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Diplome 22: ZHdK-Studierende präsentieren ihre Abschlussarbeiten

Zum Abschluss ihres Studiums an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK)
präsentieren die Diplomand:innen ihre Arbeiten aus den Bereichen Art
Education, Design, Film, Fine Arts, Musik, Tanz, Theater,
Transdisziplinarität und Weiterbildung in zahlreichen Veranstaltungen.
Einen der Höhepunkte der Diplome 22 bildet die Vernissage der
Diplomausstellung am Donnerstag, 9. Juni 2022, 17 Uhr, im Toni-Areal.

Vernissage am Donnerstag, 9. Juni 2022, 17 Uhr, im Toni-Areal

Zum Abschluss ihres Studiums an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK)
präsentieren die Diplomand:innen ihre Arbeiten aus den Bereichen Art
Education, Design, Film, Fine Arts, Musik, Tanz, Theater,
Transdisziplinarität und Weiterbildung in zahlreichen Veranstaltungen.
Einen der Höhepunkte der Diplome 22 bildet die Vernissage der
Diplomausstellung am Donnerstag, 9. Juni 2022, 17 Uhr, im Toni-Areal.

Sie ist wieder da, diese intensive Zeit der Diplome – und mit ihr ein
volles Veranstaltungsprogramm im Toni-Areal: Rund 600 Studierende bereiten
sich auf die Präsentation ihrer Abschlussarbeiten vor. Am Donnerstag, 9.
Juni, 17 Uhr, eröffnet Rektor Thomas D. Meier die Diplomausstellung im
grossen Konzertsaal des Toni-Areals. Danach ist das Publikum eingeladen,
an der Ausstellung (10.–24. Juni), bei Filmvorführungen, Konzerten, Tanz-
und Theateraufführungen die Diplomprojekte zu entdecken.

Die Abschlussarbeiten geben Einblick in die künstlerisch-gestalterische
Auseinandersetzung mit den verschiedensten Themen. Einige Beispiele:

Natasha Sebben (BA Game Design): «Psychotic Bathtub»
Das Projekt befasst sich auf kleinstem Raum mit einer psychotischen
Erkrankung, bei der die Spieler:innen unterschiedliche Verläufe erfahren.

Nura Eissa (BA Film, Production Design): «High and Dry»
Der Diplomfilm zeigt mit Modellen und Abstraktionen die räumliche und
filmische Wirkung geplanter und zum Teil realisierter Wohn-und
Ferienbauten in der ägyptischen Wüste.

Nils Lou Lauper (BA Theater, Bühnenbild), Mario Fuchs (BA Design,
Cast/Audiovisual Media): «Flussfragmente»
Das transdisziplinäre Diplomprojekt setzt die Kraft des Wassers ins
Zentrum. Ein visueller Prolog auf Instagram, eine Live-Performance in der
Wasserkirche Zürich und ein Podcast verbinden sich zu einer dreiteiligen
Inszenierung.

Roxane Choux (MA Specialized Music Performance – Solistin, Gesang): «Joy»
Die Gesangs-Performance zelebriert die Freude, am Leben zu sein.

Lida Doumouliaka (MA Dance, Choreography): «The sacrifice: Kintic
Orchestra»
In der Choreografie geht es um die Frage, wie Tänzer:innen ein
Musikorchester darstellen, während jede:r von ihnen ein Musikinstrument
repräsentiert.

Cynthia Stucki (MA Art Education, Curatorial Studies): «Toward New
Horizons. Modes of Activism in Art Institutions»
Die Arbeit untersucht, wie sich Kunstinstitutionen zunehmend mit sozialen
Kämpfen solidarisieren und zu Orten des politischen Ausdrucks werden.

Pascale Schreibmüller (MA Transdisziplinarität): «Quellkörper. Eine
Versammlung von KörperWissen»
In Texten, Sound und Performances wird gezeigt, wie die Emotion zu einer
Handlung wird und eine neue Art des Sehens und der Aufmerksamkeit
entsteht.

Yumna Al-Arashi (MA Fine Arts): «13769»
Al-Arashi schafft eine wachsende Skulptur eines Gesprächs auf Distanz
zwischen ihr und ihrem Vater. Wegen der Exekutivanordnung 13769 war es dem
jemenitischen Vater nicht erlaubt, nach Europa oder in die USA zu reisen.

