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Vertragsverlängerung für die Koordinierungsstelle des Netzwerks zur Extremismusforschung CoRE-NRW

Am 31. März 2022 besuchte Dr. Dirk Günnewig, Staatssekretär im Ministerium
für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MKW), das
Friedens- und Konfliktforschungsinstitut BICC in Bonn. Im Mittelpunkt des
Treffens stand die Vertragsverlängerung mit BICC für die
Koordinierungsstelle CoRE-NRW.

Seit 2019 arbeitet die Koordinierungsstelle des Netzwerks für
Extremismusforschung CoRE-NRW (Connecting Research on Extremism in North
Rhine Westphalia) im Auftrag des MKW am BICC. Staatssekretär Dr. Günnewig
hebt die positive Weiterentwicklung hervor, die CoRE-NRW seither genommen
hat: „Thematisch ist CoRE-NRW breiter denn je aufgestellt. Es gibt in
Nordrhein-Westfalen eine breite Forschungslandschaft, die zu
gewaltbereitem Salafismus und Islamismus ebenso wie Rechtsextremismus und
Rassismus arbeitet. Die Koordinierungsstelle am BICC hat erheblich dazu
beigetragen, diese Forschung besser zu vernetzen und den Transfer des
Wissens, beispielsweise über Radikalisierungsursachen, Prävention und
Deradikalisierung, in die Praxis zu befördern. Ich freue mich sehr, dass
mit der Vertragsverlängerung die Grundlage für eine weitere erfolgreiche
Arbeit der Koordinationsstelle geschaffen ist.“ Vor dem Hintergrund der
für NRW hohen gesellschaftlichen Relevanz übergab Staatssekretär Dr.
Günnewig dem BICC nun die Erklärung zur Vertragsverlängerung mit BICC für
die Koordinierungsstelle CoRE-NRW bis ins Jahr 2024. Insgesamt umfasst die
Vertragsverlängerung ein Volumen von rund 600.000 Euro.

CoRE-NRW (<core-nrw.de>) veranstaltet regelmäßig Workshops,
Diskussionsveranstaltungen und Netzwerktreffen. Die Koordinierungsstelle
gibt einen jährlichen Forschungsbericht sowie Kurzgutachten und weitere
Publikationen heraus. Derzeit arbeiten sieben Forschungsvorhaben mit einer
Förderung des MKW in Höhe von insgesamt rund 1,3 Millionen Euro im Rahmen
von CoRE-NRW.

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Schutzmaßnahmen für die Eckernförder Bucht

Forschungsprojekt Reallabor Eckernförde zieht erste Bilanz nach
einjährigem Dialog mit Interessengruppen aus der Region

Im Zeitraum zwischen April 2021 und März 2022 hat das von der Deutschen
Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderte Projekt „Reallabor Eckernförder
Bucht 2030“ unter Leitung des Center for Ocean and Society an der
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) einen intensiven Dialog
zwischen Forschungsgruppen und unterschiedlichen gesellschaftlichen
Akteurinnen und Akteuren rund um die Eckernförder Bucht aufgebaut. Mit dem
wissenschaftlichen und praktischen Ansatz eines Reallabors wurden
verschiedene Lösungsvorschläge erarbeitet, um den ökologischen Zustand der
Ostsee in der Region zu verbessern. Fischer, Landwirte, Fachleute aus
Tourismus und Anbieter von Wassersportaktivitäten haben sich ebenso
eingebracht wie Expertinnen und Experten der Marine, Betreibende von
Campingplätzen und Umweltschutzverbände.

Als mögliche Maßnahmen sollen nun die Züchtung von Blasentang und die
Wiederherstellung von Steinriffen geprüft werden sowie weitere Maßnahmen,
um auf natürlichem Wege Nährstoffe zurückzuhalten. So könnte man einem
guten Umweltzustand der Ostsee in der Region Eckernförde gemäß den
Vorgaben der EU-Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie näherkommen. „Unser Ziel
war es, Maßnahmen zu identifizieren, die einen breiten gesellschaftlichen
Konsens finden und möglichst viele Bedürfnisse berücksichtigen“, sagt
Projektleiter Dr. Christian Wagner-Ahlfs, der im Center for Ocean and
Society (CeOS) des Forschungsschwerpunktes Kiel Marine Science (KMS) an
der Universität Kiel für den gesellschaftlichen Dialog verantwortlich ist.

