Zum Hauptinhalt springen

Frauen auf der Werft

DSM-Mitarbeiterin Deike Reddig.  Annica Müllenberg
DSM-Mitarbeiterin Deike Reddig. Annica Müllenberg

Frauen im Schiffbau des 20. Jahrhundert gab es – nur sichtbar waren sie
nicht. Deike Reddig, studentische Mitarbeiterin am Deutschen
Schifffahrtsmuseum (DSM) / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte in
Bremerhaven, fragt nach den Gründen. Kurz nach dem Frauentag am 8. März
setzt sie den Schlusspunkt unter ihre Masterarbeit.

Deike Reddig fiebert dem 14. März entgegen, dann gibt sie ihre
Masterarbeit mit dem Titel „Frauen auf der Werft: Arbeiterinnen im
Schiffbau des 20. Jahrhunderts und die Betrachtung ihrer musealen
Darstellung“ an der Universität Bremen ab. Eher Zufall ist die zeitliche
Nähe des Abgabetermins zum 8. März, dem Internationalen Frauentag.

Zufällig kam die 33-Jährige auch auf das Thema „Frauen auf der Werft“. Als
sie 2019 als Praktikantin im DSM startete, machte ein Kollege die
Geschichtsstudentin darauf aufmerksam, sie fand schnell Gefallen daran.
Als die Bremerhavenerin ihren Schwiegervater, einen ehemaligen
Schiffbauer, nach weiblichen Kolleginnen fragte, antwortete dieser:
„Frauen, ja, die gab es dort.“ Reddigs Recherchen ergaben zunächst wenig.
Es tat sich sozusagen eine Forschungslücke vor ihr auf. „Die
Unsichtbarkeit der Frauen auf den Werften hat mich schon erstaunt und
neugierig gemacht. Bis auf einige Aufsätze der Bremer Historikerin Prof.
Dr. Renate Meyer-Braun fand ich kaum weitere wissenschaftliche Arbeiten,
die sich mit dem Thema beschäftigten.“

Für das Thema sensibilisiert, besuchte sie verschiedene Museen mit Fokus
Hafen, Schifffahrt und Schiffbau und stellte fest: Frauen finden kaum
Erwähnung. „Dabei machten sie ein bis zwei Prozent der Belegschaft aus.
Sie arbeiteten als Schweißerinnen, Brennschneiderinnen oder
Kranfahrerinnen“, weiß Reddig und bezieht sich dabei auf Unterlagen der
Werften Bremer Vulkan und der AG Weser.

Der Schiffbau scheint eine Männerdomäne zu sein, obwohl Frauen dort tätig
waren. In ihrer Masterarbeit fragt Reddig nach den Gründen. Kein leichtes
Unterfangen, denn die Quellenlage ist dünn. Die Interviews, die die
Historikerin Renate Meyer-Braun mit Frauen auf der Werft geführt hatte,
waren ein Goldschatz, aus dem die DSM-Mitarbeiterin schöpfte. Vor allem
die Schilderungen einer Brennschneiderin über ihren ersten Arbeitstag
blieben Reddig im Gedächtnis: Sie betrat eine laute, große und
unübersichtliche Halle und sollte eine Platte beschriften. Ihr Kollege
wollte genau zusehen, wie eine Frau „so arbeitet“. Erster Gedanke nach dem
Feierabend: „Da gehe ich nie wieder hin“. Sie blieb dennoch 26 Jahre. Der
gute Verdienst und die Möglichkeit der Nachtarbeit könnten Gründe gewesen
sein. „Die Frauen kamen ungelernt in die Werft und machten einen Lehrgang
mit ihren männlichen Kollegen. Der sehr gute Lohn war ausschlaggebend für
viele Frauen, sich auf die schwere körperliche Arbeit einzulassen. Sie
wollten keine großen Heldinnen sein“, so Reddig.

