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Tipps für einen gesunden Lebensstil

Anmeldungen für den Online-Gesundheitsdenkertag der SRH Hochschule für
Gesundheit am 27. April sind kurzfristig noch möglich.

Goji-Beeren, Chia-Samen oder Acerola – einige Nahrungsmittel werden seit
Jahren immer mehr als „Superfoods“ oder „Power Foods“ gehypt. „Für
diejenigen von uns, die ihre Gesundheit verbessern möchten, kann die
Vorstellung von Superfoods verlockend sein. Wir können uns ein starkes
Lebensmittel mit besonderen Fähigkeiten vorstellen, das zum Beispiel die
Gewichtsabnahme fördert, Krankheiten heilt oder der Faltenbildung
vorbeugt“, erläutert Prof. Dr. Dorothea Portius, Studiengangsleiterin im
Bachelor-Studiengang Ernährungstherapie und -beratung am Campus Gera der
SRH Hochschule für Gesundheit.

Dabei gibt es keine wissenschaftlich fundierte oder regulierte Definition
für Superfood. Im Allgemeinen wird ein Lebensmittel zum Superfood
„befördert“, wenn es einen hohen Anteil an wünschenswerten Nährstoffen
bietet, mit der Vorbeugung einer Krankheit verbunden ist oder angenommen
wird, dass es mehrere gesundheitliche Vorteile über seinen Nährwert hinaus
bietet. In ihrem Vortrag „Chia, Goji & Co. – Die Fassade hinter den
Superfoods“ wird Prof. Dr. Dorothea Portius Interessierte beim 2.
Gesundheits-denkertag der SRH Hochschule für Gesundheit am 27. April 2022
in die Welt der Superfoods mitnehmen und darüber aufklären, dass die
wahren regionalen Kraftstoffbomben etwa Leinsamen, Blumenkohl oder
Johannisbeeren sind.

Wer sich anschließend vornimmt, mehr auf eine gesunde Ernährung zu achten,
erhält auch im Vortrag „Wie ich gesundheitliche Pläne tatsächlich auch
umsetze“ von Prof. Dr. Katrin Schulz, Professorin für
Gesundheitspsychologie im Bachelor-Studiengang Psychologie an der SRH
Hochschule für Gesundheit, nützliche Tipps. „Es gibt immer wieder Zeiten,
in denen wir uns vornehmen, ein bestimmtes Verhalten in unserem Leben zu
verändern, z. B. mehr Sport zu machen, weniger Zeit am Handy zu verbringen
oder weniger Müll zu produzieren. Dabei fallen zwei Dinge regelmäßig auf.
Erstens: Es ist noch relativ einfach, das neue Verhalten zu starten. Und
zweitens: Es ist leider umso schwerer, das neue Verhalten auch
beizubehalten“, berichtet Prof. Dr. Katrin Schulz. In ihrem Vortrag wird
sie drei Variablen vorstellen, die bei der Verankerung eines neuen
Verhaltens eine wesentliche Rolle spielen: Motivation, Gewohnheitsstärke
und Selbstregulation. Wie diese beeinflusst werden können, erfahren
Interessierte ebenfalls beim 2. Gesundheitsdenkertag.

Der 2. Gesundheitsdenkertag der SRH Hochschule für Gesundheit unter dem
Motto „Möglichkeiten aufzeigen – Chancen nutzen“ startet am 27. April 2022
um 15 Uhr mit einer Begrüßung und Vorstellung der Hochschule durch den
Vizepräsidenten Prof. Dr. Björn Eichmann. Die genauen Vortragszeiten
können auf der Webseite der SRH Hochschule für Gesundheit nachgelesen
werden. Die Veranstaltung ist eingebettet in den Themenmonat „Gesund
gedacht“, mit dem das Themenjahr anlässlich des 15-jährigen Jubiläums der
Gesundheitshochschule der SRH fortgesetzt wird.

