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Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin zum WORLD SLEEP DAY® am 18. März 2022

Die aktuellen geopolitischen Konflikte, die anhaltenden Belastungen durch
COVID-19 und dazu der ganz alltägliche psychosoziale Stress belasten uns
dauerhaft. Wie soll man da zur Ruhe kommen? Wie erholsamen Schlaf finden?
Heute ist der 18. März, der Welttag des Schlafes. Er wird jährlich von der
World Sleep Society veranstaltet. Ziel dieses Tages ist es, auf die
Wichtigkeit des Schlafes für Gesundheit, Wohlbefinden und
Leistungsfähigkeit aufmerksam zu machen. Der Weltschlaftag dient auch
dazu, die Bedeutung von wissenschaftlicher Forschung zur Prävention und
Behandlung von Schlafstörungen hervorzuheben.

Schlaf ist neben Nahrung, Wasser und Luft ein Grundbedürfnis für das
menschliche Leben.
Da Schlaf mit vielen Funktionssystemen unseres Organismus gekoppelt ist,
werden unzureichende Schlafdauer und schlechte Schlafqualität mit
negativen gesundheitlichen Folgen, wie erhöhte Sterblichkeit,
Gewichtszunahme, Diabetes und Stoffwechselstörungen, Entzündungen, Herz-
Kreislauf-Erkrankungen, Störungen der Hirnfunktionen und psychische
Störungen, in Verbindung gebracht.
Schlafstörungen verursachen eine erhebliche individuelle und
gesellschaftliche Belastung und stellen ein ernstes Problem der
öffentlichen Gesundheit dar. In Deutschland leiden ca. 10% der Menschen an
einer behandlungsbedürftigen Ein- und Durchschlafstörung, die auch zu
negativen Konsequenzen am Tag führt. Das Unfallrisiko am Arbeitsplatz oder
im Straßenverkehr ist erhöht. Studien gehen davon aus, dass der deutschen
Wirtschaft infolge Schlafstörungen 1,8 % des Bruttoinlandsproduktes
verloren gehen.
Die obstruktive Schlafapnoe (OSA) wirkt sich erheblich auf die Gesundheit
und das Wohlbefinden der Betroffenen aus. Der nächtliche Sauerstoffabfall,
der auftritt, wenn Atempausen aufgrund von OSA auftreten, belastet das
Herz-Kreislaufsystem und kann zu einer Reihe schwerwiegender
gesundheitlicher Folgen führen, wozu auch der gefährliche Sekundenschlaf
zählt. 3-7% der erwachsenen Männer, 2-5% der erwachsenen Frauen und 5% der
Kinder sind von der OSA betroffen.
Das Syndrom der unruhigen Beine (Restless-Legs-Syndrom/RLS) ist eine
häufige Erkrankung und tritt bei 3-10% der Bevölkerung auf.  Auch Kinder
können bereits von einem RLS betroffen sein. Missempfindungen in den
Beinen führen in Ruhe zu einem ausgeprägten Bewegungsdrang, der die
Betroffenen am Schlafen hindert.
Die genannten Schlafstörungen und eine Vielzahl weiterer Schlafstörungen
lassen sich gut behandeln. Primäre Ansprechpartner sind die Hausärztinnen
und Hausärzte. Ergänzend können Selbsthilfegruppen unterstützen. Ein
Schwerpunktthema der DGSM ist es, die schlafmedizinische Primärversorgung
zu fördern.
Erholsamer Schlaf wird begünstigt durch regelmäßige Schlaf-Wach-Zeiten,
Stressreduzierung und körperliche Aktivitäten. Das gilt bereits im
Kindesalter.

+++ SAVE THE DATE +++
DGSM-Aktionstag Erholsamer Schlaf 2022

Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin nutzt auch
in diesem Jahr den 21. Juni als DGSM-Aktionstag Erholsamer Schlaf, um auf
die Wichtigkeit von Schlaf für unsere Gesundheit aufmerksam zu machen und
für das Thema zu sensibilisieren. Unter dem Motto „Smarter schlafen“
informieren wir dann u.a. über die Vor- und Nachteile von
Lifestyleprodukten rund um den Schlaf, telemedizinische Möglichkeiten
sowie die Prävention von Schlafstörungen in der globalen Krisensituation.