Nach der Masterarbeit träumt Reddig davon, ihr Wissen konkret anzuwenden:
„Ich spreche mich für mehr Diversität in der Museumsgestaltung aus.“
Stellschrauben dafür gäbe es viele. So könnte man mehr Exponate zeigen, zu
denen Männer und Frauen Bezug haben. „In der Sammlung des
Schifffahrtsmuseums finden sich durchaus Fotos von Werftarbeiterinnen. In
einer Ausstellung über den Schiffbau könnten diese Motive zeigen, dass
auch Frauen in diesem Bereich arbeiten und gearbeitet haben.“

  • Aufrufe: 18

Dual studieren mit Perspektive im Unternehmen

Banner für das duale Studium der BTU mit Kontaktdaten.  © BTU Cottbus - Senftenberg, Duales Studium
Banner für das duale Studium der BTU mit Kontaktdaten. © BTU Cottbus - Senftenberg, Duales Studium

Wer zum Wintersemester 2022/23 ein duales Studium an der BTU Cottbus-
Senftenberg aufnehmen möchte, kann sich bereits jetzt dafür bewerben.
Alles Wichtige erfahren Interessierte am Sonnabend, 12. März, von 10 bis
11:30 Uhr im Rahmen einer digitalen Infoveranstaltung zu dieser
Studienform.

An der BTU ist es möglich, in Kooperation mit über 180 regionalen und
überregionalen Unternehmen dual zu studieren. Aktuell stehen in den
Studiengängen Bauingenieurwesen, Betriebswirtschaftslehre, Elektrotechnik,
Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen insgesamt 82 freie duale
Studienplätze zur Verfügung. Weitere Angebote sind in Vorbereitung.

Die Verzahnung von Theorie und Praxis, eine Vergütung während der gesamten
Studiendauer durch das Unternehmen und ein nahezu reibungsloser Übergang
in den Beruf sind nur einige Vorteile des dualen Studiums für die
Studierenden.

Programm Digitale Infoveranstaltung - Duale Studienangebote an der BTU
Cottbus-Senftenberg und Zugang auf der Webseite des dualen Studiums unter
https://www.b-tu.de/duales-studium/fuer-
studieninteressierte/veranstaltungen/infotag.

Wie funktioniert ein duales Studium? Wie finde ich meinen dualen
Studienplatz und den passenden Praxispartner? Diese und viele weitere
Fragen werden beantwortet. Die Veranstaltung bietet umfassende
Informationen zu Organisation, Ablauf, Bewerbungsmodalitäten und
Kooperationspartner*innen des dualen Studiums. Digital vorgestellt werden
die dualen Studienangebote in den Ingenieurwissenschaften und der
Betriebswirtschaftslehre der BTU. Außerdem gibt es Gelegenheit, mit dual
Studierenden und Absolvent’innen ins Gespräch zu kommen.

Unternehmen können mit einem dualen Studium angehende akademische
Fachkräfte gewinnen und diese passgenau auf die Unternehmensbedarfe hin
entwickeln.
Prof. Dr. Peer Schmidt, Vizepräsident für Studium und Lehre der BTU
Cottbus-Senftenberg, betont: „Bei größeren Unternehmen liegt der Fokus
oftmals auf der studiengangsbezogenen Qualifikation der Studierenden in
unternehmensspezifische Themen. Kleineren Unternehmen eröffnet sich neben
der fachbezogenen Ausbildung die Möglichkeit, eine gezielte
Stellennachbesetzung oder auch langfristig eine Unternehmensnachfolge zu
planen. Die Unternehmen geben darüber hinaus die Rückmeldung, dass sie die
frühzeitige Integration der dual Studierenden ins zukünftige Arbeitsumfeld
und -team schätzen.“

Annabel Knabe studiert in Kooperation mit der Erdgas Mittelsachsen GmbH
dual Wirtschaftsingenieurwesen mit der Vertiefung Energiewirtschaft und
Energielogistik. „Für meine Theoriephasen in der Uni helfen mir meine
betrieblichen Phasen im Unternehmen sehr“, berichtet sie. Denn oftmals
fällt mir die Theorie leichter, wenn ich zuvor bereits die Praxis
kennengelernt habe.“

Leon Schüler absolviert  sein duales Maschinenbaustudium  an der BTU und
der  VWP Maschinenbau- und Service GmbH in Massen bei Finsterwalde. „Das
Studieren fällt mir relativ leicht, weil man schon durch die Ausbildung
einige Vorkenntnisse hat, die im Studium vertieft beziehungsweise
ausgebaut werden“, erklärt er. „Den Wechsel zwischen Theorie und Praxis
finde ich sehr gut, weil man im Unternehmen das gewonnene Wissen anwenden
kann.“

