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Neue Studierende an der SRH Hochschule für Gesundheit begrüßt

Mit der feierlichen Immatrikulation und der Übergabe von vier
Deutschlandstipendien hieß die Gesundheitshochschule der SRH am 6. April
2022 ihre neuen Studierenden willkommen.

„So ein Semesterstart ist immer etwas Besonderes – für die
Erstsemestler:innen selbst, aber auch für uns als Hochschule. Umso mehr
hoffen wir auf ein spannendes Semester mit vielen persönlichen Kontakten“,
eröffnete Prof. Dr. habil. Claudia Luck-Sikorski, Präsidentin der SRH
Hochschule für Gesundheit, die Immatrikulationsfeier am 6. April 2022, die
in einem hybriden Veranstaltungsformat teils in Präsenz stattfand, aber
auch an die anderen Campus gestreamt wurde, sodass die über 100 neuen
Studierenden alle daran teilnehmen konnten. Diese Zahl unterstreicht
erneut den Trend wachsender Studierendenzahlen an der
Gesundheitshochschule der SRH. Aktuell sind rund 1.500 Studierende in 19
Bachelor- und Master-Studiengängen an 13 Studienorten in Thüringen,
Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein
eingeschrieben.

Auch die anwesenden Professor:innen freuten sich, so viele neue
Studierende begrüßen zu dürfen. Prof. Dr. Hiltraut Paridon,
Departmentleiterin Pädagogik, sprach über die Veränderungen, die beim
Übergang von der Schule oder der Arbeit an die Hochschule auf die neuen
Studierenden zukommen. Im Anschluss gab Prof. Dr. Katharina Wick,
Departmentleiterin Psychologie, hilfreiche Tipps, um psychisch fit durch
das Studium zu kommen, wohingegen Prof. Dr. habil. Claudia Wahn,
Departmentleiterin Therapie, die Möglichkeit eines Auslandssemesters mit
dem Erasmus+-Programm vorstellte. Prof. Dr. habil. Michael Tiemann,
Departmentleiter Gesundheit und Soziales, gab einen Einblick in die
Forschung der SRH Hochschule für Gesundheit mit besonderem Augenmerk auf
die studentische Beteiligung. Denn eines ist an der Gesundheitshochschule
der SRH besonders wichtig, wie auch Prof. Dr. habil. Claudia Luck-Sikorski
betonte: „Hier wird Gesundheit nicht nur gelehrt, sondern auch gelebt.“

Neben den Departmentleitungen stellten sich auch die Vorsitzenden des
Studierendenrates, Isabel Lammert und Sylbije Merz, sowie Heiko Wendrich,
Vorsitzender des Studenten-Fördervereins Gera e.V., vor. Gemeinsam mit
Prof. Dr. habil. Claudia Luck-Sikorski übergab Heiko Wendrich zum
Abschluss der feierlichen Veranstaltung zwei Deutschlandstipendien. Das
Auswahlgremium entschied sich, die Leistungsstipendien an die Studierenden
Jane Glandien (Soziale Arbeit, B. A.) und Katharina Neß (Psychische
Gesundheit und Psychotherapie, M. Sc.) zu vergeben. Die beiden von Prof.
Dr. Dr. Philipp Plugmann, Professor für interdisziplinäre Parodontologie
und Prävention im Bachelor-Studiengang Dental Hygienist, ausgelobten
Deutschlandstipendien übergab Prof. Dr. habil. Claudia Luck-Sikorski
symbolisch aus der Ferne an Magdalena Frackiewicz (Dental Hygienist, B.
Sc.) und Katrin Anna Hellmich (Dental Hygienist, B. Sc.).

Als Hochschule im Gesundheitskonzern begleitet die SRH Hochschule für
Gesundheit ihre Studierenden auf ihrem Karriereweg im Gesundheits- und
Sozialwesen, um damit einen aktiven Beitrag zu einer gesunden Gesellschaft
zu leisten. Was es bedeutet, ein #gesundheitsdenker zu sein, zeigt die
Hochschule auch im April, der im Rahmen des Themenjahres zum 15-jährigen
Jubiläum ganz unter dem Motto „Gesund gedacht“ steht. Höhepunkt wird der
2. Gesundheitsdenkertag am 27. April sein, im Rahmen dessen Vorträge zu
verschiedenen Themen und virtuelle Campusführungen angeboten werden.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
https://www.srh-gesundheitshochschule.de/unsere-hochschule/hochschulteam
/claudia-luck-sikorski/

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Beitrag der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften in Speyer zur Unterstützung der Ukraine

Um (angehende) Führungskräfte der Ukraine bei der Bewältigung der sich aus
der aktuelln Krise ergebenden Herausforderungen zu unterstützen, bietet
die Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer im
Sommersemester 2022 ein englischsprachiges Zertifikatsstudium „Public
Leadership and Administration“ an. Das Programm beinhaltet u. a. Kurse zu
den Themen Personal und Führung, öffentliche Finanzwirtschaft,
Verwaltungsorganisation und Verwaltungsrecht, Verwaltungsvergleich,
Europäische Integration, Entscheidungsfindung im öffentlichen Sektor und
Korruptionsprävention.