Blasentang soll dem Meer Nährstoffe entziehen

Der zu hohe Eintrag von Nährstoffen primär durch die angrenzende
Landwirtschaft in die Ostsee und die bereits in der Ostsee vorhandenen
Belastungen aus früheren Einträgen bleiben ein zentrales Problem, das zum
Beispiel das Wachstum von Seegraswiesen beeinträchtigt. Nährstoffe fördern
unter anderem das Wachstum von Plankton- und Fadenalgen. Diese Algen
trüben das Wasser und schädigen durch den Lichtmangel bodenlebende
Makroalgen und Seegras. Schließlich kann es häufiger zu Sauerstoffmangel
und im Sommer vermehrt zu Fischsterben kommen. „Hier müssen wir neu
ansetzen und die Wasserqualität entscheidend verbessern,“ betont Professor
Martin Wahl, Benthosökologe vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für
Ozeanforschung Kiel. „Zunächst muss natürlich der Nährstoffeintrag durch
die Landwirtschaft weiter reduziert werden. Da sich jedoch schon viele
Nährstoffe im Sediment am Meeresboden abgelagert haben, sind weitere
Maßnahmen sinnvoll,“ erklärt Martin Wahl. Das Projekt „Reallabor
Eckernförder Bucht 2030“ hat gezeigt, dass Blasentang Nährstoffe aus der
Ostsee binden kann. „Wir wollen daher prüfen, wo Blasentang in größerem
Maßstab kultiviert werden kann und wie eine Verwertung an Land organisiert
werden könnte, um Stickstoff aus dem Wasser zu entfernen“, so der
Algenexperte Wahl.

Flache Steinriffe: Lebensraum für Fische und Algen

Eine weitere Maßnahme ist die Wiederherstellung von Steinriffen. Bis in
die 1970er Jahre wurden im Rahmen der kommerziellen Steinfischerei gezielt
große Steine wie Granitfindlinge aus dem Meer entfernt. Diese Steinfelder
waren als natürliche Riffstrukturen wichtige Habitate für verschiedene
Fischarten, Muscheln und Algen und fungierten darüber hinaus als
Küstenschutz. „Mit der Steinfischerei wurde auch ein wichtiger natürlicher
Untergrund für den Blasentang zerstört,“ sagt Dr. Friederike Prowe von der
BioConsult GmbH & Co. KG, die sich im Projekt mit den Themenschwerpunkt
Marine Habitate befasst. Blasentang kann größere Mengen an Stickstoff aus
dem Ostseewasser binden und so zur einer besseren Wasserqualität
beitragen. „Mit der Wiederherstellung flacher Riffe können wir nicht nur
neuen Lebensraum für Blasentang schaffen. Blasentang bildet darüber hinaus
einen wichtigen Schutzraum für junge Fische. Damit profitieren
mittelfristig auch Fischer und Angler,“ so Prowe.

Naturnaher Küstenschutz als Antwort auf die Folgen des Klimawandels

Auch das Thema Küstenschutz spielt eine wichtige Rolle im einjährigen
Pilotprojekt. Es wurden vor allem die Küstenabschnitte in der Eckernförder
Bucht identifiziert, die in den kommenden Jahren am stärksten betroffen
sein werden. „Der Klimawandel wird uns Campingplatzbesitzer vermutlich vor
große Herausforderungen stellen", prophezeit Philipp Hoff, der einen
Campingplatz in direkter Strandlage in Karlsminde betreibt.
"Hochwasserereignisse und Sturmfluten könnten häufiger auftreten und
unsere Infrastruktur dadurch beschädigt werden. Wir wollen daher auf
naturverträgliche Lösungen setzen und können von den Erkenntnissen im
Projekt nur profitieren.“
Am Projekt „Reallabor Eckernförder Bucht 2030“ sind die Universität Kiel
mit dem Center for Ocean and Society, dem Geographischen Institut, dem
Institut für Geowissenschaften und dem Institut für Pflanzenbau und
Pflanzenzüchtung, das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel,
das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung (IGD, Rostock),
die Firmen BioConsult GmbH & Co. KG und Coastal Research and Management
GbR (CRM), das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume
Schleswig-Holstein (LLUR) sowie das Ministerium für Energiewende,
Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-
Holstein (MELUND) beteiligt. Mehr als 50 Stakeholder wurden über
Videokonferenzen, persönliche Gespräche und Arbeitstreffen eingebunden.

