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Shuttle Modellregion erhält CREAPOLIS-Award

In Kronach werden die autonomen Shuttles vor allem touristisch genutzt.  Foto: Hochschule Coburg
In Kronach werden die autonomen Shuttles vor allem touristisch genutzt. Foto: Hochschule Coburg

Neue Erfahrungen: Ein Forscherteam testet im Verbund mit Kommunen und
Industrie den Einsatz autonomer Busse im öffentlichen Nahverkehr. Das
Projekt Shuttle Modellregion Oberfranken wurde am Mittwoch mit dem
CREAPOLIS-Award 2021 der Hochschule Coburg ausgezeichnet.

Menschen steigen ein, aus, aber keiner steuert oder lenkt das Fahrzeug.
„Das erste Mal habe ich das 2010 erlebt“, sagt Prof. Dr. Mathias Wilde.
„Das war in der Schwebebahn am Campus in Dortmund. Ich habe mich vorne
hingestellt und geschaut, wie die Gebäude an uns vorbeiglitten – ein
aufregendes Gefühl!“ Zehn Jahre später fuhr er zum ersten Mal in einem
autonomen Kleinbus durch Kronach. Dort, in Rehau und in Hof sind die
autonomen Fahrzeuge der Shuttle Modellregion Oberfranken (SMO) unterwegs.
Städte und Kommunen, Industrie und Wissenschaft arbeiten in dem Projekt
zusammen, um in der Region etwas Außergewöhnliches entstehen zu lassen.

Gemeinsam auf neuen Wegen

„Die Menschen sind stolz darauf, dass ihre Kommune bei so etwas Neuartigem
ganz vorne dabei ist“, sagt Wilde. Der Professor für Vernetzte Mobilität
und sein Team erforschen an der Hochschule Coburg die Integration
autonomer Shuttles in Verkehrsplanung und Verkehrssysteme und die
Akzeptanz bei Bürgerinnen und Bürgern. Das Sicherheits- und
Störfallmanagement erforscht Prof. Dr. Ralf Reißing, der an der Hochschule
als Professor für Automobilinformatik lehrt. Komponenten für autonome
Fahrzeuge entwickelt Valeo Schalter und Sensoren. Das Unternehmen aus
Kronach ist Weltmarktführer für Sensorik im Bereich der
Fahrerzeugassistenz und führt das Konsortium des SMO-Projektes. Es steht
damit stellvertretend für die anderen beteiligten Partner. Die besondere
Zusammenarbeit in diesem vom Bundesverkehrsministerium geförderten Projekt
wurde jetzt mit dem CREAPOLIS-Award 2021 ausgezeichnet.

Einmal im Jahr würdigt die Hochschule auf diese Weise herausragenden
Transfer von Forschung und Wissen. „Deshalb wird dieser Preis immer als
Tandempreis vergeben“, erklärt Hochschulpräsidentin Prof. Dr. Christiane
Fritze. Überzeugt hat die Jury in diesem Jahr der innovative Ansatz für
die Zukunft des Nahverkehrs im ländlichen Raum, die Einbeziehung aller
Beteiligten und die „beeindruckende Strahlkraft“ des Projektes, wie Fritze
hervorhob. Jurymitglieder waren außer der Präsidentin der Geschäftsführer
von Oberfranken Offensiv, Frank Ebert, der Intendant des Landestheaters
Coburg, Dr. Bernhard Loges und der Hautgeschäftsführer der IHK zu Coburg,
Siegmar Schnabel.

Oberfrankens anspruchsvolle Strecken

Den Tandempreis innerhalb der Hochschule erhielten in diesem Jahr die
Professoren Wilde und Reißing aus der Fakultät für Maschinenbau und
Automobiltechnik und ihr Team: Katharina Bohnen, Lea-Madlen Lief, Lukas
Riedelbauch und Dominik Wank. Der andere Teil des Tandempreises ging an
Valeo Schalter und Sensoren, vertreten durch Jörg Schrepfer und Dr. Georg
Pelzer. Schrepfer freute sich über die Anerkennung der „hervorragenden
Zusammenarbeit“. Gemeinsames Anliegen sei, Autonome Shuttles in den
öffentlichen Straßenverkehr der Heimat zu integrieren. „Die Strecken
gehören zu den anspruchsvollsten weltweit. Denken Sie beispielsweise an
die engen Altstadtgassen hoch zur Kronacher Festung, die Fußgängerzone in
Hof oder den schnell befahrenen Autobahnzubringer und die Tests am Rehauer
Bahnübergang.“

