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Gesundheits-, Sozial- und Pflegemanagement: AKAD University erweitert Angebot im Health-& Social-Bereich

Sinn erleben, Perspektiven geben: mit einem Bachelorstudium im Bereich Pflegemanagement an der AKAD University  shutterstock.com/Halfpoint  AKAD
Sinn erleben, Perspektiven geben: mit einem Bachelorstudium im Bereich Pflegemanagement an der AKAD University shutterstock.com/Halfpoint AKAD

Mit drei neuen Studiengängen baut die AKAD University ihr Angebot der
School of Health & Social stark aus. Ab sofort können Interessierte ein
Bachelorstudium in Sozialmanagement, Gesundheitsmanagement sowie
Pflegemanagement beginnen. Der Bedarf nach Fachkräften in diesen Gebieten
ist groß - und wird es bleiben.

Stuttgart, 9. März 2022 – Die vergangenen zwei Jahre dürften dem Letzten
deutlich gemacht haben, wie wichtig neben der persönlichen Gesundheit auch
ein zuverlässiger und leistungsfähiger Gesundheitssektor ist. Wie
bedeutsam qualifiziertes und engagiertes Personal.

Neben jenen, die ganz nah an den Patienten arbeiten, braucht es die, die
dafür sorgen, dass die Kliniken, Pflegeeinrichtungen, der Public-Health-
Sektor sowie der Soziale Bereich auf soliden Beinen stehen. Jene, die
diese Institutionen und Bereiche in die Zukunft tragen. Und die mit
Augenmaß Menschlichkeit, medizinische Perspektive und ökonomische Zwänge
in der richtigen Balance halten.

Es sind Experten gefragt, die auf Entwicklungen und Herausforderungen wie
der Digitalisierung der medizinischen Versorgung, dem steigenden
Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung, dem demografischen Wandel,
gesellschaftlicher Probleme und dem steigenden Effizienzdruck mit
innovativen und ganzheitlichen Konzepten antworten. Diese Experten bildet
die erste private Fernhochschule Deutschlands ab sofort aus.

„Die AKAD University bietet Interessierten mit dem deutlichen Ausbau ihres
Studienangebots im Bereich Gesundheit und Soziales die Möglichkeit, sich
für diese herausfordernde und spannende Aufgabe zu qualifizieren, den
Gesundheitssektor für jetzt und die Zukunft gut aufzustellen. Wir möchten,
dass unsere Studierenden die Gesellschaft besser machen können. Dazu
verknüpfen wir wirtschaftliches und Digital-Know-how mit Gesundheits- und
Sozialthemen und liefern mit unserem digitalen Studienmodell und den auf
die Herausforderungen der Branche zugeschnittenen Inhalten die
Kompetenzen, die jetzt und in Zukunft gefragt und für ein funktionierendes
Gesundheitswesen unabdingbar sind“, betont Prof. Dr. Ronny Alexander
Fürst, Geschäftsführer und Kanzler der AKAD University.

Sozialmanagement

Der Bachelorstudiengang Sozialmanagement richtet sich zum einen an die,
die im sozialen Bereich arbeiten oder arbeiten möchten und sich
Führungsverantwortung zutrauen: Sie sind nach dem Studium in der Lage,
soziale Einrichtungen wie Kitas oder Heime zu leiten oder im Krankenhaus-
und Pflegemanagement zu arbeiten. Aber auch Quereinsteiger mit
betriebswirtschaftlichem Basiswissen sind hiermit angesprochen. Wer
aufgrund persönlicher Veränderungen oder der hohen Nachfrage nach
ökonomischem Know-how aus dem Sozialbereich in diesen Sektor wechseln
möchte, erhält mit dem Studiengang Sozialmanagement die Chance, sich einen
sinnhaften Karriereweg in dieser wichtigen Branche zu ebnen. Gelehrt
werden sowohl Grundlagen des Managements als auch der Sozialen Arbeit –
etwa Ethik, Sozialrecht und Sozialpolitik. Vertiefungsmöglichkeiten
fokussieren beispielsweise auf Forschung, Leitung im Bereich Gesundheit,
Pflege und Soziales, Kinder-, Familien- und Jugendhilfe, Digitalisierung
und digitale Medien, Betriebliches Gesundheitsmanagement oder Soziale
Arbeit – neu Denken.