Fotos stehen zum Download bereit:
https://www.uni-kiel.de/de/pressemitteilungen/2022/047-fucus_rocks.jpg
Die Züchtung von Blasentang, ein Bestandteil der Flora der
Unterwasserwelt, kann eine mögliche Maßnahme sein, um auf natürlichem Wege
Nährstoffe aus der Ostsee zu binden.
© Uli Kunz

https://www.uni-kiel.de/de/pressemitteilungen/2022/047-seastar_mussel.jpg
Steinriffe sind sowohl natürliche Lebensräume für Algen, Muscheln,
Seesterne oder Fische und fungieren gleichzeitlich als Maßnahme für den
Küstenschutz.
© Uli Kunz

https://www.uni-kiel.de/de/pressemitteilungen/2021/077-eckernfoerder-
hafenspitze.jpg

Eckernförde, hier mit Blick auf die Hafenspitze, ist der Forschungsraum im
Projekt „Eckernförder Bucht 2030“.
© ETMG (Eckernförde Touristik & Marketing GmbH)

Über das Center for Ocean and Society (CeOS):
Das Center for Ocean and Society ist eine fakultätsübergreifende Plattform
des Forschungsschwerpunktes Kiel Marine Science (KMS) an der Universität
Kiel. Das CeOS forscht interdisziplinär zu Meer und Küste und bezieht
aktiv gesellschaftliche Akteure in transdisziplinäre Projekte smit ein.
Die Forschung im CeOS beruht auf dem Verständnis von Meeren und Küsten als
sozial-ökologische Systeme. Fachleute aus der Ökonomie, Geologie,
Ozeanographie, Fischereibiologie, Chemie und weiteren Disziplinen arbeiten
gemeinsam an Projekten mit aktiver Einbindung von gesellschaftlichen
Akteuren. Der Fokus liegt auf den Kernthemen Ernährungssicherheit,
Naturgefahren der Küsten und Meere und Ökonomie der Meeres- und
Küstenressourcen.

Weiterführende Links:
Reallabor Eckernförde, www.reallabor-eckernfoerde.de
Center for Ocean and Society (CeOS),
https://oceanandsociety.org/de/startseite
Kiel Marine Science (KMS), https://www.uni-
kiel.de/de/forschung/forschungsschwerpunkte/kiel-marine-science

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Erfolgreiche Fachveranstaltung „Technikberatung: Quo Vadis?“ im Projekt TiWo

An der HSD fand jüngst eine digitale Fachveranstaltung mit dem Titel
„Technikberatung: Quo Vadis?“ statt. Sie war ein wichtiger Meilenstein des
Projektes TiWo (Technikberatung als integrierter Baustein der
Wohnberatung), das vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des
Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wird. Organisiert und geleitet wurde
diese von Prof. Manuela Weidekamp-Maicher (FB SK), Prof. Manfred
Wojciechowski (FB M), sowie Susanne Tyll (Beratung – Fortbildung –
Projektentwicklung). Der Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf der
Vorstellung der konzeptionellen Grundlagen des Projektes TiWo und deren
Diskussion.

Durch die Kombination kurzer Impulsbeiträge und spezifischer thematischer
Foren wurde der auf Interaktion beruhende Teil der Veranstaltung gestärkt.
Durch den impulsgebenden Charakter können die Ergebnisse der Veranstaltung
in die weitere konzeptionelle Arbeit des Projektes eingebunden werden.

