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st die Verpflegung in Kitas gesund?

SRH Hochschule für Gesundheit veranstaltet Online-Expertinnengespräch zum
Thema „Förderung der Kindergesundheit – Ernährung in Deutschlands Kitas“.

„Die Ernährung spielt bereits in jungen Jahren eine wichtige Rolle, da sie
die spätere Gesundheit entscheidend beeinflusst. Daher sollte auch die
Ernährung in Kindertageseinrichtungen gesund sein. Verschiedene Studien
zeigen jedoch, dass die Verpflegung dort zum Großteil nicht den
Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung entspricht und
Verzehrempfehlungen von vielen Kindern entweder nicht erreicht werden,
etwa bei Obst und Gemüse, oder überschritten werden, so z. B. bei
Süßigkeiten oder Fleisch“, erläutert Prof. Dr. Dorothea Portius,
Studiengangsleiterin im Bachelor-Studiengang Ernährungstherapie und
-beratung an der SRH Hochschule für Gesundheit am Campus Gera.

In einem kostenfreien Online-Expertinnengespräch wird Prof. Dr. Dorothea
Portius am 16. März 2022 um 17:00 Uhr gemeinsam mit Ina Fiedler, Leiterin
des AWO Montessorihaus Zwergenland in Eisenberg, über das Thema „Förderung
der Kindergesundheit – Ernährung in Deutschlands Kitas“ diskutieren. Damit
bildet das Gespräch den Auftakt einer Reihe von Veranstaltungen im März,
die unter dem Motto „Food and Mood: Wie Ernährung unser Wohlbefinden
beeinflusst“ stehen. 2022 feiert die Gesundheitshochschule der SRH ihr
15-jähriges Bestehen mit dem Themenjahr „365 Tage Leidenschaft für
Gesundheit“, wobei in verschiedenen Bereichen Gesundheitsimpulse gegeben
werden sollen. Die spannenden Einblicke und Veranstaltungen rund um das
Thema Ernährung werden in Zusammenarbeit mit dem Bachelor-Studiengang
Ernährungstherapie und -beratung gestaltet, den die SRH Hochschule für
Gesundheit an den Campus Gera und Rheinland in Leverkusen anbietet.

Aktuell analysiert Prof. Dr. Dorothea Portius mit Studierenden des
Studiengangs im Rahmen eines Projekts den ernährungsphysiologischen Wert
der Verpflegung in Kindertagesstätten. Zudem wird untersucht, woher die
Einrichtungen ihre Verpflegung beziehen, ob vom Catering oder aus der
eigenen Küche, und wie die Mahlzeitenstruktur aussieht. Da für eine
gesundheitsfördernde und nachhaltige Ernährungsbildung mehrere
Akteur:innen wie die Kita-Leitung, Pädagog:innen, Küchen- und
Cateringpersonal, Träger und Eltern gefragt sind, wird sich Prof. Dr.
Dorothea Portius beim Expertinnengespräch stellvertretend für diese
Gruppen mit Ina Fiedler austauschen. Mit der Kindertagesstätte Zwergenland
in Eisenberg sind mehrere Projekte geplant, die spielerisch und auch in
der Küche die Ernährungsbildung der Kinder fördern sollen.

Die Ernährungsberatung in Kindergärten oder Schulen ist für
Absolvent:innen im NC-freien Bachelor-Studiengang Ernährungstherapie und
-beratung nur eine von vielen Karrieremöglichkeiten. Da das Studium
interdisziplinär ausgerichtet ist und eine einmalige Kombination an
Fachwissen aus den Bereichen Biologie, Chemie und Medizin, aber auch
Psychologie und Betriebswirtschaft vermittelt, werden die Studierenden
optimal auf verschiedene Arbeitsgebiete vorbereitet. Dies kann z. B. in
ambulanten und klinischen Stellen für Ernährungsberatung, bei
Patient:innen- und Verbraucher:innen-Verbänden oder in Apotheken mit
ernährungstherapeutischem Schwerpunkt sein.