Pflegemanagement

Pflegemanager/innen gehören zu den begehrtesten Fachkräften im
Pflegebereich. Der Studiengang vermittelt betriebswirtschaftliches Know-
how – von Personal-, Projekt- und Geschäftsprozessmanagement - sowie
medizinische und humanwissenschaftliche Grundlagen über Themen wie Ethik
der Sozialen Arbeit, Recht in der Pflege bis hin zu Prävention und
Rehabilitation. Damit legt er den Grundstein für eine Management-Aufgabe
in stationären Einrichtungen wie Krankenhäusern und Altenheimen,
ambulanten Pflegediensten, in der angewandten Pflegewissenschaft, im
Gesundheitsamt oder in der Suchtberatung: etwa als Einrichtungsleitung,
Stations- oder Pflegedienstleitung sowie in der Beratung.

Gesundheitsmanagement

Gesundheitsmanagement ist ein Studiengang für alle, die wissenschaftliches
Know-how mit den Inhalten der Gesundheitsbranche verbinden möchten, die
einen ökonomischen Blick auf die Einrichtungen oder pflegerische Abläufe
werfen, diese optimieren, analysieren oder umstrukturieren wollen. Neben
der fachlichen Vertiefung in gesundheitswissenschaftliche Themen liegt der
Fokus des Studiengangs auf der Entwicklung von Management- und
Verwaltungsfähigkeiten, er ermittelt zudem ethische und psychosoziale
Kenntnisse und bereitet damit auf Fach- und Führungsaufgaben bei
Krankenversicherungen, Krankenkassen, Pflegezentren, Krankenhäusern,
Beratungs- und Pharmaunternehmen oder im betrieblichen
Gesundheitsmanagement sowie in Wellness-Einrichtungen vor. Beispielsweise
arbeiten Absolventen dieses Studiengangs als Gesundheitsmanager/in, in der
Kaufmännischen Leitung, als Analyst/in oder Referent/in.

Über die AKAD University

Die AKAD University gehört als erste private Fernhochschule Deutschlands
heute zu den größten Bildungsanbietern im Fernstudium und ist gleichzeitig
die größte private Hochschule in Baden-Württemberg. Als Bildungsträger
bietet sie mehr als 80 berufsbegleitende Fernstudiengänge mit den
Abschlüssen Bachelor, Master, MBA und Hochschulzertifikat in den Bereichen
Wirtschaft & Management, Technik & Informatik, Kommunikation & Kultur
sowie Gesundheit & Soziales. Die AKAD University hat das führende
Studienangebot für die Vermittlung digitaler Kompetenzen und bietet seit
Oktober 2019 darüber hinaus ein duales Studium mit Fokus auf digitale
Fächer an. Die AKAD University sowie alle Studienangebote sind
akkreditiert durch den Wissenschaftsrat, mit dem Siegel der in Deutschland
zuständigen Stiftung Akkreditierungsrat sowie mit der Zulassung durch die
ZFU (Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht). Das digitale AKAD-
Fernstudienmodell ist speziell auf berufstätige Erwachsene ausgerichtet.
Bei AKAD, dem Pionier im digitalen Fernstudium, kommen Berufstätige
flexibel, individuell und effizient zum Abschluss – der Studienbeginn ist
jederzeit möglich. Mit über 60 Jahren Erfahrung und über 66.000
erfolgreichen Absolventen ist die AKAD University der ausgewiesene
Spezialist für das nebenberufliche digitale Fernstudium.

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Drucksensor aus Silizium-Carbid misst bei 600° C und könnte das Fliegen umweltverträglicher machen

Ein spezieller Ätzprozess ermöglicht Sensoren für Einsatztemperaturen bis 600° C.  Fraunhofer IZM
Ein spezieller Ätzprozess ermöglicht Sensoren für Einsatztemperaturen bis 600° C. Fraunhofer IZM

Er misst dort, wo es richtig heiß wird: Während übliche Sensoren bei einer
Umgebungstemperatur von 300° C den elektronischen Geist aufgeben,
entwickeln Forschende des Fraunhofer IZM einen zuverlässigen Sensor, der
auch bei doppelt so hohen Temperaturen sicher arbeitet. Mittels präziser
Ätzvorgänge machten sie Silizium-Carbid für den Aufbau eines robusten
Sensors nutzbar. Durch die Druckmessungen in extrem rauen Umgebungen
könnten beispielsweise Verbrennungsprozesse in Flugzeugturbinen
kontrolliert und damit der Kerosinverbrauch reduziert werden.