In Kronach bietet die Hochschule Coburg auch den Masterstudiengang
„Autonomes Fahren“ an. Ob die Shuttles wie hier touristisches Erlebnis
sind, wie in Rehau im Werksverkehr eingesetzt werden oder wie in Hof
zwischen Innenstadt und Bahnhof: Ziel ist, möglichst hohe Mobilität mit
geringstmöglichem Ressourceneinsatz. Sicherheit und Datenschutz gehören
zum Standard. „Es geht darum, dass die Menschen einen attraktiven
öffentlichen Nahverkehr erhalten. Auch auf dem Land.“ Wilde sieht die
Shuttles als Teil des gesamten Verkehrssystems. „Sie können in vielen
Orten Alltag werden. Aber“, sagt er und verweist auf ein Ergebnis der
Befragungen: „Die Erwartungen der Bevölkerung sind schon sehr hoch.“
Perfekte autonome Fahrzeuge gibt es schließlich schon mindestens seit 30
Jahren – in Film und Fernsehen. Das prägt unsere Vorstellung, auch wenn
die Menschen in Oberfranken im Grunde nur ein besseres Verkehrsangebot
erwarten. Zum Beispiel durch Shuttles, die sich per App rufen lassen. Der
Professor lächelt, schüttelt aber energisch den Kopf. „Wir haben uns
gerade erst auf den Weg begeben. Die Evolution von Technik braucht Zeit,
Rahmenbedingungen, Forschung. Das Automobil gibt es seit 1886.“ Das
autonome Fahren hingegen sei erst seit zehn Jahren wirklich Thema. Seit
Wilde in der autonomen Schwebebahn stand, hat es sich rasant entwickelt.

Partner im SMO-Projekt:

Valeo Schalter und Sensoren GmbH, Stadt Hof und Rehau sowie Landkreis Hof
und Kronach, DB Regio Bus, REHAU AG + Co, Hochschule Hof und Coburg sowie
die Technische Universität Chemnitz, Nuts One. Das Projekt wird vom
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert.

Text: Natalie Schalk

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LSE – Lasersymposium Elektromobilität: Technologie, Trends, Netzwerken

Einzelkontaktierung von 18650-Batteriezellen.  © Fraunhofer ILT, Aachen.
Einzelkontaktierung von 18650-Batteriezellen. © Fraunhofer ILT, Aachen.

Die Verkehrswende ist ein zentraler Eckpfeiler der Energiewende. Ohne die
wirtschaftliche Fertigung leistungsstarker Elektrobatterien wird sie
allerdings nicht gelingen. Die Lasertechnik erweist sich dabei als eine
Schlüsseltechnologie. Seit 2019 richtet das Fraunhofer-Institut für
Lasertechnik ILT deshalb das »LSE – Lasersymposium Elektromobilität« aus.
Am 25. und 26. Januar 2022 findet es zum vierten Mal statt, wie schon 2021
als reines Online-Event mit virtueller Laborführung. Zahlreiche
Expertinnen und Experten referieren über jüngste Fortschritte und Trends
rund um Laserverfahren zur Fertigung und Entwicklung von Batteriemodulen
und -packs im Bereich der Elektromobilität.

Der Umstieg auf die Elektromobilität lässt den Bedarf an leistungsfähigen
Energiespeichersystemen rasant in die Höhe schnellen. Um ihn zu decken,
braucht die Industrie Verfahren, mit denen qualitativ hochwertige Bauteile
möglichst schnell und kostengünstig industriell gefertigt werden können.
Eine entscheidende Rolle dabei spielt die Lasertechnik. Sie ermöglicht
zahlreiche vielversprechende Anwendungen. Schon heute sind hocheffiziente
Laserverfahren für die gesamte Prozesskette essenziell. In Zukunft wird
ihr Anteil voraussichtlich noch weiter zunehmen.
Um diese Entwicklung voranzutreiben, hat das Fraunhofer ILT 2019 das »LSE
– Lasersymposium Elektromobilität« ins Leben gerufen. Seither dient es
Vertretern aus Forschung und Industrie als bedeutende Plattform für den
interdisziplinären Austausch und regt die verschiedenen Akteure zur
nachhaltigen Zusammenarbeit an.