Die Bewältigung der Folgen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine,
der Wiederaufbau der zerstörten Städte, Industrien und Infrastrukturen
sowie die Unterstützung der ukrainischen Bevölkerung bei der Überwindung
der individuellen wirtschaftlichen und psychologischen Folgen des Krieges
werden höchste Anforderungen an die Verwaltung der Ukraine auf allen
Ebenen und in allen Bereichen stellen: Sie muss sicherstellen, dass
nationale und internationale Hilfe dort ankommt und effektiv eingesetzt
wird, wo sie am dringendsten benötigt wird. Hinzu tritt die Anpassung der
ukrainischen Rechts- und Verwaltungspraxis an die Voraussetzungen für
einen Beitritt der Ukraine zur Europäischen Union, die ähnlich hohe
Herausforderungen an die ukrainische Staats-, Regional- und
Kommunalverwaltung stellen wird.

Um (angehende) Führungskräfte der Ukraine bei der Bewältigung dieser
Herausforderungen zu unterstützen, bietet die Deutsche Universität für
Verwaltungswissenschaften Speyer im Sommersemester 2022 ein
englischsprachiges Zertifikatsstudium „Public Leadership and
Administration“ an. Das Programm beinhaltet u. a. Kurse zu den Themen
Personal und Führung, öffentliche Finanzwirtschaft,
Verwaltungsorganisation und Verwaltungsrecht, Verwaltungsvergleich,
Europäische Integration, Entscheidungsfindung im öffentlichen Sektor und
Korruptionsprävention.

Zielgruppe sind vor allem solche Personen, die wegen des Krieges aus der
Ukraine nach Deutschland gekommen sind und bereits Führungsaufgaben in der
ukrainischen Verwaltung wahrgenommen haben oder sich hierfür qualifizieren
wollen, sowie ukrainische Studierende und Forschende aus den Bereichen der
Rechts-, Wirtschafts-, Verwaltungs- und Politikwissenschaften.

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Mit Druckluft gegen Durchblutungsstörungen. BMBF zeichnet MHB-Projekt AngioAccel aus

Das Therapiekonzept von AngioAccel erhöht mit Hilfe einer sogenannten
‚Herzhose‘ und EKG-gesteuerter Manschetten den Blutfluss von Patient*innen
mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) – einer
Durchblutungsstörung in den Beinen, die vom Volksmund auch
Schaufensterkrankheit genannt wird. Es konnte gezeigt werden, dass sich
mit dem von Ärzten entwickelten Antepulsations-Verfahren die körpereigene
Regeneration der Arterien und Durchblutungsstörungen in den Beinen auch
nicht-invasiv sehr gut behandeln lassen. Das innovative Verfahren bietet
insbesondere auch für bereits in ihrer Mobilität eingeschränkte
Patient*innen einen deutlichen Vorteil gegenüber anderen
Behandlungsmethoden.

Berlin/Brandenburg an der Havel, 07.04.2022

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat im Rahmen der
VIP+ Innovationstagung in Berlin das MHB-Projekt AngioAccel mit dem
Innovationspreis 2022 ausgezeichnet.

„Wir freuen uns riesig über diese Auszeichnung! Unser VIP+ gefördertes
AngioAccel-Projekt beschäftigt sich mit der Entwicklung und Validierung
eines Medizinproduktes, das zur Behandlung der peripheren arteriellen
Verschlusskrankheit eingesetzt werden kann. Dabei gehen die Arterien, die
den Fuß oder das Bein mit Blut und Sauerstoff versorgen, nach und nach zu.
Durch den geringeren Blutfluss kommt es zu einer geringeren
Sauerstoffversorgung, was wiederum zur Folge haben kann, dass betroffene
Personen teilweise weniger als 50 Meter an einem Stück gehen können. Durch
die notwendig werdenden Unterbrechungen wird diese Krankheit vom Volksmund
auch als Schaufensterkrankheit bezeichnet. In weiter fortgeschrittenen
Stadien dieser Erkrankung kommt es auch zu Wundbildung, nicht selten kann
es dann auch zu Fuß- oder sogar Beinamputationen kommen. In der VIP+
Validierungsphase ist es uns gelungen, gegen diese Erkrankungen einen
Demonstrator, also eine Art Prototypen, und das erste an der MHB erdachte
Medizinprodukt zu entwickeln“, erklärt Dr. Philipp Hillmeister, Leiter des
Forschungszentrums Angiologie am Städtischen Klinikum Brandenburg, einem
MHB Universitätsklinikum im Verbund.  Das Projekt wurde von Prof. Ivo
Buschmann, Prof. für Angiologie an der MHB sowie Klinikdirektor und
Chefarzt für Angiologie, ins Leben gerufen und dann gemeinsam mit Dr.
Philipp Hillmeister umgesetzt und weiterentwickelt.