Am 20. Juni 2022 ist eine digitale Pressekonferenz mit schlafmedizinischen
Experten geplant. Dazu möchten wir interessierte Medienvertreter bereits
jetzt recht herzlich einladen! Die aktuellen Informationen zum DGSM-
Aktionstag finden Sie auf der Homepage der Gesellschaft unter www.dgsm.de.
Selbstverständlich unterstützen wir Sie gern bei Ihrer Berichterstattung
und Experten der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und
Schlafmedizin stehen Ihnen als Gesprächspartner für Interviews zur
Verfügung!

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Abstand zwischen Benzin- und Rohölpreisen ist seit dem 7. März dramatisch gestiegen

Die Preise für Rohöl haben in Folge des Überfalls Russlands auf die
Ukraine kurzzeitig die höchsten Werte seit mehr als einem Jahrzehnt
erreicht. Besonders auffällig ist, dass die Kluft zwischen den Preisen für
Kraftstoffe und Rohöl der Sorte Brent seit dem 7. März dramatisch
gestiegen ist. Das ergibt die Auswertung der Kraftstoff- und
Rohölpreisdaten des Jahres 2022 im Rahmen des Benzinpreisspiegels des RWI
– Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung.

Das Wichtigste in Kürze:

- Die globalen Ölmärkte sind in Folge des Überfalls Russlands auf die
Ukraine in Aufruhr geraten: Lag der Rohölpreis der Sorte Brent unmittelbar
vor Ausbruch der Kampfhandlungen am 24. Februar noch etwas unter 100 US-
Dollar pro Barrel (159 Liter), stieg er danach in der Spitze auf über 125
US-Dollar (Abbildung 1). Seit Beginn der Spekulationen um einen russischen
Überfall auf die Ukraine im Dezember 2021 ist der Brent-Preis von rund 70
US-Dollar auf aktuell rund 100 US-Dollar gestiegen, ein Anstieg von rund
50 Prozent.

- Infolgedessen stiegen auch die Benzinpreise stark an, besonders in der
vergangenen Woche, in der die durchschnittlichen Preise für Superbenzin
und Diesel mit rund 2,20 und 2,30 Euro neue Allzeithochs erreichten
(Abbildung 2).

- Besonders auffällig ist, dass Diesel zwischenzeitlich teurer geworden
ist als Superbenzin (Abbildung 2), obwohl Diesel bei der Mineralölsteuer
einen steuerlichen Vorteil von rund 18 Cent je Liter hat und daher
üblicherweise erheblich günstiger ist als Superbenzin. Dies ist ein Indiz
dafür, dass Diesel aktuell besonders knapp ist. Das wird unter anderem
damit erklärt, dass die Herstellung von Diesel mit der von Heizöl
konkurriert und Heizöl gerade stark nachgefragt ist, ehe Rohöl noch teurer
werden könnte.

- Dementsprechend ist auch die Differenz zwischen Diesel- und Rohölpreisen
gestiegen, seit dem 7. März 2022 sogar dramatisch: Betrug die Lücke im
Jahr 2021 noch rund 30 Cent pro Liter, hat sie sich seit dem 7. März auf
rund 80 Cent pro Liter massiv erhöht (Abbildung 3). Das ist das Ergebnis
der Auswertung der jüngsten Kraftstoffpreis- und Rohölpreisdaten für das
Jahr 2022 im Rahmen des RWI-Benzinpreisspiegels. In der Regel folgen die
Kraftstoffpreise den Preisen für Rohöl mit einer gewissen Verzögerung. Es
sollte daher erwartet werden können, dass die Preise an der Tankstelle in
absehbarer Zeit wieder sinken, falls die Rohölpreise in Abhängigkeit von
den Geschehnissen in der Ukraine nicht erneut zum Höhenflug ansetzen.
Entsprechend sollte die weitere Entwicklung erst einmal beobachtet werden,
bevor Maßnahmen wie eine Mehrwertsteuersenkung auf Kraftstoffe oder ein
Tankrabatt beschlossen werden.

