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Ruperto Carola Ringvorlesung: Krisenfest?

Vortragsreihe an der Universität beschäftigt sich mit Krisen sowie
Strategien ihrer Überwindung – Auftaktvortrag zu Russlands Krieg gegen die
Ukraine

Corona-Pandemie, Klimakrise und Krieg in Europa: Die Ruperto Carola
Ringvorlesung im Sommersemester 2022 geht der Frage nach, wie belastbar
unsere Gesellschaft ist angesichts der großen aktuellen Herausforderungen
für Individuen und Gruppen, aber auch für Systeme wie Arbeitswelt,
Wirtschaft, Bildung und Politik. Neben der Frage der Resilienz geht es um
Strategien zur Überwindung von Krisen – ebenso wie auch um die Chancen,
die aus Krisensituationen erwachsen können. Zum Auftakt der Reihe am 16.
Mai 2022 hält die Historikerin Prof. Dr. Tanja Penter einen Vortrag zum
Thema „Russlands Krieg gegen die Ukraine“. Die Veranstaltungen der
Ringvorlesung finden jeweils montags in der Aula der Neuen Universität
statt und beginnen um 19.30 Uhr.

Mit Blick auf Russlands Krieg gegen die Ukraine wird Prof. Penter
erläutern, welche Kontroversen über historische Narrative und
Geschichtsmythen in der Vorgeschichte dieses russischen Angriffskrieges
eine Rolle gespielt haben. In ihrem Vortrag stellt die Wissenschaftlerin
die aktuelle Entwicklung in den größeren Kontext konkurrierender
Geschichtsbilder und Erinnerungskulturen, wie sie sich seit dem Ende der
Sowjetunion in der Ukraine und Russland entwickelt haben. Welche
Dimensionen einer Zeitenwende dieser Krieg eingeleitet hat, wird ebenfalls
Thema sein, darunter auch die Krise in der deutschen
Osteuropawissenschaft. Sie stehe vor der Herausforderung einer
Neuorientierung, die aber auch Chancen biete, so die Referentin. Tanja
Penter ist Professorin für Osteuropäische Geschichte am Historischen
Seminar der Universität Heidelberg. Zu ihren Forschungsgebieten gehören
die Geschichte Russlands, der Ukraine und der Sowjetunion im 19. und 20.
Jahrhundert.

Die Ruperto Carola Ringvorlesung ist Teil eines Konzepts von Fokusthemen.
Damit will die Universität Heidelberg zweimal jährlich gesellschaftlich
relevante Forschungsfragen in unterschiedlichen Formaten an die breite
Öffentlichkeit herantragen. In der Ringvorlesung „Krisenfest?“ zum
Fokusthema „Raum und Zeit“ sprechen Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen aus der Sicht ihrer Disziplin
über Krisen sowie Strategien ihrer Überwindung. Anliegen der Reihe ist es,
den aktuellen Stand der Forschung aus unterschiedlichen disziplinären
Perspektiven aufzuzeigen und mit der interessierten Öffentlichkeit ins
Gespräch zu kommen.

Dem Auftaktvortrag von Prof. Penter – es gilt eine Maskenpflicht – folgen
im Sommersemester 2022 sieben weitere Veranstaltungen. Aufzeichnungen der
Vorträge sind jeweils mittwochs abrufbar auf heiONLINE, dem zentralen
Portal der Ruperto Carola mit Vorträgen, Diskussionsrunden und
Veranstaltungen in digitalen Formaten.

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Offene Digitalisierungsallianz Pfalz: Millionen-Förderung für Kaiserslauterer Hochschulen

Hochschule Kaiserslautern (HSKL) und Technische Universität Kaiserslautern
(TUK) sind mit ihrem Projekt „Offene Digitalisierungsallianz Pfalz“ erneut
in der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ erfolgreich. Unter
dem Motto „Wo innovative Hochschulen nachhaltig digitale Zukunft
gestalten“ bauen HSKL und TUK auf eine erfolgreiche erste Phase der
Förderung auf und werden die Zusammenarbeit untereinander zur Stärkung des
regionalen Innovationssystems mit wichtigen Partnern aus der Region weiter
ausbauen. Von 2023 bis 2027 können HSKL und TUK dafür nun auf eine
Förderung von bis zu 15 Millionen Euro durch den Bund und das Land
Rheinland-Pfalz hoffen.