Der Traum vom Fliegen begleitet die Menschheit schon Jahrtausende lang:
Vom griechischen Ikarus-Mythos bis hin zu den Überlegungen Da Vincis wurde
die Phantasie schrittweise mit technischem Wissen angereichert. Seit der
Entwicklung der Turbinen-Stahltriebwerke Mitte des 20. Jahrhunderts sind
Objekte mit hoher Leistung und Schubkraft in der Luft. Die Funktionsweise:
Mittels einer Gasturbine und der Rückstoßwirkung des Luft- sowie
Abgasstroms wird hohe Schubkraft erzeugt und der Flugkörper angetrieben.
Was von außen nicht sichtbar ist: Durch die starke Kompression der
angesogenen Luft herrscht in der Flugzeugturbine enormer Druck und die
Temperaturen steigen schon beim Eintritt in die Brennkammer auf bis zu
600° C. Bei Raumfahrtapplikationen ist die Umgebung noch rauer. Um
Sicherheit in der Luft- und Raumfahrt zu gewährleisten und die
Verhältnisse während der Nutzung kontrollieren zu können, werden Sensoren
eingesetzt. Diese müssen jedoch speziellen Anforderungen entsprechen:
Zusätzlich zur Genauigkeit und Sensibilität müssen sie zuverlässig sein
und den extrem korrosiven Umgebungsbedingungen standhalten.

Forschende des Fraunhofer IZM im Norden Berlins haben es sich zur Aufgabe
gemacht, einen Hochtemperatur-Sensor zu entwickeln und aufzubauen, der
diesen Anforderungen entspricht: Dafür nutzen sie Silizium-Carbid (SiC).
Das Material stellt für den Aufbau von Drucksensoren vor allem
hinsichtlich der Robustheit einen technologischen Durchbruch dar. Die
Nutzung klassischer Silizium-Sensoren ist für Anwendungen dieser Art
unvorstellbar, denn diese geraten schon bei 150° C an ihre
Belastungsgrenze. Sensoren, die auf der sogenannten SOI-Technologie
(Silicon on Insulator) basieren, schneiden besser ab, jedoch beginnt auch
hier bei Temperaturen über 400° C in Kombination mit mechanischer
Belastung eine plastische Deformation, was die Messgenauigkeit ungünstig
beeinflusst.

Die neue Generation der Hochtemperatur-Sensoren auf SiC aufzubauen, bietet
klare Vorteile: Das Material ist extrem robust, thermisch stabil und
reagiert kaum auf chemische Einflüsse. Zudem erlaubt die hohe Bandbreite
des Materials eine Nutzung bei Temperaturen bis zu 600° C. Bei diesen
mechanischen und chemischen Voraussetzungen, wurde es schon vor Jahren als
mögliches „Wundermaterial“ in der Mikroelektronik erkannt. Die bis dahin
bestehende Herausforderung lag besonders in der Bearbeitung des Materials:
„Silizium-Carbid ist Fluch und Segen zugleich: Die einzigartige Festigkeit
und Beständigkeit des Materials sind vielversprechend für elektronische
Komponenten. Genau diese Eigenschaften machen es aber auch extrem
schwierig, das SiC zu bearbeiten.“, so Wissenschaftler Piotr Mackowiak vom
Fraunhofer IZM.

Hierfür hat die Forschungsgruppe um Mackowiak nun Lösungsansätze gefunden.
Ihre Herausforderung bestand darin, in einem Halbleiterprozess einen
winzigen stabilen Grundkörper auf einer dünnen Membran aufzubauen. Dafür
verwendeten sie einen zweifachen, äußerst schnellen Ätzprozess. Dieser
ätzt das Siliziumcarbid mit einer Geschwindigkeit von 4 Mikrometern pro
Minute auf, was dem 8-fachen der gängigen Raten entspricht und damit für
hochvolumige Fertigungsdurchsätze interessant ist. Das Endprodukt der
Fertigung zeichnet sich zudem durch eine außergewöhnliche Geometrie aus,
die zur Temperaturbeständigkeit beiträgt und ermöglicht, dass keine
externe Kühlung des Sensors notwendig ist.

