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Den Klimawandel anpacken: Vom Wissen ins Handeln kommen

Vom Wissen ins Handeln kommen: Warum die Klaus Tschira Stiftung dem WWF
mit „klimafit“ ein innovatives Projekt ermöglichte.

Heidelberg/Berlin. Zu Beginn stand die Frage: Wieso gelingt es in Sachen
Klimaschutz nur schwer, vom Wissen ins Handeln zu kommen? Die Fakten
liegen auf dem Tisch und doch ändert sich am gesellschaftlichen Verhalten
kaum etwas und das Zeitfenster schließt sich. Diese Kluft zu verkleinern,
hat sich der World Wildlife Fund (WWF) vor knapp fünf Jahren mit dem
aktivierenden Bildungsangebot „klimafit“ auf den Weg gemacht und sich
dabei ungewöhnliche Partner gesucht. Von Anfang an mit dabei waren neben
den Volkshochschulen und REKLIM (dem Helmholtz-Forschungsverbund für
regionale Klimaänderungen und Mensch) auch die Robert Bosch Stiftung sowie
die Klaus Tschira Stiftung (KTS).

Dort begeisterte der Ansatz, Forschungserkenntnisse auf ungewöhnliche Art
in die Bevölkerung zu tragen und damit die Brücke zum Handeln zu schlagen,
nicht zuletzt deshalb, weil er trefflich zum eigenen Profil passt. Das
Projekt verlief so erfolgreich, dass nach Ablauf der von den Stiftungen
ermöglichten Pilotphase das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,
nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz im Rahmen der „Nationalen
Klimaschutz Initiative“ als Projektträger einstieg.

Der Kurs „klimafit“ war und ist viel mehr als reine Wissensvermittlung.
„Hier geht es darum, Menschen zusammenzubringen, denen es nicht egal ist,
was die Zukunft bringt, und die vor Ort den Klimaschutz aktiv anpacken
wollen“, so Beate Spiegel, Geschäftsführerin der Klaus Tschira Stiftung.
Sie betont die politische und soziale Dimension des Klimawissens, das in
den Kursen vermittelt werde, und die Stiftung von Anfang an überzeugte:
„Es kommt auf jeden an und alle können etwas dafür tun.“

An den sechs Kursabenden, davon vier in Präsenz und zwei digital, treffen
sich im Kurs Menschen unterschiedlichsten Alters und mit verschiedensten
Erfahrungen: vom 14-jährigen Schüler, der eine Klimagruppe an der Schule
gründen möchte, über die angehende Lehrerin sowie die engagierte
Gemeinderätin bis hin zum frischgebackenen Rentner, der um die Zukunft
seiner Enkel fürchtet.

Der Anspruch ist hoch: Geht es doch darum, den Dialog verschiedener
Akteure in Sachen Klimaschutz in Gang zu bringen und zu stärken, Menschen
untereinander zu vernetzen und damit zum Handeln zu motivieren. Denn in
Gemeinschaft und vor der eigenen Haustüre fällt es viel leichter. Und:
Klimaschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe, muss erspürt und erfahren
werden. Außerdem stärkt der gemeinschaftliche Charakter die Zuversicht,
ins eigenverantwortliche Tun zu kommen und sich – zusammen mit anderen –
als wirksam zu erleben. Besonders dabei: Das alles geschieht stets vor dem
Hintergrund der neuesten Forschung, sowohl was die regionale als auch die
internationale und globale Dimension betrifft.

„Wissen, wollen, wandeln“, diesem Dreiklang haben sich die Projektpartner
von REKLIM, WWF und der Universität Hamburg, die das Ganze
wissenschaftlich evaluiert, verpflichtet. Die wissenschaftliche
Begleitforschung zielt darauf ab, Vergemeinschaftungsprozesse für den
Klimaschutz besser zu verstehen, um so die Lücken zwischen wissen, wollen
und wandeln aus einer anwendungsbezogenen Perspektive zu begreifen. Die
Ergebnisse fließen in die kontinuierliche Weiterentwicklung des
Bildungsangebotes ein und belegen dessen Wirkkraft. So könnte „klimafit“
zu einer Art Blaupause für die niederschwellige und effektive Vermittlung
von Wissenschaft in die Gesellschaft werden.