Interessierte können sich für die kostenfreie Online-Veranstaltung unter
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder über https://eveeno.com/607932927 anmelden.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
https://www.srh-gesundheitshochschule.de/unsere-hochschule/hochschulteam
/dorothea-portius/

https://www.srh-gesundheitshochschule.de/unsere-hochschule/hochschulteam
/katrin-schulz/

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HAUPTSACHE ARBEIT? – Filmreihe in Erinnerung an den Filmemacher und KHM- Absolventen Konstantin Faigle (1971-2016)

In einer Matinee und einem Filmabend präsentieren Wegbegleiter und
Kommilitonen von Konstantin Faigle eine Auswahl seiner Filme, darunter
auch zwei Arbeiten, die er während seines Studiums an der Kunsthochschule
für Medien Köln realisierte.
Sonntag, 1. Mai 2022., 11 Uhr, Odeon Kino, Severinstr. 81, 50678 Köln
Mittwoch, 4. Mai 2022, 19:30 Uhr, ebenfalls Odeon Kino

„Teils humorvoll, teils melancholisch” oder „wunderbar ketzerisch”: Geht
es um die Dokumentarfilme von Konstantin Faigle, fallen höchst
unterschiedliche Begriffe. Aufgewachsen im Schwarzwald, beleuchtete der
Kölner Filmemacher seine Kindheit im Dorfladen, ein sich depressiv
gebendes Deutschland oder den bizarren Kult um den „Gott der Arbeit”.
Faigles Werk steckt voller aktueller Themen, urteilte die Kölner
Stadtrevue im Juni 2021. Der Journalist Matthias Holland-Letz und der
Künstler und KHM-Absolvent Maximilian Erbacher, Wegbegleiter und Freunde
von Konstantin Faigle, erinnern in einer Filmreihe erstmals an den vor
sechs Jahren verstorbenen Filmemacher und KHM-Absolvent. Die Filmreihe war
ursprünglich für den 12. und 15. Dezember 2021 geplant, musste jedoch
coronabedingt verschoben werden.

Konstantin Faigle wurde 1971 in Sulz am Neckar geboren. Von 1993 bis 1998
studierte er Medientechnik in Stuttgart, von 1999 bis 2002 Regie und
Drehbuch an der Kunsthochschule für Medien Köln. Für seinen ersten langen
Dokumentarfilm „Out of EDEKA“ erhielt er 2001 den Bayerischen
Dokumentarfilmpreis; für die Entwicklung seines Debütfilms „Die große
Depression“ 2003 ein Gerd-Ruge-Stipendium der Film- und Medienstiftung
NRW. Seit 2001 arbeitete Konstantin Faigle als freier Autor und
Filmemacher für Kino und Fernsehen. Am 16. Juni 2016 ist er in Köln
gestorben.

Dietrich Leder, Professor von 1994 bis 2021 an der KHM, wird zu Beginn der
Filmmatinee eine Einführung in das Werk von Konstantin Faigle geben.
„Konstantin Faigle gehörte zu den besonderen Dokumentarfilmern in
Deutschland. Seine Methode beruhte auf der Erkenntnis, dass das, was das
Leben ausmacht, nicht in dem aufgeht, was mit einer behutsamen Beobachtung
allein abzubilden wäre. Für ihn gehörten Gefühle, Träume, Erinnerungen,
aber auch soziale Phantasien zu eben diesem Leben dazu. Er baute deshalb
in seine Filme immer wieder inszenierte oder animierte Passagen ein, in
denen das, was gefühlt, geträumt, erinnert oder sozial erträumt wird,
szenisch aufscheint. (…)“ (Dietrich Leder)

Das Programm:

Sonntag, 1. Mai 2022, 11 Uhr bis ca. 16 Uhr, Odeon Kino, Severinstr. 81,
50678 Köln
11:00 Uhr Begrüßung und Einführung durch Prof. Dietrich Leder
11:30 Uhr Filmpräsentation
„Out of EDEKA”, 2001, 90 Min., (KHM)
„Materazzo!”, 2003, 26 Min. (KHM)
„Die große Depression – Eine Komödie zur Lage der Nation”, 2005, 90 Min.
(ZDF/una film)

Mittwoch, 4. Mai 2022, 19:30 Uhr, Odeon Kino, Severinstr. 81, 50678 Köln
19:30 Uhr Begrüßung und im Anschluss Filmpräsentation:
„Frohes Schaffen. Ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral", 2012, 99 Min.,
(Hupe/Corso, WDR)
„Im Baumarkt”, 2013, 29 Min. (WDR)

Informationen zu den einzelnen Filmen und Konstantin Faigle finden Sie
hier:
https://www.khm.de/termine/news.5248.hauptsache-arbeit-in-erinnerung-an-
den-filmemacher-konstantin-faigle/


Kartenvorbestellungen online:
https://www.odeon-koeln.de
oder telefonisch werktags ab 16:00 Uhr 0221/313110

"Hauptsache Arbeit?" ist eine Filmreihe von Maximilian Erbacher und
Matthias Holland-Letz in Erinnerung an Konstantin Faigle in Zusammenarbeit
mit der Kunsthochschule für Medien Köln, dem ZDF, Kick Film München, una
film Köln, W-Film Köln, Bayrischer Rundfunk und dem Odeon Kino Köln.

