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Nachhaltigkeitspfad an der SRH eingerichtet

Die SRH Hochschule in Nordrhein-Westfalen präsentiert auf einem
Nachhaltigkeitspfad ihr  Engagement zur Nachhaltigkeit. An den
verschiedenen Stationen werden Klimastatus, Studiengänge und Projekte
dargestellt.

Von der Unterstützung von Paranuss-Bauern in Peru und einem
Windkraftprojekt in Indien, über Hilfe bei der Moorrenaturierung und
Forschungsarbeiten zur E-Mobilität unter dem Projektnamen „Mercedes Benz-
Werk Düsseldorf goes green“ bis hin zum Engagement zur Erhaltung der
bedrohten Bienen und dem neuen Masterstudiengang „Applied Sustainability
Management“ zeigt die seit 2021 mit dem Siegel „klimapositiv“
ausgezeichnete Hochschule ihre Beiträge für eine bessere Zukunft.

„Alle Projekte, in denen wir uns engagieren und in die wir unsere
Kompetenzen einbringen, liegen uns am Herzen“, so Nachhaltigkeitsmanagerin
Dr. Jane Gleißberg, „unser eigener Bienenstock, der im Rahmen eines
Projektes zur Artenerhaltung von unserem Kooperationspartner beefuture
aufgestellt wurde, ist auch etwas zum Anfassen“, schmunzelt Gleißberg.
„Jeder ist herzlich willkommen, uns einmal zu besuchen und sich die
Projekte und die rund 15.000 Bienen vor Ort anzusehen.“ Da der Bienenstock
direkt hinter dem Pfad in der dort angelegten bepflanzten Fläche
aufgestellt ist, kann man sehr gut das fleißige Treiben der schwarz-gelben
Insekten beobachten.

Der Pfad ist über den Hintereingang von der Luisenstraße aus zu erreichen.
Der Zugang ist von Mo. bis Fr. von 9 – 16 Uhr möglich.

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Pressekonferenz am 02. Juni: 25 Jahre Gewebespende in Deutschland

Anlässlich 25 Jahren Gewebespende in Deutschland sowie des 15-jährigen
Jubiläums der Deutschen Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG)
sprechen die niedersächsische Sozial- und Gesundheitsministerin Daniela
Behrens, die Vizepräsidentin der Ärztekammer Niedersachen Dr. med. Marion
Charlotte Renneberg sowie der Präsident der Medizinischen Hochschule
Hannover Prof. Dr. med. Michael P. Manns über die Rolle der Gewebespende
in der Patientenversorgung in Hannover, Niedersachsen und darüber hinaus.
Die Pressekonferenz findet am 02. Juni, 10:00 Uhr, auf dem Hannah-Arendt-
Platz in Hannover inmitten der Fotografieausstellung „Gewebespende
erleben“ statt.

In diesem Jahr begeht die Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation
(DGFG) aus Hannover ihr 15-jähriges Jubiläum. Seit 2007 konnte die DGFG
mit den knapp 30.000 Gewebespenden fast 60.000 Patient*innen mit Gewebe
wie Augenhornhäuten, Herzklappen und Blutgefäßen versorgen. Zudem feiern
wir 25 Jahre Gewebespende in Deutschland. Denn von 1997 bis 2007
realisierte die Vorgängergesellschaft der DGFG, die DSO-G als
Tochtergesellschaft der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO)
Gewebespenden in Deutschland.

Im Rahmen einer Pressekonferenz sprechen die Teilnehmer*innen über die
Rolle der Gewebespende in der Patientenversorgung in Hannover,
Niedersachsen und darüber hinaus. Auch das neue Gesetz zur Stärkung der
Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende und das kommende Online-
Register werden thematisiert. Gewebespende – was ist das, wie wird sie
organisiert, wo stehen wir heute? Diese und weitere Fragen werden im
Rahmen der Pressekonferenz von den Teilnehmer*innen beantwortet.

Die Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) lädt anlässlich
25 Jahre Gewebespende in Deutschland und 15 Jahren DGFG zu einer
Pressekonferenz am 2. Juni 2022, 10.00 Uhr auf dem Hannah-Arendt-Platz in
Hannover, inmitten der Fotografieausstellung „Gewebespende erleben“ Open
Air.

