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Internationaler Preis im Bereich One Health

Die Deutsch-Französische Hochschule (DFH), das Pharmaunternehmen
Boehringer Ingelheim und das Institut Mérieux haben gemeinsam einen
internationalen Preis im Bereich One Health ins Leben gerufen. Dotiert mit
20 000 € soll er herausragende Forschungsarbeiten zur Verbesserung der
globalen öffentlichen Gesundheit auszeichnen. Diese Ankündigung erfolgte
heute im Rahmen der deutsch-französischen Europa-Dialoge in Lyon.

„Angesichts der weltweiten Pandemien ist die Relevanz der internationalen
Zusammenarbeit im Bereich medizinische Forschung, Gesundheitsversorgung
und Umweltschutz stark in den Fokus gerückt“, erklärt DFH-Präsident
Philippe Gréciano, Initiator des Preises.

Verschiedenste Forschungsfelder haben eine starke interaktive und
internationale Relevanz. Gemeinsam können sie die heutigen
Herausforderungen überwinden: Geistes- und Sozialwissenschaften,
Naturwissenschaften, Medizin und Gesundheitswissenschaften, Pharmazie,
Psychologie, Veterinärmedizin usw.

Ausgezeichnet werden soll ein*e junge*r Forscher*in, der*die in diesen
Bereichen innovative und anerkannte Forschungsarbeiten durchgeführt hat.
Ziel des Preises ist es, den internationalen Dialog zu Fragen der
Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt zu intensivieren und die Vielfalt
deutsch-französischer Forschung in diesen Bereichen sichtbarer zu machen.

Die DFH unterstützt den integrativen Ansatz zur Verbesserung der globalen
öffentlichen Gesundheit. Die europäische Zusammenarbeit steht hierbei im
Fokus.

Die Verleihung des internationalen Preises findet im Herbst in Lyon statt.

Zur Ausschreibung: https://www.dfh-ufa.org/blog/internationaler-preis-one-
health

Deutsch-französische Europa-Dialoge: https://www.univ-
lyon2.fr/international/actualites/dialogues-franco-allemands

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Hochschule Bochum mit Transferkonzept „THALES“ erfolgreich Als „Innovative Hochschule“ den Wandel zu einer nachhaltigen Metropolregion mitgestalten

Seit mehr als zehn Jahren versteht sich die Hochschule Bochum der Nachhaltigkeit verpflichtet. Dafür hat sie ihre Forschung und Entwicklung immer weiter am Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung ausgerichtet. Als Hochschule für Angewandte Wissenschaften möchte sie durch den Wissens- und Technologietransfer einen aktiven Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Hochschule und unserer Gesellschaft leisten. Dabei möchte sie besonders in der Metropole Ruhr wirken, die sich als Standort energie- und ressourcen intensiver Industrien zahlreichen Herausforderungen bei der Gestaltung einer lebenswerten Region gegenübersieht.

Gefördert wird die Hochschule Bochum dabei zukünftig von der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“. Sie unterstützt ab 2023 für fünf Jahre das Projekt „Transfer Hub for the Advancement, Livability and Efficacy of Sustainability Transformation– THALES“ (Transferzentrum für die Weiterentwicklung, Lebensqualität und Wirksamkeit von Nachhaltigkeitstransformationen). Die genaue Fördersumme wird in den kommenden Monaten mit dem Projektträger verhandelt.

Diese Förderentscheidung, mit der die Hochschule Bochum nach dem FH-Impuls-Projekt „ruhrvalley“ bereits zum zweiten Mal aus Bundesmitteln in ihren Aktivitäten unterstützt wird, sieht die HAW einerseits als Auszeichnung für ihr Engagement in Sachen Nachhaltigkeit und andererseits als wichtige Investition in ihre Zukunft und die der Region.

Der Kern des Vorhabens sind der Aufbau eines Transferzentrums an der Hochschule mit einer durchdachten Dienstleistungs- und Managementstruktur, der Aus- und Aufbau strategischer Partnerschaften mit Multiplikator*innen der Metropole Ruhr zu einem regionalen Transfernetzwerk (Transformationsallianz) für Nachhaltigkeit sowie die Umsetzung von neun konkreten Transferprojekten in den Transformationsfeldern „Resilienz, Mobilität, Energie“, „Nachhaltiges Leben und Wirtschaften“ sowie „Produzieren, Planen, Bauen“. Die Transferprojekte orientieren sich am Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung und den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen, mit Fokus auf die Transformationsfelder „Nachhaltige Städte und Gemeinden“, „Nachhaltige/r Konsum und Produktion“ und „Maßnahmen zum Klimaschutz“.

