Zum Hauptinhalt springen

Björn Kraus ist als Studiengangsleiter des Master Supervision und Coaching erneut bestätigt

Björn Kraus ist weiterhin Studiengangsleiter des weiterbildenden Master-
Studiengangs Supervision und Coaching. Die Evangelische Hochschule bietet
das Studium mit systemisch-konstruktivistischer Ausrichtung an. Dieses
Profil hat sowohl für den Studiengang eine langjährige Tradition wie auch
für Björn Kraus. Er arbeitet seit Ende der 1990er Jahre an und mit
systemischer Methodik, indem er diese kontinuierlich theoretisch
weiterentwickelt, praktisch anwendet und in der Lehre vermittelt.
Professor Kraus betont, dass neben der fachlichen Ausrichtung insbesondere
„die Wissenschaftlichkeit der praxisorientierten Qualifikation ein
zentrales Merkmal des Studienangebots“ ist.

Björn Kraus wurde einstimmig von den Mitgliedern des Fachbereichsrats
Pädagogik und Supervision im April 2022 zur Studiengangsleitung gewählt.
Er ist seit 2005 Professor an der Evangelischen Hochschule (EH) Freiburg
und zählt zu den profilierten Vertretern systemisch-konstruktivistischer
Theorienbildung und Methodik. Kraus steht für die Entwicklung des
Relationalen Konstruktivismus und einer Relationalen Sozialen Arbeit. Seit
mehr als 20 Jahren ist er in Beratung, Supervision und Coaching tätig. Er
entstammt der „Heidelberger Schule“, die maßgeblich systemisches Denken
und Handeln geprägt hat.

Die EH Freiburg trägt mit diesem Master wesentlich zur weiteren
Akademisierung der Supervisions- und Coachingausbildung bei. Im Zentrum
des Studiums steht die Qualifizierung für die wissenschaftlich fundierte
supervisorische Beratungskompetenz. In Abgrenzung zu therapeutisch
orientierten Beratungsangeboten liegt bei Supervision und Coaching der
Fokus der Beratung auf arbeitsbezogenen Themen und arbeitsweltlichen
Herausforderungen. Björn Kraus: „Grundlegend für den Studiengang ist eine
systemisch-konstruktivistische Anthropologie und Methodik. Daraus
resultieren Modelle, die Menschen als bio-psychische und Gruppen als
soziale Systeme begreifen. Supervision kann und soll dabei zur
professionellen Gestaltung von Selbstreflexionsprozessen individueller und
sozialer Systeme dienen, und nicht zur Vermittlung vermuteter richtiger
Wege und Ziele.“

Die vermittelten Inhalte und Kompetenzen des Studiengangs sind
wissenschaftlich begründet und reflektiert, und die Studierenden
entwickeln im Laufe ihres Studiums neben professionellen Beratungs- und
Moderationskompetenzen auch ihre Kompetenzen wissenschaftlichen Arbeitens
weiter.

Die Supervisions- und Coachingpraxis wird nicht nur theoretisch
vermittelt. Die Studierenden werden so früh wie möglich in die Praxis
geschickt. Ziel ist es, im Rahmen der Durchführung eigener
Beratungsprozesse praktische Erfahrungen zu erlangen und Theorie und
Praxis übend und reflektierend miteinander zu verbinden. Auf den Punkt
gebracht: Die Studierenden werden für die wissenschaftsbasierte Ausübung
praxisorientierter Beratungsdienstleistungen, d.h. für die Ausübung von
Supervision und Coaching in beruflichen Zusammenhängen in säkularen und
kirchlichen, in Profit- und Non-Profit-Bereichen qualifiziert.

Das Masterstudium ist für sehr unterschiedliche Zielgruppen entwickelt
worden, zum Beispiel gehören dazu Sozialarbeiter*innen,
(Sozial-)Pädagog*innen und Psychotherapeut*innen, aber auch andere
Berufsgruppen wie zum Beispiel Hebammen, Ingenieur*innen, kommunale
Amtsleitungen sowie leitende Angestellte aus Gesundheitseinrichtungen und
aus der Industrie.