Das Neueste aus der Lasertechnik

Wie schon in den vergangenen Jahren rechnet das Fraunhofer ILT auch für
das LSE´22 mit rund 70 Teilnehmenden. »Darunter werden mit Sicherheit
viele bekannte Gesichter sein«, sagt Dr. Alexander Olowinsky,
Gruppenleiter Mikrofügen am Fraunhofer ILT. »Wir sind jedoch immer sehr
darum bemüht, auch neue Teilnehmende anzusprechen und namhafte
Referierende aus Industrie und Forschung zu gewinnen, die weitere
thematische Schwerpunkte setzen. Diese Mischung ist bei unseren
Teilnehmenden bisher immer sehr gut angekommen.«
Über beide Veranstaltungstage hinweg werden Expertinnen und Experten über
die jüngsten Fortschritte und Trends rund um lasertechnische Verfahren zur
Fertigung und Entwicklung von Batteriemodulen und -packs im Bereich der
Elektromobilität referieren. Konkret geht es um Laserprozesse und
Laserstrahlquellen für die Batterieproduktion, Produktionsanlagen in der
Lasermaterialbearbeitung sowie Prozessüberwachung von
Laserfertigungsverfahren.

Virtuelle Laborführungen: Hier sitzen Sie in der ersten Reihe!

Bereits im Rahmen des LSE´21 präsentierten die Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler des Fraunhofer ILT verschiedene Anlagen und Versuche per
Live-Übertragung aus mehreren Laboren. Ursprünglich als Notlösung gedacht,
hat sich diese Vorgehensweise bewährt. So wird es auch beim LSE´22 wieder
eine virtuelle Laborführung am Fraunhofer ILT geben, zudem mit Live-
Schalte aus Pfungstadt, um die Messeinrichtungen der Primes GmbH
vorzustellen. Das Unternehmen berät und unterstützt Kunden in
Laserentwicklung, Anlagenbau und Produktion. »Unser eigens konzipierter
Kamerawagen ermöglicht es unseren Teilnehmenden, alle Details live aus dem
Labor und aus kürzester Distanz zu sehen. Vor Ort wäre das mit so vielen
Menschen allein aufgrund der räumlichen Begrenztheit nicht möglich«, sagt
Dr. Olowinsky. »Bei der virtuellen Laborführung stehen Teilnehmende des
LSE immer in der ersten Reihe. Ganz egal, von wo aus Sie gerade
zugeschaltet sind.«

Deutschland als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort stärken

Wieder mit dabei sein wird auch Dr. André Häusler: »Die Anwendung von
lasertechnischen Verfahren bei der Entwicklung und Fertigung von
Elektrobatterien ist weltweit auf dem Vormarsch«, sagt der Teamleiter für
das Mikrofügen von metallischen Werkstoffen am Fraunhofer ILT. »Das führt
zu einem harten internationalen Wettbewerb. Um mit der Konkurrenz
außerhalb Europas langfristig Schritt halten zu können, müssen wir deshalb
unsere Kräfte bündeln. Genau deshalb gibt es das LSE. Wir wollen dazu
beitragen, die Verbreitung von lasertechnischen Anwendungen aus
Deutschland im Bereich der Elektromobilität maßgeblich zu steigern.«

Mehr zum Thema Lasertechnik für die Elektromobilität

Anwender, Hersteller und Entwickler, die an einem weiterführenden
Austausch über den aktuellen Stand und die Perspektiven der Lasertechnik
im Bereich der Elektromobilität interessiert sind, bietet sich vom 4. bis
6. Mai 2022 auch die Teilnahme am »AKL´22 – International Laser Technology
Congress« in Aachen an. Zusammen mit der konferenzbegleitenden Ausstellung
und den Live-Vorführungen im Fraunhofer ILT hat sich die Veranstaltung als
zentrale Networking-Plattform der Laser-Community etabliert. Das Programm
des AKL’22 kann hier eingesehen werden:
www.lasercongress.org/de/programm

Das vierte Lasersymposium Elektromobilität – LSE´22 findet am 25. und 26.
Januar 2022 online statt, die Vortragssprache ist Deutsch. Weitere
Informationen und Anmeldung unter: www.ilt.fraunhofer.de/lse

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Martini Symposium 2021 Sursee, «Digitale Plattformen als Gamechanger – disruptiv oder komplementär?»,25. November, besucht von Léonard Wüst

Stadtpräsidentoin Sabine Beck – Pflugshaupt eröffnet das Symposium
Stadtpräsidentoin Sabine Beck – Pflugshaupt eröffnet das Symposium

Programm:
Tagungsleitung,Reto Lipp Wirtschaftsexperte SRF
Referat Dr. Holger Schmidt
Podiumsdiskussion mit Dr. Holger Schmidt, Marcel Dobler,
Manuel Lichtsteiner und Sandra Stöckli, Leitung: Reto Lipp
Schlusswort von Sabine Beck-Pflugshaupt, Stadtpräsidentin, Sursee

