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Regional

Siebenmal in der Woche Fleisch: Essen wir unseren Planeten auf? Prof. Dr. Jan Ehlers, Vizepräsident der Uni Witten/Herdecke, spricht im Rahmen der Bürgeruni

Prof. Dr. Jan Ehlers  UW/H
Prof. Dr. Jan Ehlers UW/H

Die Domestikation von Tieren begann vor weit mehr aus 100.000 Jahren.
Damit einhergehend ergab sich auch eine Einteilung in verschiedene
Gruppen, die in den letzten Jahrzehnten immer schärfer wurde. Hal Herzog,
Professor für Psychologie an der Western Carolina University und Experte
für Mensch-Tier-Beziehungen, schreibt von Tieren „die wir lieben, die wir
hassen, die wir essen“. Und mit diesen Gruppen gehen wir sehr
unterschiedlich um. Darüber spricht Prof. Dr. Jan Ehlers, Vizepräsident
der Uni Witten/Herdecke, in seinem Vortrag „Siebenmal in der Woche
Fleisch: Essen wir unseren Planeten auf?“ im Rahmen der Bürgeruni (14.
Mai, 20 Uhr, Haus Witten, Ruhrstraße 86).

„Keine Angst! Es wird keine magischen Rituale geben und niemand wird
während der Veranstaltung gezwungen, vegan zu werden“, erläutert Ehlers,
der von Haus aus Tierarzt ist und sich selbst ohne tierische Produkte
ernährt. „Ganz im Gegenteil, jeder soll nach seiner Façon glücklich
werden. An diesem Abend wollen wir uns nur darüber austauschen, ob das
auch für Tiere gilt. Überhaupt wird sich der Vortrag um das Verhältnis von
uns Menschen zu Tieren drehen und vor allem, wie sich dieses über die Zeit
verändert hat.“

In den letzten Jahrhunderten galten gerade Nutztiere als wertvoller Besitz
und der Konsum von Lebensmitteln tierischen Ursprungs war etwas
Besonderes. In den letzten Jahrzehnten hat der Konsum von Fleisch,
Milchprodukten und Eiern auch in Deutschland extrem zugenommen. Ehlers:
„Während Begleittiere wie Hunde und Katzen immer mehr zu
Familienangehörigen werden, verbannen wir Nutztiere aus unserer Sicht in
industrielle Produktions- und Schlachtstätten. Den Ursprung des Produktes,
das lebende Tier und seine Haltung, wollen viele möglichst nicht in der
Realität sehen. Diesen zunehmend paradoxen Umgang mit Tieren will ich in
meinem Vortrag beleuchten und gerne mit allen Interessierten diskutieren.“

Dazu kommt der hohe Ressourcenaufwand und die negativen Folgen, die bei
der industriellen Produktion tierischer Lebensmittel anfallen: ein hoher
Flächen- und Wasserverbrauch, die Belastung des Bodens und des
Grundwassers, die Bedrohung des Regenwaldes durch Futtermittelimporte,
vermehrter Antibiotikaeinsatz bei der Fütterung, Entstehung und
Verbreitung multiresistenter Keime, die Emission von Treibhausgasen und
die Verfütterung von Getreide an Tiere statt an Menschen, die Hunger
leiden.

Als Gegenbewegung gibt es eine immer größer werdende Gruppe von sich
vegetarisch oder vegan ernährenden Menschen oder auch von Menschen, die
auf den Konsum tierischer Lebensmittel nicht verzichten wollen, diesen
aber einschränken und bewusster darauf achten, woher diese stammen.

Im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung gibt es mittlerweile auch
die sogenannte „Beyond Meat“-Bewegung, die Fleisch „in vitro“, also im
Labor künstlich, herstellt. Dies geschieht in der Petrischale oder mit 3D-
Druckern.

„Ich erhoffe mir von dem Vortrag, dass wir uns gemeinsam unser Verhältnis
zu Tieren bewusst machen, dass wir unseren Konsum auch hinsichtlich einer
globalen Perspektive hinterfragen und dass ich mit diesem Abend dazu
beitragen kann, dass das Leid von Tieren erkannt und dann auch vermindert
wird“, so Ehlers weiter.

Zum Hintergrund:
Jan Ehlers ist Tiermediziner und Professor für Didaktik und
Bildungsforschung im Gesundheitswesen. Der Vortrag findet in der
Bürgeruniversität statt, der Montagsreihe im Haus Witten.

Die Bürgeruniversität ist eine gemeinsame Veranstaltung der Universität
Witten/Herdecke (Fakultät für Kulturreflexion) und der VHS
Witten|Wetter|Herdecke. Eingeladen sind alle Studierenden, Interessierten,
Bürgerinnen und Bürger. Der Eintritt beträgt 7 Euro (5 Euro ermäßigt).
Karten sind an der Abendkasse erhältlich.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Jan Ehlers, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder
02302 / 926-930

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine
Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als
Modelluniversität mit rund 2.500 Studierenden in den Bereichen Gesundheit,
Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma
Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit
Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

www.uni-wh.de / #UniWH / @UniWH

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Stadt Bochum Infos:Erste Präventions- und Bildungskonferenz in Bochum war ein voller Erfolg

Präventions- und Bildungskonferenz
Präventions- und Bildungskonferenz

Unter dem Motto „Bochum knüpft weiter am Netz für Prävention und Bildung“ trafen sich Ende April knapp 300 Vertreterinnen und Vertreter von Stiftungen, Trägern der freien Jugendhilfe und Wohlfahrtspflege, Verwaltung, Politik, Ministerien, Schulen sowie deren Schülerinnen und Schüler und Elternvertretungen im Anneliese Brost Musikforum.