Als eine der ersten Hochschulen in Deutschland bietet die EH Freiburg seit
1974 Supervisionsausbildungen an. Mit dem Master-Studiengang Supervision
und seinem systemischem Schwerpunkt ist die Evangelische Hochschule 2004
als erste Hochschule an den Start gegangen.

  • Aufrufe: 19

100 Jahre „Vertrag von Rapallo“ und die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland

 Universität Freiburg lädt ab 9. Mai 2022 zu einer
Veranstaltungsreihe mit Vorträgen, einem Schauspiel und einer
Podiumsdiskussion ein
•       Der „Vertrag von Rapallo“ vom 16. April 1922 ist ein
Schlüsselereignis der deutsch-russischen Beziehungen
•       Reihe thematisiert historische und aktuelle Bedeutung von
„Rapallo“ – auch vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs

„Rapallo“ steht bis heute für die Besonderheiten der deutsch-russischen
Beziehungen – und ihre gegensätzlichen Bewertungen: als Chance für eine
Politik der Verständigung einerseits, als Gefahr eines deutsch-russischen
Sonderwegs andererseits. Vor hundert Jahren, am 16. April 1922, schlossen
Vertreter Deutschlands und Sowjetrusslands in dem norditalienischen
Badeort Rapallo einen Vertrag, der die Grundlinien einer Zusammenarbeit
zwischen beiden Ländern regelte. Der aus Freiburg stammende Reichskanzler
Joseph Wirth hatte das Abkommen maßgeblich vorbereitet, unterzeichnet
wurde es vom deutschen Außenminister Walter Rathenau und dem
sowjetrussischen Kommissar für Auswärtige Angelegenheiten Georgi
Wassiljewitsch Tschitscherin.

Der Vertrag sollte die Beziehungen beider Länder normalisieren und auch
der Wirtschaft neue Chancen schaffen. Die Einigung sorgte aber bereits
damals für Kontroversen, weil mit diesem Vertrag zwei Verliererstaaten des
Ersten Weltkriegs im Alleingang ohne Beteiligung der Westmächte ihre
politische Isolation durchbrochen hatten.

Die Reihe „100 Jahre Rapallo-Vertrag – Positionen, Konflikte, Chancen“
will dieses wichtige historische Ereignis kritisch reflektieren – zumal
die deutsch-russischen Beziehungen durch den Krieg in der Ukraine derzeit
im Fokus vieler Diskussionen stehen.

Veranstalter sind das Zwetajewa-Zentrum für russische Kultur an der
Universität Freiburg, das Historische Seminar der Universität Freiburg
sowie das Studium Generale der Universität Freiburg in Kooperation mit der
Joseph-Wirth-Stiftung.

Themen der einzelnen Veranstaltungen

Am Montag, 9. Mai 2022 ab 18.15 Uhr in Hörsaal 1199 spricht der Freiburger
Professor für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte Prof. Dr. Jan Eckel
zum Thema „Rapallo und die Suche nach der internationalen
Nachkriegsordnung“. Der Vortrag ordnet die Verständigung zwischen
Deutschland und der Sowjetunion in die Suche nach einer tragfähigen
Nachkriegsordnung ein, die in den Augen der meisten Beteiligten auf den
Pariser Friedenskonferenzen nicht geschaffen worden war. „Rapallo“ kam
laut Eckel hierbei eine besondere Bedeutung zu. Nicht nur, weil sich hier
eine im Westen gefürchtete Allianz der Kriegsverlierer abzeichnete,
sondern auch, weil er das Problem aufwarf, wie sich der weltrevolutionär-
kommunistische Sowjetstaat in die internationale Ordnung einbeziehen ließ
– und ob er dies überhaupt wollte.