Die beiden Hochschulen arbeiten im Transfer seit vielen Jahren produktiv
zusammen. Über die Initiative „Innovative Hochschule“ engagieren sie sich
seit dem Jahr 2018 mit der Offenen Digitalisierungsallianz Pfalz
erfolgreich für den Austausch von Ideen, Wissen und Technologien mit
Wirtschaft und Gesellschaft. So sind in der ersten Förderphase zum
Beispiel Innovations- und Begegnungsorte in Form von Laboren, wie das
engineering 4.0 lab in Kaiserslautern, oder Kreativräume, wie das „Atelier
de Transfert“ in Pirmasens, entstanden. Die Hochschulen suchen den Dialog
mit Wirtschaft und Gesellschaft, beispielsweise auf Messen und in
speziellen Veranstaltungsformaten. Sie etablieren neue Kooperationen in
der Region und laden in Veranstaltungsreihen wie der „WissensBar“ oder
„Insight InTU Research“ regelmäßig zum Austausch über praxisrelevante
Forschungsthemen ein.

Zentrales Ziel des Vorhabens in der zweiten Förderphase ist es, nachhaltig
die digitale Zukunft zu gestalten und Innovationen mit der Region sowie
für die Region zu schaffen. Fokussiert werden dabei die sich durch die
Digitalisierung ergebenden gesellschaftlichen Herausforderungen. So die
Auswirkungen auf die Arbeitswelt, neue Geschäftsmodelle für die
Wirtschaft, Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz sowie der Bereich
Gesundheit. Dabei werden die Hochschulen den Austausch mit der
Gesellschaft und der Wirtschaft vorantreiben, sich für die Stärkung der
Fachkräftebasis regionaler Unternehmen einsetzen und intern darauf
hinwirken, dass die dritte Säule der hochschulischen Arbeit, der Transfer,
gestärkt wird.

„Die Entscheidung des Auswahlgremiums, die Offene Digitalisierungsallianz
Pfalz wieder zu fördern, ist eine hocherfreuliche Anerkennung unserer
bisherigen Zusammenarbeit mit und für die Region unter dem Dach der
Digitalisierung,“ so die Vorhabenleiter Prof. Dr. Karl-Herbert Schäfer,
Vizepräsident für Forschung und Transfer an der HSKL, und Prof. Dr. Werner
Thiel, Vizepräsident für Forschung und Technologie an der TUK. „Die Offene
Digitalisierungsallianz leistet seit 2018 hervorragende Arbeit, um
Wissenschaft und Praxis in der Region noch enger zu verzahnen. Wir setzen
diese Arbeit künftig nicht einfach fort. Wir erweitern sie gezielt um neue
Themen, neue Beteiligte und neue Partner. Mit der Förderung gehen wir
gemeinsam kraftvoll in die Zukunft.“

Direkte Partner im Vorhaben Offene Digitalisierungsallianz Pfalz sind das
Fraunhofer ITWM und das Leibniz Institut für Verbundwerkstoffe. Mit
letzterem werden die Hochschulen Citizen-Science-Projekte durchführen. Für
die erfolgreiche Umsetzung des Vorhabens sind zudem wichtige regionale
Partner der Hochschulen strategisch eingebunden, so die Science and
Innovation Alliance Kaiserslautern, die Zukunftsregion Westpfalz, die IHK
Pfalz sowie die HWK Pfalz. Mit dem Campus Landau, der ab 2023 Teil der
neuen Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität sein wird, wirkt das
Vorhaben dabei noch stärker in der ganzen Fläche der Pfalz.

