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Pflegeforschung in Bewegung Heute ist Internationaler Tag der Pflege – BIBB veröffentlicht erste forschungsbasierte Empfehlungen zur generalistischen Pflegeausbildung

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) erarbeitet jährlich ein
Forschungsprogramm zur Pflegebildung und zum Pflegeberuf. Erste
Erkenntnisse aus dem laufenden Programm liegen nun – am Internationalen
Tag der Pflege am heutigen Donnerstag – in bewegten Bildern vor. In den
Videos beschreiben die Forschungspartnerinnen und -partner ihre Projekte
und geben erste Empfehlungen für die Pflegepraxis und die
Pflegewissenschaft ab.

So empfiehlt das Projektkonsortium für die „Begleitforschung des
Veränderungsprozesses zur Einführung der neuen Pflegeausbildungen“
beispielsweise die Schaffung von kommunalen Unterstützungsmöglichkeiten,
um die Kooperationen der Lernorte zu fördern, vor allem in ländlichen
Gebieten. Auch die für die praktische Ausbildung so wichtige
Praxisanleitung sollte gefördert werden. Konkret wird hier unter anderem
eine kommunale Koordination für kleinere Einrichtungen der ambulanten
Pflege und der stationären Langzeitpflege genannt. Besonders beeindruckt
waren die Forschenden nach eigener Aussage darüber, dass „alle Befragten
in unserer Studie eine hohe Motivation für das Gelingen der
generalistischen Pflegeausbildung zeigten“.

Die generalistische Ausbildung befähigt die Auszubildenden zur Pflege von
Menschen aller Altersstufen in allen Versorgungsbereichen. Damit steht den
Absolventinnen und Absolventen eine Vielzahl an Einsatz- und
Entwicklungsmöglichkeiten offen.

Die Videos, das aktuelle Forschungsprogramm zur Pflegebildung und zum
Pflegeberuf, eine Übersicht über alle Projekte sowie weitere Aktivitäten
und Ausschreibungen finden sich auf der neu gestalteten Internetseite zum
BIBB-Forschungsprogramm unter <www.bibb.de/de/135917.php>

Weitere Informationen, auch zu aktuellen Veranstaltungen, unter
<www.bibb.de/pflege>

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Europawoche in Brüssel: CityScienceLab und UNITAC Hamburg präsentieren Projekte

Gemeinsam mit Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank haben das
CityScienceLab und UNITAC das Hanse-Office besucht. Themen waren dabei
Digitalisierung und nachhaltige Stadtentwicklung.

Erstmal fand in diesem Jahr eine Veranstaltung der Hamburger Europawoche
in der Vertretung der Hansestadt, dem Hanse-Office, statt. Dabei ging es
vorwiegend um die Bereiche Wissenschaft und Forschung. Das CityScienceLab
und UNITAC Hamburg konnten bei dieser Gelegenheit ihre Projekte
vorstellen.


Prof. Dr. Gesa Ziemer, Leiterin CityScienceLab und UNITAC Hamburg: „Städte
sind heute Big Data Produzentinnen. Wie wir diese Daten gemeinnützig
einsetzen können, erforscht das CityScienceLab der HCU nicht nur für
Deutschland, sondern auch international. Auch im neuen Accelerator for
Cities mit den Vereinten Nationen (UNITAC Hamburg) werden Hamburger Tools,
zum Beispiel für Bürgerbeteiligung in Städten im globalen Süden,
eingesetzt. Wir freuen uns, unsere Arbeit im Hanse-Office in Brüssel der
Europäischen Kommission vorzustellen.“


Hintergrund

Hanse-Office

Das Hanse-Office ist eine gemeinsame Einrichtung der Länder Hamburg und
Schleswig-Holstein in Brüssel. Zu seinen Aufgaben gehört die frühzeitige
Information über aktuelle EU-Politiken, Rechtsetzungsverfahren und
europapolitische Entwicklungen. Darüber hinaus repräsentiert es die
heimischen Standorte durch Veranstaltungen, Begegnungen und kulturelle
Ereignisse der beiden Länder in Brüssel.


CityScienceLab

Das CityScienceLab der HafenCity Universität Hamburg erforscht mit
Partner:innen aus der Zivilgesellschaft, Politik, Wirtschaft und
Wissenschaft die Veränderung von Städten im Kontext der Digitalisierung.
Es verfolgt eine dezidiert inter- und transdisziplinäre Perspektive durch
die Verbindung technischer Fragestellungen mit gesellschaftlichen und
kulturellen Entwicklungen. Die Stadt Hamburg ist das „Living Lab“, in dem
urbane Veränderungsprozesse umfassend erforscht und bis hin zu konkreten
einsetzbaren Anwendungen entwickelt werden.