Alexandra Bättig (MAS Strategic Design): «Hurra hybrid!?»
Mit Design Doing und Design Thinking wird erforscht, wie Gestalter:innen
einer hybriden Arbeitswelt insbesondere Teams dabei unterstützen können,
ihre eigenen Lösungen zu finden.

Vernissage
Donnerstag, 9. Juni 2022, 17 Uhr
Grusswort von Rektor Thomas D. Meier
Konzertsaal 3, Ebene 7, Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 96, Zürich

Diplomausstellung
Die Ausstellung findet vom 10. bis 24. Juni im Toni-Areal statt und ist
täglich von 12 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Diplomfilme
An der Vernissage sowie vom 14. bis 16. Juni und vom 21. bis 23. Juni
zeigen Filmstudierende ihre Abschlussfilme im Kino Toni im Toni-Areal. Das
Programm ist ab Mitte Juni unter www.zhdk.ch/film verfügbar.

Weitere Diplomveranstaltungen
Im Juni sowie über das ganze Jahr verteilt finden im Toni-Areal und im
Theater der Künste an der Gessnerallee in Zürich Diplomkonzerte, Tanz- und
Theateraufführungen statt.

Gerne bieten wir auf Anfrage individuelle Rundgänge an und vermitteln
Interviews mit Studierenden und Dozierenden.

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„re:publica“ – Frischer Wind für die Berufsbildung

Vom 8.-10. Juni präsentieren das BIBB auf der „re:publica“ in Berlin
Innovationen einer nachhaltigen und digitalen Berufsbildung. Ob bei den
„Lightning Talks“, am BIBB-Stand E07 oder mit einer VR-Brille am
Makerspace: das Programm ist vielseitig und spannend. Die fortschreitende
Digitalisierung, der verstärkte Einsatz von Robotern und Künstlicher
Intelligenz und die Notwendigkeit nachhaltigen und ressourcen-schonenden
Handelns verändern die Arbeit radikal. Welche Arbeit leisten wir in
Zukunft? Wie viele Fachkräfte werden dafür benötigt? Und über welche
Kompetenzen und Qualifikationen müssen Beschäftigte verfügen, um die
zukünftigen Herausforderungen zu meistern?

Die fortschreitende Digitalisierung, der verstärkte Einsatz von Robotern
und Künstlicher Intelligenz und die Notwendigkeit nachhaltigen und
ressourcen-schonenden Handelns verändern die Arbeit radikal. Welche Arbeit
leisten wir in Zukunft? Wie viele Fachkräfte werden dafür benötigt? Und
über welche Kompetenzen und Qualifikationen müssen Beschäftigte verfügen,
um die zukünftigen Herausforderungen zu meistern?

Antworten auf diese und viele weitere Fragen geben auf der Konferenz
„re:publica“ vom 8. bis 10. Juni in Berlin (Standnummer: E07) das
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), die Zentralstelle der
Bundesregierung für internationale Berufsbildungskooperation (GOVET) im
BIBB sowie die europäische Plattform für Erwachsenenbildung (EPALE), die
von der Nationalen Agentur beim BIBB unterhalten wird.

Als nationales Kompetenzzentrum für die berufliche Aus- und Weiterbildung
in Deutschland wird das BIBB auf der „re:publica“ verdeutlichen, wie die
Auszubilden-den von heute auf ihre Tätigkeit als Fachkraft von morgen
vorbereitet werden. Beispiele guter Praxis zeigen, wie Digitalisierung,
Nachhaltigkeit, Problemlösungskompetenz sowie prozessorientiertes und
systemisches Denken bereits jetzt Einzug in die 324 staatlich anerkannten
dualen Ausbildungsberufe halten.

Im Format der sogenannten „Lightning Talks“ werden am 9. Juni ab 10:00 Uhr
unter dem Titel „Ride The Wild Wind“ Forschungsergebnisse des BIBB zu den
Auswirkungen des technologischen Wandels auf die Arbeitswelt mit den
Besucherinnen und Besuchern der „re:publica“ diskutiert. Dabei werden auch
die qualitativen und quantitativen Veränderungen aufgezeigt, die die
zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt mit sich bringt.