Am Montag, 16. Mai 2022, ebenfalls ab 18.15 Uhr in Hörsaal 1199 spricht
der Freiburger Westeuropa-Historiker Prof. Dr. Jörn Leonhard zum Thema
„Nach Versailles und jenseits von Genf: Der Vertrag von Rapallo in
europäischer und transatlantischer Perspektive“. Der Vortrag fragt nach
den längerfristigen Kontinuitäten deutsch-russischer Beziehungen seit dem
Frieden von Brest-Litowsk zwischen Russland und den Mittelmächten im
Frühjahr 1918 sowie nach den besonderen westeuropäischen und
transatlantischen Perspektiven auf Rapallo und thematisiert auch die
Verknüpfungen von Innenpolitik und internationalen Beziehungen.

Am Sonntag, 22. Mai 2022 ab 11 Uhr im Winterer-Foyer des Theaters Freiburg
widmet sich das Schauspiel „Die Historische Stunde: 100 Jahre Rapallo-
Vertrag“ mit Dialog, Rezitation und Musik dem historischen Ereignis und
fragt nach seiner aktuellen Bedeutung. Auf der Grundlage authentischer
Dokumente empfindet das Stück ein persönliches Gespräch zwischen den
Verhandlungsführern Reichskanzler Joseph Wirth und Volkskommissar für
Auswärtige Angelegenheiten Georgij Tschitscherin sowie ein Telefonat
Wirths mit Außenminister Walther Rathenau nach. Dazu kommt Musik aus
Deutschland und Russland der 1920er Jahre. Es spielen Peter Haug-
Lamersdorf und Burkhard Wein, Musik: Stephanie Heine, Gesang; Andreas
Binder, Klavier; Anita Morasch, Gesang und Akkordeon. Texte und Regie:
Heinz Siebold. Einführung: Dr. Ulrike Hörster-Philipps. Karten sind über
das Theater Freiburg erhältlich.

Am Montag, 23. Mai 2022 ab 18.15 Uhr in Hörsaal 1199 spricht der
Freiburger Osteuropa-Historiker Prof. Dr. Dietmar Neutatz zum Thema „Geist
oder Gespenst? ‚Rapallo‘ als Mythos und Chiffre“. Neutatz befasst sich mit
den Nachwirkungen und Instrumentalisierungen des Vertrags im In- und
Ausland und spannt dabei einen zeitlichen Bogen von 1922 bis in die
Gegenwart.

Bedeutung des Vertrags für die aktuelle Siuation

Die abschließende Podiumsdiskussion am 30. Mai 2022 um 20.15 Uhr in
Hörsaal 1010 steht unter dem Titel „Modell oder Bürde? Rapallo und die
schwierige Historie deutsch-russischer Beziehungen“. Die Teilnehmer*innen
fragen danach, was der Vertrag von Rapallo heute für uns bedeutet und
welche Lehren sich aus der Erfahrung von hundert Jahren ziehen lassen –
ist die Einigung ein Muster für einen Entspannungsprozess, für
wirtschaftliche und kulturelle Kooperationen über politische Gegensätze
hinweg, oder stellt sie eine historische Belastung dar? Es diskutieren
Prof. Dr. Elisabeth Cheauré, Professorin für Slavische Philologie und
Gender Studies, Vorsitzende des Zwetajewa-Zentrums; Dr. h.c. Gernot Erler,
ehemaliger Staatsminister und Russland-Beauftragter der Bundesregierung,
Vorsitzender der West-Ost-Gesellschaft Südbaden; Dr. Ulrike Hörster-
Philipps, Historikerin, Vorsitzende der Joseph-Wirth-Stiftung; Prof. Dr.
Dietmar Neutatz, Historiker, Professor für Neuere und Osteuropäische
Geschichte. Moderation: Heinz Siebold.

