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Präsidentin der Vietnam Aviation Academy, Dr. Hang Nguyen, zu Besuch am Fachbereich Touristik/Verkehrswesen

Im Februar begrüßten der Dekan und Prodekan des Fachbereichs
Touristik/Verkehrswesen, Prof. Dr. Hans Rück und Prof. Dr. Frank Fichert,
die Präsidentin der Vietnam Aviation Academy, Dr. Hang Nguyen an der
Hochschule Worms. Dr. Hang Nguyen stattete dem Fachbereich auf ihrer Reise
durch Europa einen Besuch ab, um über gemeinsame Möglichkeiten der
Zusammenarbeit zu sprechen.

Die Vietnam Aviation Academy (VAA) ist eine vietnamesische Universität,
die sich auf luftfahrtbezogene Kurse konzentriert. Die Akademie hat zwei
Standorte und bietet unter anderem Bachelor-Abschlüsse in
Betriebswirtschaft und Flugverkehrsmanagement an.

Ideale Gemeinsamkeiten und Schnittstellen

Zunächst tauschten sich die Präsidentin der VAA und der Dekan des
Fachbereichs intensiv über die Hochschulen im Allgemeinen und der
Fachbereiche mit ihren Schwerpunkten im speziellen aus. Prof. Hans Rück
präsentierte die aktuellen Bachelor- und Masterstudiengänge für Touristik
und den kommenden Masterstudiengang für Luftverkehr. Dem Programm der
Hochschule Worms stellte Dr. Hang einen Überblick der Luftfahrtprogramme
der VAA gegenüber. Dabei wurden die Gemeinsamkeiten der beiden Hochschulen
schnell sichtbar. Hier bieten sich gute Chancen für eine gelingende
Zusammenarbeit.

Nach Auslotung der Gegebenheiten könnte aus Sicht von Dr. Hang Nguyen der
Masterstudiengang in Luftfahrt an der Hochschule Worms eine Option für
vietnamesische Studenten sein, die bereits einen Bachelorabschluss haben
und derzeit in der Luftfahrtindustrie arbeiten. Aber auch der Studiengang
Aviation Management and Piloting im Bachelorprogramm hat ideale
Anknüpfungspunkte, um ein gemeinsames Programm zu organisieren, das hybrid
aufgebaut werden könnte. Der duale Studiengang Air Traffic Management
(ATM) könnte ebenfalls für eine Partnerschaft in Betracht gezogen werden.
Hierzu wird es eigens ein Treffen mit dem Leiter des dualen Studiengangs
Prof. Dr. Benz und seinen Kollegen der Deutschen Flugsicherung geben, um
weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu diskutieren.

Seitens der vietnamesischen Universität und der Hochschule Worms wurde
schnell deutlich, dass eine Kooperation beider Hochschulen weiter
angestrebt werden soll. Abschließend bedankten sich der Dekan und Prodekan
des Fachbereichs Touristik/Verkehrswesen herzlich bei der Präsidentin Hang
Nguyen für diesen informativen und konstruktiven Austausch.

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Cyber-Resilienz im Hafen: Innovative IT Architektur sichert die Kommunikation in See- und Binnenhäfen

ISL: Forschungsprojekt SecProPort erfolgreich abgeschlossen

Bremen/Bremerhaven, 09.03.2022: Das vom Das vom Bundesministerium für
Digitales und Verkehr (BMDV) im Rahmen des Programms „Innovative
Hafentechnologien (IHATEC)“ geförderte Forschungsprojekt SecProPort zielte
drauf ab, skalierbare Sicherheitsarchitekturen für Geschäftsprozesse in
deutschen Häfen zu definieren und vereinte die Expertise von insgesamt
acht Projektpartnern. Koordiniert durch die dbh Logistics IT AG gehörten
zum Projektkonsortium Akteure aus der Hafenwirtschaft – BLG LOGISTICS
GROUP AG & Co. KG, Duisburger Hafen AG und Hapag-Lloyd AG – sowie
Forschungseinrichtungen – DFKI GmbH, Universität Bremen – und ein
Dienstleister im Bereich der Informationssicherheit, die datenschutz cert
GmbH.  Als Forschungseinrichtung zählte das Institut für
Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) ebenso zu den Projektpartnern und
war maßgeblich am erfolgreichen Projektabschluss beteiligt.

Gemeinsam mit Partnern aus dem gesamten Spektrum des Hafentransports
entwickelte das ISL anhand einer Prozess- und Bedrohungsanalyse eine
übergreifende Sicherheitsarchitektur für den Kommunikationsverbund im und
um den Hafen. Die detaillierte Anforderungsanalyse auf Basis der vier
projektbegleitenden Szenarien sowie Evaluation der entwickelten
Sicherheitsarchitektur und Dissemination der Projektergebnisse geschah
federführend durch das ISL.

