklappten Bühne an verschiedenen Bochumer Orten unter freiem Himmel: u. a. in Gerthe, Dahlhausen, Wattenscheid, am Kemnader See, auf den Parkplätzen des Hannibal Centers, in Laer, auf dem Universitäts-Campus, vor dem Rathaus und, als „Heimspiel“, auf dem Theatervorplatz.

 

Nach 13 Jahren endet für Martina van Boxen im Sommer die Künstlerische Leitung des Jungen Schauspielhauses Bochum.

13 Jahre erfolgreiche Theaterarbeit für und mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus Bochum und Umgebung, regelmäßige Einladungen zu (inter-)nationalen Festivals, fünf Mal „Hauptschule in Bewegung“, acht Mal „Schulen in Bewegung“, Projekte, an denen hunderte Bochumer Schüler*innen partizipiert haben, sowie viele weitere Kooperationsprojekte mit städtischen und überregionalen Institutionen. Als letzte „Schulen in Bewegung“-Produktion hat Martina van Boxen „Peter Pan“ gewählt, das sie in einer eigenen Bearbeitung, die zusammen mit ihrer Dramaturgin Eva Bormann entstanden ist, für die Kammerspiele inszenieren wird. Die rund 85 beteiligten Schüler*innen im Alter von 12 bis 17 Jahren können sich ihren Interessen entsprechend den Disziplinen Schauspiel, Tanz, Musik, Video, Bühnenbild, Kostüm oder Multimedia und PR zuordnen. Die Premiere ist am 13. Juni in den Kammerspielen. Drei weitere (Jugend)Club-Premieren plant das Junge Schauspielhaus außerdem für Juni/Juli.

Herzliche Grüße aus dem Schauspielhaus Bochum

 

Christine Hoenmanns

 

 

 

Pläne Juni / Juli 2018

 

URAUFFÜHRUNG

Changing of the Guard

Ein öffentliches Ritual von Ari Benjamin Meyers

 

FEIERABEND! Ende der Arbeit. Ab morgen geht keiner mehr arbeiten. Roboter sind klüger, schneller und billiger als wir, sie ersetzen uns in Fabriken, Büros und Praxen. Doch was tun wir, wenn wir nicht arbeiten? Was macht Sinn und was macht Spaß? Wovon und wie werden wir leben? Noch sagen alle: Arbeit wird es immer geben. Wir sagen: Feiern Sie mit uns die Lossprechung von der Arbeit und werfen einen Blick in die Zukunft. Der Künstler Ari Benjamin Meyers hat für „Changing of the Guard“ eine neue Musik geschrieben, die er zusammen mit 60 Berufstätigen aus Bochum zu einer Parade und einem öffentlichen Ritual arrangiert. Feiern Sie mit uns auf dem Theatervorplatz oder begleiten Sie die Parade ab 20:00 Uhr von einem der sechs Startpunkte.

 

Ari Benjamin Meyers (*1972), ausgebildet als Komponist und Dirigent u. a. an der Juilliard School und der Yale University, gilt als Spezialist für spartenübergreifende Produktionen in den Bereichen Film, Kunst und Theater. In seinen jüngsten Einzelprojekten, Ausstellungen und Kompositionen erforscht er Strukturen, die die performative, partizipative und immaterielle Seite der Musik neu definieren. 2014 initiierte Ari Benjamin Meyers im Rahmen des „Detroit-Projekts“ „Just in Time, just in Sequence“. An der damaligen Veranstaltung im Schauspielhaus Bochum wirkten 400 Bochumer Musiker*innen mit und setzen ein kraftvolles Zeichen zum Abschied von der Opel-Fabrik.

 

Konzept, Regie & Komposition: Ari Benjamin Meyers / Text & Dramaturgie: Sabine Reich / Bühne: Cordula Körber / Kostüme: Frederike Marsha Coors / Musikalischer Leiter: Markus Stollenwerk / Chorleiter: Gotthard Lange / Design & Ikonografie: Oktober Kommunikationsdesign, Bochum

 

Mit: Manfred Böll, Therese Dörr, Jost Grix, Tim-Fabian Hoffmann, Sabine Osthoff, Daniel Stock, Anke Zillich und 60 Berufstätigen aus Bochum