Jetzt geht es erst einmal darum, das erprobte Kursformat bundesweit als
dauerhaftes Klima-Bildungsangebot nachhaltig zu etablieren. Da ist
„klimafit“ auf einem guten Weg. Was 2018 mit sechs Volkshochschulen und
108 Teilnehmenden in Baden-Württemberg begann, konnte 2021 schon 66
Volkshochschulen und knapp 1000 Teilnehmende bundesweit begeistern. Im
Jahr 2024 sollen sich 170 Bildungseinrichtungen beteiligen. Mit mehreren
Tausend Teilnehmenden, die lernen wollen, wie sich dauerhaft
klimaschützend leben lässt.

Darüber hinaus ist die im Kurs integrierte „klimafit“-Challenge ein
wichtiger Bestandteil zur Erfassung der durch das Bildungsangebot
bewirkten konkreten CO2-Reduktionen.  Die „klimafit“-Challenge umfasst 16
Einzelmaßnahmen zur Verminderung von Treibhausgasemissionen durch die
aktive Veränderung des eigenen Lebensstils. Auch hier geht es um das
konkrete Tun.

Die Maßnahmen reichen von „das Auto öfters stehen lassen für
Kurzstrecken“, „weniger Fleisch essen“ bis dahin, den Stromanbieter zu
wechseln. Insgesamt konnten so im Kursdurchlauf 2021 43,7 Tonnen CO2
eingespart. Das entspricht den Emissionen von vier Kleinwagen, die die
Erde je einmal entlang des Äquators umfahren. Würden diese Maßnahmen von
zehn Prozent aller Deutschen ein Jahr lang umgesetzt, könnten dadurch die
Emissionen einer Stadt wie Mönchengladbach vermieden werden. Aber damit
nicht genug. In der neuen Förderphase wird die „klimafit“-Challenge auch
auf die Kommune ausgeweitet. So beteiligen sich in diesem Jahr die Klima
Arena und die Kommune Sinsheim an der Challenge, ebenso wie die Landkreise
Emmendingen und Birkenfeld und die Städte Bremerhaven und Greifswald.
Schon 300 Bürgerinnen und Bürger haben sich registriert und leisten somit
ihren ganz persönlichen Beitrag zum Klimaschutz. Denn: Klimaschutz ist
Gemeinschaftsaufgabe.

Mehr Informationen unter: www.klimafit-kurs.de

Zum Hintergrund:

Die Klaus Tschira Stiftung
Die Klaus Tschira Stiftung (KTS) fördert Naturwissenschaften, Mathematik
und Informatik und möchte zur Wertschätzung dieser Fächer beitragen. Sie
wurde 1995 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940–2015)
mit privaten Mitteln ins Leben gerufen. Ihre drei Förderschwerpunkte sind:
Bildung, Forschung und Wissenschaftskommunikation. Das bundesweite
Engagement beginnt im Kindergarten und setzt sich in Schulen, Hochschulen
und Forschungseinrichtungen fort. Die Stiftung setzt sich für den Dialog
zwischen Wissenschaft und Gesellschaft ein. Weitere Informationen unter:
www.klaus-tschira-stiftung.de

WWF Deutschland
Der WWF ist eine der größten und einflussreichsten Umweltorganisationen in
Deutschland und weltweit. In Übereinstimmung mit der von den Vereinten
Nationen verkündeten Verantwortlichkeit aller Völker für den Natur- und
Umweltschutz als wirtschaftliche, soziale, wissenschaftliche und
kulturelle Aufgabe hat es sich der WWF zum Ziel gemacht, Natur- und
Umweltschutz, Wissenschaft, Erziehung und Bildung im Natur- und
Umweltbereich zu fördern. Der WWF ist derzeit weltweit in mehr als 100
Ländern mit mehr als 160 Projekten aktiv. (www.wwf.de)

