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Daten und KI als digitale Treiber für mehr Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz

1,75 Mio. Euro vom BMEL „Think Tank Digitalisierung“ für das BVL

Mit der Bewilligung von Mitteln aus dem Konjunktur- und Zukunftspaket
„Künstliche Intelligenz (KI)“ durch das Bundesministerium für Ernährung
und Landwirtschaft (BMEL) kann der „Think Tank Digitalisierung“ von sieben
Einrichtungen des Bundes nun die Umsetzung seiner Konzepte finanzieren.
Bis Ende 2025 wollen die sieben forschenden und beratenden Einrichtungen
aus dem Geschäftsbereich des BMEL ihre Bestrebungen zum Aufbau und zur
Stärkung der Kompetenzen im Bereich KI und Daten bündeln und neue
Strukturen schaffen. Insgesamt werden damit drei übergeordnete Ziele
verfolgt:
1.      KI- und Daten-Kompetenz aufbauen und vernetzen
2.      Ausbau und Betrieb KI-bezogener IT-Infrastrukturen
3.      Nutzbarmachung von Daten für KI-Technologien und von KI-Lösungen
Das BVL wird die nun zur Verfügung gestellten 1,75 Mio. Euro nutzen, um
zunächst die technischen und organisatorischen Voraussetzungen zu
schaffen. Dazu erklärte BVL-Präsident Friedel Cramer: „Wir haben das
Potential der für diesen Zweck zur Verfügung stehenden Daten noch nicht
ausgeschöpft. Daten sind der digitale Treibstoff auf dem Weg zum
vorbeugenden Verbraucherschutz in Zeiten der künstlichen Intelligenz.
Diese Chance wollen wir nun nutzen.“
Hintergrund
Das Vorhaben ist Teil eines Verbundes und wird als Verbundprojekt in
Zusammenarbeit folgender Partner durchgeführt:
•       DBFZ Deutsches Biomasseforschungszentrum gemeinnützige GmbH
•       Julius Kühn-Institut (JKI), Bundesforschungsinstitut für
Kulturpflanzen
•       Johann Heinrich von Thünen Institut, Bundesforschungsinstitut für
Ländliche Räume, Wald und Fischerei
•       Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
•       Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)
•       Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), Bundesforschungsinstitut für
Tiergesundheit
•       Max Rubner-Institut (MRI), Bundesforschungsinstitut für Ernährung
und Lebensmittel
Weitere Informationen befinden sich unter www.thinktank-
digitalisierung.de.

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Rebecca C. Reisch wird erste Geschäftsführerin der Cyber Valley GmbH

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer: „Cyber Valley GmbH als zentraler
Knotenpunkt im Netzwerk wird KI-Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft
noch besser zusammenbringen“

Finanzminister Dr. Danyal Bayaz: „Künstliche Intelligenz ist eine künftige
Quelle unseres Wohlstands“

Prof. Dr. Michael J. Black: „Vision des Cyber Valley als führende
Drehscheibe für Forschung und Unternehmertum im Bereich der KI
vorantreiben“

Stuttgart, 13. Mai 2022 – Fünf Jahre nach dem Start des
Forschungskonsortiums in der Region Stuttgart-Tübingen startet Cyber
Valley mit der Gründung der Cyber Valley GmbH in die nächste Phase in der
Entwicklung des KI-Ökosystems. Mit Wirkung zum 1. Juni 2022 ist Rebecca C.
Reisch als Geschäftsführerin bestellt worden. Als erfahrene Gründerin und
Führungskraft verantwortet Rebecca Reisch künftig alle Aktivitäten der
Cyber Valley GmbH. Gesellschafter der Cyber Valley GmbH sind das Land und
die Max-Planck-Gesellschaft.

„Die Cyber Valley GmbH hält das KI-Ökosystem mit all seinen Akteuren
zusammen, knüpft Verbindungen nach außen, vernetzt unterschiedliche
Zielgruppen und bietet eine Reihe spannender Veranstaltungen. Damit bringt
Cyber Valley auch den öffentlichen Dialog über künstliche Intelligenz als
eine der Schlüsseltechnologien unserer Zeit voran, die jede und jeden von
uns betrifft“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer am Freitag
(13. Mai) in Stuttgart.