Musiker: Moritz Anthes, Anna Betzl-Reitmeier, Marvin Frey, Felix Carlos Fritsche, Daniel Gasenzer, Sebastian Gerhartz, Patrick Hengst, Markus Hofmann, Carsten Langer, Christoph Nünchert, Maximilian Wehner, Jacob Wieder

Mädchen: Mateja Hobbold

 

Uraufführung: 9. Juni 2018, Theatervorplatz

Weitere Termine: 16. & 29. Juni, 14. Juli

 

Startpunkte: Universitätsklinikum Bergmannsheil, Bürkle de la Camp-Platz / Heintzmann Holding GmbH, Bessemerstr. 80 / Springerplatz / Rathausvorplatz / IHK Mittleres Ruhrgebiet, Ostring 30-32 / Agentur für Arbeit, Universitätsstr. 66

 

Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Bochum

 

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URAUFFÜHRUNG

Western Dreams and Eastern Promises

Eine Road Movie/Theatre Performance zwischen Ost- und Westeuropa von kainkollektiv

 

kainkollektiv macht sich mit Handkameras ausgestattet auf zu einem Road Trip durch Europa. Das internationale „kain Ensemble“ durchquert den Kontinent von Ost nach West, um aus Sicht unterschiedlicher Biografien und Identitäten den Krisen und Potenzialen des Kontinents nachzuspüren. Europas Träume und Geschichte werden neu vermessen – irgendwo zwischen Heimat und Apokalypse. Auf der Bühne übersprechen die Performer*innen dann live die Filmbilder, setzen ihre realen Körper in eine Choreografie mit den virtuellen Doubles. Daraus entsteht das „Road Movie/Theatre“: eine intermediale, doku-fiktionale Bühnensituation, in der die Frage des „Nachlebens Europas“, seiner Schatten, Erbschaften und Visionen erfahrbar wird.

 

kainkollektiv besteht im Kern aus Fabian Lettow (*1978) und Mirjam Schmuck (*1984), die als Regisseure, Dramaturgen, Theaterwissenschaftler, Autoren, Musiker und Performer arbeiten und mit unterschiedlichen freien Künstlern und Gruppen aus den Bereichen Theater, Musik, Tanz, bildende Kunst und neue Medien kooperieren. Im Rahmen von „Das Detroit-Projekt“ entwickelten sie „Die Kinder von Opel“. Seit 2012 (bis 2018) erhält kainkollektiv die Spitzenförderung Theater NRW des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft. 2015 wurden sie mit der Konzeptionsförderung sowie dem George Tabori Förderpreis des Fonds Darstellende Künste ausgezeichnet.

 

Regie & Konzept: kainkollektiv (Fabian Lettow, Mirjam Schmuck) & sputnic (Nils Voges) / Bühne: Zdravka Ivandija Kirigin / Kostüme: Alexandra Tivig / Dramaturgie: Mina Novakova / Musik: Rasmus Nordholt-Frieling / Kamera: Juri Beythien / Videoszenografie: Nils Voges

 

Mit: Antoine Effroy, David Guy Kono, Bianca Künzel, Florian Lauss, Kerstin Pohle, Young-Won Song, Lukasz Stawarczyk

 

Uraufführung: 30. Juni 2018, Zeche 1

Weitere Vorstellungen: 1., 2., 7. & 8. Juli

 

Eine Koproduktion mit dem Ringlokschuppen Ruhr. Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, durch die Kunststiftung NRW, durch die Spitzenförderung Theater NRW sowie durch die Rudolf Augstein Stiftung.

 

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URAUFFÜHRUNG

Das Rumpel Pumpel Theater

Mobiles Theater in der Stadt

 

Leihen Sie uns Ihre Augen und halten Sie die Ohren offen! Das Rumpel Pumpel Theater ist unterwegs. Seine Mitglieder eint die Lust auf Kunst, die Liebe zum Spielen und die Neugier auf Orte und Begegnungen. Machen Sie sich bereit für Unterhaltsames und Berührendes, Musikalisches und Tanzbares – bei Ihnen in der Nachbarschaft. Station machen die faszinierenden Charaktere mit ihrer mobilen aufgeklappten Bühne an unterschiedlichen Orten unter freiem Himmel: Sie erleben sie in Gerthe, Dahlhausen, Wattenscheid, am Kemnader See, auf den Parkplätzen des Hannibal Centers, in Laer, auf dem Universitäts-Campus, vor dem Rathaus und, als „Heimspiel“, auf unserem Theatervorplatz. Sie präsentieren eine bunte Szenencollage, eine groteske Story um „Loli Jackon’s Affenagentur“.

