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Hörbuch „Klassenfahrt“ – Studienorientierung mal ganz anders

Interaktives Hörbuch „Klassenfahrt“ der TU Chemnitz  und des Start-ups
„audory“ lädt ein zu einer Reise in die Universitätsstadt Chemnitz, die
von den Hörerinnen und Hörern selbstbestimmt immer wieder neu entdeckt
werden kann

Was hat eine aufregende Zugfahrt nach Chemnitz mit dem Thema
„Studienorientierung“ zu tun? Die Antwort auf diese Frage gibt die
interaktive Hörbuch-Geschichte „Klassenfahrt“
(https://audory.io/play/61b23053f7f807097d676fc1), die am 13. Januar 2022
zum Virtuellen TUCtag der Technischen Universität Chemnitz erstmals
Studieninteressierten präsentiert wird. Das interaktive Hörbuch wurde vom
Chemnitzer TU-Start-up „audory“ speziell für die Studienorientierung der
TU Chemnitz entwickelt. Das Besondere: Die Hörerinnen und Hörer können
beim interaktiven Hörbuch „Klassenfahrt“ den Verlauf der Geschichte aktiv
an verschiedenen Punkten mitbestimmen und damit auch den Ausgang der
Geschichte beeinflussen. Wer möchte, kann das Hörbuch immer wieder neu
starten und an den Knotenpunkten sich neu entscheiden, um so dem Verlauf
der Story und der Studienorientierung eine neue Richtung zu geben.

Die Idee dazu stammt von Max Rose, der an der TU Chemnitz den Bachelor-
Studiengang Angewandte Informatik absolvierte. Er gründete das Start-up
„audory“, das interaktive Hörbücher mit individueller
Entscheidungsfreiheit entwickelt: „Ich fand es spannend, auch einmal die
Gedanken, die einem bei der Studienwahl durch den Kopf gehen, in ein
interaktives Hörabenteuer zu verpacken und so eine Studienorientierung der
anderen Art für meine Universität zu schaffen“, so Rose. Gemeinsam mit Dr.
Maria Worf und Monique Reuther vom Projektteam „TUCdiscover“, das unter
anderem den Virtuellen TUCtag der TU Chemnitz organisiert, reiften die
Inhalte des Hörbuches in den vergangenen Monaten im Zusammenspiel mit
Pauline Schneider, Absolventin der TU Chemnitz, und der audory-Autorin
Tanja Karmann.

Insgesamt wurde für das Hörbuch Tonmaterial im Umfang von etwa drei
Stunden aufgenommen. „Jedoch ist jede der selbstbestimmten Stories nicht
länger als 30 Minuten“, erläutert Rose. Für Worf vom Projektteam
„TUCdiscover“ ist diese Form der Studienorientierung ebenfalls ein
Experiment. „Uns war es wichtig, neben den zahlreichen Websites,
Studienwahlplattformen oder Assessments ein neues Format auszuprobieren,
das nicht sofort mit Studienorientierung assoziiert wird. Interessant ist,
ob der Zugang über die Emotionen und Entscheidungswege in der Hörbuch-
Geschichte vielleicht auch für individuelle Studienentscheidungen wirksam
sein kann“, so Worf. Ersetzen solle das interaktive Hörbuch die
persönliche Studienberatung an der Universität natürlich nicht.

Alle Protagonisten der „Klassenfahrt“ hoffen, dass das neue Hörbuch bei
der Zielgruppe der Studieninteressierten gut ankommt. „Unsere
Schülerpraktikantin Sabrina Freiberg vom Chemnitzer Dr.-Wilhelm-André-
Gymnasium, die das Hörbuch eingehend getestet und auch das Cover für die
audory-Plattform im Rahmen ihres Praktikums gestaltet hat, war auf jeden
Fall schon mal begeistert“, sagt Worf.

Interaktives Hörspiel „Klassenfahrt“:
https://audory.io/play/61b23053f7f807097d676fc1

Virtueller TUCtag der TU Chemnitz am 13. Januar 2022: https://www.studium-
in-chemnitz.de

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Berufsbegleitendes Studium liefert Know-how zur Gestaltung der Energie- und Rohstoffwende

Soll die Energie- und Rohstoffwende gelingen, muss sich die Wirtschaft neu
aufstellen: weg von großen stationären Anlagen und fossilen Rohstoffen hin
zu kleinen flexiblen Einheiten mit variierenden Einsatzstoffen und der
Nutzung von erneuerbaren Energien. Für diesen Wandel brauchen Unternehmen
vor allem eins: Fachkräfte mit Know-how zur Dynamik von Energie- und
Rohstoffsystemen. Einen Weg, diese Expertise auf- und auszubauen, bieten
die FernUniversität in Hagen und das Fraunhofer UMSICHT mit dem
interdisziplinären Studium zur Dynamik der Sektorenkopplung DYNERGY. Die
berufsbegleitende Weiterbildung startet zum Sommersemester 2022,
Einschreibungen sind bis zum 1. März möglich.