GOVET im BIBB bringt darüber hinaus die internationale Dimension der
Berufsbildung in den Dialog mit den Besucherinnen und Besuchern der
„re:publica“ ein. Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und
Forschung (BMBF) spricht Constance Swaniker in ihrem „Lightning Talk“ am
9. Juni ab 12:30 Uhr über “Ghana Beyond Aid” und welche Rolle
Berufsbildung für die entwicklungspolitische Agenda des Landes spielt. Die
ghanaische Unternehmerin und Künstlerin skizziert die Veränderungen und
Bedarfe der ghanaischen Berufsbildung und zeigt am Beispiel ihres
Unternehmens, wie innovativ Berufsbildung sein kann.

Unter dem Motto „Adult Education – The wind of change“ nimmt EPALE, die
e-Plattform für Erwachsenenbildung in Europa, die Besucherinnen und
Besucher der „re:publica“ mit auf eine Erkundungstour durch die
Erwachsenenbildung in Europa. Im „Lightning Talk“ mit dem gleichen Titel
präsentiert der Künstler und Educator TeeKay am 8. Juni um 14:30 Uhr
spannende Projekte aus Europa, die Veränderungen im Kleinen und Großen
bewirken wollen.

Am BIBB-Stand sowie im Rahmenprogramm der Konferenz werden darüber hinaus
in Form von Projekten, Exponaten oder in Expertengesprächen weitere
gelungene Praxisbeispiele innovativer Berufsbildung präsentiert. Dazu
gehören unter anderem:

•       Brauer/-innen und Mälzer/-innen zeigen den Brauprozess sensorisch
und diskutieren über nachhaltige Rohstoffe und Logistik.
•       Eine Bäcker-Meisterin erstellt individuelle Ausstechformen im 3 D
-Druck-Verfahren mit Kunststoffen auf Maisstärke-Basis. Sie betreibt ein
Online-Bestellsystem, das Lebensmittelverschwendung minimiert und lebt
ihren traditionsreichen Beruf in vollen Zügen.
•       Mikrotechnologen und -technologinnen stellen ihren
Ausbildungsberuf an der Schnittstelle zu Wissenschaft und Forschung vor
und löten gemeinsam mit den Besucherinnen und Besuchern unter dem
Mikroskop.
•       Chemisch-Technische Assistenten und Assistentinnen zeigen, wieviel
Mikroplastik sich in unserer Umwelt befindet.
•       IT-Fachkräfte sensibilisieren für sichere Passwörter und
erläutern, wieviel „Smart Home“ bereits in der dualen Ausbildung
vermittelt wird.

Die „re:publica“ ist eine seit 2007 jährlich in Berlin stattfindende
national und international ausgerichtete Konferenz zum gesellschaftlichen
Umgang mit Internet und Digitalisierung. Das Motto lautet in diesem Jahr
„Any Way The Wind Blows“.

Weitere Informationen finden Sie im Internetangebot des BIBB unter
https://www.bibb.de/rp22 und auf Twitter unter dem Hashtag #bibbrp22.

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3. Essener Kinder- und Jugendsportkongress - Gemeinsam bewegen

Kinder und Jugendliche sollen sich mindestens 45 Minuten am Tag bewegen,
rät die Weltgesundheitsorganisation. In Deutschland schafft das gerade mal
ein Fünftel von ihnen. Statt Sport zu treiben, spielen sie am Handy oder
Computer. Der 3. Essener Kinder- und Jugendsportkongress* an der UDE zeigt
am 23. September, wie vielfältige Angebote für Bewegung begeistern können.
Unterstützt wird der Kongress von Vereinen und Organisationen wie dem
Basketballclub Alba Berlin. Die Plätze sind begrenzt, Lehr- und
Kitakräfte, Übungsleiter:innen und Sozialpädagog:innen sollten sich
schnell anmelden.

„Vielen Kindern fehlt es an Ausdauer und Beweglichkeit. Die Corona-
Pandemie hat das Problem noch verschärft, besonders in sozial
benachteiligten Stadtteilen. Zudem wird zu wenig Sport unterrichtet, und
die Turnhallen sind oft in einem schlechten Zustand“, beklagt Prof. Dr.
Ulf Gebken vom UDE-Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften. Doch
dafür gibt es viele inspirierende Lösungsansätze. Das Programm des Essener
Kinder- und Jugendsportkongresses ist überwiegend praktisch ausgerichtet.
Die Schüler:innen können zwischen 48 Workshops wählen. Darunter sind
Angebote wie Airtrack, Spikeball, Donut Hockey, Burner Games, aber auch
Klassiker wie Volleyball, Handball, Judo und Yoga. Außerdem geht es um
Apps, Edutainment und Inklusion im Sportunterricht oder um motorische
Tests bei Kindern sowie die Integration von zugewanderten Mädchen in den
Sportverein.