REKLIM
Der Helmholtz-Forschungsverbund REKLIM (Regionale Klimaänderungen und
Mensch) ist ein Verbund von neun Forschungszentren der Helmholtz-
Gemeinschaft. REKLIM nutzt die in der Helmholtz-Gemeinschaft gebündelte
Kompetenz für regionale Beobachtungs- und Prozessstudien in Kombination
mit Modellsimulationen zur Verbesserung von regionalen und globalen
Klimamodellen, die eine solide Basis für klimabezogene Entscheidungshilfen
bieten sollen. REKLIM bringt seine wissenschaftliche Expertise in das
Projekt mit ein und unterstützt die Veranstaltungen vor Ort mit
Expertinnen und Experten aus dem Helmholtz-Verbund. (www.reklim.de)

Universität Hamburg
Die Universität Hamburg ist mit mehr als 42.000 Studierenden die größte
Forschungs- und Ausbildungseinrichtung Norddeutschlands und langjähriger
Kooperationspartner im Forschungsverbund REKLIM. Der Schwerpunkt im
derzeitigen Exzellenzcluster CLiCCS liegt auf der sozialwissenschaftlichen
Klimaforschung. Im Projekt „klimafit“ beschäftigt sich die Arbeitsgruppe
von Professorin Beate Ratter mit den Möglichkeiten und Hindernissen einer
aktiven bürgerlichen Teilhabe am Klimaschutz.

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Bewerbungsstart für das Wintersemester 2022/2023

Ab 1. Juni 2022 können sich Abiturienten, Abiturientinnen und andere
Studieninteressierte an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin um
einen Studienplatz zum Wintersemester 2022/2023 bewerben.

Berlin, 1. Juni 2022 – Heute beginnt die Bewerbungsphase für
Bachelorstudiengänge an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
(HWR Berlin) zum Studienstart Wintersemester 2022/2023.

Die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin bietet über 60 Bachelor-,
Master- und MBA-Studiengänge an in den Bereichen Wirtschafts-,
Verwaltungs-, Rechts- und Sicherheitsmanagement sowie in Fächern der
Ingenieurwissenschaften. Verschiedene Studiermöglichkeiten und -formate
sind an individuellen Lebenssituationen und Voraussetzungen ausgerichtet:
Studiengänge werden als Vollzeitstudium angeboten, in dualer Form als
Kombination aus Hochschulstudium und betrieblichen Praxisphasen und
berufsbegleitend als Abend- oder Fernstudium. Alle Programme haben einen
engen Praxisbezug. Die HWR Berlin unterhält 195 aktive Partnerschaften mit
Universitäten auf allen Kontinenten und fördert den internationalen
Studierendenaustausch.

Studiengänge an der HWR Berlin
https://www.hwr-berlin.de/studium/studiengaenge/

Studienwahl
Ein Studiengangs-Finder auf der Website der HWR Berlin dient zur
Orientierung bei der Studiengangssuche.
https://www.hwr-berlin.de/studium/studiengaenge/studiengang-finden/.

Bewerbungsverfahren
Für den Studienstart zum Wintersemester 2022/23 müssen Erststudierende
ihre Bewerbung in der Regel bis 15. Juli 2022 über das Studienportal der
HWR Berlin einreichen, um am Online-Bewerbungsverfahren teilzunehmen. Die
Studienplätze der meisten Bachelor-Studiengänge des Fachbereichs
Wirtschaftswissenschaften werden zentral über das Online-Portal der
Stiftung für Hochschulzulassung www.hochschulstart.de vergeben. Gesonderte
Bewerbungsverfahren und zum Teil andere Bewerbungsfristen gelten für
duale, internationale und Kooperationsstudiengänge, die gemeinsam mit
öffentlichen Behörden, der Polizei oder anderen Hochschulen angeboten
werden, sowie für weiterführende Studiengänge zum Masterabschluss oder
MBA. Bei dualen Studiengänge legen die Partnerunternehmen die
Bewerbungsfristen fest, auch Vorlesungszeiten und Studienablauf
unterscheiden sich.
https://www.hwr-berlin.de/studium/bewerbung/

Unterstützung zu Studienbeginn und im Studium
Die HWR Berlin unterstützt vor allem Studierende im ersten Fachsemester
und ausländische Studierende beim Start ins Studium. Erstsemester-Lotsen
und vielfältige Beratungsangebote und Maßnahmen helfen Studentinnen und
Studenten bei der Studienorganisation, um Abläufe und Hochschulbetrieb
kennenzulernen und von Anbeginn erfolgreich zu meistern. Vor
Semesterbeginn werden wirtschaftsmathematische Vorkurse angeboten.