Das modulare Angebot richtet sich an Fach- und Führungskräfte –
insbesondere Planungsverantwortliche, Projektleitende und -mitarbeitende
sowie Prozess-, Betriebs-, Versorgungs- und Energieingenieur*innen. Aber
auch Berufs- und Quereinsteiger*innen aus Unternehmen, Kommunen, Verbänden
oder Behörden mit Interesse an der Energie- und Rohstoffwende können
teilnehmen.

In drei Modulen erarbeiten sich die Studierenden eine fundierte und
anwendungsorientierte Begriffs- und Verständnisbasis zu Sektorenkopplung
und cross-industriellen Verbünden. Konkret befassen sie sich mit der
Frage, wie sie Energie- und Produktionssysteme für sich verändernde Märkte
und Rahmenbedingungen gestalten können – und zwar unabhängig von Prozessen
und Branchen. Im Themenbereich »Dynamik von Energie- und Rohstoffsystemen«
liegt der Fokus auf dynamischen Vorgängen bei der Kopplung von Energie-
und Rohstoffsystemen. Hierbei stehen insbesondere Prinzipien der
numerischen Modellierung, Simulation und Optimierung von Energie- und
Prozesssystemen auf dem Lehrplan.

Das Lernen erfolgt in erster Linie via Selbststudium: Die Teilnehmenden
erhalten ein digitales Skript sowie den Zugang zu einer webbasierten
Programmierungsumgebung. Dort können sie im Modeling based Learning die
Modellierung relevanter Energie- und Produktionssysteme mit Python anhand
praxisrelevanter Beispiele sowohl in Einzel- als auch in Gruppenarbeit
üben und vertiefen. Darüber hinaus befassen sich die Teilnehmenden mit
Digitalisierung in der Verfahrens- und Energietechnik und haben dabei die
Möglichkeit, eigene Erfahrungen mit Sensoren, Datenerfassung und
Datennutzung in Modellen zu sammeln.

Wer sich auf diesem Wege zum »Cross-Industry Manager« qualifiziert, erhält
ein Zertifikat mit einem Gesamtumfang von 15 ECTS gemäß § 62 des
Hochschulgesetzes Nordrhein-Westfalen. Weitere Details zum Abschluss der
Weiterbildung sowie zu Inhalten, Aufbau und Betreuung liefern zwei
kostenlose Info-Veranstaltungen am 20. Januar und 17. Februar 2022,
jeweils von 17.30 bis 18.30 Uhr (digital). Anmeldungen sind über die Seite
www.weiterbildung-dynergy.de möglich.

Originalpublikation:
https://www.umsicht.fraunhofer.de/de/presse-
medien/pressemitteilungen/2022/dynergy.html

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Klimatisierung in Einklang mit der Energiewende: Arne Speerforck ist neuer Professor an der TU Hamburg

Arne Speerforck hat eine Mission. Er möchte, dass sich die Menschen in
ihren Wohnungen und an ihren Arbeitsplätzen wohl fühlen, weil sie das
Klima dort als besonders angenehm empfinden. Gerade in ärmeren Regionen
der Erde besteht noch viel Potential, den Menschen das Leben durch
behagliches Innenraumklima zu erleichtern. Der neue Professor am Institut
für Technische Thermodynamik beschäftigt sich deshalb vor allem mit
Klimatisierung. Genauer gesagt mit dem Kühlen und Heizen von Räumen. Und
die Energie dafür muss aus möglichst effizienten oder klimaneutralen
Quellen kommen.

„Denn“, so Speerforck, „ich möchte, dass meine Forschung zum Erreichen der
Klimaziele beiträgt. Energieeffiziente Lösungen in diesem Bereich sind
zwingend notwendig, da sich laut der Internationalen Energieagentur der
Elektrizitätsbedarf wegen des steigenden Bedarfs bei der
Gebäudeklimatisierung bis zum Jahr 2050 verdreifachen wird“.

Der Energietechniker arbeitet für sein Ziel sowohl an Grundlagen als auch
an anwendungsbezogenen stationär und mobil ausgeführten Anlagen, wie
beispielsweise Wärmepumpen. Sie erzeugen Heizwärme mithilfe von
Umweltenergie und können einen wichtigen Teil zur Elektrifizierung des
Gebäudesektors liefern. Ein entscheidender Punkt ist der Wechsel zu
natürlichen Kältemitteln wie Propan oder Propen. Um ihre Füllmenge in den
Wärmepumpen bei gleichbleibender Heizkapazität und Effizienz zu
reduzieren, müssen viele einzelne Komponenten hinsichtlich ihrer Struktur
so optimiert werden, dass kältemittelführende Kanäle erheblich verkleinert
werden.

Energienetze integrieren

Neben der Entwicklung geeigneter „Hardware“ ist es Speerforck wichtig,
vorhandene Energie effizient zu nutzen: „Wir möchten mehr erneuerbare
Energie in die bestehenden Netze integrieren. Dafür müssen Strom-, Gas-,
und Wärmenetz stärker miteinander verbunden werden. Wir kooperieren daher
mit anderen universitären Instituten und Unternehmen an einem neuen
methodischen Vorgehen zur integrierten Netzplanung“, so der
Wissenschaftler. Ihm ist es für die Gestaltung seiner Professur besonders
wichtig, Studierende in die Projekte einzubinden, um Ihnen interessante
Abschlussarbeiten in relevanten Themenfeldern zu ermöglichen. Für die
Bachelorstudierenden bietet er die Vorlesung Technische Thermodynamik an,
„in der die Grundlagen für diverse spätere Lehrveranstaltungen gelegt
werden“, wie Speerforck betont.