„Innovative Hochschule“ ist eine Bund-Länder-Initiative zur Förderung des forschungsbasierten Ideen-, Wissens- und Technologietransfers. „Unsere Hochschulen für Angewandte Wissenschaft und Fachhochschulen sowie die kleinen und mittleren Universitäten sind mit ihrer Verankerung in der Region Innovationsmotoren für unser Land“, verdeutlichte Bettina Stark-Watzinger, Bundesministerin für Bildung und Forschung und Vorsitzende der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) anlässlich der Förderentscheidungen. „Mit der Förderinitiative ‚Innovative Hochschule‘ unterstützen wir ihre Stärken ganz gezielt“, denn sie seien Strategiegeber im regionalen Innovationssystem.

Beschlossen wurde die Initiative von den Regierungschefinnen und -chefs von Bund und Ländern im Jahr 2016. Sie soll insbesondere Hochschulen für Angewandte Wissenschaften sowie kleine und mittlere Universitäten darin unterstützen, sich im Leistungsbereich Transfer und Innovation zu profilieren und ihre strategische Rolle im regionalen und überregionalen Innovationssystem zu stärken. Insgesamt stellen Bund und Länder für die zweite Förderrunde bis zu 285 Millionen Euro zur Verfügung. Die Fördermittel werden zu 90 Prozent vom Bund und zu zehn Prozent vom Bundesland der jeweiligen Hochschule getragen.

Über alle neu eingereichten Anträge ist nun in einem gemeinsamen wissenschaftsgeleiteten Wettbewerbsverfahren entschieden worden. Unter den 165 antragstellenden Hochschulen befanden sich 110 Fachhochschulen, 42 Universitäten und Pädagogische Hochschulen sowie 13 Kunst- und Musikhochschulen. Die Förderinitiative wird in zwei Auswahlrunden durchgeführt. An der zweiten Auswahlrunde (2023 bis 2027) konnten sich sowohl bereits in der ersten Auswahlrunde geförderte Hochschulen als auch bisher nicht geförderte Hochschulen beteiligen. Es wurden insgesamt 55 Hochschulen ausgezeichnet, neun davon in Nordrhein-Westfalen. Neben der Hochschule Bochum sind dies die Fachhochschule Bielefeld, die Hochschule Rhein-Waal, die Folkwang Universität der Künste in Essen, die Fachhochschule Südwestfalen in Kooperation mit der Hochschule Hamm-Lippstadt, die Technische Hochschule Köln, die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe sowie die Universität Siegen.

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Gesunde RAKUNS-Schule“: Die Ergänzung zum Programm “DIE RAKUNS – Das gesunde Klassenzimmer”

Das erfolgreiche Programm „DIE RAKUNS – Das gesunde Klassenzimmer“ zur
Gesundheitsförderung und –bildung an Grundschulen wird um ein wichtiges
Angebot ergänzt: Die „Gesunde RAKUNS-Schule". Teilnehmende Grundschulen
werden auf ihrem Weg zur gesunden Schule individuell begleitet und
erhalten umfangreiche praktische Unterstützung.

Grundschulen spielen bei der ganzheitlichen Gesundheitsförderung und
-bildung eine immer wichtigere Rolle. Sie bieten einen geeigneten Rahmen,
um neben der Vermittlung von gesunden Verhaltensweisen auch die Schule
insgesamt als Lebenswelt mit positivem Einfluss auf das Wohlbefinden und
die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler zu stärken.

Doch wie kann Gesundheitsförderung in der Grundschule wirksam umgesetzt
sowie strukturell verankert werden? Mit einem neuen Konzept unterstützt
die Stiftung Kindergesundheit gemeinsam mit der IKK classic Grundschulen
auf dem Weg zu einer „Gesunden RAKUNS-Schule“. Basierend auf einer Analyse
der Ausgangs- und Rahmenbedingungen der Schule werden Maßnahmen
entwickelt, um die Schulumgebung gesundheitsförderlich zu gestalten. Zur
Umsetzung stehen den Schulen vielfältige Ideen und Anregungen zur
Verfügung. Ergänzend motiviert das Programm „Die RAKUNS“ die Schülerinnen
und Schüler durch abwechslungsreiche und handlungsorientierte Materialien
im Unterricht für einen gesunden Lebensstil. Nach erfolgreicher Umsetzung
können sich teilnehmende Schulen als „Gesunde RAKUNS-Schule“ auszeichnen
lassen, um ihr besonderes Engagement in Bezug auf Gesundheitsförderung
nach außen sichtbar zu machen.

Weitere Informationen sowie die Anmeldung für den kostenfreien Weg zur
„Gesunden RAKUNS-Schule“ sind auf www.rakuns.de zu finden.

