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Duisburg-Hochheide: Verkehrseinschränkungen auf der Rheinpreußenstraße

Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg führen ab Montag, 11. April,
Kanalbauarbeiten auf der Rheinpreußenstraße in Hochheide durch. Aus
diesem Grund wird der Verkehr im Bereich der Hausnummer 75 mit einer
Ampel geregelt. Fußgänger und Radfahrer sind nicht betroffen.

Die Arbeiten werden voraussichtlich am Freitag, 6. Mai, abgeschlossen.

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Prävention für Körper und Stimme

Interessierte erwarten beim 2. Gesundheitsdenkertag der SRH Hochschule für
Gesundheit am 27. April zahlreiche Tipps, um ihre Gesundheit zu schützen.

Ostern rückt näher und damit für viele auch der Urlaub: endlich
ausspannen. Doch was passiert, wenn man im Urlaub krank wird? Wie kann man
dem vorbeugen? Und was ist eigentlich Reisemedizin? Anlässlich des 2.
Gesundheitsdenkertages der SRH Hochschule für Gesundheit am 27. April 2022
wird Prof. Dr. Tom Ziegler, Studiengangsleiter im Bachelor-Studiengang
Physician Assistant am Campus Gera, einen Vortrag zum Thema „Fit für den
Urlaub – Reisemedizin aktuell“ halten.

Prävention spielt eine essenzielle Rolle, um physisch und mental
leistungsfähig zu sein und zu bleiben. Erholt sich der Körper und baut das
Stresslevel ab, ist die Gefahr groß krank zu werden. Dies kann vor oder
während des Urlaubes geschehen. Prof. Dr. Tom Ziegler wird Interessierten
daher im Rahmen der Veranstaltung praktische Tipps mitgeben, um dies zu
verhindern bzw. dem während des Urlaubes entgegenwirken zu können.

Doch auch im Berufsalltag ist eine gute Prävention entscheidend, um fit
für den Job zu bleiben. So liegt etwa bei Lehrer:innen die Prävalenz von
Stimmstörungen in vielen Studien bei über 50 Prozent. Insgesamt ist rund
ein Drittel der Menschen in sogenannten Sprechberufen beschäftigt und
damit einem höheren Risiko für Stimmprobleme ausgesetzt. Prof. Dr. Karl-
Heinz Stier, Studiengangsleiter im Bachelor-Studiengang Logopädie am
Campus Stuttgart, hat mit der Akzentmethode® eine Präventionsmethode für
Stimmstörungen genauer erforscht. Im Rahmen seines Vortrages
„Kommunikation als Schlüssel zum Miteinander – Wie meine Stimme fit
bleibt“ wird er diese effektive und evidenzbasierte Behandlungsform
vorstellen. Zentrale Aspekte der Methode sind Rhythmisierung,
Akzentuierung sowie die Koordination von Atmung, Phonation, Artikulation,
Körperbewegung und Sprache. Prof. Dr. Karl-Heinz Stier gibt dabei Tipps,
wie wichtige Bereiche einer physiologischen Stimmbildung im Unterricht und
im Alltag eingesetzt werden können, um präventiv Stimmstörungen
vorzubeugen.

Der 2. Gesundheitsdenkertag der SRH Hochschule für Gesundheit unter dem
Motto „Möglichkeiten aufzeigen – Chancen nutzen“ startet am 27. April 2022
um 15 Uhr mit einer Begrüßung und Vorstellung der Hochschule durch
Vizepräsident Prof. Dr. Björn Eichmann. Die genauen Vortragszeiten können
auf der Webseite der SRH Hochschule für Gesundheit nachgelesen werden. Die
Veranstaltung ist eingebettet in den Themenmonat „Gesund gedacht“, mit dem
das Themenjahr anlässlich des 15-jährigen Jubiläums der
Gesundheitshochschule der SRH fortgesetzt wird.

Interessierte können sich für die kostenfreie Online-Veranstaltung ab
sofort unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder über https://eveeno.com/607932927
anmelden.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
https://www.srh-gesundheitshochschule.de/unsere-hochschule/hochschulteam
/tom-ziegler/

https://www.srh-gesundheitshochschule.de/unsere-hochschule/hochschulteam
/karl-heinz-stier/

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Ersatz toxischer Chemikalien in der Herstellung von Reifen und Förderbändern

Die Qualität von Verbundsystemen aus Cord hochfester Fasern wie Polyester,
Aramid oder Polyamid und Matrixmaterialien aus Kautschuk wird maßgeblich
bestimmt durch die Haftfähigkeiten der Fasern an der Matrix. Im
etablierten Herstellungsprozess werden Haftvermittler aus Resorcin-
Formaldehyd-Latex (RFL) zur Verbesserung der Haftfähigkeiten verwendet.
Forscherinnen und Forscher an den DITF Denkendorf zeigen Wege, um das
gesundheitsschädliche Formaldehyd durch technisch gleichwertige, aber
gesundheitlich unbedenkliche Stoffe zu ersetzen.