Finanzminister Dr. Danyal Bayaz: „Spitzenforschung gehört zur DNA unseres
Landes. Künstliche Intelligenz kann zu einer künftigen Quelle unseres
Wohlstands werden. Eine gut vernetzte und erfahrene Geschäftsführerin wie
Frau Reisch ist für die Cyber Valley GmbH ein Glücksfall.“

Cyber Valley gewinnt in Rebecca Reisch unternehmerische und kaufmännische
Kompetenz. Die 41-jährige Stuttgarterin ist zudem in der Start-up- und
Venture-Capital-Szene bestens vernetzt. Neben der wissenschaftlichen
Spitzenforschung, Förderung von Top-Talenten und der Profilierung der
Region Stuttgart-Tübingen wird Reisch ihr Augenmerk besonders auf
Innovation und Entrepreneurship legen.

„In Rebecca Reisch als Geschäftsführerin haben wir eine erfahrene
Führungspersönlichkeit gewonnen, die die Vision des Cyber Valley als
führende Drehscheibe für Forschung und Unternehmertum im Bereich der KI
vorantreiben kann. Sie ist die ideale Führungskraft, um Cyber Valley zum
Motor einer neuen KI-Wirtschaft zu machen“, sagte Michael J. Black, Cyber
Valley Sprecher und Direktor am Max-Planck-Institut für Intelligente
Systeme (MPI-IS) in Tübingen. „Wir haben Cyber Valley als Heimat für KI-
Forschung von Weltrang fest etabliert – und jetzt erhält Cyber Valley mit
der GmbH eine Plattform, in der Spitzenforschung, Start-ups, Mittelstand
und Industrie noch enger vernetzt werden. Es geht nun zunehmend darum,
Cyber Valley zur Brutstätte für die Gründung neuer KI-fokussierter
Unternehmen zu machen.“

„Künstliche Intelligenz ist nicht nur Start-ups und Großkonzernen
vorbehalten, auch mittelständische Unternehmen sichern sich ihre
Wettbewerbsfähigkeit, wenn sie sich jetzt mit intelligenten Systemen
auseinandersetzen“, erklärte Rebecca Reisch. „Die Grundlagen sind gelegt.
Gemeinsam mit meinem Team möchte ich die bisherige Erfolgsgeschichte von
Cyber Valley fortschreiben. Die Vernetzung der KI-Forschung mit der
Wirtschaft kontinuierlich voranzutreiben, ist unser Ziel. Unternehmertum
ist meine Leidenschaft.“

Weitere Informationen

Rebecca C. Reisch
Reisch war zuletzt stellvertretende Geschäftsführerin bei nexMart. Dort
verantwortete sie als Director Customer Success & Operations die Bereiche
Project und Process Management, Data Intelligence, Connectivity und
Customer Support & Solutions. Sie ist zudem zertifizierte Coachin für
Teams und Individuen mit den Schwerpunkten Führung und Unternehmertum.
Dank eigener Erfahrung in der Unternehmensgründung bringt Reisch nicht nur
die Außen-, sondern auch die Innenperspektive der Start-up-Kultur ins
Cyber Valley Ökosystem. 2002 erwarb sie an der Katz Graduate School of
Business in Pittsburgh, USA, den Master of Business Administration (MBA),
2003 schloss sie ihr Studium an der European Business School in Oestrich-
Winkel als Diplom-Kauffrau ab.

Über Cyber Valley
Cyber Valley ist Europas größtes Forschungskonsortium im Bereich der
künstlichen Intelligenz mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie. Das
Land Baden-Württemberg, die Max-Planck-Gesellschaft mit dem Max-Planck-
Institut für Intelligente Systeme, die Universitäten Stuttgart und
Tübingen sowie Amazon, BMW AG, IAV GmbH, Mercedes-Benz Group AG, Dr. Ing.
h.c. F. Porsche AG, Robert Bosch GmbH und ZF Friedrichshafen AG sind die
Gründungspartner dieser Initiative. Seit 2019 ist zudem die Fraunhofer-
Gesellschaft Cyber Valley Partner. Unterstützt wird Cyber Valley zudem von
der Christian Bürkert Stiftung, der Gips-Schüle-Stiftung, der Vector
Stiftung und der Carl-Zeiss-Stiftung.

Das Forschungskonsortium Cyber Valley feierte im vergangenen Dezember sein
fünfjähriges Bestehen – und kann auf zahlreiche Meilensteine in seiner
Entwicklung verweisen: Dazu gehören das stets wachsende Ökosystem der
Forschenden, die ebenfalls immer größer werdenden Start-up- und
Investoren-Netzwerke sowie die partizipativen Angebote aus dem Bereich des
Public Engagements und des Innovation Managements, die sich immer größerer
Beliebtheit erfreuen.