Unter den Teilnehmer*innen sind die Niedersächsische Sozial- und
Gesundheitsministerin Daniela Behrens, die Vizepräsidentin der Ärztekammer
Niedersachen Dr. med. Marion Charlotte Renneberg sowie der Präsident der
Medizinischen Hochschule Hannover Prof. Dr. med. Michael P. Manns.

Das Programm:

10 Uhr: Begrüßung durch Martin Börgel, Geschäftsführer der DGFG
im Anschluss Statements der Redner*innen

Daniela Behrens, niedersächsische Sozial- und Gesundheitsministerin:
- Rolle der Gewebespende in der Patientenversorgung
- Tausende Patient*innen erhalten Jahr für Jahr ein Gewebetransplantat –
Bedeutung der Gewebespende ist hoch
- Bereitschaft zur Gewebespende und Engagement aller am Prozess
Beteiligten entscheidend für ihren Erfolg
- Niedersachsen ist der Knotenpunkt für Spende, Aufbereitung und
Vermittlung Deutschlands größter Gewebespendeeinrichtung

Dr. med. Marion Charlotte Renneberg, Vizepräsidentin der Ärztekammer
Niedersachsen:
- Gewebespende geht jeden etwas an
- Jede Spende, sei es eine Gewebespende oder eine Organspende, ist
wichtig.
- Jede/r sollte beizeiten festlegen, ob er im Eventualfall als Spender/in
in Frage kommen will. Das schafft Klarheit für sich und insbesondere auch
für Hinterbliebene.

Prof. Dr. med. Michael P. Manns, Präsident der Medizinischen Hochschule
Hannover:
- Gewebespende als Gemeinschaftsaufgabe verstehen
Gesellschafter der DGFG nehmen gemeinsam gesellschaftliche Verantwortung
wahr
Gewebespende führt nur im klinikübergreifenden Verbund zum Erfolg

Martin Börgel, Geschäftsführer der DGFG:
- 25 Jahre Gewebespende in Deutschland, 15 Jahre DGFG
- Entwicklung und Status Quo
- Arbeit der DGFG – Motor der Gewebemedizin mit Sitz in Hannover
- Gesetz zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft bei der Organ- UND
Gewebespende
- „Gewebespende erleben“ – Aufklärung zur Gewebespende

11.00 Uhr: Pressefotos / Interviews / Führung durch die Ausstellung
Im Anschluss ist Zeit für Pressefotos, Interviews mit den Redner*innen
sowie eine Führung durch die Ausstellung. Sollte eine persönliche
Teilnahme nicht möglich sein, sind auch Interviews unabhängig von der
Pressekonferenz möglich. Nutzen Sie die Gelegenheit, am Abend bei
“Gewebespende erleben” Open Air auch mit Dr. Carola Holzner ein Interview
zu führen.

»Gewebespende erleben« Open Air
2. Juni 2022, ab 18.30 Uhr, Hannah-Arendt-Platz

Im Rahmen der 14-tägigen Ausstellung »Gewebespende erleben« Open Air
findet am Abend des 2. Juni 2022 eine öffentliche Veranstaltung statt –
moderiert von Dr. Carola Holzner, auch bekannt als Doc Caro aus Social
Media und TV. Protagonist*innen der Fotografieausstellung, Ärzte*innen,
Partner*innen aus der Gewebemedizin und Gesundheitsbranche sowie
Politiker*innen kommen zu Wort – und geben Einblick in die Gewebespende
und die Prozesse, die dahinter stehen. Unser Ziel: Aufklärung zur
Gewebespende – unter freiem Himmel, in sommerlicher Atmosphäre.