In Autoreifen, Förderbändern und Keilriemen sowie in vielen Anwendungen
bei der Herstellung technischer Erzeugnisse werden Kautschukmaterialien
durch Cord verstärkt. Verwendet werden hochfeste Fasern aus Polyester,
Polyamid oder Aramid. Sie sorgen für die notwendige Festigkeit und
Steifigkeit des Gesamtverbunds und wirken äußeren Kräften entgegen.
Dadurch können Verformungen, Dehnung und Torsion des Materials klein
gehalten werden.

Diese Ansprüche an das Faserverbundmaterial können aber nur erfüllt
werden, wenn zwischen Fasern und Matrix (aus Kautschuk bzw. Gummi) eine
ausreichend hohe Haftfestigkeit besteht. Andernfalls ist mit einer
Delamination der Werkstoffverbunde zu rechnen, die in wechselnden Lagen
von Gewebe und Kautschuk aufgebaut sind. Materialversagen wäre die Folge.

Die Haftfestigkeit wird durch den Einsatz von Haftvermittlern erhöht.
Bewährt haben sich Chemikalien auf der Basis von Formaldehyd-Resorcin-
Latex (RFL). Sie werden als sogenannte Dips auf die Fasern aufgebracht und
sorgen dafür, dass sich deren Haftung an der Matrix aus Kautschuk deutlich
verbessert. RFL ist als Haftvermittler etabliert, hat aber einen
bedeutenden Nachteil: Formaldehyd ist seit 2014 von der EU als
nachweislich cancerogen und mutagen eingestuft. Die chemische Industrie
ist daher auf der dringenden Suche nach gesundheitlich unbedenklichen
Alternativen.

Die DITF Denkendorf haben sich des Problems angenommen und ein neues,
formaldehydfreies Beschichtungssystem entwickelt. Es basiert auf dem aus
Holz gewinnbaren Stoff Hydroxymethylfurfural (HMF). HMF bildet sich bei
der thermischen Zersetzung von Kohlenhydraten. Es kommt in vielen mit
Hitze behandelten Lebensmitteln wie Milch, Kaffee oder Fruchtsäften vor
und gilt nach derzeitigem wissenschaftlichem Kenntnisstand als
gesundheitlich unproblematisch.

Die an den DITF entwickelten HMF-Dips sind auch aus technischer Sicht
vielversprechend: Bei Garnen aus Polyamid 6.6 reicht eine einfache
Imprägnierung aus, um die gewünschte Haftverbesserung zu erzielen. Garne
aus Polyester oder Aramid bedürfen einer zusätzlichen vorhergehenden
Plasmabehandlung oder einer Sol-Gel-Ausrüstung, um die notwendige
Haftverbesserung zu erreichen. Das Aufbringen des HMF-Dips ist unter den
gleichen Bedingungen und mit derselben Technologie möglich, die auch für
die RFL-Dips verwendet wird. An dieser Stelle sind also keine zusätzlichen
Investitionen nötig, um den Haftvermittler in der Produktion
auszutauschen.

Die bereits aufgezeigten Vorteile sollen ausgebaut werden. Der Ersatz des
Resorcins in der Dip-Formulierung ist das nächste Forschungsziel. Denn
auch Resorcin hat eine humantoxische Wirkung. In Zusammenarbeit mit
Industriepartnern untersucht man derzeit, inwieweit Resorcin durch Lignin
ersetzbar ist. Das Besondere an dem verwendeten Lignin ist, dass es aus
einjährigen Pflanzen gewonnen wird. Damit ist es, im Gegensatz zum häufig
verwendeten Holzlignin, chemisch wesentlich aktiver und bietet mehr
Potential für die weitere Verarbeitung zu einem technisch vorteilhaften
Haftvermittler.

Beide Ansätze, Chemikalien in Haftvermittlern durch gesundheitlich
unbedenkliche Stoffe auszutauschen, tragen durchweg den Gedanken des
nachhaltigen Wirtschaftens: Die neuen Haftvermittler aus HMF und Lignin
basieren auf natürlichen Rohstoffen. Die Problemlösung innerhalb einer
anspruchsvollen, technischen Anwendung unter Einhaltung von
Nachhaltigkeitsaspekten spiegelt die Verpflichtungen der Forschung
gegenüber den gesellschaftlichen Vorgaben wider. Für die klein- und
mittelständische Industrie bieten die Forschungsergebnisse Grundlage für
Innovationen und damit einen echten Vorteil im internationalen Wettbewerb.

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Von Innereien und ihren äusseren Werten philosophiert Herbert Huber

Innereien im Überblick Großer Genuss – maximale Wertschätzung
Innereien im Überblick Großer Genuss – maximale Wertschätzung

Innereien. Eigentlich kein schöner Name für diese Delikatessen. Da wäre also alles was ausserhalb der Innereien liegt sogenannte «Äussereien». Der Kalbskopf zu Beispiel. Spass beiseite und zum Ernst der Sache.