Interessierte können sich für die kostenfreie Online-Veranstaltung am
16.03.2022 um 17:00 Uhr ab sofort unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. anmelden.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
https://www.srh-gesundheitshochschule.de/unsere-hochschule/hochschulteam
/dorothea-portius/

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Bloggen ist tot – es lebe das Bloggen

Am 9. März 2022 feiert das Blogportal de.hypotheses sein zehnjähriges
Bestehen mit einem digitalen Festprogramm. Neben einer Workshopreihe wird
es eine Podiumsdiskussion geben, zu der bekannte Persönlichkeiten der
geistes- und naturwissenschaftlichen Blogszene eingeladen sind.

Am 9. März 2012 wurde de.hypotheses ins Leben gerufen. Seitdem hat das
Blogportal die Wissenschaftskommunikation in den Geisteswissenschaften
grundlegend verändert. Insgesamt wurden von der Plattform in den letzten
zehn Jahren über 900 Blogs für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
aufgesetzt.

Zu diesem Anlass veranstaltet die Max Weber Stiftung in Kooperation mit
dem Deutschen Historischen Institut in Paris im März und April 2022 eine
digitale Workshopreihe mit Einführungen von Blogexpertinnen und -experten
zu verschiedenen Themen sowie zwei digitale Sprechstunden des Community
Managements. Die Veranstaltungen bieten Anregungen und Lösungen für
grafische, technische und inhaltliche Fragen rund um das
Wissenschaftsbloggen an.

Noch am Abend des Geburtstages selbst wird es unter dem Titel „Bloggen ist
tot – es lebe das Bloggen!“ ab 18:30 Uhr eine Online-Podiumsdiskussion
geben. Gäste sind unter anderem Lars Fischer, Autor des Fischblog, und
Beatrice Lugger, Direktorin des Nationalen Instituts für
Wissenschaftskommunikation. Diskutiert werden Fragen wie: Ist Bloggen als
akzeptierte Praktik (wieder mal) tot oder wird es gerade erst so richtig
lebendig? Wie haben sich die Praktiken über die Jahre hinweg verändert?
Was können geisteswissenschaftliche von naturwissenschaftlichen Bloggenden
lernen? Und wohin geht die Reise beim Bloggen?

Das Programm zu den Veranstaltungen und Informationen zur Anmeldung gibt
es im Redaktionsblog: https://redaktionsblog.hypotheses.org/


DE.HYPOTHESES ist ein nicht-kommerzielles Blogportal für die Geistes- und
Sozialwissenschaften. Das Portal stellt kostenlos einen Service zur
Verfügung, der das Eröffnen von Wissenschaftsblogs erleichtert, diese
unter einem Dach versammelt und für eine größere Sichtbarkeit wie auch für
die Archivierung der Inhalte sorgt. Das deutschsprachige Portal wird von
Open Edition in Zusammenarbeit mit der Max Weber Stiftung bereitgestellt.
Es enthält Beiträge, die von der wissenschaftlichen Redaktion aus den
deutschsprachigen Wissenschaftsblogs von Hypotheses ausgewählt wurden. Die
einzelnen Sprachportale mit ihren jeweiligen Wissenschaftsblogs sind auf
der Plattform Hypotheses vereint.

Die MAX WEBER STIFTUNG – DEUTSCHE GEISTESWISSENSCHAFTLICHE INSTITUTE IM
AUSLAND fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der
Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in
ausgewählten Ländern und damit das gegenseitige Verständnis. Sie unterhält
weltweit elf Institute sowie weitere Forschungsgruppen und Büros. Durch
eine unmittelbare Nähe zu den Forschungsgegenständen und im Austausch
unterschiedlicher Perspektiven und Herangehensweisen bietet die Max Weber
Stiftung beste Voraussetzungen für exzellente geistes- und
sozialwissenschaftliche Forschung.