Die Veranstaltungen sollen nach Möglichkeit in Präsenz stattfinden;
Vorträge und Podiumsdiskussion werden zusätzlich gestreamt. Der jeweiligen
Links sind im Flyer „100 Jahre Rapallo-Vertrag. Deutsch-russische
Beziehungen auf dem Prüfstand“ aufgeführt.

  • Aufrufe: 140

AIOLOS startet die Entwicklung einer Plattform zur Früherkennung und Überwachung von Epidemien durch Atemwegserreger

Das deutsch-französisches Projekt AIOLOS (Artificial Intelligence Tools
for Outbreak Detection and Response) hat die Bewilligung zur Entwicklung
einer digitalen Plattform erhalten, die eine Früherkennung neuer, von
Atemwegserregern ausgelöster Epidemien ermöglicht, deren Ausbreitung
überwacht und Entscheidungen über geeignete Gegenmaßnahmen unterstützt.

Sanofi in Frankreich und die Fraunhofer-Institute SCAI und ITMP in
Deutschland leiten das Konsortium, dem vier weitere französische und
deutsche Partner angehören.

Lyon & Frankfurt am Main. Die Covid-19-Krise hat gezeigt, dass für die
Bewältigung aktueller und künftiger Epidemien oder Pandemien ein
belastbares Überwachungs- und Kontrollsystem benötigt wird, das
verschiedene Interessengruppen einbezieht. Die Ungewissheit über die
Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Verbreitungsmuster anderer
Atemwegserreger (z.B. Grippe oder andere) macht eine solche Überwachung
noch wichtiger.

In diesem Zusammenhang zielt AIOLOS darauf ab, die Entscheidungsfindung
durch die Integration und Kombination von Echtzeitdaten aus verschiedenen
Quellen und den Einsatz neuartiger KI-Analysemethoden zu unterstützen.
Ziel ist es, frühe Anzeichen einer Epidemie im Zusammenhang mit Erregern
der Atemwege zu erkennen, ihre Ausbreitung zu überwachen, geeignete
Gegenmaßnahmen abzuleiten und deren Auswirkungen zu bewerten.

Die sechs französischen und deutschen Partner des Konsortiums bringen
komplementäres Fachwissen ein: Sanofi (Epidemiologie, Impfstoffe und
immunologische Produkte), die Fraunhofer-Gesellschaft (Medizin und
Datenwissenschaften), Quinten Health (KI und Präzisionsmedizin),
CompuGroup Medical (medizinische Informationslösungen), umlaut
(Technologieentwicklung) und Impact Healthcare (Innovation & digitale
Gesundheit) - im Unterauftrag von Sanofi.
Als assoziierte Partner sind weitere wichtige öffentliche und private
Organisationen beteiligt, welche Daten beisteuern oder wissenschaftliches
und technisches Fachwissen einbringen.

»AIOLOS wird einen Rahmen für die Analyse herkömmlicher und nicht
herkömmlicher realer Daten durch eine Kombination aus künstlicher
Intelligenz und der Modellierung von Infektionskrankheiten schaffen. Ziel
ist es, allen Interessengruppen ein einheitliches Verständnis plausibler
Epidemieszenarien zu vermitteln - eine wichtige Voraussetzung für die
Unterstützung der Widerstandsfähigkeit «, sagt Dr. Cedric Mahe, Associate
VP and Global Head, Modeling, Epidemiology and Data Science bei Sanofi
Vaccines in Lyon. » Das Projekt wird nicht isoliert durchgeführt, sondern
baut auf den vielen weltweit laufenden Bemühungen zur Stärkung der
Pandemievorsorge auf. Es wird erwartet, dass diese Plattform starke
positive Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit, aber auch auf
verschiedene Wirtschaftssektoren haben wird «.