- Die Auswertung im Rahmen des RWI-Benzinpreisspiegels hat zudem ergeben,
dass die Differenz zwischen den E10-Superbenzinpreisen und den
Rohölpreisen pro Liter in den vergangenen Monaten ebenfalls höher ausfiel
als zu früheren Zeiten, und ab dem 7. März beinahe ebenso drastisch
anstieg wie bei Diesel (Abbildung 3).

Zur vorgeschlagenen Einführung eines Tankrabatts bei Benzinpreisen über 2
Euro sagt der Leiter des Kompetenzbereichs „Umwelt und Ressourcen“ am RWI,
Manuel Frondel: „Mit einem Tankrabatt wird nicht nur den Bedürftigen,
sondern auch den Wohlhabenden geholfen und Steuergeld mit der Gießkanne
verteilt. Statt solch eher aktionistischer Maßnahmen sollte man erst
einmal abwarten, wie sich die bereits wieder gesunkenen Rohölpreise weiter
entwickeln“.

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Willkommen Kassia – ukrainisches Baby in der Uni-Frauenklinik geboren

Knapp zwei Monate zu früh ist am Mittwoch (16. März) Kassia auf die Welt
gekommen. Bei der Geburt wog das kleine Mädchen 1.860 Gramm und war 43
Zentimeter groß. Als Frühgeborene wird sie nun auf der Kinder-
Intensivstation im Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
versorgt. Kassias Mama, Iryna Mykhaylyk, ist die erste geflüchtete
Ukrainerin, die in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
entbunden hat und nun hier ebenfalls versorgt wird.

Nach ihrer Ankunft in Deutschland hatten bei der 31-Jährigen in der 32.
Schwangerschaftswoche Wehen eingesetzt, die schnelle Spontangeburt fand
komplikationslos im Uniklinikum Dresden, dem einzigen Perinatalzentrum der
höchsten Versorgungsstufe – dem sogenannten „Level 1“ – statt. Das Team
aus Ärztinnen und Ärzten, Pflegenden und Hebammen ist auf die Versorgung
von Risikoschwangerschaften und Frühgeburten spezialisiert und kann zudem
mit modernen Therapiemöglichkeiten die ersten Tage und Wochen der
Neugeborenen auf höchsten Standard begleiten. „Das Schicksal der Frauen
und Kinder aus der Ukraine bewegt uns alle sehr. Selbstverständlich
unterstützen wir Schwangere und stehen ihnen mit unserer Expertise bei“,
sagt Prof. Pauline Wimberger, Direktorin der Uni-Klinik für
Frauenheilkunde und Geburtshilfe. „Für Kassia und ihre Mutter ist es jetzt
vor allem wichtig, zur Ruhe zu kommen. Hierbei unterstützen wir gern.“

Knapp zwei Monate zu früh ist am Mittwoch (16. März) Kassia auf die Welt
gekommen. Bei der Geburt wog das kleine Mädchen 1.860 Gramm und war 43
Zentimeter groß. Als Frühgeborene wird sie nun auf der Kinder-
Intensivstation im Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
versorgt. Kassias Mama, Iryna Mykhaylyk, ist die erste geflüchtete
Ukrainerin, die in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
entbunden hat und nun hier ebenfalls versorgt wird. Nach ihrer Ankunft in
Deutschland hatten bei der 31-Jährigen in der 32. Schwangerschaftswoche
Wehen eingesetzt, die schnelle Spontangeburt fand komplikationslos im
Uniklinikum Dresden, dem einzigen Perinatalzentrum der höchsten
Versorgungsstufe – dem sogenannten „Level 1“ – statt. Das Team aus
Ärztinnen und Ärzten, Pflegenden und Hebammen ist auf die Versorgung von
Risikoschwangerschaften und Frühgeburten spezialisiert und kann zudem mit
modernen Therapiemöglichkeiten die ersten Tage und Wochen der Neugeborenen
auf höchsten Standard begleiten. „Das Schicksal der Frauen und Kinder aus
der Ukraine bewegt uns alle sehr. Selbstverständlich unterstützen wir
Schwangere und stehen ihnen mit unserer Expertise bei“, sagt Prof. Pauline
Wimberger, Direktorin der Uni-Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.
„Für Kassia und ihre Mutter ist es jetzt vor allem wichtig, zur Ruhe zu
kommen. Hierbei unterstützen wir gern.“