Über die Förderinitiative „Innovative Hochschule“:
Die Förderinitiative „Innovative Hochschule“ nimmt die – neben Forschung
und Lehre – dritte Mission „Transfer und Innovation“ in den Blick und
richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Universitäten sowie an
Fachhochschulen. Bund und Länder fördern mit der Initiative „Innovative
Hochschule“ den forschungsbasierten Ideen-, Wissens- und
Technologietransfer. Die „Innovative Hochschule“ trägt damit dazu bei,
dass aus Erkenntnissen der Forschung in allen Wissenschaftsdisziplinen
kreative Lösungen für drängende Herausforderungen unserer Zeit werden. Für
die zweite Förderphase der Innovativen Hochschule haben sich
deutschlandweit insgesamt 165 Hochschulen beworben, darunter 110
Fachhochschulen, 42 Universitäten und Pädagogische Hochschulen sowie 13
Kunst- und Musikhochschulen. Gefördert werden davon 55 Hochschulen in 16
Einzel- und 13 Verbundvorhaben. Darunter sind 39 Fachhochschulen bzw.
Hochschulen für Angewandte Wissenschaft, 3 Kunst- und Musikhochschulen
sowie 13 Universitäten und Pädagogische Hochschulen.

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Carbon Farming als Klimaschutzmaßnahme in der Landwirtschaft

Die Treibhausgas-Emissionen der Landwirtschaft lassen sich in absehbarer
Zeit nicht auf null reduzieren. Um das europäische Ziel der
Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen, müssen daher Maßnahmen ergriffen
werden, die der Atmosphäre CO2 aktiv entziehen. „Carbon Farming“ ist eine
dieser Maßnahmen, doch was genau verbirgt sich hinter diesem Begriff? Wie
wirkt sich Carbon Farming aus, wie kann es finanziert werden, und was sind
die Probleme mit den sogenannten „Humuszertifikaten“? Darum geht es in dem
kürzlich erschienenen Opinion Paper von Dr. Carsten Paul, Wissenschaftler
am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF).

Böden haben ein großes Potential, durch die Erhöhung des Humusgehaltes
mehr Kohlenstoff zu speichern und damit der Atmosphäre CO2 zu entziehen.
Landwirtinnen und Landwirte können gezielt Maßnahmen ergreifen, um den
Humusgehalt im Ackerboden zu erhöhen, also Carbon Farming betreiben. Im
Opinion Paper gibt Dr. Carsten Paul Einblicke darüber, wie Carbon Farming
in der Praxis funktioniert und welche direkten und indirekten Vorteile
sich daraus für die Landwirtschaft und das Ökosystem ergeben, aber auch,
welche Schwierigkeiten damit verbunden sind.

Einen weiteren Fokus legt Carsten Paul auf Humuszertifikate: ein
Geschäftsmodell, bei dem Landwirtinnen und Landwirte über humuserhöhende
Maßnahmen CO2-Zertifikate generieren, die als Emissionsausgleich an
Unternehmen verkauft werden. Der Klimanutzen dieses Ansatzes ist jedoch
zweifelhaft, so Paul, stattdessen verweist er auf nachhaltige Alternativen
zur Förderung von Humusaufbau und Humuserhalt.

Dr. Carsten Paul forscht am ZALF im Rahmen des BMBF-Forschungsprojekts
“BonaRes – Boden als Nachhaltige Ressource für die Bioökonomie” zu Carbon
Farming und Humuszertifikaten.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Dr. Carsten Paul, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Originalpublikation:
https://www.zalf.de/de/forschung_lehre/publikationen/Documents/Policy_Paper
/opinion-paper-carbon-farming-2-22.pdf
Das ZALF-Opinion Paper 2|22: Carbon
Farming als Klimaschutzmaßnahme in der Landwirtschaft.

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Hochschule für Künste Bremen lädt zu Hochschultagen ein

Wie sieht das Studium und die Lehre an der Hochschule für Künste (HfK)
Bremen aus? Wie hat die Coronapandemie das künstlerische Schaffen in den
Bereichen Musik, Kunst und Design verändert? Die HfK lädt am 2. und 3.
Juli 2022 zu den Hochschultagen, auch Rundgang genannt, ein. Es stehen
unter Anderem Ausstellungen, Installationen, Konzerte, Performances und
Vorträge auf dem Programm. Der Eintritt ist frei.

„Während der Hochschultage ist es möglich einen Blick hinter die Kulissen
der Hochschule für Künste zu werfen“, sagt Fabian Brunke,
Veranstaltungsmanager und Alumnus der HfK. „Natürlich haben die
Erfahrungen der letzten Jahre und Monate das künstlerische Schaffen
nachhaltig geprägt. Darum wird der Rundgang in diesem Jahr unter dem Motto
‚Zusammensein / Post-Togetherness‘ stattfinden“, so Brunke.