 

 

Die Besucher werden Corona gerecht kontrolliert
Die Besucher werden Corona gerecht kontrolliert
Angeregte Unterhaltungen schon vor Beginn des Symposiums
Angeregte Unterhaltungen schon vor Beginn des Symposiums

 

Auch Vertreter der Sponsoren diskutieren angeregt
Auch Vertreter der Sponsoren diskutieren angeregt

Fast 300 Interessierte fanden sich ein für das Martini Symposium in Sursee, das seit 1991 alle zwei Jahre programmiert ist, letztes Jahr aber, aufgrund der Pandemie, nicht stattfinden konnte. Gutgelaunt begrüsste Sursees Stadtpräsidentin Sabine Beck – Pflugshaupt Referenten, Podiumsteilnehmer, Vertreter der Sponsoren und Unterstützer und die erwartungsfreudige Gästeschar aus Wirtschaft und Politik. Sie betonte, dass das Sorser Martini Symposium inzwischen ein schweizweit beachteter Anlass sei und sich immer wieder eines hochkarätigen Podiums und ebensolcher Referent*innen erfreuen dürfe.

 

Referent Dr. Holger Schmidt:  Plattformen sind das zentrale Geschäftsmodell der digitalen Wirtschaft

 

Die Surseer Stadtpräsidentin Sabine Beck - Pflugshaupt übergibt das Wort an Tagungsleiter Reto Lipp
Die Surseer Stadtpräsidentin Sabine Beck - Pflugshaupt übergibt das Wort an Tagungsleiter Reto Lipp

Digitale Plattformen wie Zalando, Ali Express und Amazon werden für Unternehmen immer wichtiger, um Kundinnen und Kunden zu erreichen.
Doch wie funktionieren sie und welche Auswirkungen haben sie? Netzökonom und Digitalisierungs-Experte Dr. Holger Schmidt  gab den 280 Gästen Einblick in die digitale Wirtschaft. Plattformen sind das zentrale Geschäftsmodell vieler Firmen.
«Durch die Corona-Pandemie haben Plattformen einen enormen Aufschub erhalten», sagte er. «Davon profitieren nicht nur die grossen Plattformbetreiber, sondern auch kleinere Unternehmen, die ihre Produkte dort anbieten.» Digitale Plattformen zu ignorieren, sei für Firmen gefährlich, so der Referent. «Als

Tagungsleiter Reto Lipp begrüsst Referent  Dr. Holger Schmidt
Tagungsleiter Reto Lipp begrüsst Referent Dr. Holger Schmidt

Unternehmen muss man in den Suchfunktionen auftauchen, ansonsten verschwindet man irgendwann aus dem Gedächtnis der Kundschaft.». Zudem: Meist entscheidet nicht die Technologie in der digitalen Ökonomie über Sieg oder Niederlage, sondern die Wahl des richtigen digitalen Geschäftsmodells. Wie kein anderes Modell haben Plattformen, die als Interaktionsmanager zwischen Angebot und Nachfrage fungieren, die Machtverhältnisse in vielen Märkten zu ihren Gunsten verschoben. In China, fast unglaublich, werden sogar extra Fabriken gebaut um Artikel zu produzieren, die auf Plattformen sehr gefragt sind. Schmidt (früher auch mal Wirtschaftsjournalist bei der Frankfurter allgemeinen Zeitung ,FAZ), der den Amazon Gründer Jeff Bezos seit Beginn dessen Erfolgsstory persönlich kennt und ab und zu wieder trifft,  hat auch ein Geschäftsmodell entwickelt um erfolgreich in der digitalen Ökonomie zu investieren.

Topbesetztes Podium analysiert die Aussagen des Referenten

Reto Lipp im Gespräch mit Marcel Dobler, Sandra Stückli und Manuel Lichtsteiner v.l.n.r. -
Reto Lipp im Gespräch mit Marcel Dobler, Sandra Stückli und Manuel Lichtsteiner v.l.n.r. -

Nationalrat Marcel Dobler, Miteigentümer und  Verwaltungsrat von Franz Carl Weber war Gründer und während 13 Jahren CEO des Unternehmens Digitec/Galaxus, erklärte den Teilnehmenden, wie er damals vor rund 20 Jahren bei der Gründung vorgegangen ist. Sandra Stöckli wiederum sprach über die Herausforderung, Lebensmittel online anzubieten. «In diesem Bereich seien die Marktanteile noch sehr klein». Aber man habe das Plattformprinzip auch aufgenommen und führe alle Migros – Onlineangebote zusammen und in Zukunft laufe alles unter «m – online», also die bisherigen «le Shop», «digitic», «m electronics» usw. werden dort integriert. Manuel Lichtsteiner gab Einblicke in seine Arbeit. Er bietet in Oberkirch flexible Arbeitsplätze an, sogenannte Coworking Spaces. Die Plattformen würden dabei helfen, das Geschäftsmodell zu bewirtschaften, weil sie ortsunabhängiges Arbeiten fördern, trotzdem aber auch für lokale Unternehmen und Einzelpersonen interessant seien.  so Lichtsteiner.