 

Die in dieser Form landesweit einmalige gemeinsame Präventions- und Bildungskonferenz hatte das Ziel, weitere Ideen zu sammeln, um eine funktionierende Präventions- und Bildungsstrategie für Bochum aufzubauen. Die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen vor allem in Stadtquartieren mit niedrigem Bildungs- und hohem Armutsrisiko soll von klein auf möglich gemacht werden. Im Idealfall soll ab der Schwangerschaft bis hin zum Eintritt in das Berufsleben Hilfe gewährleistet werden können. „Wir wollen Chancengleichheit, gute Bildung und die gesellschaftliche Teilhabe – unabhängig von der sozialen Herkunft – für Bochumer Kinder erreichen. Wir müssen alles dafür tun, damit Hartz IV nicht vererbt wird.“ so Oberbürgermeister Thomas Eiskirch.

 

Dass Bochum bereits jetzt schon dank zahlreicher bestehender Angebote für Kinder und Jugendliche gut aufgestellt ist, es aber weiterhin die Bemühungen für noch bessere Bildung und Prävention als Mittel für mehr Chancengerechtigkeit auszubauen gilt, war der Tenor aller Beteiligten der Podiumsdiskussion. Gemäß dem Grundsatz „gut groß werden in Bochum“ wird Bochum daher weitere Maßnahmen aus den Bereichen Bildung, Gesundheit und Soziales, Integration und Stadtentwicklung optimal miteinander vernetzen und durch innovative Angebote ergänzen.

 

Veranstaltet wurde die Konferenz gemeinsam vom Modellvorhaben „Kommunale Präventionsketten“ und dem Regionalen Bildungsnetzwerk Bochum.

 

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Stadt Duisburg Infos:Stadt Duisburg testet mobilen Messanhänger

Messanhänger
Messanhänger

Das Bürger- und Ordnungsamt testet seit dem 2. Mai 2018 für die Dauer eines Monats eine neue Art der Geschwindigkeitsüberwachung. Dazu wird ein Messanhänger der Firma Vitronic mit der in Duisburg bereits seit Jahren eingesetzten Lasermesstechnik verwendet. Der Messanhänger kann aufgrund der Ausstattung mit Batteriepacks über mehrere Tage an einer Örtlichkeit verbleiben und Geschwindigkeitsmessungen vornehmen.

 

Es ist beabsichtigt, den Anhänger jeweils über mehrere Tage an geeigneten Messstellen im Stadtgebiet einzusetzen. Somit können auch Verkehrssituationen wie zum Beispiel Geschwindigkeitsanordnungen für die Nachtzeit zur Lärmreduzierung, ohne großen Personalaufwand kontrolliert werden.

 

Die ersten Tage wurde der Anhänger in Rheinhausen zur Überwachung einer 30er-Zone auf der Beekstraße eingesetzt. In den nächsten Tagen soll der Messanhänger auf der Emscherstraße in Meiderich aufgestellt werden. Nach der für die Stadt kostenfreien Erprobungsphase wird die Stadt Duisburg über die dauerhafte Verwendung eines solchen Messanhängers anhand der dann vorliegenden Erfahrungen entscheiden.

 

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Stadt Bochum Infos:Heinrich-Böll-Gesamtschule: Schülerinnen zu kleinen Energieberaterinnen ausgebildet

„Schülerinnen der sechsten Jahrgangsstufe der Heinrich-Böll-Gesamtschule analysierten am „Girls’Day“ die Energieverbräuche ihrer Schule und entwickelten Energiespartipps.“
„Schülerinnen der sechsten Jahrgangsstufe der Heinrich-Böll-Gesamtschule analysierten am „Girls’Day“ die Energieverbräuche ihrer Schule und entwickelten Energiespartipps.“

Den Energieverbräuchen auf der Spur waren Schülerinnen aller sechsten Klassen der Heinrich-Böll-Gesamtschule am „Girls’Day“ Ende April. Dabei beschäftigten sie sich auch mit ihrer eigenen Schule und stellten schnell fest: Ob die Elektrogeräte in der Mensa, die Heizung im Klassenraum oder die Beleuchtung der Turnhalle – überall wird Energie in Form von Wärme oder Strom benötigt. Aber wird vielleicht darüber hinaus Energie verschwendet? Ausgestattet mit Wärmebildkamera, Thermometer und Strommessgerät machten sich die Schülerinnen als Energieberaterinnen auf den Weg, um von innen und außen nach überflüssigen Energielecks zu suchen. Zudem besichtigten sie zusammen mit dem Hausmeister den Heizungskeller, der ihnen die Anlage erklärte und analysierten das richtige Lüftungsverhalten.

 

Aus allen Ergebnissen entwickelten die Schülerinnen abschließend Maßnahmen zum klimafreundlichen und energiesparenden Verhalten im Schulalltag. Gleichzeitig lernten sie den Arbeitsalltag einer Energieberaterin besser kennen und bekamen Einblick in ein technisches Berufsfeld. Die Aktion war ein gemeinsames Angebot der Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW und der Stadt Bochum im Rahmen des Projektes „Klimaschutz: So machen WIR’s!“.

 

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