Die bereits mit dem German Design Award und Silbernen Nagel des Art
Directors Club ausgezeichneten Fotografien wurden bislang ausschließlich
in Kliniken ausgestellt.
Die Ausstellung wird vom 30.05. bis 13.06. kostenfrei und jederzeit
zugänglich auf dem Hannah-Arendt-Platz zu sehen sein.

www.gewebenetzwerk.de/15-jahre-dgfg

Originalpublikation:
https://gewebenetzwerk.de/pressekonferenz-25-jahre-gewebespende-15-jahre-
dgfg/

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Tag der Organspende: Patienten mit schwerer Herzschwäche brauchen früher Aufklärung über Herzersatz

In Deutschland fehlt es zunehmend an ausreichend Spenderherzen für
Patienten mit stark geschädigtem Herzen. Vorstand der Herzstiftung
appelliert, weiter für die Organspende zu kämpfen – und zugleich im Team
mit Kardiologe und Herzchirurg Patienten über Alternativen zu informieren

In Deutschland schien sich in den letzten Jahren die Zahl der Organspenden
einigermaßen zu stabilisieren – selbst während der Pandemie. Für das erste
Quartal 2022 meldet die Deutsche Stiftung für Organtransplantation (DSO)
nun allerdings einen massiven Einbruch: 30 Prozent weniger Organspender
und 25 Prozent weniger Organe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Eine
Erklärung dafür könnte die hohe Belastung auf den Intensivstationen durch
coronabedingte Personalengpässe sein, so dass am Ende der aufwendige
Prozess von der Hirntoderklärung bis zur Organspende, Entnahme und
Transplantation seltener erfolgt ist. Gerade für Herzpatienten, die
dringlich auf ein neues Organ warten, verschärft sich damit die Situation.
In einem gemeinsamen Appell anlässlich des Tags der Organspende weisen
daher der Kardiologe und Intensivmediziner Prof. Dr. med. Thomas
Voigtländer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung, und sein
Vorstandskollege, der Herzchirurg Prof. Dr. med. Jan Gummert, auf die
Bedeutung von Organspenden hin. Zugleich werben sie für eine verstärkte
und frühzeitige Teamarbeit, um Patienten, bei denen eine Verschlechterung
ihrer Herzfunktion abzusehen ist, über die Möglichkeiten und Chance einer
Herztransplantation oder auch einer künstlichen Pumpe – meist ein
Linksherzunterstützungssystem (LVAD für engl. Left Ventricular Assist
Device) – aufzuklären. Nahezu 800 schwer herzkranke Menschen werden in
Deutschland pro Jahr mit einem Herzunterstützungssystem versorgt. Mit
Expertise zum Thema „Herzschwäche: Transplantation oder LVAD?“  äußern
sich beide Herzspezialisten im aktuellen Herzstiftungs-Podcast abrufbar
unter www.herzstiftung.de/podcast-organspende-2022
„Auf der Warteliste in Deutschland stehen ungefähr 700 transplantable
Herzpatienten. Doch wir können nur rund 300 Transplantationen im Jahr
durchführen. Das heißt, wir haben 400 Patienten, die wir nicht mit einem
dringend benötigten neuen Herzen versorgen können“, verdeutlicht Prof.
Gummert, Direktor der Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie am
Herz- und Diabeteszentrum NRW, Bad Oeynhausen. Er hofft daher inständig,
dass sich der aktuelle dramatische Einbruch in den nächsten Monaten wieder
normalisiert, damit sich die Situation nicht weiter verschärft.