Marcel Dobler, Schweizer Unternehmer, Sportler und Politiker
Marcel Dobler, Schweizer Unternehmer, Sportler und Politiker

Reto Lipp hakte hie und da nach, sodass die Podiumsteilnehmer weitere interessante Details preisgaben, deren Aufführung hier aber zu weit führen würde.

Einigkeit auf dem Podium

Sandra Stöckli, Leiterin Geschäftsbereich Supermarkt der Genossenschaft Migros Luzern
Sandra Stöckli, Leiterin Geschäftsbereich Supermarkt der Genossenschaft Migros Luzern

Allgemein war man in der Podiumsrunde der Meinung, dass es der stationäre Handel in Zukunft noch schwerer haben wird, vor allen in den Bereichen Home Elektronik, Bekleidung etc., während bei Lebensmitteln, so Sandra Stöckli, das unmittelbare Shoppingerlebnis schon eine wichtigere Rolle spiele.

Manuel Lichtsteiner, CO-Founder Kreativfabrik 62 Oberkirch
Manuel Lichtsteiner, CO-Founder Kreativfabrik 62 Oberkirch

Ebenso war man unisono der Ansicht, dass ihr eigenes Business up do date sei, Anpassungen, und Verbesserungen aber laufend möglich und nötig seien. Wir erlebten einen angeregten, informativen Meinungsaustausch souverän moderiert von Reto Lipp.

Verabschiedung durch die Stadtpräsidentin und Netzwerken beim abschliessenden Apéro riche

Auch ein gutgelaunter Surseer Finanzdirektor Daniel Gloor inmitten von Besuchern
Auch ein gutgelaunter Surseer Finanzdirektor Daniel Gloor inmitten von Besuchern

Die Stadtpräsidentin bedankte sich bei den Protagonisten für das höchst aufschlussreiche Symposium, das so, ohne die Unterstützung der treuen Sponsoren, dem Engagement der Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung Sursee und den treuen Symposium Besuchern, gar nicht realisierbar wäre. Dazu gehöre selbstverständlich auch noch, der von der Stadt Sursee offerierte Apéro riche, um noch etwas über das gehörte zu plaudern, alte Kontakte zu pflegen und neue zu knüpfen.

Nicht ab einer Plattform, sondern ausschliesslich von lokalen Produzenten, waren die Leckereien, die sich in der Tasche befanden, die jeder Teilnehmer mit nach Hause nehmen durfte. Fazit: Einmal mehr eine runde Sache, an der die Teilnehmer*innen grosse Freude hatten und auf die die Organisator*innen Stolz sein dürfen

Kleine Fotodiashow des Events von Christian Hodel, Stadt Sursee:

fotodiashows.wordpress.com/2021/11/27/martini-symposium-2021-sursee-digitale-plattformen-als-gamechanger-disruptiv-oder-komplementar25-november-besucht-von-leonard-wust/

Text: www.leonardwuest.ch

Fotos: www.sursee.ch

Homepages der andern Kolumnisten:  www.noemiefelber.ch

www.gabrielabucher.ch  www.herberthuber.ch

 www.maxthuerig.ch

 

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Die Gewinner:innen der AI GameDev

AI GameDev ist Europas erster forschungsgetriebener Wettbewerb zur Weiterentwicklung von Spieltechnologien für Forschende und Start-ups im Bereich künstlicher Intelligenz (KI).  Cyber Valley
AI GameDev ist Europas erster forschungsgetriebener Wettbewerb zur Weiterentwicklung von Spieltechnologien für Forschende und Start-ups im Bereich künstlicher Intelligenz (KI). Cyber Valley