Das DEUTSCHE HISTORISCHE INSTITUT PARIS (DHI Paris), gegründet 1958, ist
ein historisches Forschungsinstitut im Zentrum von Paris. Das DHI Paris
betreibt eigene Forschung und unterstützt gleichzeitig Forscherinnen und
Forscher, die zur westeuropäischen Geschichte arbeiten und dazu Recherchen
in Frankreich oder Deutschland vornehmen. Weitere Schwerpunkte sind die
Digitale Geschichtswissenschaft und die Geschichte Afrikas. Durch seinen
Standort, sein internationales Team und sein dichtes Netz an
Kooperationspartnern vermittelt das DHI Paris zwischen unterschiedlichen
Wissenschaftskulturen und fördert eine international ausgerichtete
Geschichtsschreibung. Forschenden unterschiedlicher Herkunft,
unterschiedlicher methodischer Ausrichtung und unterschiedlichen Alters
den Austausch und den Dialog zu ermöglichen, ist die zentrale Aufgabe des
Instituts.

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Diskussion, Solidaritätsnacht, Lesungen – Europa-Universität lädt zu Ukraine-Veranstaltungen ein

Mit verschiedenen Veranstaltungen und Formaten bietet die Europa-
Universität Viadrina Frankfurt (Oder) in diesen Tagen vielfältige
Perspektiven auf die Ukraine und den Krieg, den Russland seit vergangener
Woche gegen das Land führt:

Wie schaut man in Deutschland auf die Ukraine und welche Bedeutung hat die
Forschung über die Ukraine in diesem Ausnahmezustand? Diese Fragen stellt
eine Online-Diskussion, zu der der Lehrstuhl für Entangled History of
Ukraine an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) am Freitag,
dem 4. März, 16.00 Uhr, einlädt. Unter dem Titel „Das Ukraine-Bild in
Deutschland und die Ukraine-Forschung in Krisenzeiten“ kommen ins
Gespräch:

•       Rebecca Harms, frühere Fraktionsvorsitzende der Grünen im
Europaparlament und langjährige Unterstützerin der ukrainischen
Zivilgesellschaft,
•       Kyrylo Tkachenko, Doktorand der Europa-Universität Viadrina,
zugeschaltet aus Kyjiw und
•       Prof. Dr. Andrii Portnov, Inhaber der Professur für Entangled
History of Ukraine

Es moderiert Prof. Dr. Annette Werberger, Dekanin der
Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Europa-Universität. Viadrina-
Präsidentin Prof. Dr. Julia von Blumenthal wird die Diskussion eröffnen.
Interessierte sind herzlich eingeladen, an der Zoom-Veranstaltung
teilzunehmen. Um Anmeldung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. wird gebeten. Die
Veranstaltung wird auch auf dem YouTube-Kanal der Professur übertragen:
https://www.youtube.com/channel/UCfVy07RjxCCpHsSEnzZeiHw

Ebenfalls am Freitag, dem 4. März, ab 18.00 Uhr, lädt das studentische
Wohnprojekt verbuendungshaus fforst zu einer Solidaritätsnacht in die
Forststraße 4 in Frankfurt (Oder) ein. Bis 22.00 Uhr sind unter Einhaltung
der 3-G-Regel alle eingeladen, die sich mit den Ukrainierinnen und
Ukrainern solidarisieren wollen und nach Möglichkeiten der Unterstützung
suchen.

Schon ab dem heutigen Mittwoch, dem 2. März, lädt die Viadrina gemeinsam
mit der Eberhard Karls Universität Tübingen zu der Reihe „Lesen für die
Ukraine“ ein. Immer mittwochs von 18.00 Uhr bis 18.20 Uhr werden in
Online-Sitzungen ukrainische Texte der Gegenwart und Vergangenheit
gelesen. Gelesen wird in deutscher Übersetzung. Den Auftakt machen heute
Alexander Kratochvil und Beatrix Kersten, die Texte aus dem Ersten
Weltkrieg vortragen. Am kommenden Mittwoch, dem 9. März, wird dann zum
Geburtstag des ukrainischen Lyrikers Taras Schewtschenko aus „Vor dem
Krieg und im Krieg“ von Serhij Zhadan gelesen.