» AIOLOS ist eine großartige Gelegenheit, verschiedene Datentypen aus
unterschiedlichen Quellen zu integrieren, um unser Verständnis von und
unsere Reaktion auf neue Epidemien zu verbessern. Da Krankheitserreger der
Atemwege nicht an Landesgrenzen Halt machen, ist es wichtig, dass sich
Partner aus Frankreich und Deutschland zusammenschließen und ihre
Kompetenzen und Fähigkeiten bündeln, um auf zu-künftige Ausbrüche besser
vorbereitet zu sein «, sagt Dr. Aimo Kannt vom Fraunhofer Institut für
Translationale Medizin und Pharmakologie ITMP.

Ziel des Konsortiums ist es, innerhalb von zwei Jahren einen Prototyp der
Plattform zu liefern, die sich auf Frankreich und Deutschland
konzentrieren wird. Die Plattform soll dann auf ganz Europa und darüber
hinaus ausgedehnt werden und zum Aufbau von mehrteiligen, belastbaren
Überwachungssystemen in der Europäischen Union beitragen. Dies könnte
insbesondere den Auftrag der EU-Behörde für die Krisenvorsorge und
-reaktion bei gesundheitlichen Notlagen (HERA) unterstützen.

Das Konsortium wird auch Synergien mit dem WHO Hub for Pandemic and
Epidemic Intelligence in Berlin und anderen wichtigen Akteuren in diesem
Bereich auf globaler Ebene anstreben.

Weitere Informationen:

www.aiolos-project.org

Kontakt : Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Über Sanofi (Konsortialleitung in Frankreich)
Wir sind ein innovatives globales Gesundheitsunternehmen mit einer
einheitlichen Bestimmung: Wir erforschen die Wunder der Wissenschaft, um
das Leben der Menschen zu verbessern. Unser Team setzt sich in mehr als
100 Ländern dafür ein, die medizinische Praxis zu verändern und damit das
Unmögliche möglich zu machen. Wir bieten weltweit Millionen von Menschen
lebensrettende Impfstoffe und Behandlungsoptionen an, die das Potential
haben, das Leben zu verbessern. Dabei stellen wir Nachhaltigkeit und
soziale Verantwortung in den Mittelpunkt unseres Handelns.
Sanofi ist an den Börsen EURONEXT: SAN und NASDAQ: SNY gelistet.

Über Fraunhofer (Konsortialleitung in Deutschland)
Die Fraunhofer-Gesellschaft mit Sitz in Deutschland ist die weltweit
führende Organisation für anwendungsorientierte Forschung. Mit ihrer
Fokussierung auf zukunftsrelevante Schlüsseltechnologien sowie auf die
Verwertung der Ergebnisse in Wirtschaft und Industrie spielt sie eine
zentrale Rolle im Innovationsprozess. Als Wegweiser und Impulsgeber für
innovative Entwicklungen und wissenschaftliche Exzellenz wirkt sie mit an
der Gestaltung unserer Gesellschaft und unserer Zukunft. Die 1949
gegründete Organisation betreibt in Deutschland derzeit 76 Institute und
Forschungseinrichtungen. Über 30 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
überwiegend mit natur- oder ingenieurwissenschaftlicher Ausbildung,
erarbeiten das jährliche Forschungsvolumen von 2,9 Milliarden Euro. Die
zwei am AIOLOS Projekt teilnehmenden Institute, das Fraunhofer Institut
für Translationale Medizin und Pharmakologie ITMP und das Fraunhofer-
Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI, kombinieren
Expertise in der Analyse medizinischer Daten und computational science mit
dem Fokus auf Algorithmen Entwicklung.  www.fraunhofer.de

Über Quinten Health
Quinten Health mit Firmensitz Paris, Frankreich, ist eine Ausgründung von
Quinten, dem französischen Vorreiter im Bereich künstlicher Intelligenz
und interpretierbarer Datenwissenschaften zur Anwendung im
Gesundheitswesen seit 2008. Quinten Health beschäftigt ein Team von 50+
healthcare Datenwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern, Modellierern,
sowie Experten der Biomedizin und des öffentlichen Gesundheitswesens,
spezialisiert in der Datenanalyse von echten Gesundheitsdaten mit
Teilnahme an über 400 Projekten. Quinten Health versorgt die
Interessengruppen des Gesundheitswesens (Industrie, Krankenhäuser, und
Regulatoren) mit KI/ML-Lösungen für Präzisionsmedizin. www.quinten-
health.com