Die Tage der Flucht aus der Ukraine und die Ungewissheit, wie es den
Menschen in der Heimat ergeht, können Grund für eine Frühgeburt sein.
Unter den vielen Tausend Menschen, die derzeit die Ukraine verlassen und
vor dem Krieg fliehen, sind auch viele Schwangere. Eine von ihnen ist
Iryna Mykhaylyk. Sie ist die erste geflüchtete Ukrainerin, die an der
Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Dresdner Uniklinikum
entbunden hat. In der 32. Schwangerschaftswoche und damit knapp zwei
Monate zu früh kam ihre Tochter Kassia an diesem Mittwoch (16. März) um
22.02 Uhr zur Welt. Das kleine Mädchen (1860 Gramm, 43 Zentimeter) wird
jetzt auf der Kinder-Intensivstation der Klinik versorgt. Das Team aus
Ärztinnen und Ärzten, Pflegenden und Hebammen kümmert sich auch um die
junge Mutter. Einen Tag nach Kriegsausbruch, am 24. Februar, hatte sie mit
ihrem Mann die Heimatstadt Odessa verlassen und war gen Westen nach Lwiw
geflohen. Als auch dort Raketen zu hören waren, floh sie weiter über Polen
nach Deutschland. Bei Bautzen ist die junge Frau bei Freunden
untergekommen.

„Eine Schwangerschaft ist ohnehin eine aufregende, teils aufwühlende Zeit
für die Frauen. Wenn dann noch äußere Faktoren wie Stress, Ängste und
Sorgen dazukommen, kann das auch zu Fehl- oder Frühgeburten führen. Wir
sind für die Frauen da und unterstützen vielfältig“, sagt Prof. Cahit
Birdir, W2-Professur für Geburtshilfe und Pränatalmedizin an der
Medizinischen Fakultät der TU Dresden und Leitender Oberarzt für
Geburtshilfe und Pränataldiagnostik. Er hatte am Abend des 16. März Dienst
und hat zusammen mit dem Team aus Hebammen und Pflegenden die junge Frau
versorgt. Nach ihrer Flucht war sie zunächst in Bautzen untergekommen.
Plötzlich hatten Wehen eingesetzt. Die Geburt dauerte nur kurze Zeit. Die
kleine Kassia kam zwar zu früh, ansonsten aber gesund zur Welt. Sie muss
jetzt noch einige Wochen im Klinikum bleiben, bis sie ein Gewicht von 2500
Gramm erreicht hat.

„Als einziges Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe – dem
sogenannten ‚Level 1‘ – in Ostsachsen ist das Dresdner Uniklinikum vor
allem erste Anlaufstelle für Risikoschwangerschaften. Aufgrund der
exzellenten Infrastruktur und der intensiven Zusammenarbeit der Klinik für
Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit der Klinik für Kinder- und
Jugendmedizin und der gemeinsamen interdisziplinären Perinatal-Station
bieten wir den Eltern hier ein sicheres und risikoarmes Umfeld“, sagt
Prof. Pauline Wimberger, Direktorin der Klinik für Frauenheilkunde und
Geburtshilfe, die Besonderheit der universitären Geburtsmedizin. Viele
Mütter und Väter setzen bei einer Risikoschwangerschaft bewusst auf die
Expertise der Dresdner Hochschulmedizin. Diese Expertise kommt nun auch
geflüchteten Frauen aus der Ukraine zugute. Im ruhigen Umfeld und umsorgt
von den Mitarbeitenden der Klinik sollen sie zur Ruhe kommen, Kraft
sammeln und gemeinsam mit ihren Kindern die Zeit gut überstehen. „Wir
wissen, dass die Situation sehr aufwühlend ist und dass diese Frauen auch
nach der Geburt ihres Kindes viele Sorgen haben und große
Herausforderungen bewältigen müssen“, sagt Prof. Wimberger.

