Schreiben auf einer Schiefertafel. Foto: Rüdiger Wulf
Einen vergnüglich-lehrreichen Nachmittag erleben Familien am Sonntag, 6. Mai ab 14.30 Uhr im Westfälischen Schulmuseum: Eine historische Schulstunde lehrt Groß und Klein, wie es zu (Ur-)Großmutters Zeiten in der Schule zuging. „Nicht allein das ABC bringt die Menschen in die Höh’“ lautet der Titel der Veranstaltung im Schulmuseum, An der Wasserburg 1. Die „historische Schulstunde“ kostet 3 Euro, der Eintritt ist frei.
Die Vortrags- und Diskussionsveranstaltung „Menschenrechte bei Sportgroß-veranstaltungen“ am Montag, 7. Mai, um 20 Uhr in der Volkshochschule im Stadtfenster an der Steinschen Gasse 26 in der Stadtmitte beleuchtet verschiedene Fragestellungen. Der Journalist und Autor Ronny Blaschke beleuchtet schon lange das Thema „Menschenrechte bei Sportgroßveranstaltungen“.
In sechs Wochen ist Anpfiff bei der Fußballweltmeisterschaft in Russland. 32 Mannschaften kämpfen dann um die Weltmeisterschaft, darunter selbstverständlich auch Titelverteidiger Deutschland.
Die meisten Fans werden bedingungslos ihre Mannschaft anfeuern und jeden Sieg bejubeln – dabei kommt die Frage auf: „Ist diese unbekümmerte Fokussierung auf den sportlichen Aspekt der Veranstaltung auch in einem Land, das nicht den europäischen demokratischen Standards entspricht, zulässig?“
Der Eintritt beträgt fünf Euro an der Abendkasse. Weitere Informationen gibt es bei Josip Sosic telefonisch unter (0203) 283-3725.
Bochum (ots) - Noch hat die intensive polizeiliche Arbeit im Bochumer Kriminalkommissariat 11 nicht zur Ermittlung des Mannes geführt, der in Nacht auf den 9. November 2017 (Donnerstag) im Bereich der S-Bahnüberführung an der Ümminger Straße 2 in Bochum-Langendreer einen Obdachlosen (55) auf brutale Weise zu Boden geschlagen und anschließend "gesteinigt" hat.
Der Tatverdächtige folgte dem Bochumer zunächst auf den Parkplatz gegenüber der "Alten Bahnhofstraße". Dort schlug er den Fußgänger gegen 1.30 Uhr zu Boden, wo der Mann regungslos liegen blieb.
In Tötungsabsicht und vermutlich aus Hass über den damals 55-Jährigen, der aus dem Trinkermilieu stammt, bewarf der Kriminelle ihn mit schweren Verbundpflastersteinen, die dort in größerer Menge gestapelt waren.
Anschließend bedeckte der Tatverdächtige das regungslose Opfer fast komplett mit weiteren Steinen, einer Holzpalette sowie mehreren Säcken mit Splitt. Wie auf der Filmsequenz gut zu erkennen ist, entfernte sich der Mann danach langsamen Schrittes vom Tatort. Vermutlich ging er davon aus, dass das Opfer zuvor bereits verstorben war bzw. durch die massive Gewalteinwirkung versterben wird.
Tatsächlich erlangte der Geschädigte nach einigen Stunden das Bewusstsein wieder, konnte sich aber nicht selbst befreien. Gegen 3.50 Uhr wurde der um Hilfe rufende Mann dann gefunden.
Eine Rettungswagenbesatzung brachte den stark unterkühlten Obdachlosen, der sich mehrere Rippenbrüche sowie Hämatome zugezogen hatte, in ein örtliches Krankenhaus, wo er zunächst auf der Intensivstation behandelt wurde. Mittlerweile geht es dem nun 56 Jahre alten Mann zum Glück wieder besser.
Im Rahmen der Ermittlungen sind die Kripo-Beamten auf die Bilder einer Überwachungskamera gestoßen, die die Tat und den Täter "verschwommen" zeigen. Mit einem richterlichen Beschluss sind die Aufnahmen zur Veröffentlichung in den Medien freigegeben worden.
Der Tatverdächtige ist zwischen 20 und 30 Jahre alt, schlank, trägt möglicherweise einen Vollbart und war mit einer auffälligen hellen Jacke bekleidet, deren Schulterbereich sowie Seiten- und Brusttaschen dunkel abgesetzt sind.
Kurz vor der Tat ist dem Tatverdächtigen auf dem Gehweg der Ümminger Straße ein Paar entgegengekommen, das ihn gesehen haben muss.
Dieses Pärchen, aber auch weitere Personen, die Angaben zu dem Vorfall und dem gesuchten Mann machen können, werden gebeten, sich mit dem KK 11 (Tel.: 0234 / 909-4106) oder der Kriminalwache (Tel.: 0234 / 909-4441) in Verbindung zu setzen.
Die Duisburger Gruppe von Amnesty International zeigt vom 3. Mai bis 28. Juni in der Bezirksbibliothek Buchholz auf der Sittardsberger Allee 14 eine Plakatausstellung unter dem Titel „70 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte - 50 Jahre Duisburger Gruppe von Amnesty International“. Die Ausstellung in der Bezirksbibliothek beinhaltet Plakate aus den letzten Jahrzehnten, die eindrucksvoll den Kampf für die Menschenrechte dokumentieren. Ein Plakat illustriert die Arbeit der Duisburger Gruppe.
Eine Informationsveranstaltung der Duisburger Amnesty Gruppe findet am Samstag, 9. Juni, von 10 bis 13 Uhr in der Bezirksbibliothek Buchholz statt. Mitglieder informieren vor Ort über die Organisation und ihre Arbeit.
Vor 70 Jahren, am 10. Dezember 1948, verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“. Seit 1961 setzt sich Amnesty International für die Durchsetzung aller in dieser Erklärung formulierten Rechte ein und erhielt dafür 1977 den Friedensnobelpreis.
Die Duisburger Gruppe von Amnesty International wurde im Mai 1968 gegründet. Eine der zentralen Aufgaben der Gruppe in den letzten 50 Jahren war der Einsatz für gewaltlose politische Gefangene. Es wurden Einzelfälle vor allem aus Syrien und China betreut. Dass sich der Einsatz für Gefangene lohnen kann, zeigt sich daran, dass drei von der Gruppe betreute politische Gefangene freigelassen wurden. Außerdem organisiert die Duisburger Amnesty Gruppe Lesungen, Ausstellungen, Vorträge, Informations-stände und Trödelmärkte. Sie beteiligt sich an Kampagnen, schreibt Briefe an die für Menschenrechtsverletzungen Verantwortlichen und vieles mehr.