Hintergrund:
Das duale Studium der BTU Cottbus-Senftenberg beinhaltet zwei Modelle. Im
ausbildungsintegrierenden Modell ist eine Berufsausbildung mit dem Studium
verknüpft, und die dual Studierenden erhalten zwei vollwertige Abschlüsse
– den Berufsabschluss und den akademischen Abschluss der Universität. Im
praxisintegrierenden Modell sind in den vorlesungsfreien Zeiten des
Studienablaufes Praxisphasen integriert, die gemeinsam mit den dual
Studierenden, den Verantwortlichen in den Unternehmen und den Lehrenden an
der Universität abgestimmt werden. Für ein duales Studium Studienangebote
in den Ingenieurwissenschaften und der Betriebswirtschaftslehre der BTU
Cottbus-Senftenberg bewerben sich Interessierte direkt bei den
Unternehmen.
Daneben hält die Universität mit ihren Studiengängen Pflegewissenschaft
und Therapiewissenschaften am Institut für Gesundheit weitere duale
Studienangebote vor.

Weitere Informationen
https://www.b-tu.de/wirtschaft/duales-studium
https://www.b-tu.de/institut-gesundheit/studium

  • Aufrufe: 12

Herausragende Energielösungen für eine nachhaltige Energieversorgung - jetzt bewerben!

Bayerischer Energiepreis 2020 - Gruppenbild der Preisträger mit Staatsminister Hubert Aiwanger  Bayern Innovativ/Astrid Schmidhuber
Bayerischer Energiepreis 2020 - Gruppenbild der Preisträger mit Staatsminister Hubert Aiwanger Bayern Innovativ/Astrid Schmidhuber

Auszeichnung innovativer Energieprojekte mit dem Bayerischen Energiepreis
2022

Alle Informationen unter www.bayerischer-energiepreis.de

•       Der Freistaat Bayern prämiert bereits seit 1999 vorbildhaft
umgesetzte Energieprojekte
•       Bewerben können sich Unternehmen, Hochschulen bzw.
Forschungseinrichtungen,
Ingenieurbüros und Kommunen
•       Gewinner können sich über hohe Aufmerksamkeit in der
Öffentlichkeit freuen - und über
bares Geld
•       Der Bewerbungsschluss endet am 1. April 2022

Die Energiewende lebt vom Ideenreichtum und den innovativen Projekten
vieler Engagierter. Mit dem renommierten „Bayerischen Energiepreis“ werden
vorbildhafte Projekte prämiert, die den Weg in eine klimafreundliche
Erzeugung und Nutzung von Energie aufzeigen. Insgesamt wird ein Preisgeld
in Höhe von 30.000 Euro vergeben, davon erhält der Hauptpreisträger 10.000
Euro.

Bewerben können sich Unternehmen, Ingenieurbüros, Städte, Kommunen,
Landkreise sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die ein
innovatives Energieprojekt umgesetzt oder eine wegweisende Technologie
entwickelt haben. Insbesondere Energielösungen aus den Bereichen
Sektorenkopplung und Digitalisierung und unter Berücksichtigung der
Energiesystemdienlichkeit sollen bei dem Wettbewerb Beachtung finden.

Die Auszeichnungen werden als Hauptpreis und in fünf Kategorien vergeben,
von der Energieerzeugung, Energieverteilung und -speicherung über die
Sektorenkopplung bis hin zu Energieeffizienz- und Gebäudelösungen.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung ist, dass die eingereichten
Projekte einen bayerischen Bezug haben und bereits erfolgreich umgesetzt
wurden. Bewerbungen können noch bis zum 1. April 2022 online eingereicht
werden.

Alle Informationen zur Ausschreibung finden Sie unter www.bayerischer-
energiepreis.de. Ein eigener Youtube-Kanal gibt Inspirationen zu bereits
ausgezeichneten Projekten, Produkten, Konzepten und Verfahren.

Die festliche Verleihung des Bayerischen Energiepreises findet am 19.
Oktober 2022 im Festsaal des Bayerischen Wirtschaftsministeriums in
München statt.