Umfangreiche Analysen als Grundlage für die praktische Umsetzung

Die Funktion moderner See- und Binnenhäfen basiert auf elektronisch
verfügbaren Informationen, welche die physischen Waren begleiten oder
diesen vorauseilen. Alle am Hafentransport beteiligten Akteure (wie z. B.
Terminalbetreiber, Reeder, Spediteure, Betreiber von Port-Community-
Systemen, Bahn, Hafenbehörden und Zoll) sind hierzu in einem komplexen
Hafenkommunikationsverbund miteinander vernetzt und tauschen untereinander
Informationen aus. Die Hafenprozesse sind davon abhängig, dass dieser
gesamte IT-Kommunikationsverbund reibungslos funktioniert. Selbst, wenn
die einzelnen Systeme der Hafenakteure nach dem Stand der Technik
abgesichert sind, bedeutet das nicht automatisch, dass der gesamte
Hafenkommunikationsverbund im Zusammenspiel sicher ist. Ein Ausfall oder
eine Manipulation von Nachrichten an einer Stelle kann zu erheblichen
betriebs- und volkswirtschaftlichen Schäden in der Gesamtkette führen.
Genau hier setzt SecProPort an: Die beteiligten Partner aus Forschung und
Wirtschaft haben ein global abgestimmtes Sicherheitskonzept entwickelt, so
dass der Kommunikationsaustausch in einem gesamthaft gesicherten und
geschützten Umfeld ablaufen kann.

Hierzu wurde zunächst eine detaillierte Prozessanalyse der vier das
Projekt begleitenden Szenarien (Gefahrgutanmeldung über das National
Single Window, Container Logistik, XXL-Logistik, die den Transport und die
Verschiffung von großen Gütern wie Windturbinen- oder Flugzeugteilen
umfasst, und Binnenhafenterminal) durchgeführt. Federführend geschah dies
durch Susanne Ficke, verantwortliche Projektleiterin beim ISL
Bremen/Bremerhaven und ihrem Team: "Es wurden systematisch die komplexen
Hafenprozesse, Kommunikationsstrukturen und die jeweiligen
Sicherheitsanforderungen bei den beteiligten Akteuren analysiert bevor
Risikobewertungen und Maßnahmen zur Risikobehandlung am Beispiel des
Seehafens Bremerhaven erarbeitet werden konnten."
"Jeder Akteur betreibt in der Regel seine eigenen, mitunter langjährig
etablierten Anwendungen, die mit IT-Systemen anderer Partner über
dedizierte Schnittstellen verbunden sind. Für die praktische Umsetzbarkeit
einer zentralen Sicherheitsarchitektur war es uns wichtig, diese
vorhandenen Strukturen zu berücksichtigen.", erläutert Michael Schröder,
Projektmanager beim Projektpartner Hapag Lloyd den SecProPort-Ansatz. Um
den Datentransfer zwischen den logistischen Akteuren abzusichern, setzt
SecProPort daher auf einen einheitlichen Message Adaptor, der die Systeme
der einzelnen Beteiligten effizient ergänzt und sicher miteinander
verknüpft.

Integrität und Vertraulichkeit von Daten im Fokus

Um die Zurechenbarkeit und Manipulationsfreiheit von Daten zu
gewährleisten, müssen in der SecProPort-Sicherheitsarchitektur
kryptographische Verfahren angewendet werden. Dazu setzt der SecProPort
Message Adaptor eine Publik Key Infrastruktur ein. Jeder Akteur erhält von
der Zertifizierungsstelle ein eigenes Zertifikat, mit dem ein öffentlicher
und privater Schlüssel zur digitalen Signatur sowie Ver- und
Entschlüsselung von Nachrichten verbunden ist. Das verhindert die
Manipulation von Nachrichten und ermöglicht es, die Echtheit des Absenders
zu bestätigen.

Der Sicherheitsarchitektur liegt darüber hinaus eine rollenbasierte
Zugriffskontrolle (RBAC - Role Based Access Control) zugrunde. Für jeden
Akteur ist detailliert definiert, welche Informationen geschrieben,
gelesen oder nicht eingesehen werden dürfen. "In der Kombination mit
kryptographischen Verfahren bietet sich damit sogar die Möglichkeit, dass
Daten von beteiligten Akteuren zwar weitergegeben, aber erst vom
berechtigten Empfänger der Informationen entschlüsselt werden können",
erklärt Prof. Dr. Dieter Hutter vom Forschungsbereich Cyber-Physical
Systems des Deutschen Forschungszentrums.