Die Start-ups mlxar und Kinetix SAS sowie das Forschungsprojekt GRAF von
Katja Schwarz sind die Gewinner:innen der AI GameDev – Europas erstem
forschungsgetriebenen Wettbewerb zur Weiterentwicklung von
Spieltechnologien für Forschende und Start-ups im Bereich künstlicher
Intelligenz (KI).
Die Start-ups mlxar und Kinetix SAS
sowie das Forschungsprojekt GRAF von Katja Schwarz sind die Gewinner:innen
der AI GameDev – Europas erstem forschungsgetriebenen Wettbewerb zur
Weiterentwicklung von Spieltechnologien für Forschende und Start-ups im
Bereich künstlicher Intelligenz (KI). Bei der Preisverleihung, die am
Donnerstag live auf YouTube übertragen wurde, präsentierten die sieben
Finalist:innen ihre Ideen zur Unterstützung der Entwicklung und
Verbesserung der Interaktivität im Gaming-Sektor vor einer hochkarätigen
Jury.

„Wir werden Gaming überall in unserem Leben sehen – und so auch KI. Und
wir werden sehen, wie sich diese beiden Bereiche mehr und mehr miteinander
verbinden. Intelligente Systeme werden zu einem integralen Bestandteil des
Gamings avancieren und sie intelligenter machen. Ich denke, es wird eine
positive Rückkopplung geben, bei dem die KI das Gaming besser macht und
das Gaming wiederum die KI verbessert“, sagte Michael J. Black, Direktor
am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme und Cyber Valley Sprecher.
„Ich sehe die Zukunft eher in einer Verschmelzung der realen Welt, der
virtuellen Welt und der KI, die die Schnittstelle zwischen der physischen
und der virtuellen Welt bildet.“

Aus den zahlreichen Einreichungen für die Gaming-Competition wurden sieben
Finalist:innen für die Preisverleihung ausgewählt, da ihre Ideen alle das
Potenzial haben, die Spieleindustrie entweder in Bezug auf die Gestaltung
oder die Interaktivität voranzubringen. Von ihnen hatten drei Start-ups
und Forschungsgruppen die Möglichkeit, sich einen der drei Preise zu
sichern. Die Gewinner:innen sind:

Main Award für mlxar: Erstellung von 3D-Architekturmodellen für die
Gaming-Industrie

Das österreichische Start-up mlxar (machine learning extended
architecture) hat den ersten Preis und den von Square Enix
bereitgestellten Main Award für die innovativste KI-Lösung gewonnen. mlxar
nutzt KI, um 3D-Architekturmodelle für die Gaming Industrie zu erstellen.
„Architekturdesign ist ein manueller, ineffizienter und zeitaufwändiger
Prozess – das ist ein Problem, wenn man ein einzelnes Gebäude entwirft,
und es ist ein riesiges Problem, wenn man eine ganze Stadt, ein Level oder
eine Welt entwirft. Das ist genau das, was beim Design von Videospielen
und in der Filmindustrie passiert“, sagte Ben James, CEO von mlxar.
„Unsere KI-Innovation ist kein Ersatz für den Designerinnen und Designer –
sie ist ein Weg, um Fachwissen skalierbar zu machen und letztlich eine
neue Art von kreativem Werkzeug zu schaffen, das Menschen dabei hilft,
ihre eigene Intuition und Sensibilität zu erweitern.“

Die Kapazitäten zur Erstellung von Inhalt sind der Nachfrage nach Content
weit unterlegen, weshalb der Markt bereits jetzt größer ist als alle
anderen Unterhaltungsbranchen zusammen. Die mlxar zugrunde liegende
technologische Innovation ermöglicht die kreative Erstellung von
Architektur-Assets in einem schnelleren Tempo als die derzeit modernsten
Wettbewerber. Ihre Algorithmen entwickeln sich in Abhängigkeit von der
Vorgabe, zum Beispiel den gewünschten Stilpräferenzen und Designvorgaben
der Benutzenden. Das Ergebnis sind unendlich viele Architekturlösungen,
darunter auch bisher unbekannte Entwürfe. mlxars Beitrag hat dem Team
einen Besuch in Tokio, Japan, eingebracht, wo es nun die Möglichkeit hat,
eine potenzielle Zusammenarbeit mit Square Enix zur praktischen Nutzung
ihrer Technologie in der Produktion zu testen.