Dank sportpädagogischer Experimentierfreude sind an der UDE in Essen zudem
seit Jahren viele unkonventionelle Projekte am Start. Dazu gehören etwa
der Open Sunday mit offenen Bewegungsangeboten am Sonntag oder der Open
Space. Er soll Kinder und Jugendliche im Schulleben und im Sportunterricht
mit neu Zugewanderten sowie bei der Sprachbildung durch Bewegung
unterstützen. „Gerade in diesen schwierigen Zeiten sind ermutigende
Projekte, an denen jeder teilnehmen kann, besonders wichtig. Man spürt die
Motivation und Dankbarkeit der Kinder und Jugendlichen“, so der UDE-
Professor. Der Kongress bietet eine Plattform, Konzepte und Erkenntnisse
vorzustellen. Mit dabei sind die Projekte „Sport vernetzt“ oder „Albathek“
von Alba Berlin; Henning Harnisch, Vizepräsident von Alba Berlin,
präsentiert sie zum Kongressbeginn.

Anmeldungen: https://www.essener-sportkongress.de/anmeldung/
Programm: https://www.essener-sportkongress.de/programm/

*Gefördert wird die Veranstaltung durch die Alfried Krupp von Bohlen und
Halbach Stiftung; Partner sind der Landessportbund, die Staatskanzlei und
das Schulministerium NRW, die Stadt Essen, der Essener Sportbund sowie die
Unfallkasse NRW.

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Herausforderungen für die Supply Chain der Zukunft

Deutsches Maritimes Zentrum und Maritimes Cluster Norddeutschland
veranstalten Forum für Branchendialog
Wissenschaftler sowie Praktiker aus vielen unterschiedlichen Sektoren
berichteten über ihre Erfahrungen mit den jüngsten Problemen entlang der
globalen Lieferketten und präsentierten konkrete Vorschläge für eine
Verbesserung der vielfach immer noch angespannten Lage. Dabei bestand
weitgehend Einigkeit darüber, dass die Funktionstüchtigkeit der globalen
Lieferketten auch in Zukunft von überragender Wichtigkeit für die maritime
Branche ebenso wie für die deutsche und internationale Wirtschaft
insgesamt sein werde.

Fragen zur Supply Chain der Zukunft standen im Mittelpunkt der Online-
Veranstaltung „Lieferkettenstabilität – Lernen aus der Krise“, zu der das
Deutsche Maritime Zentrum und das Maritime Cluster Norddeutschland (MCN)
gemeinsam am 1. Juni 2022 eingeladen hatten. Etwa 100 Personen aus der
maritimen Branche nahmen teil.

Die Gastgeber Jessica Wegener (Geschäftsführerin MCN) und Claus Brandt
(Geschäftsführer Deutsches Maritimes Zentrum) unterstrichen die
Notwendigkeit, die weltweiten Lieferketten künftig stabiler zu gestalten.
Sie dankten den Referenten aus Forschung, Verbänden und Unternehmen für
ihre Impulse und die Gelegenheit, aus konkreten Best Practices aus der
maritimen Branche gemeinsam wichtige Erkenntnisse für die Zukunft
abzuleiten. „Die Corona-Pandemie, die Blockade des Suez-Kanals und aktuell
Russlands Krieg gegen die Ukraine haben uns in aller Deutlichkeit vor
Augen geführt, wie verletzbar unsere Lieferketten und die globalen
Warenströme sind und wie wichtig es ist, diese künftig resilienter zu
gestalten“, sagte Jessica Wegener. „Es steht zu erwarten“, so Claus
Brandt, „dass die Unterbrechung der weltweiten Lieferketten dazu führt,
dass der globale Warenaustausch an seine Grenzen stößt und regionale
Lieferketten an Bedeutung gewinnen werden.“

Prof. Dr. Michael Bräuninger von Economic Trends Research führte in die
Thematik ein. Er sprach über die „extremen Spannungen in den
Lieferketten“, zu denen die Corona-Krise und der Krieg in der Ukraine
geführt hätten. Lieferketten seien in der Folge „zumindest temporär
gebrochen und konnten bisher nur notdürftig repariert werden“. Der Trend-
und Konjunkturforscher betonte dabei, dass aus seiner Sicht die
Globalisierung dadurch aber nicht nachhaltig zurückgedreht werde und er
keine Renationalisierung der Lieferketten erwarte: „Die Lieferketten
werden weiter global bleiben, allerdings stärker diversifiziert.“