 

Mitglieder des Rumpel Pumpel Theaters sind Robert Gerloff (Regie), Maximilian Lindner (Bühne), Johanna Hlawica (Kostüm), Miriam Klebel (Choreografie), Hajo Wiesemann (Musik), Franziska Bald (Produktion), Lisa Jopt, Johannes Lange und Pirmin Sedlmeir (Schauspiel) und Simon Meienreis (Dramaturgie). Gemeinsam entwickeln und proben sie die Stücke des mobilen Bühnenprogramms.

 

Uraufführung: 2. Juni 2018, Theatervorplatz

Weitere Vorstellungen: 6., 9., 14., 20., 22., 29. & 30. Juni, 4. & 12. Juli

Bitte beachten Sie die wechselnden Spielorte in Bochum. Genaue Informationen zu Adressen und Anfahrt erhalten Sie unter www.schauspielhausbochum.de/spielplan/das-rumpel-pumpel-theater

 

Eine Produktion des Rumpel Pumpel Theaters

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PREMIERE

Schulen in Bewegung: „Peter Pan“

in einer Fassung von Martina van Boxen und Eva Bormann

 

Niemals erwachsen werden! Das ist der feste Vorsatz von Peter. Doch wie kann das gehen? Immer umringt von den Waisenkindern, die unaufhörlich seine Geschichten hören wollen, bleibt er am Ende des Tages meist allein zurück. Da begegnet ihm Glöckchen, eine Fee, und zeigt ihm den Weg nach Nimmerland. Dort werden seine Träume Wirklichkeit. Er findet ein Zuhause.  Zum nunmehr achten Mal erhalten Schüler*innen aus sechs verschiedenen Schulformen im Rahmen von „Schulen in Bewegung“ die Möglichkeit, unter der Leitung von Künstler*innen und Mitarbeiter*innen des Schauspielhauses Bochum ein genreübergreifendes Theaterstück zu entwickeln. Die Schüler*innen können sich ihren Interessen entsprechend den Disziplinen Schauspiel, Tanz, Musik, Video, Bühnenbild, Kostüm oder Multimedia und PR zuordnen.

 

Künstlerische Leitung: Martina van Boxen / Schauspiel: Martina van Boxen, Jens Niemeier / Tanz: Arthur Schopa / Musik: Manuel Loos, Maria Trautmann / Bühne: Angela Weyer / Kostüme: Mara Zechendorff / Video: Michael Habelitz / Multimedia & PR: Christopher Deutsch, Anna Schopa / Dramaturgie: Eva Bormann, Miriam Wendschoff

 

Mit: ca. 85 Spieler*innen im Alter von 12 bis 17 Jahren

 

Premiere: 13. Juni 2018, Kammerspiele

Weitere Vorstellungen: 14., 18., 20., 21. & 28. Juni

 

Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Mit freundlicher Unterstützung der Evangelischen Kirchengemeinde Dahlhausen, Matthias-Claudius-Haus

 

Im Spielplan des Jungen Schauspielhauses sind außerdem folgende Premieren geplant:

 

 

PREMIERE IN DER JVA

„Drei alte Männer wollen nicht sterben“

von Suzanne van Lohuizen

Unter dem Label „Club in der JVA“ entwickelte Sandra Anklam bereits zwischen 2009 und 2012 mit strafgefangenen Männern der JVA Bochum verschiedene Theaterabende: 2012 ein Stück nach Motiven von „Warten auf Godot“ von Samuel Beckett, 2011 „Und weil der Mensch ein Mensch ist …“, 2010 „Sein letztes Wort“ und 2009 „Die Gedanken sind frei“, u. a. im Kirchraum, in der Anstaltsschreinerei und im Innenhof der JVA Bochum.

2018 arbeitet sie nun erneut mit Strafgefangenen der JVA Bochum eine Theaterproduktion: „Drei alte Männer wollen nicht sterben“ von Suzanne van Lohuizen. Alles beginnt für die Männer mit einem Brief. Der besagt, dass sie sterben müssen. Sie sind doch aber längst nicht fertig – sie wollen noch den höchsten Berg besteigen, frühstücken, sich streiten, die Liebe erleben, aufräumen. Doch das Leben hat seine Zeit. Genau wie der Tod.