Interessierte erhalten nach Anmeldung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. einen
Zugangslink. Die Veranstaltungen werden auch per YouTube übertragen:
https://www.youtube.com/channel/UCoCQX9MO1Nyi-RVk15lvYmw

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COVID-19: Online-Spiel zeigt Politikern die Wirksamkeit ihrer Maßnahmen

Wie erreicht die Politik eine möglichst hohe Akzeptanz von
Gesundheitsmaßnahmen wie dem Tragen von Masken? Forscher der IESE Business
School, der Universität Plymouth und des Max-Planck-Instituts haben dazu
ein Analysetool entwickelt. Je nachdem, welche Botschaften gesendet
wurden, ließen sich circa jeder dritte Studienteilnehmer in die eine oder
andere Richtung bewegen.

„Unsere Forschungsergebnisse richten sich an politische
Entscheidungsträger auf der ganzen Welt. Es ist von großer Bedeutung, die
Akzeptanz von Maßnahmen wie Maskentragen oder Abstandhalten zu erhöhen und
somit Pandemien zu verlangsamen“, so Mitautor Sebastian Hafenbrädl,
Professor an der weltweit renommierten IESE Business School.

Die Forscher haben ein Online-Spiel entwickelt, mit dem politische
Entscheidungsträger testen können, welche Botschaften und Interventionen
in der Öffentlichkeit am ehesten zur Zustimmung zu Gesundheitsmaßnahmen
führen. Botschaften mit einer klaren Regel, die eine soziale Komponente
beinhaltet, sind demnach am wirksamsten, um riskantes Verhalten
auszubremsen. Einige gängige Interventionen wie zum Beispiel das Aufzeigen
von Infektionsraten in anderen Ländern seien dagegen eher kontraproduktiv
und könnten risikofreudiges Verhalten sogar fördern.

„Während der Corona-Pandemie haben Regierungen eine Vielzahl von Taktiken
und Botschaften eingesetzt, um die Menschen dazu zu bringen, ihren
Empfehlungen zu folgen und so Leben zu retten“, so Hafenbrädl. Angesichts
dieser beispiellosen Pandemie sei es entscheidend, Tools zu entwickeln, um
die Wirksamkeit dieser Taktiken einzuschätzen, und die effektivsten
auszuwählen.

In 25 Spielrunden simulierten die Forscher die Dynamiken des
Virusausbruchs und bewerteten fünf gängige Maßnahmen der Regierungen und
ihrer Gesundheitsbehörden zur Kontrolle der Ausbreitung von COVID-19. Drei
dieser Maßnahmen förderten ein Verhalten, das Ansteckungen eindämmt,
während zwei kontraproduktiv waren und die Risikobereitschaft sogar
förderten.

Eine Botschaft mit einer klaren Regel, verbunden mit zwingenden sozialen
Gründen für deren Befolgung, ist am wirksamsten. Die Kampagne der
britischen Regierung „Bleiben Sie zu Hause, unterstützen Sie den National
Health Service und retten Sie Leben“ sei so ein Beispiel.

Die Simulation und graphische Darstellung möglicher Übertragungswege wurde
ebenfalls positiv aufgenommen. Den Spielern wurde ein Baumdiagramm
gezeigt, das veranschaulicht, wie hohe Risikobereitschaft zu einem
Schneeballeffekt führt.

Kommunikation, die sich auf die Handlungen anderer Menschen konzentrierte,
etwa wie oft andere Masken tragen oder die Infektionsraten anderer Länder,
führten im Experiment zu einer höheren Risikobereitschaft und damit
negativen Konsequenzen.

Die Forschungsergebnisse legen nahe, dass etwas mehr als 5 Prozent der
Menschen sich immer dafür entscheiden, sich selbst und andere zu
gefährden, wenn sie daraus einen vermeintlichen persönlichen Vorteil
ziehen. Etwa jeder Zehnte entschied sich immer für die sicherere Option.
Eine signifikante Gruppe, etwa jeder Dritte der Befragten ließ sich durch
entsprechende Maßnahmen vollständig davon abhalten, Risiken einzugehen.

Der Artikel „The transmission game: testing behavioral interventions in a
pandemic-like simulation“ ist erschienen in Science Advances, Autoren sind
Sebastian Hafenbrädl, Professor an der IESE Business School, Jan K. Woike
und Patricia Kanngiesser von der University of Plymouth sowie Ralph
Hertwig vom Max-Planck-Institut in Berlin.

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