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Hamsterkäufe: Drei Fragen an eine Wirtschaftspsychologin

Leere Regale im Einzelhandel, volle Vorratskammer daheim: Im Zuge des
Krieges in der Ukraine werden bestimmte Konsumgüter über den üblichen
Bedarf hinaus gekauft. Das sogenannte Hamstern betrifft beispielsweise
Speiseöl oder Mehl. Dieses Phänomen war bereits zu Beginn der Coronakrise
zu beobachten. Prof. Dr. Mira Fauth-Bühler von der FOM in Stuttgart
erklärt die psychologischen Mechanismen dahinter.

Prof. Dr. Fauth-Bühler, wir beobachten gerade die Rückkehr eines
Phänomens, das uns vom Beginn der Coronakrise bekannt ist: Wie lassen sich
Hamsterkäufe erklären?

In Krisenzeiten kann es vernünftig sein, Vorsorgemaßnahmen zu treffen, um
sich auf Unwägbarkeiten einzustellen. Das Hamstern allerdings geht über
das rationale Maß hinaus. Es kommt dabei zu einem Paradoxon: In der
Erwartung, dass bestimmte Produkte knapp werden, werden diese übermäßig
stark gekauft. So entsteht ein „Schneeballeffekt“, da immer mehr Menschen
das Verhalten adaptieren und so zu einer Verknappung beitragen. In der
Folge kommt es schließlich tatsächlich zu vorübergehenden Lieferengpässen.

Wir werden also Opfer unserer wahr werdenden Erwartungen?

Durch unser eigenes Verhalten begünstigen wir erst das Eintreten des
befürchteten Ereignisses. Ein Phänomen, das in der Psychologie als
„Selbsterfüllende Prophezeiung“ bezeichnet wird. Durch die Verknappung von
Konsumgütern wird bei den Verbrauchern zudem psychologische Reaktanz
erzeugt. Wir fühlen uns unserer Entscheidungsfreiheit hinsichtlich der
Auswahl eines Konsumguts beraubt. Knappe Güter werden vom Kunden als
attraktiver bewertet und der Kauf wird wahrscheinlicher. Dies trägt weiter
zur Verknappung des Konsumgutes bei.

Gibt es weitere Faktoren, die bei Hamsterkäufen eine Rolle spielen?

Unkontrollierbare Situationen können Angst auslösen. Wenn wir für eine
gegebene Situation keine Vorgaben haben, wie wir uns verhalten sollen, um
mit der Bedrohung umzugehen, folgen wir unserem Herdentrieb. Wir
orientieren uns an anderen, getreu dem Motto „Was alle tun, wird nicht
verkehrt sein“. Aufgrund des Eindrucks mangelnder Selbstwirksamkeit in
einer komplexen Welt vermittelt das Hamstern den Menschen außerdem ein
Gefühl von „Kontrolle im Kleinen“. Die gefühlte Unsicherheit kann damit
ein Stück weit kompensiert werden.

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Psychische Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und Familien

Expertinnen und Experten diskutieren auf dem diesjährigen 37. Kongress der
Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik
und Psychotherapie (DGKJP) in Magdeburg unter anderem die Auswirkungen der
Corona-Pandemie, der Klimakrise und des Ukraine-Krieges auf die kindliche
Psyche.