"Heutzutage sind nicht nur Sicherheitsmechanismen benötigt, um sich vor
Cyberbedrohungen zu schützen, sondern auch eine Resilienzstrategie, um die
Geschäftskontinuität auch bei Cybervorfällen zu gewährleisten", erläutert
Konsortialpartner Prof. Dr. Thomas Kemmerich (Universität Bremen). Unter
Cyber-Resilienz versteht man die Fähigkeit, sich effektiv auf Cyber-
Vorfälle vorzubereiten, diese zu verhindern, zu erkennen, darauf zu
reagieren und sich davon zu erholen.
Dementsprechend trägt als weiterer Projektbaustein die Erkennung und
konsequente Behandlung von Angriffen zu einer sicheren IT-Infrastruktur im
Hafenkommunikationsverbund bei. Das SecProPort-Netz erfüllt
Resilienzanforderungen, indem es potenziell mit Schadsoftware befallene
oder böswillig agierende Akteure erkennt, die entsprechenden
Kommunikationswege einschränkt und gegebenenfalls auf zusätzlich
definierte Sicherheitsmechanismen zurückgreift. Zielsetzung ist es,
Auswirkungen auf andere Akteure zu minimieren und das betroffene System
kontrolliert wieder in einen Normalzustand zu überführen.

Eine Blaupause für andere Kommunikationsverbünde

Im Rahmen des Projektes ist ein Migrationskonzept erstellt worden, das
beschreibt, wie die entwickelte Sicherheitsarchitektur nach und nach in
einen Produktivbetrieb überführt werden kann. Konzipiert wurde SecProPort
dabei ausdrücklich so, dass eine Umsetzung nicht nur im Seehafen, sondern
auch für Binnenhäfen oder andere Strukturen möglich ist. Es wurde eine
branchenspezifische Prüfgrundlage für kritische Infrastrukturen
entwickelt, die mit allen relevanten Interessensgruppen abgestimmt werden
kann. Diese erfüllt bereits die Anforderungen des IT-
Sicherheitsgesetztes, der DSGVO und der ISO 27001 und kann somit als
Vorlage für andere Häfen dienen. Die eingesetzten offenen Datenformate und
Plattformtechnologien erleichtern es ebenfalls, die entwickelte
Sicherheitsarchitektur für andere Strukturen zu adaptieren. Dennoch stellt
Projektkoordinatorin Karin Steffen-Witt heraus: "Sicherheit in einem
Kommunikationsverband kann nur gemeinsam erreicht werden.
Sicherheitsregeln müssen von allen Akteuren gemeinsam erarbeitet und
vereinbart werden. Dafür müssen sich alle Akteure am Prozess beteiligen
und allen die Mechanismen und Handlungsanweisungen transparent zugänglich
gemacht werden."

Weitere Informationen sowie ein Animationsvideo über das Projekt finden
Interessierte auf der Projektwebseite: SecProPort
http://www.secproport.de/

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Krieg in der Ukraine: Experten beleuchten völkerrechtliche Fragen

Zerbombte Städte, zahllose auch zivile Opfer, Millionen verzweifelter
Menschen auf der Flucht – die Schreckensmeldungen aus der Ukraine reißen
nicht ab. Putins Angriffskrieg erschüttert Europa und die Welt. Die Folgen
und ein Ende der Gewalt sind unabsehbar. Politische und diplomatische
Mittel blieben bislang wirkungslos. Welche völkerrechtlichen Möglichkeiten
bestehen? Am Dienstag, dem 15. März, um 17.30 Uhr, gehen die Völkerrechts-
Experten der Universität des Saarlandes Marc Bungenberg und Thomas
Giegerich in einer Online-Live-Diskussion dieser Frage auf den Grund.

Kann das Völkerrecht den Weltfrieden wahren oder wiederherstellen? Welche
Rolle spielt der UN-Sicherheitsrat? Wie sieht das wirtschaftliche
Sanktionssystem aus? Wie kann das humanitäre Völkerrecht in diesem Krieg
durchgesetzt werden? Welche völkerstrafrechtlichen Konsequenzen drohen
Putin? Dies sind Fragen, auf die Marc Bungenberg und Thomas Giegerich im
Rahmen der Online-Veranstaltung eingehen werden. Die Saarbrücker
Rechtswissenschafts-Professoren leiten als Direktoren das renommierte
Europa-Institut an der Universität des Saarlandes.