UNITAC Hamburg

United Nations Innovation Technology Accelerator for Cities (UNITAC
Hamburg) ist eine Partnerschaft zwischen dem United Nations Human
Settlement Programme (UN-Habitat), dem United Nations Office for
Information and Communication (OICT) und der HafenCity Universität
Hamburg. UNITAC unterstützt nationale und lokale Regierungen bei der
effektiven Implementierung digitaler Technologien auf eine ethische und
inklusive Art und Weise. UNITAC Hamburg ist Teil des „People-Centered
Smart Cities“-Programms von UN-Habitat. Das Ziel lautet: Städte inklusiv,
sicher, resilient und nachhaltig mache

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Automatisiertes Fahren unter Realbedingungen

Der DLR Projektträger (DLR-PT) unterstützt Forschungsvorhaben zu
vernetzten Verkehrskonzepten, die individuelle Mobilität und öffentlichen
Verkehr verbinden. Dazu zählt das jetzt abgeschlossene Projekt
„KoMoDnext“, in dem untersucht wurde, wie eine großflächige Vernetzung im
Straßenverkehr konkret aussehen kann. Am 13. Mai erläutern Expertinnen und
Experten des DLR-PT ihre Vorstellungen zur Verkehrswende im Rahmen der
Bonner Wissenschaftsnacht.

Die Mobilität von Morgen basiert auf Vernetzung und Datenaustausch.
Automatisiertes Fahren, die Kommunikation von Fahrzeugen untereinander und
mit der Infrastruktur, soll den Verkehr der Zukunft sicherer und
effizienter machen. Schon heute informieren sich Fahrzeuge gegenseitig
über Verkehrshindernisse und Wetterlagen, weisen einander auf potenzielle
Gefahrenquellen wie Unfälle hin und teilen gewonnene Daten zum
Verkehrsfluss miteinander.

Vernetzt, automatisiert und sicher in die Zukunft

Im Forschungsvorhaben KoMoDnext haben Wissenschaftler unter anderem vom
Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gemeinsam mit Partnern aus
der Verkehrs-, Technologie- und Automobilbranche von Januar 2020 bis März
2022 untersucht, wie eine großflächige digitale Vernetzung von Fahrzeugen
mit der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur konkret aussehen kann. Dazu
hatte die Stadt Düsseldorf, die auch die Leitung für das Projekt
übernommen hatte, bereits im Vorgängerprojekt ein Testfeld eingerichtet.
KoMoDnext baut auf das 2019 abgeschlossene Vorgängerprojekt „Kooperative
Mobilität im digitalen Testfeld Düsseldorf“, kurz: KoMoD, auf. Zum
Projektende zogen alle Beteiligten ein positives Fazit. Das Projekt habe
gezeigt, wie mit vernetzter Mobilität die Lebensqualität und der
Klimaschutz in unseren Städten erhöht werden könne, so NRW-
Verkehrsministerin Ina Brandes, denn besserer Verkehrsfluss bedeute auch
saubere Luft.

Der DLR Projektträger (DLR-PT) hat das Forschungsvorhaben KoMoDnext im
Auftrag des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) fachlich
und administrativ begleitet. Er hat die kontinuierliche Erfolgskontrolle
durchgeführt sowie Forschungsziele und Arbeitspläne, wenn notwendig,
während der Laufzeit angepasst. KoMoDnext wurde vom BMDV mit knapp 6,6
Millionen Euro gefördert.