„Der Auszeichnung und Preisverleihung ging eine intensive Phase der
Prüfung und Vorbereitung voraus. So mussten wir nicht nur den Nachweis der
Machbarkeit, sondern mit Pilotanwendungen und Testreihen auch die
prinzipielle Tauglichkeit und Akzeptanz unserer Anwendung nachweisen. Wir
haben in den vergangenen Jahren rund 1000 Patient*innen angiologisch in
unserer Forschungsambulanz, dem „Lauflabor“ untersucht. Dabei konnten wir
zeigen, dass sich mit dem von uns entwickelten Antepulsations-Verfahren
die körpereigene Regeneration der Arterien und Durchblutungsstörungen in
den Beinen auch nicht-invasiv sehr gut behandeln lassen. Dabei werden
Manschetten um Hüfte und Oberschenkel gewickelt, so dass durch regelmäßige
Druckluftstöße eine Art Training simuliert wird. Die durch Druckluftstöße
vermittelte Kompression der Beine führt zu einer Beschleunigung des
Blutflusses und simuliert effektiv so körperliches Training. Die Arterien
des Körpers denken dann, der Mensch läuft gerade einen Marathon, obwohl er
in Wirklichkeit im Bett liegt! Unser Verfahren bietet insbesondere auch
für bereits in ihrer Mobilität eingeschränkte Patient*innen einen
deutlichen Vorteil gegenüber anderen Behandlungsmethoden. Unser Projekt
AngioAccel hat es dann auf eine Shortlist mit 10 ausgewählten Projekten
geschafft, was für uns schon eine tolle Anerkennung bedeutet hat. Das wir
jetzt mit der Medizinischen Hochschule Brandenburg neben der TU München,
dem Fraunhofer-Anwendungszentrum für Verarbeitungsmaschinen und
Verpackungstechnik (AVV) und der TU Dresden sogar zu den drei
gleichrangigen Trägern des Innovationspreises 2022 gehören, macht uns
glücklich und auch ein wenig stolz“, ergänzt Prof. Ivo Buschmann.

„Das Therapiekonzept von AngioAccel erhöht mit Hilfe einer sogenannten
‚Herzhose‘ und EKG-gesteuerter Manschetten den Blutfluss von Patient*innen
mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) – einer
Durchblutungsstörung in den Beinen. Das führt dazu, dass diese deutlich
mobiler werden. Ziel des Vorhabens AngioAccel war im Programm VIP+, das
Therapiekonzept an Patient*innen mit dem Krankheitsbild zu validieren. Die
im Programm durchgeführten Arbeiten waren äußerst erfolgreich. Die
Lebensqualität und Mobilität von den Patient*innen ist stark gestiegen:
Sie konnten ihre zurückgelegten Gehstrecken um bis zu 500 Prozent
verlängern“, heißt es in der Begründung durch das Bundesministerium für
Bildung und Forschung (BMBF).

„Forschung ist die Basis für die Wertschöpfung von morgen und zugleich
Garant für eine hochwertige Gesundheitsversorgung. Das hat sich auch in
der Corona-Pandemie gezeigt. Damit aus unserer exzellenten Forschung und
vielen hervorragenden Ideen echte Innovationen werden, ist entscheidend,
dass die Forschungsergebnisse in der Praxis ankommen. Der
Forschungstransfer ist für uns immer zentral. Deshalb fördert das
Bundesforschungsministerium mit dem Programm VIP+ den Transfer von
Forschungsergebnissen in die wirtschaftliche Verwertung und
gesellschaftliche Anwendung. Die ausgezeichneten Projekte eint, dass ihre
Ergebnisse schnell und für viele Bürgerinnen und Bürger oder Unternehmen
nutzbar werden. Die drei Preisträger-Projekte sind mit ihren Innovationen
nicht nur echte Vorreiter auf ihren jeweiligen Gebieten, sondern haben das
Potenzial für eine bessere Gesundheitsversorgung oder nachhaltigere
Produkte“, erklärt Dr. h. c. Thomas Sattelberger, der zuständige
Parlamentarische Staatssekretär im BMBF.