Speziell die maritimen Lieferketten nahm Prof. Dr. Burkhard Lemper vom
Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik in den Blick: „In immer
mehr Häfen stauen sich die Schiffe und warten auf Abfertigung“. Dies
betreffe Nordamerika, die Volksrepublik China und auch Nordwesteuropa. Die
Ursachen seien vielfältig und reichten von lokalen, coronabedingten
Lockdowns über hohe Auslastungen bis hin zu Engpässen im
Hinterlandverkehr. „Folge ist eine weitere Verknappung der Kapazitäten bei
Containerschiffen und Boxen.“ In den anderen großen Segmenten der
Weltschifffahrt wie Bulker und Tanker würden inzwischen die Auswirkungen
des Ukraine-Krieges spürbar und führten „zumindest teilweise zu höherer
Auslastung und steigenden Raten“.
In parallel laufenden Workshops bestand die Möglichkeit, Erfahrungen und
Schlussfolgerungen aus der angespannten Situation aus branchen- und
unternehmensspezifischer Sicht kennenzulernen.

Vor allem die konkreten Learnings der unterschiedlichen Marktteilnehmer
standen im Fokus des Interesses.

So unterstrich Mathias Pein, CEO von Piening Propeller, die Notwendigkeit,
gerade im Projektgeschäft die Lieferketten in Hinblick auf Qualität und
Transportwege „äußerst sorgfältig“ auszuwählen. Sven Harpke von der Krebs
Unternehmensgruppe, die unter anderem in der Schwerlastlogistik und (mit
eigener Flotte) im Offshore Support tätig ist, betonte „die
Hochverfügbarkeit von Technik“ als Grundvoraussetzung zur Einhaltung von
Lieferketten. Vor diesem Hintergrund sei „Outsourcing nicht immer ein
Garant von Flexibilität und Unabhängigkeit“.

„Viele Lieferketten sind tausende Kilometer lang und da kann sogar in
normalen Zeiten so manches schiefgehen“, sagte Dr. Alexander Geisler vom
Zentralverband Deutscher Schiffsmakler, der die Workshops zur Schifffahrt
leitete. Er betonte, dass „die Zeiten, in denen Verzögerungen in den Häfen
oder im Hinterland durch höhere Geschwindigkeiten auf See aufgeholt
werden, mit Blick auf die höheren Bunkerkosten und die Vorgaben zur
Emissionsreduzierung endgültig vorbei sind“.

Mit Sven Buckenberger (Ernst Heinrich), Daniel Hosseus (Zentralverband der
deutschen Seehafenbetriebe) und Carsten Löhmer (Loewe Marine) teilten
weitere Stakeholder aus den Bereichen Schiffbauzulieferer, Offshore-Wind
und Meerestechnik, Hafenbetrieb und Schifffahrt ebenfalls ihre Erfahrungen
und Schlussfolgerungen und gaben wichtige Good-Practice-Impulse.

Zum Abschluss der Veranstaltung erläuterte Vincent Stamer, Experte für
Handelspolitik am Kiel Institut für Weltwirtschaft, seine Einschätzung der
Lage. Internationaler Handel habe eine Zukunft, werde sich aber „aufgrund
geoökonomischer Spannungen, Lehren aus Lieferengpässen und Aspekten der
Nachhaltigkeit anpassen müssen.“ Im Lichte der jüngsten Disruptionen
müssten wirtschaftliche Abhängigkeiten daher neu reflektiert werden.

Claus Brandt fasste zusammen: „Bis zum Beginn der Corona-Pandemie und des
Krieges in der Ukraine waren die Prozesse der Wirtschaft so gestaltet,
dass die Vorläufe knapp, die Kosten gering und die Prozesse effizient
waren. Die Frage der Effizienz stellt sich nun in einer anderen Form: Wenn
es kein Material und keine Produkte gibt, kann auch nichts verkauft
werden. Die Abläufe müssen also mit mehr Puffer geplant werden. Wir werden
lernen müssen, dass ‚Just in time‘ vorbei ist.“

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