Verschiedene Use-Cases im Testfeld

Zu den Düsseldorfer Teststrecken von rund 20 Kilometer Länge gehören
Autobahnabschnitte ebenso wie Bundesstraßen, Tunnelabschnitte,
Rheinbrücken und Hauptverkehrsstraßen im Innenstadtbereich, die für den
Einsatz vollautomatisierter Level-4-Fahrzeuge vorbereitet wurden. Dieses
Level ist die letzte Stufe vor dem vollständig autonomen Fahren auf Level
5. Doch auch Level-4-Fahrzeuge benötigen nicht unbedingt einen Fahrer oder
eine Fahrerin; vielmehr sind sie grundsätzlich in der Lage,
Fahrsituationen in festgelegten Betriebsbereichen eigenständig zu
bewältigen.
Im Rahmen des Forschungsvorhabens mischten sich
Level-4-Forschungsfahrzeuge, ausgerüstet mit Car2X-Technologie, die eine
Kommunikation von Fahrzeugen untereinander und mit der verkehrstechnischen
Infrastruktur ermöglicht, in den laufenden Verkehr. Die Versuchsfahrzeuge
nahmen Informationen zur Verkehrslage, von Schildern und Ampel digital und
in Echtzeit auf und dienten gleichzeitig als mobile Sensoren. So erkannten
sie Störungen im Testfeld und teilten diese Informationen mit der
Infrastruktur und anderen Forschungsfahrzeugen. Dazu zählte das
automatisierte Linksabbiegen an einer viel befahrenen Kreuzung ebenso wie
der automatisierte Spurwechsel aufgrund eines gesperrten Fahrstreifens und
die Geschwindigkeitsreduzierung vor einer Baustelle.

„Die Erprobungen im Testfeld haben gezeigt, wie weit die Entwicklungen bei
der Automatisierung und Vernetzung im Verkehr schon sind und was sich für
Möglichkeiten auftun", sagt Dr. Frank Otten, Abteilungsleiter Energie- und
Verkehrssysteme im DLR Projektträger. „Viele der hier gezeigten
Technologien werden schneller Einzug in den Alltag halten, als wir uns das
jetzt vorstellen können. Auf das Robo-Taxi, das uns an der Straßenecke
abholt, werden wir aber wohl noch ein paar Jahre warten müssen“, so Otten.

Perspektiven auch für Radfahrende

Zukünftig könnte die Verkehrsinfrastruktur auch während Polizeieinsätzen
beeinflusst werden, indem beispielsweise Ampeln während Einsatzfahrten auf
Grün geschaltet werden. Der Fahrradverkehr profitiert ebenfalls von den
neuen Verkehrskonzepten: Die App „Traffic Pilot“, entwickelt im Rahmen des
Vorgängerprojekts, wird von rund 650 Ampeln in Düsseldorf unterstützt und
ermöglicht Verkehrsteilnehmenden eine Fahrt durch das Stadtgebiet auf der
„grünen Welle“. Während KoMoDnext wurde die App weiterentwickelt.
Radfahrende sollen sich demnächst bei Zufahrt auf eine Ampelanlage direkt
anmelden können und so die Kreuzung ohne Halt passieren.

Der DLR-PT ist langjähriger Mitgestalter einer nachhaltigen und
ganzheitlichen Verkehrswende. Erfahrene Mitarbeitende aus
unterschiedlichen Kompetenzfeldern wie Verkehrssteuerung, Mobilität und
Künstliche Intelligenz bringen dazu in interdisziplinären Teams ihre
Expertise ein. Mit der „Förderinitiative zur Förderung von Forschung und
Entwicklung im Bereich der Elektromobilität“ („Elektro-Mobil“) und dem
Technologieprogramm „IKT für Elektromobilität“ des Bundesministeriums für
Wirtschaft und Klimaschutz sowie der Förderrichtlinie „Ein
zukunftsfähiges, nachhaltiges Mobilitätssystem durch automatisiertes
Fahren und Vernetzung“ des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr
betreut der DLR-PT gleichzeitig drei wesentliche Fördermaßnahmen, die
Bausteine für neue Verkehrssysteme bilden.

Am 13. Mai 2022 erläutern Expertinnen und Experten des DLR-PT ihre
Vorstellungen einer zukunftsfähigen Mobilität bei einer öffentlichen
Podiumsdiskussion im Haus der Bildung im Rahmen der Bonner
Wissenschaftsnacht.

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Studie: Bundesamt für Strahlenschutz untersucht Radon-Situation an Arbeitsplätzen

Bei der Arbeit kann man mit den unterschiedlichsten Schadstoffen in
Berührung kommen. Ein wenig bekannter Innenraumschadstoff ist das
radioaktive Gas Radon

Bei der Arbeit kann man mit den unterschiedlichsten Schadstoffen in
Berührung kommen. Ein wenig bekannter Innenraumschadstoff ist das
radioaktive Gas Radon. Radon kommt deutschlandweit im Boden vor und kann
sich in Gebäuden sammeln. Ist man längere Zeit erhöhten Radon-Mengen
ausgesetzt, steigt das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken.