Regie: Sandra Anklam

  1. Juli 2018, 15:30 & 18:00 Uhr, JVA Bochum

(Pforte 2 an der Karl-Lange-Straße, 44791 Bochum)

 

INTERGENERATIONELLER CLUB

„Ich bin nicht Dornröschen“

Ein Stück von und mit 16 Frauen von 15 bis 74 Jahren

You are born, and so you’re free. Denkst du, dass Frauen bereits genügend emanzipiert sind? Würdest du dich trauen hier von deiner Sexualität zu erzählen? Verdienst du genauso viel Geld wie deine männlichen Kollegen? Was, wenn Geschlechterrollen nichts anderes wären als eine alltägliche Performance? 16 Spielerinnen befragen sich selbst und streifen Geschichten von Frauen. Alle anders, alle gleich!?

Leitung: Ruth Hengel & Elena Holzheime

  1. Juni 2018, 18:00 Uhr, Theater Unten

 

JUGENDCLUB-PREMIERE

Club 4 – Expertus: „Freie Sicht“

von Marius von Mayenburg

Im Club „Expertus“ sind Jugendliche und junge Erwachsene ab 14 Jahren beteiligt, die schon Bühnenerfahrung gesammelt haben. Sie erarbeiten in dieser Spielzeit Marius von Mayenburgs Stück „Freie Sicht“. Sind die Kinder, die arglos auf der Straße spielen, wirklich so harmlos? Was ist mit dem Mädchen, das mitten in der Nacht auf einem gut bewachten Parkplatz ein Paket in einem Mülleimer deponiert? Sollte man nicht die Polizei verständigen?

Leitung: Alexander Ritter

  1. Juni 2018, 18:00 Uhr, Theater Unten

 

 

 

EVE BAR Programm im Juni / Juli:

 

Konzerte, Klub, Theater und Diskurs

 

+++ Weiterträumen #2-4 Talkreihe: Die Reihe widmet sich vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Formen und Ideen von Revolution und sozialen Bewegungen. #2: Filmvorführung von #direnayol (Kanka Productions, OmeU) und anschließendes Gespräch mit dem Regisseur Rüzgâr Buşki. Der Film fängt während der Istanbuler Pride 2013 Erzählungen, Statements und Erfahrungen von LGBTIQ-Aktivist*innen kurz nach dem Aufstand im Gezi Park ein (7.6.). #3: Historiker Gerd Koenen im Gespräch über die „Transzendenz der Verhältnisse“: Was bewegt Menschen dazu, das Aktuelle überwinden zu wollen und woher nehmen sie die Kriterien für eine „bessere“ Welt? (13.6.). #4: Unter den Vorzeichen „Besitz statt Eigentum“ und „Beitragen statt Tauschen“ diskutieren wir mit Wirtschaftswissenschaftlerin, Autorin und Aktivistin Dr. Friederike Habermann ihren Ansatz der „Ecommony“ (21.6.). +++ placetobetween #6+7 Klubnächte: Zweimal noch wird die Tanzfläche Resonanzraum elektronischer Musik, politischer Agenden, queer-feministischer Stimmen und Sounds entgegen gesetzter Normalitäten. #6: Gemeinsam mit DJ Juba (All-female-Kollektiv Boko!Boko!) und She’s drunk (Through my speakers) starten die Produzentin und DJ Mina und Rapper Bryte ihre Europa-Tour (22.6.). #7: Mit einem rauschenden, queer-elektronischenLiveset von r-less und DJ-Sets von Liyo  Gong (He4rtbroken, Brüssel), FAM_ und aua&angst verabschiedet sich der placetobetween aus der Eve Bar (7.7.).  +++ Songs & Lyrics by… Konzert und Talk: Gast von Max Kühlem ist Gregor Schwellenbach. Der Musiker hat anlässlich des 20. Jubiläums des Elektro-Labels Kompakt 20 Stücke für Instrumente bearbeitet und präsentiert sie an diesem Abend solo – Techno am Klavier (14.6.). +++ Speedtalking Sprachbarrieren überbrücken und Kontakte herstellen: Bochumer*innen mit und ohne Fluchthintergrund kommen zusammen und lernen sich kennen. Sie tauschen sich fünf Minuten aus, danach wird gewechselt (29.6.). +++ Stößchen! Ein Abend am anderen Ufer: Zum unwiderruflich letzten Mal pumpen Diven und Bardamen, zarte und harte Jungs des Ensembles nicht nur Sektchen, sondern auch ein Best-of der letzten Ausgaben, Musik, Showprogramm, Party und schmutzig-warme Liebe in die schwul-lesbische Szene im Kohlenpott (30.6.). +++ Raus aus dem Loch... Auszugsrevue: Das Ensemble verabschiedet sich aus der Eve Bar. Eingerichtet von Maren Watermann vermengen sich Highlights der Spielzeit und aufgeschobene Träume zur schmackhaftesten Programm- Bowle, die je zu einem Abschied gereicht wurde (4.7.).