Die Bayern Innovativ GmbH als Wissensmanager und Netzwerkträger mit
zahlreichen Kontakten in Wirtschaft und Wissenschaft konzipiert und
organisiert den Bayerischen Energiepreis seit 1999 im Auftrag des
Bayerischen Wirtschaftsministeriums.

Über Bayern Innovativ
Bayern Innovativ ist Wissensmanager, Impulsgeber und Beschleuniger von
Innovationen. Als neutrale Einrichtung des Freistaats Bayern bündelt
Bayern Innovativ relevantes Expertenwissen, damit insbesondere kleine und
mittelständische Unternehmen Innovationen erfolgreich umsetzen können.
Das von Bayern Innovativ aufgebaute ThinkNet Bayern verknüpft Experten und
Expertenwissen mit modernen Methoden des Innovationsmanagements. Das
ThinkNet Bayern verbindet Wirtschaftsunternehmen mit Forschungsinstituten
und Hochschulen, relevanten Akteuren der bayerischen Forschungs-,
Technologie- und Innovationspolitik, bayerischen Clustern und Netzwerken
und vielen weiteren wichtigen Institutionen des Freistaats Bayern.
Bayern Innovativ macht aus bayerischen Firmen die Technologiegewinner von
morgen und stärkt den Wirtschaftsstandort Bayern nachhaltig. Vision ist
ein Bayern, in dem jede tragfähige Idee zur Innovation wird.
www.bayern-innovativ.de

  • Aufrufe: 12

Am Puls der Zeit bei den Stromautobahnen – Kooperation von NKT und Hochschule Koblenz

Von links: Prof. Dr. Johannes Stolz und Tim Evers, Elektrotechnik-Student und studentische Hilfskraft  Christiane Gandner  Hochschule Koblenz
Von links: Prof. Dr. Johannes Stolz und Tim Evers, Elektrotechnik-Student und studentische Hilfskraft Christiane Gandner Hochschule Koblenz

Um die elektrische Leistung der Windfarmen in Nord- und Ostsee in die
Industriezentren nach Süddeutschland transportieren zu können, werden die
Stromautobahnen Südlink und Süd-Ost-Link teilweise bereits realisiert. Da
aber die neuen Erdkabel nicht nur installiert, sondern auch irgendwann
einmal gewartet beziehungsweise im Falle eines Fehlers repariert werden
müssen, haben das Unternehmen Nordiske Kabel og Traadfabriker (NKT) und
die Hochschule Koblenz nun eine Kooperation vereinbart, die bereits einen
Schritt weiterdenkt.

NKT stellt in Köln für große Streckenabschnitte der beiden Projekte die
Hochspannungskabel her und verfügt bereits über das notwendige Know-How
der Herstellung, der Verlegung und der Vor-Ort-Prüfung. Die Hochschule
Koblenz unterstützt NKT dabei, neue Prüfverfahren zur Bestimmung des
Isolationszustands von betriebsgealterten Kabeln weiter zu entwickeln und
in der Praxis zu überprüfen. Auch bei der Fehlerortung und Fehleranalyse
von Kabeldefekten an Gleichstrom-Erdkabeln kann NKT auf die Expertise der
Hochschule Koblenz zurückgreifen.

„Im Gemeinschaftsprojekt mit der Hochschule Koblenz versuchen wir,
Lösungsmöglichkeiten für Probleme zu finden, die wir jetzt noch nicht
haben, die aber definitiv auf uns zukommen werden“, so Senior Test
Specialist Michael Haase, NKT Köln. „Einige der Diagnoseverfahren, die bei
Wechselspannungs-Erdkabeln absoluter Standard sind und ein eindeutiges
Bild von Fehlerursache und Fehlerort ergeben, sind bei Gleichspannung
schlicht nicht nutzbar. Also testen, vergleichen und adaptieren wir andere
Prüfverfahren, um den gleichen technischen Stand wie bei den
Wechselspannungskabeln erreichen zu können“, erläutert Prof. Dr. Johannes
Stolz von der Hochschule Koblenz.

Im Zuge der weiteren gemeinsamen Kooperation wurde daher ein mobiles 400
kV-Prüfsystem und ein zugehöriges Hochspannungskabel als Prüfling als
Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt, um die nötigen Anpassungen der
Prüfverfahren im Rahmen von wissenschaftlichen Arbeiten weiter zu
untersuchen.

  • Aufrufe: 25