Auch Prof. Voigtländer, Ärztlicher Direktor des Agaplesion Bethanien-
Krankenhauses in Frankfurt am Main, betont, dass eine Herztransplantation
als Ultima Ratio durch den Organmangel immer schwieriger werde. Zugleich
sieht er, dass sich bei den Patienten, die ein neues Herz benötigten,
einiges verändert hat. Nach wie vor gehört neben der koronaren
Herzkrankheit (KHK) die Kardiomyopathie zu den Hauptindikationen für eine
Herztransplantation. Doch insgesamt hat die Zahl der Patienten, die nach
einem großen Herzinfarkt eine massive Herzschwäche entwickeln, abgenommen,
weil durch die schnelle Wiedereröffnung des verschlossenen
Herzkranzgefäßes im Katheterlabor der Klinik das Herzinfarktareal begrenzt
bleibt. Daher stehen im Verhältnis nun zunehmend jüngere Patienten mit
angeborenen Herzmuskelproblemen auf der Warteliste, die eine sehr
schlechte Linksherzfunktion entwickelt haben.
„Bis zu dem Punkt, wo ein Herzersatz diskutiert wird, haben wir inzwischen
allerdings auch viele gute Therapiemöglichkeiten“, so Voigtländer. So habe
sich bei den Medikamenten durch inzwischen vier große Wirkstoffgruppen
gerade für Patienten mit Linksherzschwäche viel verbessert, ebenso
interventionell durch diverse Schrittmachersysteme oder moderne
Klappenprothesen. „Man muss das ganze Armamentarium der Kardiologie
nutzen, um Herzinsuffizienz-Verläufe zu stabilisieren.“ Trotzdem kommen
auch viele dieser Patienten dann irgendwann in eine Situation, wo sich die
Frage stellt: Herztransplantation oder Herzunterstützungssystem?

Zentren mit Erfahrung für Transplantation und LVAD bevorzugt
Kardiologe Voigtländer und Herzchirurg Gummert sind sich dabei einig, dass
diese Frage möglichst frühzeitig mit dem Patienten geklärt werden sollte,
bevor sein Zustand sich zu sehr verschlechtert. Nur so könnten
individuelle Belange besprochen werden. Bei zu spätem Herzersatz sei zudem
generell der Erfolg meist geringer. Spätestens, wenn die Funktion der
linken Herzkammer sich immer weiter verschlechtert und in Bereiche kommt,
wo die Auswurffraktion (Ejektionsfraktion)* unter 30-20 Prozent fällt,
„ist ein Gespräch mit einem entsprechenden Zentrum sinnvoll, das sowohl
Herzunterstützungssysteme als auch Transplantationen durchführt“,
empfiehlt Voigtländer. Diesen Kontakt sollten Kardiologen, die einen
Patienten mit Herzschwäche betreuen, früher als bisher suchen, so seine
Erfahrung. „Dann können die verschiedenen Optionen einfach schon einmal
dem Patienten vorgestellt werden und die Ärzte können gemeinsam eine Art
Fahrplan festlegen, ab welchem Zeitpunkt man dann Richtung LVAD oder
Herztransplantation gehen sollte“, ergänzt Herzchirurg Gummert. Hierbei
bieten vor allem Zentren, in denen in größerer Zahl sowohl
Transplantationen erfolgen als auch LVAD-Systeme eingesetzt werden, nach
Auffassung der Experten den Vorteil, dass eine ausgewogene Erfahrung mit
beiden Behandlungsoptionen besteht und entsprechend beraten werden kann.
Teamarbeit zwischen den Fachdisziplinen ist auch deshalb gefragt, weil die
Symptomatik stets im Verhältnis zu den tatsächlichen Schäden und
objektiven Befunden betrachtet werden muss. So gibt es Patienten mit sehr
ausgeprägten Beschwerden bei noch vielleicht ganz guter Funktion der
linken Herzkammer und ebenso den umgekehrten Fall. Besonders Sportler
können häufig aufgrund ihrer trainierten Skelettmuskulatur Symptome lange
kompensieren, obwohl die Funktionalität ihres Herzens bereits stark
eingeschränkt ist.

*Auswurffraktion = die Menge Blut, die die linke Herzkammer im Verhältnis
zur  Gesamtmenge Blut, die sich in der Herzkammer befindet, in den Körper
pumpt.