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Sieben Fragen für die G7: Neuer Superforecasting-Bericht analysiert Risiken der Klimakrise für Frieden und Sicherheit

Welche Risiken für Frieden und Sicherheit bringen die sich verschärfenden
Auswirkungen der Klimakrise mit sich? Ein neuer Bericht analysiert sieben
zentrale Fragen für das kommende Jahrzehnt mithilfe der Methode des
„Superforecasting“, die solche Konsequenzen durch die besten bekannten
Prognostiker abschätzt. Diese Fragen zu den Krisen der Zukunft spielen
auch beim Treffen der Außenminister der G7-Staaten eine wichtige Rolle, wo
neben aktuellen Krisen wie dem Krieg in der Ukraine auch strategische
Vorausschau und Klimawandel eine Rolle spielen.

Berlin, 12. Mai 2022. Die im Rahmen der Weathering Risk-Initiative vom
Berliner Thinktank adelphi veröffentlichte Studie „Seven questions for the
G7. Superforecasting climate-fragility risks for the coming decade“
[“Sieben Fragen für die G7. Prognosen von Klimafragilitätsrisiken für das
kommende Jahrzehnt“] stellt zentrale Fragen für das kommende Jahrzehnt an
die weltweit führenden „Superforecaster“ von Good Judgment. Diese haben
bereits Hunderte falsifizierbarer Vorhersagen zu geopolitischen
Entwicklungen getroffen, welche sich als besonders akkurat erwiesen haben
– nicht zuletzt auch deutlich akkurater als konkurrierende Teams aus
Nachrichtendiensten. Um die Unwägbarkeiten von Geopolitik im Zeichen der
Klimakrise in greif- und messbarere Herausforderungen zu verwandeln,
befasst sich die Studie mit sieben Schlüsselfragen, die auch die G7
beschäftigen. Dazu zählen:
- Wie und wo wird die Klimakrise die Instabilität in fragilen Regionen der
Welt verstärken?
- Inwieweit und wo werden steigende Lebensmittelpreise Instabilität in
fragilen Regionen verschärfen?
- Wo wird Konkurrenz um Wasser Sicherheitsrisiken erhöhen?

Vorausschauende und angemessene Antworten auf diese Fragen sollen die
Risiken, die die Klimakrise für die geopolitische Stabilität darstellt,
signifikant mindern. Lucas Destrijcker, einer der Hauptautoren des
Berichts und Berater bei adelphi, sagt: "Die Zuspitzung der
Klimawandelfolgen in den letzten Jahren zeigt uns, dass die Vergangenheit
kein verlässlicher Indikator für die Zukunft ist. Die Zusammenarbeit mit
erfahrenen Superforecastern ermöglicht es uns, in die Zukunft zu blicken
und der G7 Empfehlungen zu geben, wie einige der schlimmsten Folgen
abgewendet werden können".

Den Prognosen zufolge wird der Klimawandel in den nächsten zehn Jahren
erheblich zur weltweiten Instabilität beitragen, insbesondere in bereits
instabilen Regionen der Erde. So wird der Klimawandel etwa zu massiver
unfreiwilliger Migration in Zentral- und Ostafrika beitragen. Die Experten
warnen auch vor zunehmender Fragilität in Megastädten ärmerer Länder und
signifikanten Risiken bewaffneter Konflikte um Wassernutzung. Sie sagen
auch vorher, dass die Klimapolitik des kommenden Jahrzehnts dem Bedarf
nicht gerecht werden wird.

Diese Konsequenzen sind allerdings nicht unvermeidlich, und der Bericht
zeigt Wege auf, wie die G7 handeln könnte, um das Schlimmste zu
verhindern. Janani Vivekananda, Koautorin und Leiterin des Programms
Klimadiplomatie und Sicherheit bei adelphi, sagt: "Obwohl die Ergebnisse
eindeutig nichts Gutes verheißen, zeigt der Bericht den G7-Staaten auch
Maßnahmen auf, die sie jetzt ergreifen können und die sie in jedem Fall
nicht bereuen werden."

Benjamin Pohl, ebenfalls Koautor und Leiter des Programms Klimadiplomatie
und Sicherheit bei adelphi, unterstreicht: „Mit Blick auf diese Risiken
sind die Kosten von Untätigkeit viel höher als die Kosten des Handelns.
Die internationale Gemeinschaft kann und muss mehr tun, um sowohl die
Klimakrise selbst als auch ihre negativen Folgen für sozio-ökonomische und
politische Stabilität abzufedern. Und die G7 sollten in dieser Hinsicht
ihrer Führungsrolle gerecht werden.”

Zum Bericht Seven questions for the G7. Superforecasting climate-fragility
risks for the coming decade: https://adelph.it/WeatheringRiskG7Questions

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