Vorlesungsbeginn des Wintersemesters 2022/2023
Das Wintersemester beginnt am 1. Oktober 2022.

Alle Informationen rund ums Studium an der HWR Berlin
https://www.hwr-berlin.de/studium/

Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin

Die Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin ist mit über 11 500
Studierenden eine der großen Hochschulen für angewandte Wissenschaften –
mit ausgeprägtem Praxisbezug, intensiver und vielfältiger Forschung, hohen
Qualitätsstandards sowie einer starken internationalen Ausrichtung. Das
Studiengangsportfolio umfasst Wirtschafts-, Verwaltungs-, Rechts- und
Sicherheitsmanagement sowie Ingenieurwissenschaften in über 60
Studiengängen auf Bachelor-, Master- und MBA-Ebene. Die HWR Berlin
unterhält 195 aktive Partnerschaften mit Universitäten auf allen
Kontinenten und ist Mitglied im Hochschulverbund „UAS7 – Alliance for
Excellence“. Als eine von Deutschlands führenden Hochschulen bei der
internationalen Ausrichtung von BWL-Bachelorstudiengängen und im Dualen
Studium belegt die HWR Berlin Spitzenplätze in deutschlandweiten Rankings
und nimmt auch im Masterbereich vordere Plätze ein. Die HWR Berlin ist
einer der bedeutendsten und erfolgreichen Hochschulanbieter im
akademischen Weiterbildungsbereich und Gründungshochschule. Die HWR Berlin
unterstützt die Initiative der Hochschulrektorenkonferenz „Weltoffene
Hochschulen – Gegen Fremdenfeindlichkeit“.

http://www.hwr-berlin.de

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Highlight für Ostsee-Interessierte: Ostseetag am 8. Juni 2022 endlich wieder live im Rostocker Stadthafen

In Mecklenburg-Vorpommern bringen vier Institutionen regelmäßig ihre
Ostsee-Expertise in die nationale und internationale Meerespolitik ein:
das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde, das Bundesamt für
Seeschifffahrt und Hydrographie Rostock, das Deutsche Meeresmuseum
Stralsund sowie das Thünen-Institut für Ostseefischerei. Alle zwei Jahre
veranstalten sie gemeinsam den „Ostseetag“, um im direkten Dialog mit
interessierten Bürger:innen neueste Erkenntnisse vorzustellen. Nach der
Corona-Pause ist der Ostseetag nach vier Jahren endlich wieder zurück und
lädt erneut mit spannendem Themen-Mix in den Rostocker Stadthafen ein.
Fokus diesmal: „Die Ostsee im Zeichen des Klimawandels“

Gemeinsame Pressemitteilung:
Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde - Bundesamt für
Seeschifffahrt und Hydrographie - Deutsches Meeresmuseum Stralsund -
Thünen-Institut für Ostseefischerei

WANN: 8. Juni 2022, 10 – 18 Uhr
WO: Rostocker Stadthafen auf der Höhe der Bühne 602, der Eintritt ist frei
WAS: alle Programminfos auch unter <www.ostseetag.info>

„Open Ship“: Als besondere Attraktion liegen die drei Forschungsschiffe
DENEB, ELISABETH MANN BORGESE und SOLEA im Hafen und können von 10 – 18
Uhr besichtigt werden. Forschende geben Auskunft über das
wissenschaftliche Arbeiten auf See und verschiedene Themen rings um den
Zustand der Ostsee.

„Bürgerdialog Ostsee“: An der Kaikante laden – ebenfalls von 10 – 18 Uhr –
verschiedene Themeninseln zum Gespräch mit Forschenden über aktuelle
Forschung ein:

• Wie geht es den wichtigsten Ostsee-Fischbeständen?
• Wie verändert sich die Häufigkeit von Sturmhochwasser und Eisbedeckung
der Ostsee?
• Welche Rolle spielen Strömungen und Mikrowirbel für die Ostsee-Ökologie?
• Gab es wieder Salzwassereinbrüche aus der Nordsee, welche Wirkung hatten
sie?
• Wie vermessen wir den Klimawandel in der Tiefe der Ostsee, mit Schiffen
und autonomen Treibkörpern?
• Wie gefährdet sind Ostsee-Meeressäuger und warum?
• Wie wird die Nutzung der Ostsee geregelt und warum sind Unterwasser-
Naturschutz-gebiete am Ostseegrund so wichtig?
• Welche neuen Arten werden in der Ostsee durch den Klimawandel
begünstigt?
• Wie hört es sich unter Wasser an, wenn wir die Ostsee mit Schiffen
bevölkern?
• Was weiß man über Mikro-Plastik und andere Schadstoffe in der Ostsee?
• Wie funktioniert Radioaktivitätsüberwachung und wie sind die aktuellen
Werte?