 

http://www.schauspielhausbochum.de/spielplan/eve-bar/

www.facebook.com/evebarbochum

 

 

Special

 

Bochumer Theaterpreis 2018

Feierliche Preisverleihung Der Freundeskreis Schauspielhaus Bochum e.V. verleiht den diesjährigen Theaterpreis – ein Symbol für die besondere Verbundenheit seiner Mitglieder mit dem Schauspielhaus. Neben einem Preis in der Sparte „Arrivierte Künstler“ und „Nachwuchs“ erhält das gesamte Ensemble in diesem Jahr einen Ensemblepreis für seine herausragende Leistung in der Spielzeit 2017/2018. Alle Theaterinteressierten sind herzlich eingeladen!

  1. Juni, Kammerspiele

 

 

Bitte beachten Sie die Änderungen in unserem aktuellen Spielplan, die sich leider erst nach Drucklegung ergeben haben:

 

Vorstellungsausfälle im Schauspielhaus wgn. einer Erkrankung im Ensemble

Zusatzvorstellung „Istanbul“ am 1. Juni

 

Aufgrund einer Erkrankung von Ensemblemitglied Johanna Eiworth bis zum Ende der Spielzeit muss das Schauspielhaus einige Vorstellungsänderung und -ausfälle bekanntgeben. Die Produktionen „The Humans. Eine amerikanische Familie“ im Schauspielhaus, „Maria Stuart“ in den Kammerspielen und „Geschlossene Gesellschaft“ im Theater Unten können leider nicht mehr gespielt werden und mussten daher komplett aus dem laufenden Spielplan gestrichen werden.

 

Folgende Änderungen und Ausfälle ergeben sich daher im Detail:

 

Am 8. und 18. Mai entfällt „The Humans. Eine amerikanische Familie“ ersatzlos, ebenso entfällt am 19. Mai, 20. Juni und am 12. Juli „Geschlossene Gesellschaft“ und am 13. Juli „Maria Stuart“. Die Theater Unten-Produktion „Finnisch“, ein Soloabend mit Ensemblemitglied Dennis Herrmann, zeigt das Schauspielhaus anstelle von „Geschlossene Gesellschaft“ am 9. Mai und am 18. Juni. Die für den 1. Juni angekündigte Vorstellung von „Der Kontrabass“ mit Roland Riebeling findet nun stattdessen am 11. Juni statt (und „Geschlossene Gesellschaft“ entfällt an diesem Termin). „Jugend ohne Gott“ in der Regie vom Martina van Boxen zeigt das Schauspielhaus am 20. Mai anstelle von „Maria Stuart“ und am 1. Juni hat das Team von der Königsallee – auch aufgrund der großen Publikumsnachfrage – für die entfallende „Maria Stuart“-Vorstellung eine zusätzliche Vorstellung von „Istanbul“ in den Spielplan aufnehmen können.

 

Das Schauspielhaus bittet sein Publikum um Verständnis!