Universitätsklinikum unterstützt ukrainische Patienten und bietet Job-
Chancen
„Die Hochschulmedizin Dresden steht solidarisch an der Seite der Ukraine.
Als Medizinerinnen und Mediziner, als Pflegende, als Menschen sind wir
bewegt von den Schicksalen. Selbstverständlich beteiligen wir uns an
Unterstützungsaktionen und versorgen kranke Menschen aus der Ukraine“,
sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand am Uniklinikum
Dresden. Aktuell wurde der interne Dolmetscherpool aufgestockt – hier
engagieren sich ukrainisch sprechende Mitarbeitende der Hochschulmedizin
Dresden ehrenamtlich und helfen bei der Kommunikation und dem Austausch
mit den geflüchteten Menschen. Weiterhin werden die Möglichkeiten für
Geflüchtete am Klinikum tätig zu sein, der neuen Situation angepasst. Zum
einen geht es um Fachkräfte in der Pflege, die in einem einjährigen
Programm auf den in Deutschland geforderten Stand an praktischen
Fähigkeiten und theoretischen Wissen gebracht werden. Die Fachkräfte
werden als Pflegehelferin oder -helfer eingestellt und haben nach der
Absolvierung der „Modularen Anpassungsmaßnahme Pflege“ die Chance als
Pflegefachfrau oder Pflegefachmann langfristig im Team des Uniklinikums
weiterzuarbeiten. Zudem wird derzeit im Uniklinikum an einer Stellenbörse
gearbeitet, über die Geflüchtete ohne Berufsabschluss oder während
laufender Anerkennungsverfahren kurzfristig Stellen in den Bereichen
Service, Reinigung oder anderen unterstützenden Tätigkeiten angeboten
werden.

Um Uniklinikum werden zudem Spendenanfragen und Hilfsangebote gebündelt
und koordiniert. „Für uns ist es ganz wichtig, hier unkompliziert einen
Beitrag zu leisten und konstruktiv Hilfe anzubieten. Wir spüren unter
unseren Mitarbeitenden eine breite Solidarität, Anteilnahme und
Bereitschaft sich einzubringen und zu helfen. Darauf sind wir sehr stolz
und dankbar“, sagt Frank Ohi, Kaufmännischer Vorstand.

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Energiegeladen in die Zukunft – neue Broschüre erschienen

Wie können wir unsere Energieversorgung so umbauen, dass sie nachhaltig
und klimaverträglich ist und uns unabhängig von fossilen Brennstoffen
macht? Eine neue Broschüre des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-
Chancengleichheit e. V. (kompetenzz) gibt einen Überblick über die
spannenden Ausbildungs-, Studien- und Berufsmöglichkeiten im Bereich der
Erneuerbaren Energien und ermutigt Schüler*innen in das Zukunftsfeld
Energie einzusteigen.