Lebensqualität nach Transplantation besser als mit LVAD
Einige Patienten sind ganz klar Kandidaten für eine Transplantation.
„Gerade bei sehr jungen Menschen muss man mit allem Druck versuchen, das
zu realisieren“, betont Voigtländer. Denn die Lebenserwartung mit einem
Spenderherz ist deutlich höher als mit einem LVAD. Bis zu 30 Prozent leben
auch nach 20 Jahren noch mit ihrem neuen Herzen.
LVAD-Träger können allerdings auch gut mit ihrem künstlichen Pumpsystem
leben. So hält eine Batterieladung damit bis zu 18 Stunden, bevor wieder
neu geladen werden muss. Gerade das aktuelle LVAD-System, das derzeit als
einziges in Deutschland noch zur Verfügung steht (HeartMate3), trägt zu
verbesserten Langzeitergebnissen bei. Die Zahl der Komplikationen ist
merklich gesunken. Etwa noch zehn Prozent der LVAD-Patienten erleiden nach
Angaben von Gummert innerhalb von zwei Jahren einen Schlaganfall. Das
größte Manko ist nach wie vor das Elektrokabel, die sogenannte Driveline,
die durch die Bauchdecke geht und die Pumpe mit Strom versorgt. Sie ist
Quelle von Infektionen und schränkt die Patienten ein, weil sie zum
Beispiel nicht schwimmen dürfen. Neuentwicklungen ohne ein solches
externes Kabel sind nach Auffassung von Gummert in den nächsten Jahren
nicht zu erwarten: „Da fehlt leider der Druck auf die Hersteller.“

Wer erhält ein LVAD?
Ein Linksherzunterstützung kommt zum Beispiel für Patienten infrage, die
medikamentös maximal behandelt sind und dennoch mehr als dreimal im Jahr
mit einer ausgeprägten Herzschwäche ins Krankenhaus zur Stabilisierung
müssen. „Ebenso gilt dies für Patienten, bei denen bereits weitere
Endorganschäden auftreten, etwa an Nieren oder Leber“, wie Gummert
erläutert. Auch wenn das Alter und Begleiterkrankungen gegen eine
Transplantation sprechen, könne ein LVAD noch eine gute Option sein, das
dann für einige Jahre die Lebensqualität deutlich verbessere. Doch selbst
Patienten mit Chancen für eine Transplantation sollten darauf hingewiesen
werden, dass unter Umständen durch den Spenderorganmangel für sie ein LVAD
die einzige zur Verfügung stehende Option zur Lebensrettung ist, entweder
zur Überbrückung bis zu einer Transplantation oder gar als Dauertherapie.
Aktuell leben in Deutschland ungefähr 2.100 mit einem solchen
Herzunterstützungssystem und können ambulant betreut werden. „Das Alter
ist dabei nicht der entscheidende Faktor, sondern vielmehr die
Gesamtsituation des Patienten. Wir haben sogar Patienten über 80 Jahre,
die mit einem solchen System sehr gut zurechtkommen und die auch dadurch
wieder für einige Jahre eine annehmbare Lebensqualität haben, weil die
ständige Luftnot und die extrem eingeschränkte Belastbarkeit behoben
sind“, so Gummert. Patienten, bei denen beide Herzkammern geschädigt sind,
könne jedoch nach wie vor nur eine Herztransplantation helfen. Es stehe
derzeit weder ein komplettes Kunstherz zur Verfügung, noch sei in naher
Zukunft die Verpflanzung von Schweineherzen eine Alternative.
Die beiden Herzexperten sind sich daher einig: „Wir müssen unbedingt für
die Organspende kämpfen und immer wieder darauf hinweisen, dass wir einen
Spenderorganmangel haben. Nur so können wir Patienten mit einem stark
geschädigten Herzen eine optimale Perspektive geben. Denn auch wenn ein
Linksherzunterstützungssystem lebensrettend ist: Die Lebensqualität nach
einer Transplantation ist nun mal immer noch viel besser als mit einem
LVAD-System.“
(ne)

Jetzt reinhören! Podcast „Finale Herzschwäche: Transplantation oder LVAD?“
Der Podcast mit dem vollständigen Gespräch zum Thema Finale Herzschwäche:
Transplantation oder LVAD? Ist zu hören unter: www.herzstiftung.de
/podcast-organspende-2022
Alle Podcasts können auf der Herzstiftungs-Website unter
www.herzstiftung.de/podcasts direkt gehört werden und sind ebenso bei den
einschlägigen Podcast-Anbietern wie Spotify und Apple iTunes zu finden.
Alle 14 Tage gibt es einen neuen „imPULS“-Podcast.