Innereien, noch roh

Meine Generation hat noch gelernt vom Tier «Alles» zu essen. Erst mit dem Aufkommen des Wohlstandes unserer Gesellschaft wurden die Edelstücke eines Tieres bevorzugt. Und wenn ich junge Menschen höre, finden diese oft Kutteln, Leber, Nierli und Co. schlicht «gruusig». Nun aber wird mit dem Begriff «from nose to tail» vom Schnörrli zum Schwänzli also, der Konsument wieder animiert, schon aus ethischen Gründen wieder alles vom Tier zu essen. Und auch Gastgeber lassen sich von dieser kulinarischen Wiedergeburt begeistern. So zum Beispiel der Luzerner Helvetia Gastgeber, seit Jahrzehnten das Galliker in Luzern und auch im Wirtshaus Eichhof. Am 26. März wird im «Restaurant Baulüüt» im Campus Sursee ein Wine&Dine mit “Nose to tail” vom Wasserbüffelkalb zelebriert.

Genussvolle Innereien Schmausereien

Innereien – so gesund sind Leber, Niere & Co

Zweifelsohne gehöre ich zu den Geniessern von Innereien, ganz besonders, wenn es sich um die Leber handelt. Der Liebe zur Leber allerdings nicht gerade förderlich war der Lebertran des Fisches, den man uns Kindern löffelweise verabreichte. Angeblich der Gesundheit zuliebe. Nicht einmal das zur Belohnung für das tapfere Hinunterschlucken versprochene Täfeli Schokolade vermochte mich zu bekehren. Mit zunehmendem Alter und definitiv in der Kochlehre ging ich dann aber mit der Leber und sonstigen Innereien doch noch eine recht intensive Beziehung ein.

Innereien müssen mega frisch sein. Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass diese unmittelbar nach dem Schlachttag angeboten werden sollten. Die alte Regel, dass Innereien Anfang der Woche auf dem Menüplan stehen sollten, weil meistens am Montag oder Dienstag geschlachtet wird, gilt heute noch. Am besten den Metzger des Vertrauens danach fragen.

Innereien

Innereien müssen zudem absolut frisch verarbeitet werden, meine Zeitlimite ist innerhalb von vier Tagen. Vor dem Schneiden in Tranchen, Würfelchen oder feinblättrige Scheibchen empfehle ich, die Leber von den Häutchen zu befreien. Auf keinen Fall friere ich die Innereien ein. Das bekommt diesen nämlich gar nicht gut – vor allem die Leber wird dann beim Zubereiten breiig statt schön bissig. Sind Innereien gesund? Ja und nein. Leber zum Beispiel ist blutbildend (meine Schwiegermutter ass, als sie zu wenig Blut hatte «rohe» Leber. Der Genuss von Innereien kann aber auch des Eiweisses wegen zu Gicht Anfällen führen. Also massvoll geniessen.

Klassiker für Kalbsleber

Innereien auf dem Markt von Pere Garau hier eine Rindszunge

Hier einige Klassiker für  die Zubereitung von Kalbsleber: Fein geschnetzelt und kurz in heisser Butter angebraten (Farbe nehmen lassen), etwas ganz fein gehackte Zwiebel und Kräuter darunter, vor allem Salbei. Salzen generell immer nachher.

Kalbsleber Berliner Art: in Tranchen geschnitten, kurz sautiert und mit gebratenen Apfelscheiben serviert. Oder Fegato alla Veneziana: Ebenfalls in Tranchen geschnitten, kurz braten. Fein geschnittene, rote Zwiebeln in Butter dünsten, mit Rotwein, Fleischfond und wenig Balsamico ablöschen. Leicht einreduzieren und mit der Leber servieren. Übrigens: Kalbsleber darf immer noch etwas rosa sein.

Und hier mein Rezept (welches ich einem Koch im Elsass abkupferte) und mit welchem wir unsere Gäste begeistern: das Ragoût d’abats. Zutaten für vier Personen: 200 g leicht blanchierte, geschnetzelte Kalbsmilken (macht der Metzger). 200 g geschnetzelte, von Fett befreite Kalbsnierli. 300 g geschnetzelte Kalbs­leber. Eine ganz fein gehackte, mittelgrosse Zwiebel. Zwei mittelgrosse Salbeiblätter, fein geschnitten. 4 EL Erdnussöl. 60 g Butter. Salz und Pfeffer.

Eingeweide von Tieren.

Zubereitung: 2 EL Erdnussöl in einer Bratpfanne (Teflon) sehr gut erhitzen. Milken kurz anbraten und aus der Pfanne in ein Haarsieb geben – das Öl in die Teflonpfanne abtropfen lassen. Milken auf ein vorgewärmtes Plättli legen. Leberli und Nierli im restlichen Öl ebenfalls kurz anbraten. Alles zu den Milken geben. Teflonpfanne mit Haushaltspapier reinigen und wieder auf den Herd zurück. Butter nussbraun erhitzen. Milken, Leberli und Nierli dazu, kurz schwenken, salzen und pfeffern. Salbei beigeben und auf einer vorgewärmten Platte (oder auf Tellern) anrichten. Bon appetit!

Text www.herberthuber.ch

Fotos: www.pixelio.de

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Wie gesund sind Innereien?
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