„Ziel war es, den Aufbau einerseits nur auf das Notwendigste zu
beschränken, so dass die Temperaturbeständigkeit sichergestellt wird,
andererseits das Material stellenweise so abzudünnen, dass es biegbar
wird, um Piezomessungen zu ermöglichen – beides ist uns mit dem
Tiefenätzen gelungen“, so Mackowiak. Bereits existierende Sensoren in
diesem Bereich arbeiten nach dem piezoelektrischen Messprinzip. Dies hat
den Nachteil, dass nur dynamische und keine statischen Drücke erfasst
werden können. Auch können die existierenden Sensoren sehr hohe
Temperaturen nicht dauerhaft aushalten. „Unsere Sensoren arbeiten
piezoresisitiv. Dies erlaubt das Messen von dynamischem und statischem
Druck. Unsere Sensoren können dauerhaft und bei noch höheren Temperaturen
betrieben werden.“ Zukünftige Projektpartner können nun den Sensor und das
Package erwerben oder sich an der Weiterentwicklung des Sensors mit
veränderten Parametern beteiligen.

Zuverlässige Hochtemperaturmessungen bis zu 600° C könnten zu mehr
Umweltverträglichkeit in der Luftfahrt beitragen. Auf der Basis der
Messungen der thermoakustischen Druckschwingungen und Prozessparameter in
der Turbine wird eine deutlich höhere Prozesskontrolle erzielt: Das
Verhältnis des Luft-Brennstoff-Gemischs könnte angepasst und die
Verbrennung optimiert werden. Dies würde zu einer Reduktion des
Kerosinverbrauchs führen.
Durch kleine Änderungen des Designs können die Messgrößen variiert werden,
wodurch der Sensor nicht nur für die Luft- und Raumfahrt, sondern
perspektivisch auch im Bereich der E-Mobilität oder für Messungen bei
Tiefenbohrungen einsetzbar wird.

(Text: Olga Putsykina)

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Umknicken im Sport: Wenn die Bänder über dem Sprunggelenk reißen / GOTS Sportmedizin

Häufig passiert es in Sportarten mit schnellen Richtungswechseln: Fußball,
Handball, Tennis zum Beispiel. Einmal den Fuß nach außen weggedreht,
umgeknickt und schon ist es passiert - die Bandstruktur über dem oberen
Sprunggelenk hält den Zug nicht aus und reißt. Entweder teilweise oder
ganz. Warum eine Syndesmosen-Verletzung manchmal eine Horror-Diagnose ist
und wie sie behandelt wird, darüber berichtet Priv.-Doz. Dr. med. Raymond
Best, Facharzt für Orthopädie, Chirurgie, Unfallchirurgie, Notfallmedizin,
Sportmedizin (Sportklinik Stuttgart) auf dem 37. GOTS Kongress in Berlin.

Die Syndesmose ist die Verbindung zwischen Waden und Schienbein durch eine
straffe Bandstruktur, die insgesamt aus fünf Bändern besteht. Die
einzelnen Strukturen sind bindegewebsartig und haben unterschiedlichen
Bruchlasten und Steifigkeiten. Nur wenn alle fünf Bänder bei einer
Verletzung reißen, redet man genau genommen von einem kompletten
Syndesmosen-Riss, der in diesem Fall dann auch meist auch mit
Knochenbrüchen einhergeht. „Bei einem Teilriss, bei dem nur das vordere
oder mittlere Band betroffen sind, wird für die Diagnose aber oft der
gleiche Terminus verwendet.“ Das ist ein wenig irreführend, und mündet
nicht selten unberechtigt in der Bezeichnung „Horrordiagnose“, so PD Dr.
Best.

Meist sind Sportler zwischen 12 und 40 Jahren betroffen. Außer in den
Sportarten mit schnellen Richtungswechseln können Syndesmosen oft auch
beim Klettern, Wandern oder Skifahren vorkommen, wenn entsprechend hohe
Kräfte am Werk sind.