Die ca. 300 Teilnehmer*innen, zu denen Vertreter*innen der Fachpolitik,
der Fachwelt, der Interessenvertretung Ratsuchender und ihrer Angehörigen,
der Pflegekassen, der Wohnungswirtschaft, der Trägerorganisationen von
Wohn- und Technikberatung, der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft
gehörten, befassten sich mit dem aktuellen Stand der Technikberatung in
NRW, den bundesweiten Bemühungen um Professionalisierung von
Technikberatung sowie deren Rahmenbedingungen. An der Veranstaltung
beteiligten sich zahlreiche Referent*innen, u.a. aus Fachpolitik, den
Pflegekassen, der Wohnberatung, der Wohnungswirtschaft, der Wissenschaft,
dem Verbraucherschutz und der Zivilgesellschaft. Von zentraler Bedeutung
war der transdisziplinäre Charakter der Fachveranstaltung, der die
Perspektiven verschiedener Disziplinen und gesellschaftlicher
Handlungsfelder sichtbar machte.

Die Beiträge der Referent*innen zeigen, dass die Frage, wie mit Beratung
zu digitaler assistiver Technik umgegangen werden kann und soll, viele
Akteure in verschiedenen Handlungsfeldern und Sektoren bewegt – sei es im
Bereich der der Wohn-, der Senior*innen-, der Pflege-, der Demenzberatung
sowie der Beratung für Menschen mit Behinderung. Sie bewegt zugleich jene
Stakeholder, die die Rahmenbedingungen von Technikberatung gestalten. Da
neue Technologien den Lebensalltag älterer Menschen, Menschen mit
Pflegebedarf, einer Behinderung und/oder Demenz immer stärker prägen,
stellt sich in den Sozial- und Pflegeberufen grundsätzlich die Frage nach
abgestimmten Versorgungspfaden mit assistiver Technik. Eine professionelle
und qualifizierte Beratung bildet einen zentralen Baustein dieser Pfade.
Zugleich muss davon ausgegangen werden, dass angesichts einer
fortschreitenden digitalen Transformation die Beratung zu neuen digitalen
Technologien nicht nur die Tätigkeit einer einzigen Berufsgruppe oder
Profession bestimmen wird, sondern zu einer Aufgabe vieler Fachkräfte der
Sozial-, Gesundheits- und Pflegeberufe werden wird. Aus diesem Grund
wurden in der Fachveranstaltung verschiedene Teilaspekte einer derartigen
Beratung erörtert, u.a. Aspekte ihres Gegenstandsbereiches, ihrer
strukturellen Ausgestaltung und ihrer notwendigen Rahmenbedingungen, u.a.
der Finanzierung, Qualifizierung, Vernetzung bzw. Kooperation, der
Implementierung und der Entwicklung bzw. Weiterentwicklung einer
benötigten Infrastruktur. Übergreifend war dabei die Frage der
angemessenen Qualität der Beratung und Versorgung.

Das große Interesse, die intensive Beteiligung verschiedener Akteure sowie
die starke Bemühung um Vernetzung in dem Feld zeigen, dass Technikberatung
ein aktuelles Thema bleibt und es hierzu weiterer Forschung und
Entwicklung bedarf.

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"Eine Uni – ein Buch": Johannes Gutenberg-Universität Mainz überzeugt mit literarischer Erkundung Neuseelands

Stifterverband und Klaus Tschira Stiftung prämieren interdisziplinäres
Mainzer Projektvorhaben rund um den Roman "The Whale Rider" von Māori-
Autor Witi Ihimaera

Der coronabedingte Ausnahmezustand der vergangenen zwei Jahre hat auch an
der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) Studierende und Lehrende
sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung gleichermaßen an den
heimischen Schreibtisch gefesselt. Die zufälligen Begegnungen auf dem
Campus, der ungezwungene Austausch mit Kommilitoninnen und Kommilitonen
aus anderen Studienfächern, mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen
Arbeitszusammenhängen, Pausentreffen und Flurgespräche – all das ist
größtenteils weggefallen. Mit dem Projekt "Antipoden? Eine literarische
Erkundung Neuseelands" möchte die JGU im Laufe des Jahres Begegnungsräume
neu schaffen und den Kosmos der Universität wieder ein Stück größer und
vielfältiger machen. Im Zeichen des gewählten Buchs – "The Whale Rider"
von Witi Ihimaera – und der hier gesetzten Themen soll der gesamte Campus
zusammenkommen, um gemeinsam zu lesen, zu diskutieren, sich den Text
persönlich, wissenschaftlich und künstlerisch anzueignen. Das Projekt ist
als eine von zehn Ideen und Aktionen im Programm "Eine Uni – ein Buch"
ausgezeichnet worden und wird durch den Stifterverband und die Klaus
Tschira Stiftung mit 10.000 Euro gefördert.