Über CompuGroup Medical
CompuGroup Medical ist eines der führenden E-Health-Unternehmen weltweit
und erwirtschaftete im Jahr 2021 einen Jahresumsatz von EUR 1,025 Mrd. Die
Softwareprodukte des Unternehmens zur Unterstützung aller ärztlichen und
organisatorischen Tätigkeiten in Arztpraxen, Apotheken, Laboren,
Krankenhäusern und sozialen Einrichtungen, die
Informationsdienstleistungen für alle Beteiligten im Gesundheitswesen und
die webbasierten persönlichen Gesundheitsakten dienen einem sichereren und
effizienteren Gesundheitswesen.
Grundlage der CompuGroup Medical Leistungen ist die einzigartige
Kundenbasis mit über 1,6 Millionen Nutzern, darunter Ärzte, Zahnärzte,
Apotheken und sonstige Gesundheitsprofis in ambulanten und stationären
Einrichtungen. Mit eigenen Standorten in 19 Ländern und Produkten in 56
Ländern weltweit ist CompuGroup Medical das E-Health-Unternehmen mit einer
der größten Reichweiten unter Leistungserbringern. Mehr als 8.500
hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen für nachhaltige
Lösungen bei ständig wachsenden Anforderungen im Gesundheitswesen.
www.cgm.com/corp_en

Über Umlaut
Umlaut, Teil von Accenture, ist ein globales, branchenübergreifendes Full-
Service-Unternehmen, das Kunden auf der ganzen Welt technologische und
organisatorische Beratungs- und Engineeringleistungen anbietet. Mit
unseren interdisziplinären Fähigkeiten steigern wir Wert, Qualität und
Fokussierung Ihrer Organisationen und Produkte. Wir sind eine kompetente
und agile Gruppe von Beratungs- und Ingenieursunternehmen. 5.000
spezialisierte Experten und Ingenieure bieten innovative Lösungen für alle
Branchen und deren Schnittstellen. Außerdem unterstützen wir den
öffentlichen Sektor und entwickeln Unternehmenskulturen, -strukturen und
-prozesse. www.umlaut.com

Über Impact Healthcare
Impact Healthcare mit Sitz in Paris, Frankreich, ist ein
Beratungsunternehmen, das sich, sowohl in Frankreich als auch im
internationalen Umfeld, auf das strategische und operationelle Management
von großen innovativen Projekten im Bereich Digital Health sowie auf die
Verwendung von Gesundheitsdaten spezialisiert hat. Impact Healthcare hat
eine bestätigte Expertise im Gesamtumfeld von Digital Health und den
Regularien in Frankreich und Europa, sowie eine solide Erfolgsbilanz in
der Überwachung von public-private Partnerschaften. Impact Healthcare
wurde von Sanofi beauftragt, im AIOLOS Projekt das Projekt Management und
Koordination, den vertraglichen Rahmen, Gesetzeskonformität und
Datenschutzaspekte, sowie Kommunikation sicherzustellen.  www.impact-
healthcare.fr/en/

Über Bpifrance
Bpifrance ist die französische National-Investment Bank: sie finanziert
Unternehmen und Geschäfte – in jeder Phase ihrer Entwicklung – durch
Kredite, Garantien, Kapitalinvestitionen und Exportversicherungen.
Bpifrance bietet weiterhin besondere Finanzdienstleistungen an (Training,
Consulting), um Entrepreneurs bei der Erreichung ihrer Herausforderungen
zu helfen (Innovation, Export, …). Für weitere Informationen besuchen sie
bitte: https://www.bpifrance.com. Folgen sie uns auf Twitter: @Bpifrance -
@BpifrancePresse