Cyber Valley GmbH
Die Cyber Valley GmbH wurde um den Jahreswechsel 2021/22 durch die
Gesellschafter Land Baden-Württemberg (51%) und Max-Planck-Gesellschaft
zur Förderung der Wissenschaften e. V. (49%) gegründet. Sie soll Cyber
Valley mit den Standorten Stuttgart und Tübingen als international
ausstrahlungsstarken Innovationscampus für künstliche Intelligenz und
Robotik stärken, entwickeln und bekannt machen sowie die Akteure
untereinander und zu Dritten vernetzen. Diese Managementeinheit wird nicht
wissenschaftlich tätig, sondern über-nimmt insbesondere Vermarktungs- und
Unterstützungsaufgaben. Finanziert wird sie hauptsächlich durch das Land.

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PARC“: EU-Forschungspartnerschaft zur Risikobewertung von Chemikalien startet

400 Millionen Euro für Projekte zum Schutz der menschlichen Gesundheit und
der Umwelt

Wie gefährlich sind Chemikalien, die wir alltäglich verwenden und mit
denen wir in Kontakt kommen? Neue Wege bei der Bewertung von chemischen
Stoffen geht die am 11. Mai 2022 in Paris ins Leben gerufene
„PARC“-Initiative der Europäischen Union (EU). „PARC“ steht für „European
Partnership for the Assessment of Risks from Chemicals“ („Europäische
Partnerschaft für die Risikobewertung von Chemikalien“). Ziel ist, das
Wissen um chemische Substanzen zu verbessern, um so die Gesundheit der
Menschen und die Umwelt besser zu schützen. Das Programm hat ein
Fördervolumen von insgesamt 400 Millionen € für die nächsten sieben Jahre.
Von deutscher Seite führend beteiligt sind das Bundesinstitut für
Risikobewertung (BfR) und das Umweltbundesamt (UBA).

„PARC ist das größte Projekt seiner Art und ein wissenschaftlicher und
regulatorischer Meilenstein in Europa“, sagt Dr. Tewes Tralau, Leiter der
Abteilung „Sicherheit von Pestiziden“ am BfR. „Gemeinsam mit seinen
Partnern will das BfR das hohe Schutzniveau für Mensch und Umwelt auf ein
neues Niveau heben.“ Dr. Lilian Busse, Vizepräsidentin des UBA: „Wir
hoffen dadurch dem EU-Ziel einer schadstofffreien Umwelt einen großen
Schritt näher zu kommen, und so maßgeblich zu einer nachhaltigen
Entwicklung in Deutschland und Europa beizutragen.“

200 Institutionen aus 28 Ländern und drei EU-Behörden sind an PARC
beteiligt. Koordiniert wird die Partnerschaft von ANSES, der französischen
Behörde für Lebensmittelsicherheit, Umweltschutz und Arbeitsschutz. Es
soll die Chemikalienstrategie der EU und den „Europäischen Green Deal“
unterstützen, dessen Ziel eine deutliche Minderung von
gesundheitsschädlichen Stoffen ist. Finanziert wird PARC zu einer Hälfte
durch die EU aus Mitteln von Horizont Europa, dem Europäischen
Rahmenprogramm für Forschung und Innovation. Die andere Hälfte bringen die
jeweiligen Partnerländer auf. Das BfR leitet im Rahmen von PARC das
Arbeitspaket Toxikologie. Das UBA leitet das Arbeitspaket „Monitoring und
Belastung“.

Ein wesentliches Ziel von PARC ist es, die europäische Zusammenarbeit zu
fördern, die Forschung voranzubringen, das Wissen um die Risikobewertung
von Chemikalien zu erweitern und die entsprechenden methodischen
Fertigkeiten zu schulen. Die Ergebnisse sollen helfen, europäische und
nationale Strategien auf den Weg zu bringen, mit denen das Risiko durch
gefährliche chemische Stoffe für Gesundheit und Umwelt reduziert wird. Sie
werden außerdem dazu beitragen, Tierversuche zu verringern und
Risikobewertungsstrategien der nächsten Generation zu verwirklichen.