"Wenn wir von Mainz aus eine – zugegeben – sehr lange Nadel durch den
Globus stecken, dann kommt sie in den Gewässern vor Neuseeland wieder zum
Vorschein. Hier wohnen unsere Antipoden. Und genau hier, in Neuseeland,
spielt auch der Roman 'The Whale Rider' des Māori-Autors Witi Ihimaera",
erklärt Dr. Anke Vogel vom Arbeitsbereich Buchwissenschaft der JGU,
Mitinitiatorin der Bewerbung im Programm "Eine Uni – ein Buch". Der 1987
erschienene Roman erzählt die Geschichte von Kahu, der Tochter einer
angesehenen Māori-Familie, die, vom Oberhaupt des Stammes zunächst
verkannt, dazu bestimmt ist, dessen Schicksal zu erfüllen. Es ist eine
Geschichte von bedingungsloser Liebe, von Zurückweisung und Versöhnung,
von Tradition und Erneuerung – und nicht zuletzt eine Erzählung von tiefer
Verbundenheit zwischen Mensch und Natur. "Es ist eine Geschichte, die
vertraut wirkt und doch in ihren ganz eigenen Traditionen gelesen werden
will", so Vogel.

Interdisziplinärer Austausch innerhalb der JGU und mit Neuseeland

"'Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen' – genau diesem
Motto nach Matthias Claudius folgen wir, wenn wir uns campusweit ein
Semester lang auf die Geschichte von Kahu und ihrem Großvater einlassen",
betont Prof. Dr. Georg Krausch, Präsident der Johannes Gutenberg-
Universität Mainz. "Der Roman, der uns buchstäblich ans andere Ende der
Welt einlädt, behandelt eine Fülle unterschiedlicher Themen, die im
Aktionszeitraum im interdisziplinären Austausch an der JGU sowie gemeinsam
mit Partnerinnen und Partnern aus Neuseeland erarbeitet werden. Wir freuen
uns schon jetzt auf ein spannendes Literatur- und Kulturerlebnis in ganz
unterschiedlichen Formaten."

Um über den Roman campusweit und darüber hinaus miteinander ins Gespräch
zu kommen, sind unter anderem eine hybride Ringvorlesung mit Expertinnen
und Experten aus Mainz und auch aus Neuseeland sowie eine Social-Reading-
Plattform geplant. Höhepunkt des Projekts ist ein Aktionsmonat, der neben
dem wissenschaftlichen auch dem künstlerisch-produktiven Austausch mit dem
Roman gewidmet ist. Geplant sind ein Begegnungsort, der in Form einer
dauerhaften medialen Übertragung gewissermaßen ein Fenster zu unseren
Antipoden in Neuseeland aufstößt, eine kommentierte Vorführung der
Romanverfilmung von Niki Caro von 2002 und eine Neuseeland-Woche in der
Mensa. Darüber hinaus plant die Hochschule für Musik Konzertaktionen rund
um den Mythos Wal.


Video:
https://www.youtube.com/watch?v=sMJhlDwSh4M&list=PLmGfeHeU4DbGQBIaNIMB1xnBOQCGRopcN
– JGU-Wettbewerbsbeitrag "Eine Uni – ein Buch": "The Whale Rider" von Witi
Ihimaera


Weiterführende Links:
https://www.stifterverband.org/pressemitteilungen/2022_03_31_eine_uni_ein_buch
– Pressemitteilung des Stifterverbands: "Zehn Hochschulen gewinnen im
Wettbewerb 'Eine Uni – ein Buch'" (31.03.2022) ;
https://www.stifterverband.org/eine-uni-ein-buch – Wettbewerb "Eine Uni –
ein Buch" von Stifterverband und Klaus Tschira Stiftung ;
https://www.stifterverband.org/eine-uni-ein-buch/2022 – Die 10
Gewinnerprojekte des Wettbewerbs "Eine Uni – ein Buch" 2022

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