Der Preis wird in einem Turnus von zwei Jahren an wissenschaftliche
Projekte verliehen, die Forschungsergebnisse vorbildlich in innovative
Anwendungen umgesetzt haben. Auf den Preis können sich dabei Projekte aus
allen Fachrichtungen und Wissenschaftsdisziplinen bewerben.

Zum Hintergrund

Das BMBF hatte das Förderprogramm „Validierung des technologischen und
gesellschaftlichen Innovationspotenzials wissenschaftlicher Forschung
(VIP+)“ im Jahr 2015 gestartet. Das Programm unterstützt
Wissenschaftler*innen dabei, exzellente technologische und nicht-
technologische Ergebnisse ihrer Forschung hinsichtlich einer späteren
Anwendung oder Verwertung zu überprüfen. Die Projekte testen ihre
Ergebnisse dahingehend, ob sie tatsächlich praxistauglich und umsetzbar
sind, beispielsweise in Anwendungsbereichen mit hohem wirtschaftlichen
oder gesellschaftlichen Nutzen. Damit trägt VIP+ auch dazu bei, die
Transferkultur in allen beteiligten Einrichtungen zu stärken. Seit dem
Start von VIP+ wurden 175 Projekte mit einem Fördervolumen von fast 200
Millionen Euro bewilligt. Im Zeitraum von fünf Jahren nach Ablauf ihrer
jeweiligen Förderungen durch VIP+ sind aus fast einem Drittel der
ehemaligen Projekte Unternehmensgründungen erfolgt oder Unternehmen
befinden sich in der Gründungsphase. In mehr als einem Fünftel der
abgeschlossenen Projekte werden auf Basis der Arbeiten im Programm VIP+
neue Patente eingereicht.

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Weltgesundheitstag: "Es gibt keinen Klimawandel. Es gibt eine Klimakatastrophe"

Die Klimaveränderungen bedeuten eine sich rasch wandelnde Gefahr für die Gesundheit von Millionen Menschen. Malteser International weist am Weltgesundheitstag auf den Tod von 13 Millionen Menschen hin, die nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation jedes Jahr an den Folgen von vermeidbaren Umweltursachen wie der Klimakrise sterben.

„Es gibt keinen Klimawandel. Es gibt eine Klimakatastrophe. Deshalb werden wir neben der Nothilfe, mit der wir Menschen vor dem Hungertod retten, neue Wege in unseren Projekten gehen. Dazu zählt es, den Klimaschutz, den Schutz der Umwelt und die menschliche Gesundheit gemeinsam zu denken“, sagt Roland Hansen, Leiter der Afrikaabteilung von Malteser International.

In Ländern wie zum Beispiel Kenia kämpfen die Menschen mit den Auswirkungen der Erderwärmung und leiden derzeit unter den Folgen einer Dürre, wie es sie seit rund 40 Jahren nicht mehr gab. Mehr als drei Millionen Menschen sind allein dort von der aktuellen Dürre betroffen - dabei haben sie selbst am wenigsten zu dieser Katastrophe beigetragen. Darum folgt Malteser International in immer mehr Projekten dem sogenannten „One Health Ansatz“: Gesundheit, Tiergesundheit und Umwelt werden als zusammenhängendes System verstanden.

Humanmedizin, Veterinärmedizin und Umweltschutz arbeiten zusammen

Dabei stehen insbesondere die gegenseitigen Abhängigkeiten der Gesundheit von Menschen, Tieren und Umwelt im Fokus, was Themen wie Klimaschutz, Naturschutz und die Verbesserung von Agrar- und Ernährungssystemen zu wichtigen Eckpfeilern des One Health-Ansatzes macht. Akteure aus der Humanmedizin, der Veterinärmedizin sowie aus dem Bereich Umwelt arbeiten dafür fachübergreifend zusammen.

„In den besonders gefährdeten Gebieten wie im Norden Kenias werden in Zukunft immer häufiger Dürren auftreten. Deshalb unterstützen wir die Menschen dabei, zum Beispiel ihre Viehwirtschaft neu zu strukturieren. Es ist wichtig, dass sie in ihren Herden widerstandfähigere Tiere halten und züchten, die weniger Wasser benötigen. Sie müssen sich grundsätzlich an die veränderten Gegebenheiten anpassen, denn sonst wird dieses Gebiet für sie in naher Zukunft unbewohnbar.“ sagt Hansen.

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