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think.sportainable: Wege zu nachhaltiger Sportentwicklung

Die neugegründete Non-Profit-Organisation think.sportainable, mitgegründet
von fünf Bayreuther Professoren, ist ganz auf nachhaltigen Sport
ausgerichtet. Für September 2023 ist das erste internationale Sustainable
Sport Symposium an der Universität Bayreuth geplant.

Die Denkfabrik think.sportainable hat eine klare Mission formuliert: „Wir
denken den Sport neu: ressourcenleicht, emissionsarm, naturverträglich,
menschenwürdig, nachhaltig. Wir erbringen Beratungsleistungen für
Akteur*innen, die sich auf den Weg nachhaltiger Entwicklung machen wollen.
Und wir geben Anstöße, solche Wege zu beschreiten.“ In verschiedenen
Forschungsfeldern arbeiten die Wissenschaftler*innen aus Bayreuth mit
Kolleg*innen verschiedener Universitäten – vorwiegend im deutschsprachigen
Raum, aber auch in den USA und den Niederlanden – sowie mit Expert*innen
aus Unternehmen und Verbänden zusammen.
„Wir befassen uns bei think.sportainable vorrangig mit der ökologischen
und sozialen Nachhaltigkeit im Sport“, erklärt Peter Kuhn, Professor am
Bayreuther Zentrum für Sportwissenschaft BaySpo der Universität Bayreuth.
„Dabei wollen wir den Sport als Gesamtes betrachten. Deshalb sind die
Arbeitsgruppen breit aufgestellt und wir beleuchten sowohl die
Organisation und Infrastruktur, aber auch Themen wie Material, Mobilität
oder Kommunikation im Sport.“
Die Denkfabrik geht vom Zusammenhang der Systeme Sport(art), Gesellschaft
und naturaler (Um-)Welt aus. Daher betrachtet das Team von
think.sportainable Wechselwirkungen an den Schnittstellen. Daraus wurden
die Forschungsfelder abgeleitet.
Von Seiten der Universität Bayreuth wird Expertise aus unterschiedlichen
Fachdisziplinen eingebracht. Prof. Dr. Hans-Werner Schmidt,
Lehrstuhlinhaber für Makromolekulare Chemie I, Prof. Dr. Manfred Miosga,
Professor für Stadt- und Regionalentwicklung, Prof. Dr. Manuel Steinbauer,
Professor für Sportökologie und Dr.-Ing. Michael Frisch, Habilitand im
Bereich Sporttechnologie am Lehrstuhl für Biomechanik arbeiten gemeinsam
mit Kuhn in der Non-Profit-Organisation think.sportainable an
Fragestellungen wie nachhaltiger Sportentwicklung in Städten und Regionen,
nachhaltigen Sportgroßveranstaltungen, nachhaltiger Sportartikelproduktion
oder Bildung für nachhaltige Entwicklung.
An think.sportainable sind außerdem Wissenschaftler*innen der Universität
Hamburg, der Texas A&M University, der TU München, der Universität
Augsburg, des Karlsruher Instituts für Technologie, der Bundeswehr
Universität München, der Alice Salomon Hochschule Berlin, der Universität
Bern, der Universität Potsdam, der Radboud University Nijmegen, der
Universität für Bodenkultur Wien, der FAU Erlangen-Nürnberg, der
Universität Bielefeld, der Universität Konstanz, der Universität
Heidelberg und der CBS International Business School beteiligt.
Insgesamt hat das Team 14 Arbeitsgruppen eingerichtet, in denen
interuniversitär geforscht wird. „Wir wollen Strukturen ändern, um Handeln
zu ermöglichen“, sagt Kuhn. „Daher verstehen wir uns als Wegbereiter und
wollen im Ergebnis die Nachhaltigkeit im Sport sichtbar machen.“
Auch wenn die Denkfabrik erst seit gut einem Vierteljahr besteht, konnten
bereits zahlreiche Kooperationen und Projektpartnerschaften aufgebaut
werden. Und für 25. und 26. September 2023 ist das erste internationale
SusSpoSym geplant: das Sustainable Sport Symposium als 1. Fachtagung der
Denkfabrik.

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