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Stadt Bochum Infos:Hochschule Bochum, Bochumer Architektur-Vortragsreihe rund um das digitale Planen und Bauen

Veranstaltungsposter
Veranstaltungsposter

Vortragsreihe des Bochumer Fachbereichs Architektur rund um das digitale Planen und Bauen
"Real digital"
Die Zukunft des Bauens ist digital. Entsprechend verändert sich Architektur in allen Bereichen, vom Entwurf über die Planung und Fertigung bis hin zu ihrer Nutzung. Was macht die Digitalisierung mit unserer Baukultur? Die Hochschule Bochum greift diese Fragen in ihrer renommierten Vortragsreihe, den Summer Talks 2018 auf und gibt exemplarische Einblicke und Denkanstöße.
Unter dem Titel "Real Digital" stellt der Bochumer Fachbereich Architektur zum bewährten Termin im Sommersemester jeweils donnerstags ab 18 Uhr in der Blue Box sechs Architekturbüros und Forschungsteams aus vier Ländern vor, deren Werkberichte Aspekte des durch digitale Instrumente und Möglichkeiten veränderten Arbeitens spiegeln.
Los geht's am 17. Mai mit Julian Amann vom Züricher Büro Kaulquappe, der den Besuchern der Vortragsreihe das Building Information Modeling BIM näherbringt - so, wie das Schweizer Team auch seine Kunden auf dem Weg in eine digitale Zukunft unterstützt.
Die weiteren "Talks":
.       Am 16. Juni präsentiert Jan Schellhoff von UNStudio Amsterdam die entgrenzten Möglichkeiten des "Computational design"
.       In wie weit ausgerechnet vage unpräzise Aspekte des Planens und Bauens von der Digitalisierung profitieren können, das stellt Prof. Stefan Rutzinger von der Universität Innsbruck am 21. Juni 2018 anhand des Wirkens des Büros "soma" (Wien/Innsbruck) vor.
.       Am 28. Juni steht die digitale Produktivität mit ihren modernen Werkzeugen im Mittelpunkt, fokussiert durch Steffen Riegas vom Baseler Architekturbüro Herzog&deMeuron.
.       Hannes Mayer, Mitglied der Gruppe Gramazio Kohler Research der ETH Zürich, zeigt am 5. Juli Beispiele aus ihrem Wirken und damit Ausblicke auf eine robotische und digital geprägte Welt.
.       Den Abschluss der Summer Talks schließlich bildet am 12. Juli 2018 der "Ausflug" zum verhaltensbasierten Ansatz des Instituts für Computerbasiertes Entwerfen der Universität Stuttgart, der digitale Entwurfsprozesse und robotische Fertigung miteinander verbindet.
Der Besuch der Vortragsreihe im Fachbereich Architektur der Hochschule Bochum wird von der Architektenkammer NRW als Fortbildungsveranstaltung anerkannt. Teilnahmebescheinigungen können vor Ort gegen eine Bearbeitungsgebühr erhalten werden.

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Stadt Bochum Infos:Hochschule Bochum, Belgische Delegation informierte sich über Erdwärmenutzung in Bochum

Der flämische Energieminister Bart Tommelein besuchte am 7. Mai das Internationale Geothermiezentrum (GZB) in Bochum. Dort begrüßten ihn der Präsident der Hochschule Bochum., Prof. Dr. Jürgen Bock (links) und GZB-Leiter Prof. Dr. Rolf Bracke (rechts).
Der flämische Energieminister Bart Tommelein besuchte am 7. Mai das Internationale Geothermiezentrum (GZB) in Bochum. Dort begrüßten ihn der Präsident der Hochschule Bochum., Prof. Dr. Jürgen Bock (links) und GZB-Leiter Prof. Dr. Rolf Bracke (rechts).

Flämischer Energieminister Bart Tommelein besucht Geothermiezentrum
Belgische Delegation informierte sich über Erdwärmenutzung in Bochum