Der Klimawandel und die Importabhängigkeit Deutschlands von fossilen
Energieträgern führen uns deutlich vor Augen, dass wir unseren
Energiebedarf in Zukunft nachhaltig decken müssen. Die Erneuerbaren
Energien und ihr Einsatz bekommen vor diesem Hintergrund eine wegweisende
Bedeutung. Mit der Broschüre „Energiegeladen in die Zukunft“ bietet
kompetenzz einen ersten Einstieg in das vielfältige berufliche Themenfeld
der Erneuerbaren Energien. Windenergie, Solarenergie, Wasserkraft,
Biomasse und Geothermie werden vorgestellt und die Einstiegsmöglichkeiten
über Ausbildung und Studium aufgezeigt. Zentral ist dabei die Vorstellung
weiblicher Rollenvorbilder. Sie berichten von ihrem Alltag in Ausbildung,
Studium und Beruf, von spannenden Projekten, technischen Errungenschaften,
ihrem beruflichen Werdegang und ihren Zielen. Alina Richter beispielsweise
hat Luft- und Raumfahrttechnik studiert und kann ihre Kenntnisse zum Thema
Brennstoffzellentechnologie jetzt optimal im Bereich Elektromobilität
einbringen. Wie wichtig Praktika sind, um herauszufinden in welche
Richtung man sich beruflich entwickeln möchte, zeigt das Beispiel von
Fenna Janßen. Sie hat nach dem Abitur am Niedersachsen-Technikum
teilgenommen und dabei ihre Leidenschaft für die Windenergie entdeckt. Die
Unternehmerin Catherine Adelmann wiederum macht sich die Sonnenenergie
zunutze, um kostengünstige, hochwertige Solarsysteme zu produzieren, die
überall dort zum Einsatz kommen können, wo Menschen noch keinen Zugang zu
elektrischer Energie haben. Welche Potenziale zur Erzeugung regenerativer
Energien in der Wasserkraft und der Geothermie – der Wärme aus dem
Erdinneren – stecken, beschreiben Anna Wilmink und Alina Ermertz. In einem
weiteren Kapitel geht es um die Nutzung von Biomasse. Im zugehörigen
Interview berichtet Prof. Dr. Andrea Kruse über den Studiengang
„Nachhaltige Rohstoffe und Bioenergie“. Die Professorin selbst forscht an
zukunftsweisenden Verfahren zur Nutzung nachwachsender Rohstoffe, zum
Beispiel an umweltfreundlichen, wiederaufladbaren Natrium-Ionen-Batterien,
für die aus Abfall-Biomasse Elektroden hergestellt werden.

Der lange Weg in die Steckdose
Im zweiten Teil der Broschüre wird darauf eingegangen, wie wichtig neben
einer nachhaltigen Energieerzeugung auch die Verteilung und Speicherung
der Energie ist. Die regenerativ erzeugte Energie muss buchstäblich den
Weg in die Steckdose finden, Energieschwankungen durch ein Über- oder
Unterangebot – beispielsweise, wenn der Wind nicht weht und die Sonnen
nicht scheint – müssen dabei durch andere Quellen beziehungsweise Speicher
gedeckt werden. Auch und gerade in diesen Bereichen bieten sich
zukunftsweisende und gesellschaftlich relevante Jobperspektiven:
Ausgebildete Fachkräfte sind hier ebenso gefragt, wie Forscher*innen, die
daran mitwirken, klimafreundliche Technologien weiterzuentwickeln, zu
erproben und auszubauen. In der Broschüre erzählen eine Auszubildende zur
Elektronikerin für Betriebstechnik und eine Wasserstoffexpertin davon, wie
wichtig der Ausbau intelligenter Stromnetze ist, beziehungsweise wie
Wasserstoff als Speichermedium für regenerativ erzeugte Energie genutzt
werden kann.

Die facettenreichen Portraits werden durch jede Menge
Hintergrundinformationen zu den einzelnen Fachgebieten, Hinweisen zu
Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten sowie Tipps und Links zur
vertiefenden Lektüre ergänzt.

Die Broschüre eignet sich hervorragend als Ergänzung für den Unterricht
oder im Rahmen der Berufs- und Studienwahlorientierung. Sie kann als pdf
über https://material.kompetenzz.net/komm-mach-mint/multiplikatorinnen
abgerufen werden.

Über kompetenzz
Das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V.
(kompetenzz) ist Deutschlands wichtigster Zusammenschluss zur Förderung
von Chancengleichheit und Vielfalt in Wirtschaft und Gesellschaft.
kompetenzz bringt Menschen zusammen und initiiert richtungsweisende
bundes-, landesweite und regionale Projekte und Dialogprozesse. Für die
Arbeit von kompetenzz stehen die bundesweiten Projekte Girls'Day –
Mädchen-Zukunftstag, Boys'Day – Jungen-Zukunftstag, Zukunftswerkstatt
Kommunen, die Initiative Klischeefrei sowie das Metavorhaben „Innovative
Frauen im Fokus“ (Meta_IFiF) und die Plattform #InnovativeFrauen. Die
Projekte und Kampagnen wirken auch international als Vorbild, so gibt es
den Girls'Day oder ähnliche Aktionen mittlerweile in 30 Ländern innerhalb
und außerhalb Europas.
Weitere Informationen finden Sie auf:
https://www.kompetenzz.de/kompetenzz/expertise

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