ACHTUNG: Vertreter:innen der Medien sind herzlich zu weiteren, nicht
öffentlichen Veranstaltungen in der Bühne 602 eingeladen:

11 Uhr: Eröffnung und Grußwort durch Bettina Martin, Ministerin für
Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten, Mecklenburg-
Vorpommern

11:15 – 13:15 Uhr: Podiumsdiskussion „Die Ostsee im Zeichen des
Klimawandels“

Im September 2021 hat die Helsinki Kommission zum Schutz der Ostsee
(HELCOM) ein Faktenblatt zum Klimawandel in der Ostsee veröffentlicht.
Über 100 Forschende haben darin ihr Wissen zusammengetragen. Sie
beleuchten die Entwicklungen, die heute schon deutlich auf den Klimawandel
zurückzuführen sind und benennen zukünftige Veränderungen, die nach ihrer
Kenntnis sehr wahrscheinlich sind.

Womit müssen wir rechnen? Wohin entwickelt sich die Ostsee? Wie kann die
maritime Wirtschaft die notwendige Transformation unterstützen? In kurzen
Eingangsthesen beleuchten Vertreter:innen der Ostseetag-Institutionen aus
ihrer Sicht die Brennpunkte des Klimawandels und der Umweltveränderungen
in der Ostsee.

Es sprechen:
- Prof. Dr. Markus Meier, Leiter der Sektion Physikalische Ozeanographie,
Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde
- Prof. Dr. Burkard Baschek, Direktor des Meeresmuseums Stralsund
- Dr. Bernd Brügge, Vizepräsident des Bundesamtes für Seeschifffahrt und
Hydrographie
- Dr. Christopher Zimmermann, Leiter des Thünen-Instituts für
Ostseefischerei.

In der anschließenden Podiumsdiskussion erörtern zusätzlich vier
prominente Gäste aus Meerespolitik und Umweltschutz, wie den
Herausforderungen des Klimawandels in der Ostsee zu begegnen ist:

- Claudia Müller, Maritime Koordinatorin der Bundesregierung (Grüne)
- Dr. Karin Kammann-Klippstein, Mitglied des deutschen Komitees der UN-
Ozeandekade und Präsidentin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und
Hydrographie
- Rüdiger Strempel, Generalsekretär der Helsinki-Kommission zum Schutz der
Ostsee
- Dr. Finn Viehberg, Ostseebüro WWF

Moderiert wird die Podiumsdiskussion von Silke Hasselmann, Korrespondentin
vom Deutschlandfunk für Mecklenburg-Vorpommern.

14 Uhr: Preisverleihung Schülerwettbewerb „Meine Ostsee im Jahr 2100“

Schüler:innen der Sekundarstufe II waren aufgerufen, sich auf der Basis
des HELCOM-Klima-Fact-Sheets mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die
Ostsee auseinanderzusetzen und auf kreativen Wegen diese Fakten anderen zu
vermitteln. Die besten Beiträge werden am Nachmittag vorgestellt. Am
Ostseetag werden die besten Einsendungen vorgestellt und prämiert.

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CineScience: „A psychotic would have a ball here“ – Modernismus und Brutalismus als Wohnwelten im Film

Ein Abend in der CineScience-Reihe „Architektur + Film“
Dienstag, 14. Juni 2022, 20.00 Uhr
Filmstudio Glückauf, Rüttenscheider Str. 2, 45128 Essen

Die Veranstaltung findet im Rahmen des 4. Essener Wissenschaftssommers und
als Teil des KWI-Semesterschwerpunkts „Wohnen | Dwelling“ statt

Brutalismus ist für viele nicht nur eine Architekturbezeichnung, sondern
ein lautmalerischer Ausdruck: Obwohl der Begriff vom französischen
Ausdruck für Sichtbeton („béton brut“) stammt, ist das ‚brutale‘ dieser
Architekturen oft Ausdruck dystopischer Erzählungen – von Stanley Kubricks
„A Clockwork Orange“ bis zu Ben Wheatleys „High Rise“.