Über DLR Projektträger (DLR-PT)
Der DLR-PT ist ein Projektträger, der ein breites Themenspektrum abdeckt,
das von Bildung und Chancengleichheit über Gesundheit, Gesellschaft,
Innovation, Technologie, Umwelt und Nachhaltigkeit bis hin zur
europäischen und internationalen Zusammenarbeit reicht. Zu den Kunden des
DLR-PT gehören Bundes- und Landesministerien, die Europäische Kommission,
Wissenschaftsorganisationen, Verbände und Stiftungen. DLR-PT berät sie bei
Strategien und Programmen, plant und übernimmt die Umsetzung von
Förderprogrammen und evaluiert deren Wirkung. Weitere Informationen finden
Sie unter: https://projekttraeger.dlr.de/en

  • Aufrufe: 14

Benachteiliung entlarven - Prof. Annette von Alemann ist neu an der UDE

Ungleichheit zwischen den Geschlechtern gibt’s immer noch, auch in
Deutschland. Wie und wo sie im Bildungs- und Arbeitsleben entsteht,
untersucht etwa Prof. Dr. Annette von Alemann. Sie hat die Professur für
Soziologie mit dem Schwerpunkt Arbeit, Geschlecht und soziale Ungleichheit
an der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften der Universität Duisburg-
Essen (UDE) angenommen.

Ist die Geschlechterfrage bei uns nicht schon vom Tisch? „Nein“, sagt von
Alemann. „Es geht nicht nur um die politische und gesetzliche
Gleichstellung von Frauen und Männern. Mich interessiert, wie etwa
familienfreundliche Maßnahmen und Diversity Management in Unternehmen
umgesetzt werden.“ Zudem wolle sie herausfinden, wie etwa soziale und
kulturelle Herkunft, Nationalität, Lebenssituation oder bestimmte
körperliche Merkmale zu sozialer Ungleichheit führen. All das könne
zusammenwirken, Ungleichheit verstärken oder abschwächen.

Aktuell untersucht von Alemann, wie Männer und Frauen in Deutschland
berufliche und private Ziele verfolgen können und Erwerbs- und
Sorgearbeit, also bezahlte und unbezahlte Arbeit, in der Gesellschaft
verteilt sind. „Wie es mit Elternschaft in der Coronapandemie aussieht,
untersuche ich auch.“ Zudem erforscht sie, wie Leitbilder entstehen, sich
ändern und menschliches Handeln beeinflussen. Zugleich möchte sie
diagnostizieren, wie sich sozialer Wandel in Organisationen vollzieht, auf
die Gesellschaft wirkt und sich beides beeinflusst. Neben der von ihr
durchgeführten Geschlechterforschung (Gender Studies) beschäftigt sie sich
mit der Entwicklung von Gleichstellung. International ist sie Co-
Sprecherin für die Weiterentwicklung und Vernetzung der Gender Studies in
der International Research Association of Institutes of Advanced Gender
Studies (RINGS).

Von Alemann studierte Spanische Sprach- und Literaturwissenschaft, Sozial-
und Kommunikationswissenschaften (1989-1991) an der Universidad Nacional
de Cuyo (Argentinien). In Deutschland führte sie ihr Studium bis 2000 an
den Universitäten Köln und Halle-Wittenberg fort. Von 2003 bis 2005
erforschte sie am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung die
gesellschaftliche Verantwortung von Wirtschaftseliten. Zeitgleich
koordinierte sie mit anderen an der Uni Bielefeld einen Verbund, der
Desintegrationsprozesse und Integrationspotenziale der Gesellschaft
erforscht. Bis 2015 untersuchte sie dort zudem, wie Väter Beruf und
Familie vereinbaren. Vor ihrer Berufung war sie bis 2019
Vertretungsprofessorin an der Uni Paderborn und der UDE.

  • Aufrufe: 17