Die TU Hamburg ist für den Wissenschaftler kein unbekanntes Terrain, er
hat hier bereits Maschinenbau studiert und nach dem Abschluss am NIT über
Klimaanlagen promoviert. Nach einem Abstecher an die University of
Maryland, USA, und einer mehrjährigen Management-Tätigkeit in der
R&D-Technologieentwicklung für Wärmepumpen beim Heizungsbauer Vaillant
Group, ist er nun zurückgekehrt an die TU Hamburg, wo Wasser und Wind –
Speerforcks bevorzugte Elemente – immer in der Nähe sind.

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Akademie für schulische Führungskräfte soll systematische Professionalisierung von Schulleitungen unterstützen

Schulleitungen nehmen Schlüsselpositionen im Bildungssystem ein. Sie
tragen Verantwortung für schulische Qualität, haben ein großes
Aufgabenspektrum mit hohen Anforderungen und sind dabei mit ständig
verändernden Erwartungen konfrontiert. In Deutschland werden
Schulleitungen in der Regel aus den bestehenden Reihen der Lehrerinnen und
Lehrer rekrutiert und in Studium und Referendariat nicht auf die Führungs-
und Managementaufgaben vorbereitet.

Die Aufgaben und Verantwortlichkeiten von Schulleitungen, angefangen von
Verwaltung aufgaben über Kooperationsarbeit bis hin zu digital Leadership,
sind allerdings zu komplex, um sie nicht systematisch mit Fort- und
Weiterbildung zu flankieren. Aus diesem Grund sind Qualifikation und
kontinuierliche Professionalisierung von Schulleitung von höchster
Relevanz.

Dies hat auch die designierte neue Bundesregierung erkannt und ihre
Absicht zur systematischen Unterstützung von Schulleitungen im
Koalitionsvertrag verankert. Bund und Länder sollen demnach eine
gemeinsame Koordinierungsstelle Lehrkräftefortbildung einrichten, die
bundesweit Fort- und Weiterbildungsangebote vernetzt, die Qualifikation
von Schulleitungen unterstützt, den Austausch ermöglicht sowie die
arbeitsteilige Erstellung von Fortbildungsmaterialien organisiert und
fördert.

Die Wübben Stiftung ist bereits einen Schritt weiter. Auf der Grundlage
ihrer langjährigen, praktischen Erfahrungen im Bereich
Schulleitungsqualifizierung hat sie einen Vorschlag erarbeitet, wie eine
systematische Professionalisierung von Schulleitungen konkret aussehen
kann.

Das impaktlab der Wübben Stiftung veröffentlicht dazu ein Konzept für eine
„Akademie für schulische Führungskräfte”. Dazu Dr. Markus Warnke,
Geschäftsführer der Wübben Stftung: „Unsere Idee einer Akademie für
schulische Führungskräfte basiert auf der Vorstellung und Forderung,
Schulleitungen als das ernst zu nehmen, was sie sind bzw. sein sollten:
Führungskräfte in einer Bildungsorganisation mit hohem
Verantwortungsspektrum und breiter Reichweite. Offensichtlich ist die Zeit
dafür nun reif.“

Die kontinuierliche Entwicklung jeder einzelnen Schulleiterin und jedes
einzelnen Schulleiters soll der Idee nach sichergestellt werden, um diese
in ihrer Rolle zu stärken. Als zentrales Element werden regelmäßige
Beratungsgespräche mit im System verankerten professionellen
Beratungspersonen angesehen, in welchen die persönlich-professionelle
Entwicklung reflektiert, Ziele sowie Bedarfe geklärt und individuelle
Fortbildungsmaßnahmen vereinbart werden. Dafür bzw. ergänzend sollten
passgenaue, ineinandergreifende und qualitativ hochwertige
Fortbildungsangebote zur Verfügung gestellt werden.

Dr. Hanna Pfänder, Leiterin des impaktlab der Wübben Stiftung, erläutert:
„Uns geht es darum, Impulse zu geben und die Entwicklungen im Sinne des
beschriebenen Grundgerüstes anzustoßen. Wo immer Interesse besteht, bieten
wir unsere Unterstützung an, gemeinsam mit Akteuren vor Ort im jeweiligen
Bundesland an der Idee weiterzudenken. Unser Interesse ist es nicht als
Dienstleister Parallelstrukturen aufzubauen.“

Auf einer übergeordneten Ebene kann und soll ein solches
Professionalisierungssystem zur stetigen Verbesserung von Schulqualität,
zu beruflicher Zufriedenheit und erhöhten Attraktivität der
Schulleitungsposition im Allgemeinen beitragen.

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