In starkem Kontrast zu den meist negativ konnotierten Inszenierungen der
„Betonmonster“ stehen die gesellschaftlichen Diskurse und Visionen zur
Bauzeit, die ebenfalls anhand von Filmausschnitten umrissen werden. Ob der
häufig beobachtbare Verfall von Bauten, die ursprünglich für das
Gemeinwohl erdacht worden waren, tatsächlich am Baumaterial Beton liegt
oder eher am fehlerhaften Umgang mit diesen Bauten durch Politik und
Stadtplanung, wird sich abschließend kaum beantworten lassen. Die
Kunsthistorikerin Christin Ruppio (Lehmbruck Museum) und der Künstler Maik
Ronz (TU Dortmund) möchten diese Frage gerne mit dem Publikum diskutieren.

REFERENT*INNEN
Christin Ruppio, Lehmbruck Museum
Maik Ronz, Technische Universität Dortmund

LEITUNG
Armin Flender, KWI-Geschäftsführer
Anja Schürmann, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am KWI

TICKETS
Karten können Sie hier online buchen oder wie üblich an der Abendkasse,
oder unter: 0201 43 93 66 33. Eintritt: 5,- € | erm. 3,- €

HYGIENEMASSNAMEN
Bitte beachten Sie die Hygienemaßnahmen des Filmstudios Glückauf.

VERANSTALTER
Eine Veranstaltung des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) in
Kooperation mit dem Filmstudio Glückauf im Rahmen des 4. Essener
Wissenschaftssommers.

ÜBER CINESCIENCE „ARCHITEKTUR + FILM“:
Das Kino ist ein guter Ort, um der Sehnsucht nach dem Leben anderer
Menschen nachzugehen. In Autos, Gebäuden, auf der Straße oder in sich
selbst können diese Menschen wohnen. Die „vier Wände“ sind dabei nicht nur
in der Ausstattung entscheidend: Architektur im Film kann – von den
monumentalen Kollektivbauten in Science-Fiction Filmen bis in
unterirdische Maulwurfsgänge – die Bedingungen ihrer filmischen
Darstellbarkeit transparent machen. Welche Räume stehen dem Film zur
Verfügung und wie werden sie ästhetisch und erzählerisch genutzt, fragen
sich Wissenschaftler*innen des KWI und ihre Gäste. Anhand ausgewählter
Filmausschnitte werden diese Fragen auch mit dem Publikum diskutiert.
Die CineScience-Abende sind Teil des Semesterthemas „Wohnen – zwischen
Obdach und Design“. Im Sommersemester 2022 erforscht das KWI in
vielfältigen Formaten mit Gästen und mit Beiträgen aus eigenen Reihen
diverse Phänomene des Wohnens, Obdachsuchens und Gestaltens.

Über das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI):
Das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) ist ein
interdisziplinäres Forschungskolleg für Geistes- und Kulturwissenschaften
in der Tradition internationaler Institutes for Advanced Study. Als
interuniversitäres Kolleg der Ruhr-Universität Bochum, der Technischen
Universität Dortmund und der Universität Duisburg-Essen arbeitet das
Institut mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern seiner
Trägerhochschulen und mit weiteren Partnern in NRW und im In- und Ausland
zusammen. Innerhalb des Ruhrgebiets bietet das KWI einen Ort, an dem die
Erträge ambitionierter kulturwissenschaftlicher Forschung auch mit
Interessierten aus der Stadt und der Region geteilt und diskutiert werden.
Derzeit stehen folgende Forschungsschwerpunkte im Mittelpunkt:
Kulturwissenschaftliche Wissenschaftsforschung, Kultur- und
Literatursoziologie, Wissenschaftskommunikation sowie ein „Lehr-Labor“.
Fortgesetzt werden außerdem die Projekte im Forschungsbereich
Kommunikationskultur sowie Einzelprojekte.

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