Scientific Award für GRAF: 3D-bewusste Bildsynthese aus 2D-Bildern

Katja Schwarz qualifizierte sich erfolgreich mit GRAF und nahm den von
Cyber Valley bereitgestellten Scientific Award für die vielversprechendste
wissenschaftliche Leistung entgegen. GRAF (Generative Radiance Fields)
schlägt ein Framework zur 3D-bewussten Bildsynthese aus unbearbeiteten 2D-
Bildern vor. „Die Erstellung von 3D-Inhalten ist das zentrale Element für
die Entwicklung realistischer Spielumgebungen und virtueller Realität. Die
Erstellung von 3D-Inhalten erfordert jedoch einen hohen Designaufwand, was
den Prozess zeit- und kostenintensiv macht“, sagte Katja Schwarz von der
Autonomous Vision Group an der Universität Tübingen. „Selbst bei großem
Designaufwand sind die Ergebnisse noch nicht vollständig fotorealistisch.“
GRAF begegnet diesen Herausforderungen mit einem datengetriebenen Ansatz.
Ziel ist es, aus Daten 3D-konsistente Assets zu lernen, um die Kosten für
den manuellen Designaufwand zu reduzieren und den Fotorealismus der
erstellten Inhalte zu verbessern. Die meisten bestehenden datengesteuerten
Ansätze benötigen 3D-Assets für das Training. Im Gegensatz dazu lernt die
Pipeline, 3D-konsistente Objekte aus unbearbeiteten 2D-Bildern zu
erzeugen. Dies ist besonders wichtig, da 3D-Groundtruth-Daten in der
realen Welt schwer zu erhalten sind, während zweidimensionale Bilder
allgegenwärtig sind.

Der ursprüngliche Preis, der mit diesem Award verbunden ist, bestand aus
einer Cyber Valley Tour und einem Treffen mit führenden KI-Forschenden,
einschließlich eines Besuchs des Max-Planck-Instituts für Intelligente
Systeme (MPI-IS) in Stuttgart und Tübingen, Deutschland. Da das Team Teil
von Cyber Valley ist, wird der Preis in angemessener Weise angepasst.

Audience Award für Kinetix: Umwandlung von 2D-Videos in 3D-animierte
Inhalte

Das französische Start-up Kinetix SAS hat den von IT-Farm gestifteten
Audience Award gewonnen. Dieses Projekt erhielt die meisten Stimmen bei
der AI GameDev-Preisverleihung. Kinetix demokratisiert die
Charakteranimation mit Hilfe von KI und ermöglicht es Kreativschaffenden,
jedes 2D-Video in 3D-animierte Avatare zu verwandeln, so dass jede:r das
Metaversum bevölkern und Geschichten erzählen kann. Das Metaverse ist eine
hypothetische Iteration des Internets, die dauerhafte virtuelle 3D-Online-
Umgebungen durch herkömmliche persönliche Computer sowie virtuelle und
Augmented-Reality-Headsets unterstützt. Bislang ist die 3D-Produktion
aufgrund der langsamen und technischen Animationstechniken begrenzt. „Eine
Minute zu animieren dauert vier Wochen, selbst für ausgebildete
professionelle 3D-Animatorinnen und -Animatoren. Wir werden nicht-
technischen Kreativen den Zugang zu 3D-Charakteranimation ermöglichen, die
heute zu technisch für sie ist“, sagte Yassine Tahi, CEO von Kinetix SAS.
„Wir nutzen die neueste Forschung im Bereich Deep Learning mit unserem
Team, um über den Stand der Technik hinauszugehen.“

Die derzeitige 3D-Animationssoftware erfordert fundierte technische
Kenntnisse und ist für die meisten Kreativen nicht zugänglich. Sie kann
nur offline verwendet werden und lässt den Aspekt der Zusammenarbeit
vermissen. Kinetix versucht, die Lücke zwischen der steigenden Nachfrage
und den Kosten sowie den technischen Kenntnissen zu schließen, die für die
Erstellung von 3D-animierten Inhalten erforderlich sind. Die Lösung von
Kinetix ermöglicht die Erstellung und Bearbeitung von 3D-animierten
Inhalten durch die Automatisierung, die durch die jüngsten Durchbrüche im
Bereich des Deep Learning ermöglicht wird. Kinetix erhält ein exklusives
Business- oder Fundraising-Mentoring von IT-Farm, das Themen wie
Fundraising-Beratung, Einschätzung von Verkaufsargumenten oder Entwicklung
von Geschäftsplänen umfasst.