Während Ultraschall, -Röntgen und MRT-Untersuchungen recht schnell einen
kleinen Teilriss oder Komplett-Riss offenbaren, ist es bei einem Teilriss
von mehr als einem der 5 Bänder nicht immer gleich eindeutig. Sind nur 2
bis 3 Bänder betroffen, kann man die Folgen für die Stabilität der
„Sprunggelenksgabel“ oft nicht zweifelsfrei nur anhand von Bildern
belegen. In diesem Fall hilft eine Spiegelung des Sprunggelenkes
(Arthroskopie) weiter. Während dieser Sitzung testet der Operateur die
Stabilität der Bänder z.B.  durch leichtes „Gegendrücken“ des Wadenbeines
mit einem kleinen Stab.

Bei der operativen Versorgung wird das Wadenbein in seine Führung am
Scheinbein „gestellt“ und per Schrauben oder Fadensystemen eine
stabilisierende Verbindung geschaffen, die eine Heilung der syndesmosalen
Bandverbindungen sicherstellen soll.

Die Ausfallzeit wird in der Regel mit mindestens 8-12 Wochen angegeben.
4-6 Wochen müssen Betroffene nach OP bis zum Abschluss der reparativen
Phase teilentlasten, anschließend bis zu drei Monate langsam wieder
aufbelasten. Auch eine Teilverletzung, die konservativ behandelt wird,
muss entsprechend gut ausheilen und braucht Zeit.

Best: „Das Schlimmste, was passiert, wenn es nicht richtig ausheilt, ist,
dass die Syndesmose nicht stabil genug wird, was wiederum zu
belastungsabhängigen Schmerzen führen kann.“

Sportler und Nichtsportler unterliegen dabei den gleichen Naturgesetzen,
auch bei Sportlern heilt eine Syndesmosenverletzung nicht schneller und
erfordert daher eine entsprechend konsequente Belastungspause.

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Michaela Michel-Schuldt, Ph.D., übernimmt Professur für Hebammenwissenschaft an der HWG LU

Das Fachgebiet Hebammenwissenschaft an der Hochschule Ludwigshafen hat
seit März 2022 sach- und fachkundige Unterstützung: Michaela Michel-
Schuldt, Ph.D., Master of Science Midwifery und Hebamme, wurde auf die
Professur Hebammenwissenschaft berufen.

Mit Michel-Schuldt hat die Hochschule eine Professorin mit großer
internationaler Expertise gewinnen können. U.a. hatte Michel-Schuldt als
internationale Hebamme beim Hilfsdienst Malteser International in Thailand
die Leitung der Mutter-Kind-Gesundheitskomponente in zwei
Flüchtlingslagern inne und übernahm Lehr- und Beratertätigkeiten für
UNICEF, WHO und die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit.

Das Fachgebiet Hebammenwissenschaft an der Hochschule für Wirtschaft und
Gesellschaft Ludwigshafen (HWG LU) hat seit März 2022 sach- und
fachkundige Unterstützung: Michaela Michel-Schuldt, Ph.D., Master of
Science Midwifery und Hebamme, wurde auf die Professur
Hebammenwissenschaft am Fachbereich Sozial- und Gesundheitswesen berufen.
Zuvor war Michaela Michel-Schuldt mit der Vertretung der entsprechenden
Professur beauftragt. „Mit Michaela Michel-Schuldt haben wir eine Kollegin
mit großer internationaler Expertise sowie viel praktischer Erfahrung für
die Hochschule gewinnen können. Sie wird unsere noch junge Disziplin
weiter voranbringen“, freut sich Studiengangleiterin Prof. Nina Knape,
Ph.D.