Schätzungen zu Folge lebt jeder siebte junge Mensch zwischen 10 und 19
Jahren mit einer diagnostizierten psychischen Beeinträchtigung oder
Störung wie Angststörungen, Depressionen oder Verhaltensauffälligkeiten.
Das geht aus dem aktuellen „Bericht zur Situation der Kinder in der Welt
2021“ des UN-Kinderhilfswerks UNICEF hervor. Wie sehr die Corona-Pandemie,
zunehmende Klimakatastrophen und die Auswirkungen des Ukraine-Krieges
Kinder, Jugendliche und ihre Familien zusätzlich belasten, wie es um ihre
grundsätzliche Versorgung steht, welche Hilfsangebote notwendig sind und
wie sich aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung noch besser für die
Praxis nutzen
lassen – diese und noch viele weitere Facetten des Fachgebietes sollen auf
dem 37. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und
Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) vom 18. bis
21. Mai 2022 in der Messehalle 1 in Magdeburg diskutiert werden. Der
diesjährige Kongress steht unter dem Motto „Zukunft! Von soweit her bis
hierhin – Von hier aus noch viel weiter“. Kongresspräsident ist Prof. Dr.
Hans-Henning Flechtner, Direktor der Magdeburger Universitätsklinik für
Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin des Kindes- und
Jugendalters (KKJP). Es werden über 1.200 Vertreterinnen und Vertreter aus
den Bereichen der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychologie,
Psychotherapie, Ergotherapie, Musiktherapie, Bewegungstherapie sowie der
Pädagogik und des Pflege- und Erziehungsdienstes erwartet. Weitere
Anmeldungen sind nach wie vor möglich.

WAS: 37. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und
Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP)
WANN: 18.-21.05.2022
WO: Messe Magdeburg, Anmeldungen unter  https://www.dgkjp-kongress.de/

Mit der Landeshauptstadt Magdeburg ist erst zum vierten Mal eine
ostdeutsche Stadt Gastgeber für diesen bedeutenden Gesellschaftskongress.
„Die Versorgungslage in der Kinder- und Jugendpsychiatrie in den östlichen
Bundesländern unterscheidet sich von der in westlichen Bundesländern
deutlich, da generell die ambulante Versorgung hier im Osten deutlich
geringer ausgeprägt ist. Dies steht in Kontrast zur in der Regel höheren
Anzahl stationärer und teilstationärer Plätze. Gerade Sachsen-Anhalt ist
mit der höchsten Bettenmessziffer pro Einwohner gegenüber den westlichen
Bundesländern ausgestattet“, erklärt der Experte, der das Fach als einzige
universitäre Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Magdeburger
Universitätsmedizin gemeinsam mit dem Klinikum Magdeburg gGmbH für ganz
Sachsen-Anhalt vertritt. Prof. Flechtner betont: „Gerade in den aktuellen
Krisenzeiten kommen auf die Versorgungsstrukturen in der Kinder- und
Jugendpsychiatrie im ambulanten und stationären Bereich große
Herausforderungen zu und der Kongress soll auch dazu dienen, die
Aktivitäten der gesamten kinder- und jugendpsychiatrischen und
psychotherapeutischen Landschaft abzubilden und Wege aufzuzeigen, wie
besonders Belastete pragmatisch und schnell Hilfe und Unterstützung finden
können.“

Dementsprechend ist auch das Programm der wissenschaftlichen Tagung
gestaltet worden. „In der Öffentlichen Abendveranstaltung am Eröffnungstag
werden wir uns generell mit dem Thema Nachhaltigkeit und Auswirkungen auf
die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen anhand der
aktuellen Ereignisse beschäftigen“, erläutert Prof. Flechtner und kündigt
dazu folgende Gäste an: „Eckard von Hirschhausen wird ein Grußwort geben
und Elke Büdenbender den Einführungsvortrag zu den Nachhaltigkeitszielen
der Vereinten Nationen halten. Die Ehefrau von Bundespräsident Frank-
Walter Steinmeier ist seit 2017 Schirmherrin von UNICEF Deutschland. Im
Anschluss nimmt der renommierte Familienforscher Prof. Dr. Jörg Fegert vom
Universitätsklinikum Ulm das gewaltfreie Aufwachsen in einer
kindergerechten Gesellschaft in den kritischen Blick.“ Der Kinder- und
Jugendpsychiater berät unter anderem das Bundesfamilienministerium als
Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats für Familienfragen. In den
vier Tagen werden weitere renommierte Forscher:innen und
Fachvertreter:innen aus aller Welt in Vorträgen,
wissenschaftstheoretischen Diskussion, Foren und Zukunftswerkstätten zu
Wort kommen und von ihren Arbeiten berichten.

Das aktuelle Programm sowie weitere Informationen zur Veranstaltung finden
Sie unter https://www.dgkjp-kongress.de/

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