Zusammensein – was bedeutet das eigentlich? Die Pandemie und die
angespannte weltpolitische Lage haben gesellschaftliche Spuren
hinterlassen. Dies spiegelt sich natürlich auch in künstlerischen Werken
wider. Während der Hochschultage werden im und am Speicher XI eine
Vielfalt von Arbeiten und Projekten, die in Zeiten der Isolation und
darüber hinaus in den Studiengängen Musik, Digitale Medien, Freie Kunst
und Integriertes Design entstanden sind, gezeigt. Der Transit zu mehr
Normalität – zu mehr Zusammensein – ist von besonderer Bedeutung.

Den offiziellen Auftakt der Hochschultage bildet die
Eröffnungsveranstaltung, die am 2. Juli 2022 um 14 Uhr stattfinden wird.
Neben Reden und vielfältigen künstlerischen Beiträgen, werden die
Hochschulpreise für herausragende Leistungen in den Studiengängen
verliehen.

2022 finden die Hochschultage an der HfK zum ersten Mal im Sommer statt.
Die gesamte Hochschule wird zum Erlebnisraum: Ausstellungen,
Installationen, Konzerte, Performances und Vorträge der HfK-Studierenden,
Lehrenden und Mitarbeiter:innen laden zum Mitdenken, Erleben und Mitmachen
ein. Jedes Jahr nehmen mehrere Tausend Besucher:innen an dem Rundgang
teil.

Aktionen finden sowohl im Innen- als auch im Außenbereich des Speichers XI
statt. Während des Rundgangs können Ateliers, Studios und Werkstätten
besichtigt werden.

Die Hochschultage bündeln die Perspektiven der gesamten
Hochschulgemeinschaft. Sie zeigen die künstlerischen Praktiken,
musikalische Vielfalt, Diskurse und Projekte der HfK Bremen in all ihren
Facetten.


Veranstaltungsort:

Hochschule für Künste
Am Speicher XI 8
D-28217 Bremen

Öffnungszeiten:
•       Samstag, 2. Juli, 11– 22 Uhr mit anschließenden Performances,
Musik und Tanz
•       Samstag, 2. Juli, 14 Uhr: Offizielle Eröffnung und Verleihung der
Hochschulpreise

•       Sonntag, 3. Juli, 11–20 Uhr

Über die Hochschule für Künste

Die Hochschule für Künste Bremen ist die führende Kunsthochschule in
Nordwestdeutschland. Mit mehr als 1.000 Studierenden, 87 Professor:innen
und 162 Lehrbeauftragten bietet die HfK Bremen ein einzigartiges Portfolio
von Lehrveranstaltungen und garantiert eine individuelle Förderung der
Studierenden in Werkstätten, Laboratorien und Studios sowie Übungsräumen
und Konzertsälen. Zentrale Qualität der HfK Bremen ist die
interdisziplinäre Verbindung der unterschiedlichen Disziplinen zwischen
Kunst, Design und Musik, die in gemeinsamen Projekten entwickelt wird. Die
HfK Bremen hat zwei Standorte, der eine befindet sich in einem
historischen Speichergebäude der Überseestadt, den ehemaligen Docklands
von Bremen, der andere in einem klassizistischen Gebäude im historischen
Zentrum der Stadt.
Die Hochschule und ihre Aktivitäten von Ausstellungen, Interventionen im
öffentlichen Raum bis zu Konzerten und Festivals ist eine Säule des Bremer
Kulturangebots (rund 400 Veranstaltungen der HfK Bremen) und bietet den
Studierenden viele Möglichkeiten, die eigenen Kompetenzen vor Publikum zu
erproben.
Bremen als historische Hansestadt hat in Jahrhunderten
Bürger:innenengagement, demokratische Traditionen, Eigenheiten und
Eigenständigkeiten entwickelt und gilt in Deutschland als Pionier- und
Experimentierstadt, die dem Neuen gegenüber aufgeschlossen ist. Bei den
Studierenden ist Bremen als Lebensumfeld sehr beliebt.

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