Wissen über Radon-Situation an Arbeitsplätzen verbessern
Um einen besseren Überblick über die Radon-Situation an Arbeitsplätzen in
Deutschland zu erhalten, lässt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) im
Rahmen einer Studie Radon-Messungen an Arbeitsplätzen durchführen.
Teilnehmen können Arbeitgeber*innen, für die keine gesetzliche Radon-
Messpflicht nach dem Strahlenschutzgesetz besteht und die Arbeitsplätze in
Keller- oder Erdgeschossen haben.

Arbeitgeber*innen in Radon-Vorsorgegebieten sind bereits seit Anfang 2021
dazu verpflichtet, die Radon-Konzentration an Arbeitsplätzen in Keller-
und Erdgeschossen bestimmen zu lassen und bei Werten über dem gesetzlichen
Referenzwert Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten zu ergreifen. Die
Ergebnisse dieser Radon-Messungen stehen dem Bundesamt für Strahlenschutz
in anonymisierter Form für die Forschung zur Verfügung.

Schutz vor Radon weiterentwickeln
„Zusammen mit den Messdaten aus den Radon-Vorsorgegebieten ermöglichen uns
die Daten aus der aktuellen Studie, die Radon-Situation an Arbeitsplätzen
in Deutschland besser zu erfassen“, erklärt BfS-Präsidentin Inge Paulini.
„Dies wird uns dabei unterstützen, Empfehlungen für die Weiterentwicklung
der gesetzlichen Regelungen zum Schutz vor Radon zu entwickeln, und wird
möglicherweise Hinweise auf Branchen liefern, in denen ein bisher nicht
bekanntes, erhöhtes Radon-Risiko besteht.“
Paulini betont: „Dieses Ziel erreichen wir nur, wenn sich viele
Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber für unsere Forschung und für den
Gesundheitsschutz ihrer Beschäftigten engagieren und an der Studie
teilnehmen.“

Arbeitgeber*innen erhalten Messergebnisse
Insgesamt sollen mindestens 2.000 Messungen, quotiert nach Branchen und
Regionen, stattfinden. Pro Betrieb kann die Radon-Konzentration in der
Regel an bis zu zwei Arbeitsplätzen bestimmt werden. Dazu werden kleine,
unscheinbare Messgeräte ausgegeben, die ein Jahr lang an dem Arbeitsplatz
bleiben und dann zur Auswertung an das Projektteam zurückgeschickt werden.
Die Messergebnisse werden den Arbeitgeber*innen im Anschluss zur Verfügung
gestellt.

Beitrag zum Gesundheitsschutz der Beschäftigten
„Mit der Teilnahme an der Studie können Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber
ihre Fürsorgepflicht für die Beschäftigten wahrnehmen, und erste Hinweise
erhalten, ob Radon für sie ein Thema sein könnte“, erläutert Paulini.

Sie weist darauf hin, dass sich aus einer Messung auch Verpflichtungen
ergeben könnten: „In den meisten Fällen werden die Messungen Entwarnung
geben. Liegt ein Messergebnis allerdings über dem gesetzlichen
Referenzwert von 300 Becquerel Radon pro Kubikmeter Raumluft, müssen
Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber Maßnahmen gegen Radon ergreifen. Dies ist
auch im Sinne der Beschäftigten sinnvoll.“

Studiendetails und Anmeldung
Details zur Studie und zu den Teilnahmebedingungen sind unter www.bfs.de
/radon-studie-2022 abrufbar.

Arbeitgeber*innen können ihr Interesse an einer Teilnahme ausschließlich
über das beauftragte Sachverständigenbüro Dr. Kemski unter www.kemski-
bonn.de/BfS_Arbeitsplatz/Beschreibung anmelden.

Bundesamt für Strahlenschutz
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) arbeitet für den Schutz des
Menschen und der Umwelt vor Schäden durch Strahlung. Das BfS informiert
die Bevölkerung und berät die Bundesregierung in allen Fragen des
Strahlenschutzes. Die über 550 Beschäftigten bewerten Strahlenrisiken,
überwachen die Umweltradioaktivität, unterstützen aktiv im radiologischen
Notfallschutz und nehmen hoheitliche Aufgaben wahr, darunter im
medizinischen und beruflichen Strahlenschutz. Ultraviolette Strahlung und
strahlenrelevante Aspekte der Digitalisierung und Energiewende sind
weitere Arbeitsfelder. Als wissenschaftlich-technische Bundesoberbehörde
betreibt das BfS Forschung und ist mit nationalen und internationalen
Fachleuten vernetzt. Weitere Informationen unter www.bfs.de.

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