Über AI GameDev

Während der Preisverleihung am Donnerstag wählte eine Jury die
Gewinner:innen des Main Awards und des Scientific Awards aus. „Die beiden
Punkte, auf die wir besonders geachtet haben, waren wie neuartig und von
welcher wissenschaftlichen Qualität die Arbeiten sind“, sagte Michael
Sedlmair, Professor für Augmented Reality und Virtual Reality an der
Universität Stuttgart und AI GameDev-Jurymitglied. „Wenn diese beiden
Aspekte gepaart sind mit viel Potenzial für erkennbare Auswirkungen auf
den Spielemarkt, dann wussten wir, dass wir eine würdige Preisträgerin
bzw. einen würdigen Preisträger der AI GameDev haben.“ Neben Sedlmair
waren Remi Driancourt (GM & Director of Research, Square Enix), Hasegawa
Isamu (Senior Manager, Square Enix), Shinya Kasuga (Partner, IT-Farm),
Oliver Passek (Referent für Film und Medien, Ministerium für Wissenschaft,
Forschung und Kunst, Baden-Württemberg), Johanna Pirker
(Assistenzprofessorin, Technische Universität Graz) und Miyake Youichiro
(Lead AI Researcher, Square Enix) Mitglieder der Jury.

Für die AI GameDev rief Cyber Valley gemeinsam mit dem Spieleentwickler
Square Enix und dem Risikokapitalunternehmen IT-Farm im August und
September zur Einreichung von Bewerbungen auf. Im Oktober nominierten die
Forscher von Cyber Valley sowie Vertreter von Square Enix und IT-Farm dann
sieben Finalist:innen für die Preisverleihung am Donnerstag.

Das fünfjährige Jubiläum von Cyber Valley

Die AI GameDev markierte das erste festliche Treffen im Dezember, der für
Cyber Valley ein besonderer Monat ist: Vor fünf Jahren wurde das
Forschungskonsortium in der Region Stuttgart-Tübingen gegründet. Cyber
Valley als international renommierter Hotspot für KI ist in den
vergangenen Jahren in den Bereichen Forschung und Innovation erfolgreich
gewachsen: Es wurden Professuren innerhalb des Ökosystems berufen, Cyber
Valley Forschungsgruppen gegründet und ein Start-up sowie ein Investor
Netzwerk aufgebaut. Die AI GameDev ist ein weiterer Höhepunkt in einer
beeindruckenden Reihe von Veranstaltungen, die allesamt auf die Anwendung
von KI in vielversprechenden Kontexten abzielen, dieses Mal in Form einer
Gaming Competition.

Über Cyber Valley:
Cyber Valley ist Europas größtes Forschungskonsortium im Bereich der
künstlichen Intelligenz mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie. Das
Land Baden-Württemberg, die Max-Planck-Gesellschaft mit dem Max-Planck-
Institut für Intelligente Systeme, die Universitäten Stuttgart und
Tübingen sowie Amazon, BMW AG, Daimler AG, IAV GmbH, Dr. Ing. h.c. F.
Porsche AG, Robert Bosch GmbH und ZF Friedrichshafen AG sind die
Gründungspartner dieser Initiative. Seit 2019 ist zudem die Fraunhofer-
Gesellschaft Cyber Valley Partner. Unterstützt wird Cyber Valley zudem von
der Christian Bürkert Stiftung, der Gips-Schüle-Stiftung, der Vector
Stiftung und der Carl-Zeiss-Stiftung.


Über Square Enix Co., Ltd:
Square Enix Co., Ltd. entwickelt, veröffentlicht, vertreibt und lizenziert
Unterhaltungsinhalte der Marken SQUARE ENIX®, EIDOS® und TAITO® auf der
ganzen Welt. Die Square Enix-Unternehmensgruppe umfasst ein globales
Netzwerk von führenden Entwicklungsstudios und verfügt über ein wertvolles
Portfolio an geistigem Eigentum, darunter: FINAL FANTASY®, das sich
weltweit über 161 Millionen Mal verkauft hat, DRAGON QUEST® (82 Millionen
Verkäufe), TOMB RAIDER® (82 Millionen Verkäufe) sowie das legendäre SPACE
INVADERS®. Square Enix Co., Ltd. ist eine in Japan ansässige,
hundertprozentige Tochtergesellschaft der Square Enix Holdings Co., Ltd.

Über IT-Farm:
IT-Farm, ein Gründungsmitglied des Cyber Valley Investor Networks, ist
eine Venture-Capital-Firma mit Standorten in Tokio und San Jose, die seit
über 20 Jahren mehr als 100 internationale Start-ups durch Mentoring,
Geschäftsentwicklung und Investitionen unterstützt. Die
Hauptinvestitionsziele sind disruptive Tech-Start-ups im Frühstadium in
den Bereichen KI, Unterhaltung, Mobilität, Energie, Gesundheitswesen,
Fertigung, Bauwesen, Fintech, Proptech und Deep-Tech auf der ganzen Welt.

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