Über die Nutzungs- und Entwicklungsmöglichkeiten von Erdwärme informierte sich gestern Bart Tommelein, stellvertretender Ministerpräsident und Energieminister der flämischen Regionalregierung, beim Internationalen Geothermiezentrum Bochum. Begrüßt wurden er und seine achtköpfige Delegation von Hochschulpräsident Prof. Dr. Jürgen Bock und dem Leiter des Geothermiezentrums, Prof. Dr. Rolf Bracke.
Prof. Bracke erläuterte, wie bedeutsam die Erdwärmenutzung in Zeiten der Umstellung auf erneuerbare Energien zukünftig wird; schließlich fällt heute mehr als die Hälfte des Energiebedarfs auf die Erzeugung bzw. Nutzung von Wärme. Für eine Konversion der Fernwärmesysteme in der Region Rhein-Ruhr setzt das Internationale Geothermiezentrum in Bochum auf die saisonale Speicherung von industrieller Abwärme und solarer Wärme in den untertägigen Bereichen der ehemaligen Steinkohlenbergwerke. Hinzu kommt die Nutzung der Tiefengeothermie. Dabei wird Thermalwasser aus Karbonatgesteinen gefördert, energetisch genutzt und danach abgekühlt wieder zurück in den Untergrund geleitet. Die Römer haben dies bereits vor 2000 Jahren in Aachen erfolgreich praktiziert.
Auch tief unter den Kohleschichten des Ruhrgebiets vermuten die Forscher in ähnlicher Tiefe solches thermalwasserführendes Gestein. Ähnliche geologische Bedingungen finden sich auch auch in Holland und Belgien. Und auch dort gilt es, in Zukunft den hohen Bedarf an Wärmeenergie mehr und mehr mit erneuerbaren Energien zu decken. Da liegt es nahe, in diesem Bereich zusammenzuarbeiten .
Der Besuch von Minister Bart Tommelein erfolgte übrigens im Anschluss an ein Treffen mit NRW-Wirtschafts- und Energieminister Andreas Pinkwart in Düsseldorf. Der hatte sich noch im Dezember persönlich in Bochum über die Pläne des Geothermiezentrums informiert.

Das Internationale Geothermiezentrum (GZB) wurde 2003 als Verbundforschungseinrichtung der Wirtschaft und der Wissenschaft in Bochum gegründet. Mittlerweile sind weltweit ca. 15 Universitäten aktiv im GZB vertreten und werden durch weitere Institutionen des öffentlichen Rechts ergänzt.

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Stadt Bochum Infos:350 Bochumerinnen und Bochumer zum Europatag in der Christuskirche

Lesung Robert Menasse
Lesung Robert Menasse

Rund 350 Menschen nahmen am Dienstag, 8. Mai, auf Einladung der evangelischen Kirche Bochum und der Stadt in der Christuskirche an einer Lesung mit Diskussion zum Europatag teil. Prominenter Gast bei der Veranstaltung war der Schriftsteller Robert Menasse, der Passagen aus seinem großen europäischen Roman „Die Hauptstadt“ vortrug und anschließend mit Zuhörerinnen und Zuhörern diskutierte.

 

Superintendent Dr. Gerald Hagmann eröffnete den Abend mit einer Erinnerung an die Gründung der Europäischen Union. „Vor 68 Jahren wurde die Idee geboren, dass wir uns fortan so in- und miteinander verwickeln, dass es nie wieder Krieg geben kann.“ Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch stellte den Bezug zum Ort der Veranstaltung her und verwies auf den Platz des Europäischen Versprechens vor der Christuskirche, in dessen Boden die Namen von Bürgerinnen und Bürgern eingelassen sind, die sich für Europa stark machen. „Es ist heute wieder deutlich geworden, wie sinnvoll es ist, ins Gespräch zu kommen über die dort gegebenen tausend stillen Versprechen“, so Eiskirch in seinem Schlusswort.

 

Nach der Lesung hatten sich zwei Schülerinnen und ein Schüler der Hildegardis-Schule, der Bochumer Unternehmer Michael Mauer und Nikolai Fuchs von der GLS Treuhand eine engagierte Diskussion mit Robert Menasse geliefert. Unter der Moderation von Dr. Ralph Köhnen von der Literarischen Gesellschaft Bochum ging es um Themen wie europäische Gemeinsamkeiten und Kulturpolitik, aber auch Kritik an der supranationalistischen Organisation der EU. Im Anschluss warb Menasse für das European Balcony Project: Auf geschichtsträchtigen Balkonen in ganz Europa soll im November die Republik Europa ausgerufen werden. Zur Durchführung des Projekts läuft derzeit – noch bis zum 19. Mai – ein Crowdfunding-Project. Der Autor freut sich über Unterstützung: https://wemakeit.com/projects/the-european-balcony-project.

 

Christuskirchen-Pfarrer Thomas Wessel zog nach der Veranstaltung ein positives Fazit: „Ich bin froh, dass die städtische Öffentlichkeit da war und gesagt hat: Wir sind eine europäische Stadt.“

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