Prof. Michaela Michel-Schuldt, Ph.D., Jahrgang 1977, studierte zunächst
Ethnologie, Philosophie und Pädagogik bevor sie 2003 erfolgreich ihre
Ausbildung zur Hebamme an der Hebammenschule der Justus-Liebig-Universität
Gießen abschloss. Im Anschluss arbeitete Michel-Schuldt zunächst als
Beleghebamme am Heilig-Geist-Hospital in Bingen, dann als internationale
Hebamme beim Hilfsdienst Malteser International. Dort hatte sie in
Thailand die Leitung der Mutter-Kind-Gesundheitskomponente in zwei
Flüchtlingslagern inne, managte in Myanmar die Programmkomponente
mütterliche und reproduktive Gesundheit in der Grenzregion zu Bangladesch
und leistete Nothilfe nach einem Wirbelsturm im Süd-Westen von Myanmar. Es
folgten ein Bachelorstudium in Midwifery an der Glasgow Caledonian
University, Schottland, und ein European Master of Science-Abschluss an
der Medizinischen Hochschule Hannover (2012). Nach Forschungsaufenthalten
in Südafrika, Neuseeland und Australien sowie einem Lehrauftrag an der
Katholischen Hochschule Mainz war Michel-Schuldt von 2012 bis 2016 im
United Nations Population Fund (UNFPA) tätig, u.a. als Beraterin für die
Hebammenausbildung in Bangladesch, als Technical Officer Midwifery in der
Technical Devision in Genf, Schweiz, oder als Beraterin für den
kambodschanischen Hebammenverband im Länderbüro Phnom Penh, Kambodscha.
Nach weiteren Lehr- und Beratertätigkeiten, u.a. für UNICEF, WHO und die
Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit erlangte Michaela Michel-
Schuldt 2021 dann den Doctor of Philosophy (Ph.D.) der University of
Technology, Australien, und der University of Dundee, Schottland mit einer
Arbeit über „Hebammengeleitete Betreuung in Ländern mit niedrigen und
mittleren Einkommen.“ Seit September 2021 lehrt und forscht die Mainzerin
an der Hochschule in Ludwigshafen im Bereich Hebammenwissenschaft.

Professorin Michaela Michel-Schuldt ist schwerpunktmäßig im dualen
Bachelorstudiengang Hebammenwissenschaft tätig, ist zugleich aber auch in
den Masterstudiengang Innovative Versorgungspraxis in der Pflege und im
Hebammenwesen eingebunden. Dabei liegen ihre Lehr- und
Forschungsschwerpunkte im Bereich Betreuungs- und Versorgungsforschung
sowie Professionalisierung des Hebammenwesens. Zudem engagiert sie sich
weiterhin in Forschungs- und Entwicklungsprojekten auf internationaler
Ebene, insbesondere in Bezug auf die Erbringung von Gesundheitsdiensten,
die reproduktive Versorgung, die Betreuung von Müttern und Neugeborenen,
die Entwicklung der Fachkräfte im Gesundheitswesen und die Ausbildung von
Hebammen.

Zum Dualen Bachelorstudiengang Hebammenwissenschaft:

Der duale Bachelorstudiengang Hebammenwissenschaft ist ein
primärqualifizierender Studiengang und richtet sich an alle
Studieninteressierte, die den Beruf der Hebamme erlernen wollen.
Voraussetzung ist eine Hochschulzugangsberechtigung (Abitur,
Fachhochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannt Vorbildung) oder
eine erfolgreiche abgeschlossene Berufsausbildung in der Gesundheits- und
Krankenpflege. Die theoretischen Studienphasen finden an der Hochschule
statt und werden durch praktische Lerneinheiten in modern eingerichteten
Skills- und Simulationsräumen ergänzt. Die praktischen Studienphasen
finden im Wechsel mit den theoretischen Studienphasen bei den klinischen
und außerklinischen Kooperationspartnern statt: Dazu gehören
Praxiseinsätze im Kreißsaal, der Schwangerenambulanz, auf der
Wochenbettstation sowie in der Kinderklinik sowie außerklinische Einsätze
bei freiberuflich tätigen Hebammen, in Geburtshäusern oder Hebammenpraxen.
Während des gesamten Studiums erhalten die Studierenden eine Vergütung.

Das siebensemestrige Studium ersetzt durch die Änderung des
Hebammengesetzes 2019 im Zuge der Akademisierung der Gesundheitsberufe
künftig die Ausbildung an Hebammenschulen: Diese dürfen letztmalig 2022
mit einem Hebammenausbildungskurs starten. Ab 2023 kann man den Beruf der
Hebamme nur noch an Hochschulen und Universitäten erlernen. Der
Studiengang Hebammenwissenschaft schließt mit dem akademischen Grad
Bachelor of Science und einer staatlichen Zulassung zur Hebamme ab.

Eine Bewerbung zum Wintersemester 2022/2023 ist ab 1. Mai 2022 möglich.
Die nächste Online-Infoveranstaltung für Studieninteressierte findet am
13. April von 16.00 bis 18.00 Uhr statt.

Nähere Informationen zum Studiengang unter:
www.hwg-lu.de/studium/bachelor/hebammenwissenschaft-dual

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