PARC basiert auf den Strukturen und Erkenntnissen früherer Vorhaben, unter
anderem „European Human Biomonitoring Initiative“ (HBM4EU), die
Flagschiff-Maßnahme „Mechanism-based Toxicity Testing and Risk Assessment
for the 21st Century“ (EU-ToxRisk), dem „Animal-free Safety Assessment of
Chemicals“ (ASPIS)-Cluster und dem „European Cluster to Improve
Identification of Endocrine Disruptors“ (EURION).

Das PARC-Programm verfolgt drei Hauptziele:

- Weiterentwicklung eines EU-weiten, fächerübergreifenden Netzwerkes - mit
dessen Hilfe sollen Forschung und Innovation in der Chemikalienbewertung
gefördert werden und deren Ergebnisse in die Regulierung von Chemikalien
Eingang finden

- Initiierung gemeinsamer EU-Forschungsprojekte bei dringlichen Themen -
auf diese Weise soll die Risikobewertung unterstützt und auf neue
Herausforderungen reagiert werden

- Stärkung bereits existierender Forschungskapazitäten - zugleich sollen
EU-weite, fächerübergreifende Plattformen aufgebaut werden, um der
Risikobewertung von Chemikalien neue Impulse zu geben

Im vom BfR verantworteten Arbeitspaket geht es um folgende Ziele:

- Verbesserung des gesundheitlichen Verbraucherschutzes durch das
Schließen von Datenlücken für die Risikobewertung von möglicherweise
gefährlichen Stoffen

- Entwicklung und Verbesserung innovativer und prädiktiver Methoden, die
unmittelbar zur Identifizierung chemischer Gefahren, zur Risikobewertung
und zur Regulierung dieser Stoffe beitragen

- Verbesserung von Risikobewertungskonzepten zum Schutz der Gesundheit und
der Umwelt

- Weiterentwicklung von Methoden, die alternativ zum Tierversuch
eingesetzt werden können

- Aufbau eines europaweiten Netzwerks von Toxikologinnen und Toxikologen
als Beitrag zu einem einheitlichen Vorgehen bei der Risikobewertung von
Chemikalien in Europa

Zudem engagiert sich das BfR im Arbeitspaket „A common science-policy
agenda“ („Ein gemeinsamer wissenschaftspolitischer Arbeitsplan“). Es wird
die entscheidende Grundlage dafür schaffen, dass die in PARC erzielten
Ergebnisse in die Arbeit der regulierenden Behörden in Europa Eingang
finden.

Im vom UBA verantworteten Arbeitspaket geht es um folgende Ziele:

- Etablierung eines EU-weiten, nachhaltigen Human-Biomonitorings u. a. in
Fortführung der HBM4EU-Arbeiten

- Integration der Betrachtung von Umwelt- und Gesundheitsbelastung im
Sinne des Ansatzes der planetaren Gesundheit

- Weiterentwicklung bestehender Monitoringprogramme zur Berücksichtigung
weiterer Stoffgruppen und Mischungen

- Systematische Etablierung von Monitoringergebnissen als Instrument für
die erstmalige oder erneute Zulassung gefährlicher Stoffe

- Entwicklung von innovativen analytischen Methoden, um Schadstoffe in
geringen Konzentrationen aufzuspüren

Darüber hinaus ist das UBA u. a. aktiv im Arbeitspaket „Innovation in
Regulatory Risk Assessment“ („Innovationen in der regulatorischen
Risikobewertung“). Hier sollen neue innovative Konzepte erarbeitet werden,
um die bestehenden Bewertungs- und Wissenslücken zu schließen, um so die
Regulation von Chemikalien insgesamt zu verbessern und sicherer zu machen.

Über das UBA

Das Umweltbundesamt ist Deutschlands zentrale Umweltbehörde. Das UBA
kümmert sich darum, dass es in Deutschland eine gesunde Umwelt gibt, in
der Menschen so weit wie möglich vor schädlichen Umwelteinwirkungen, wie
Schadstoffen in Luft oder Wasser, geschützt leben können. Daten über den
Zustand der Umwelt zu erheben, Zusammenhänge zu erforschen, Prognosen für
die Zukunft zu erstellen und mit diesem Wissen die Bundesregierung, wie
etwa das Bundesumweltministerium, für ihre Politik zu beraten, ist sein
Auftrag. Aber auch die Öffentlichkeit in Umweltfragen zu informieren und
für ihre Fragen da zu sein, gehört zu seinen Aufgaben. Darüber hinaus
vollzieht das UBA Umweltgesetze.

Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftlich
unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für
Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung und die
Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und
Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in
engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen. An drei
Standorten in Berlin beschäftigt das BfR rund 1.150 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter.

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Mit Freude länger besser leben

Anfang des Jahres nahm das „Länger besser leben.“-
Institut der Hochschule Weserbergland (HSW) seine Arbeit auf. Im Rahmen
der Auftaktveranstaltung stellten die HSW und ihr Kooperationspartner, die
Krankenkasse BKK24, nun die Idee hinter dem Institut in den Räumlichkeiten
des zedita.digitalhub im Hamelner Bahnhof genauer vor. Ziel des Instituts
soll es zukünftig sein, die beiden wichtigen Themenbereiche Mentale
Gesundheit sowie Klima und Gesundheit wissenschaftlich zu betrachten.

„Ich freue mich Sie heute alle hier begrüßen zu dürfen. Noch viel mehr
aber freue ich mich über das neue Institut. Zusammen wollen wir
niederschwellige Angebote im Bereich Gesundheit schaffen, die Freude
bereiten, aber auch wissenschaftlich belegt sind. Mit der HSW haben wir
den hierfür passenden Partner gefunden“, begrüßt Jörg Nielaczny,
Vorsitzender des Vorstands der BKK24 , die Teilnehmer direkt zu Beginn der
Veranstaltung.

Ähnlich erfreut zeigt sich auch Prof. Dr. med. Peter Schulte. Er ist
wissenschaftlicher Leiter des Instituts und Professor für Prävention und
betriebliches Gesundheitsmanagement an der HSW. „Immer mehr psychische
Erkrankungen rücken in den Fokus. Inzwischen ist rund ein Drittel der
Bevölkerung davon betroffen. Dahingehend ist es wichtig, etwas zu tun und
jeder von uns kann etwas für seine eigene mentale Gesundheit tun. Es lohnt
sich, neue Ansätze zu finden, die Freude bereiten und einen jeden
stärken“, so Schulte im Rahmen der Eröffnung, bei der auch Niedersachsens
Ministerialdirigentin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Claudia
Schröder, mit dabei war.

Schröder danke in ihrer Rede dem Institut, „[…] das sich diesen wichtigen
Themen annimmt“ und betonte, „Nur gemeinsam können wir länger besser
leben“. Darüber hinaus verdeutlichte sie auch, dass die Auswirkungen des
Klimawandels, Hitzewellen und die Verbreitung von Viren unsere
Gesellschaft derzeit stark beeinflussen und zu vielerlei psychischer als
auch körperlicher Erkrankungen führen.
Neben der Reden erwarteten die Teilnehmenden aber auch zwei interessante
Impulsvorträge, die zugleich auch einen ersten Einblick in die neuen
Themenbereiche des Instituts gaben.

Stefanie Bühn, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Deutsche Allianz
Klimawandel und Gesundheit (KLUG) informierte zum Thema „Klimasensibles
Betriebliches Gesundheitsmanagement – Planetary Health in der
Arbeitswelt“. Im Anschluss berichtete Sportpsychologin Anne Lenz über
Motivation und Zielsetzung im Sport.

Zum Abschluss gab das Team des „Länger besser leben.“-Institut einen
Ausblick auf die anstehenden Aufgaben und Ereignisse. Schließlich bestand
für alle Teilnehmenden die Möglichkeit, sich bei einem gesunden Snack –
wie sollte es auch anders sein - auszutauschen, zu diskutieren und zu
netzwerken.

Hintergrund:
2016 wurde das „Länger besser leben.“-Institut mit dem Ziel gegründet,
wissenschaftliche Erkenntnisse zur Gesundheitsprävention in die Praxis zu
übertragen und anwendungsorientierte Angebote für das alltägliche Leben zu
entwickeln. Die HSW führt diesen Präventionsgedanken nun seit Anfang 2022
in Kooperation mit der BKK24 fort. Das Institut widmet sich unter der
wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. med. Peter Schulte sowohl
altbewährten als auch neuen Themen im Bereich der Gesundheitsprävention.
Ergänzend zu den Vier-Säulen der Länger besser leben-Philosophie
(Ernährung, Bewegung, Nikotinverzicht und reduzierter Alkoholkonsum)
werden durch das neue Institut insbesondere die Themenbereiche „Mentale
Gesundheit“ sowie „Klima und Gesundheit“ in den wissenschaftlichen
Blickpunkt gerückt.

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