Prof. Dr. Marc Bungenberg ist Professor für Öffentliches Recht,
Völkerrecht, Europarecht und Internationales Wirtschaftsrecht und leitet
seit 2021 den durch die EU-Kommission verliehenen Jean Monnet Lehrstuhl
für European Constitutional Framework of International Dispute Settlement
and Rule of Law. Er befasst sich unter anderem mit der werteorientierten
Ausgestaltung der europäischen Handelspolitik, Welthandelsrecht und
internationaler Streitbeilegung. Bungenberg ist Experte auch für Fragen
von Wirtschaftssanktionen.

Prof. Dr. Thomas Giegerich ist Professor für Europarecht, Völkerrecht und
Öffentliches Recht und hatte bereits zwei Jean-Monnet-Lehrstühle der EU-
Kommission inne. Auf dem Gebiet des Völkerrechts sind seine
Forschungsschwerpunkte der Menschenrechtsschutz, das Völkervertragsrecht
und die friedliche Streitbeilegung.

Das Europa-Institut tritt seit sieben Jahrzehnten für eine regelbasierte
europäische und internationale Ordnung im Interesse von Frieden,
Sicherheit, Freiheit, Gleichheit und Wohlstand ein. Es wurde 1951
gegründet mit dem Ziel, die Verständigung zwischen den europäischen
Völkern zu fördern und an der Gestaltung eines friedlichen Europas
mitzuarbeiten. Das Institut gilt als Talentschmiede für internationale
Juristerei: Seit 1980 bietet das Europa-Institut einen einjährigen
Masterstudiengang an, der Studierende aus der ganzen Welt ins Saarland
zieht, um hier von renommierten Dozentinnen und Dozenten und
Praktikerinnen und Praktikern im Europäischen und Internationalen Recht
unterrichtet zu werden.

Zugang zur Live-Veranstaltung über: <https://europainstitut.de>
(<https://europainstitut.de/news-aus-allen-bereichen/live-veranstaltung-
der-ukraine-krieg-aus-voelkerrechtlicher-sicht
>)

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Lachen, Zaubern, Spaß haben: ein buntes Programm für Groß und Klein unterhält bei unserer „Digitalen Lachwoche“

„Zeit des Lachens e.V.“ startet seine nächste „Digitale Lachwoche“. Das Format, das vom 14. – 18. März 2022 stattfindet, richtet sich an Groß und Klein und wird von FreundInnen des Vereins und Prominenten wie etwa Thomas Müller vom FC Bayern München unterstützt. Die Teilnahme ist für alle Beteiligten kostenlos.

 

Gerade in der aktuellen Situation ist der Wunsch nach Abwechslung, menschlichem Kontakt und Freude größer denn je – insbesondere bei kleinen Patienten in Pflegeinrichtungen und Kliniken. Durch das Digitalformat bietet der Verein Kinderpatienten, Angehörigen und dem Klinikpersonal ein buntes, maßgeschneidertes Programm, welches den Kindern zeigt, Du bist nicht allein!

Das Programm ist über den Klinikrand hinaus einer breiten Masse zugänglich und für alle Zielgruppen ganz einfach auf dem YouTube-Kanal des Vereins zu finden. Einen Überblick über die gesamte Lachwoche wird es auf der dazugehörigen Landingpage geben, die ab KW 11 öffentlich ist.

Verena Dietl, zweite Bürgermeisterin von München unterstützt die Lachwoche als Schirmherrin.

Hier ein erster Auszug aus dem Programm:

  • Thomas Huber (Schauspieler)
  • Robert Ertl (Vorstand Börse München)
  • Amelie Fried (Schauspielerin und Autorin)
  • Sebastian Feicht (Schauspieler und Autor)
  • Nicole Belstler-Boettcher (Schauspielerin)
  • Sabine Bohlmann (Kinderbuchautorin)
  • Ariane Roth (Stimmtrainerin)
  • Markus Strobl mit dem digitalen Clown FrédARico

 

Weitere Informationen zur digitalen Lachwoche stellt der Verein in KW 10 bereit.

 

Über Zeit des Lachens e.V.

Lachen, Freude, ganz viel Spaß und vor allem Abwechslung: Das bringt der „Zeit des Lachens e.V.“ den kleinen Patienten, ihren Angehörigen und dem Personal in bundesdeutschen Kinderkliniken. Der Grundgedanke ist Nachhaltigkeit: Was während eines Besuches vermittelt wird, soll langfristig positiv in den Klinikalltag hineinwirken. Initiiert wurde die Aktion bereits in 2005, nach einem Konzept der Münchner Agentur ALTHALLER communication. Im Mai 2009 ist aus der Initiative der Verein „Zeit des Lachens e.V.“ mit Sitz in München hervorgegangen.

Weitere Informationen unter: www.zeitdeslachens.de

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