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CT-Früherkennung bei Raucher*innen kann Lungenkrebssterblichkeit senken

Bericht des Bundesamtes für Strahlenschutz unterstreicht hohe
Anforderungen an das Verfahren

Eine strukturierte Lungenkrebs-Früherkennung mit Untersuchungen per
Niedrigdosis- Computertomographie (CT) kann bei Raucher*innen und
ehemaligen Raucher*innen die Sterblichkeit durch Lungenkrebs reduzieren.
Zu diesem Schluss kommt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in einem
Bericht, der am 6. Dezember im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde.

Der Bericht bildet die wissenschaftliche Grundlage für die Zulassung
dieser Früherkennungsmaßnahme in Form einer Rechtsverordnung durch das
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU).
„Unser wissenschaftlicher Bericht unterstreicht das Potential der
Lungenkrebs-Früherkennung mittels Niedrigdosis-CT. Bei Raucherinnen und
Rauchern kann demnach die Sterblichkeit durch Lungenkrebs reduziert
werden. Der Nutzen einer solchen Früherkennungsmaßnahme mit
Röntgenstrahlung für den Einzelnen und die Gesellschaft kann aber nur bei
Einhaltung hoher Qualitätsanforderungen erzielt werden“, sagt BfS-
Präsidentin Inge Paulini.

Von entscheidender Bedeutung wird dafür die konkrete Umsetzung der
Lungenkrebsfrüherkennung mit der Niedrigdosis-CT sein. Dazu gehören neben
der Festlegung der Teilnahmekriterien auch Anforderungen und Vorgaben
bezüglich der CT-Geräte, zur Durchführung der Untersuchung und der
Befundung, sowie der Schulung des medizinischen Personals. Weitere Punkte
sind die Qualitätssicherung entlang des gesamten Prozesses und die
wissenschaftliche Evaluation der erzielten Ergebnisse. „Auch für die
Bewertung anderer Früherkennungsuntersuchungen, die den Strahlenschutz
berühren, werden diese Aspekte eine zentrale Rolle spielen“, betont
Paulini.

Bisher ist das Mammographie-Screening zur Brustkrebs-Früherkennung das
einzige in Deutschland zugelassene Verfahren zur Früherkennung mithilfe
von Röntgenstrahlung. Mit dem Ende 2018 in Kraft getretenen
Strahlenschutzgesetz wurde das BMU ermächtigt, weitere
Röntgenuntersuchungen zur Früherkennung durch entsprechende
Rechtsverordnungen zu erlassen. Als Grundlage hierfür erstellt das BfS für
jedes neu in Frage kommende Untersuchungsverfahren einen
wissenschaftlichen Bericht, in dem Nutzen und Risiken gegeneinander
abgewogen sowie Mindeststandards für die Durchführung der Untersuchungen
empfohlen werden. Bis zum Inkrafttreten einer Rechtsverordnung bleibt die
Lungenkrebs-Früherkennung mit Niedrigdosis-CT-Untersuchungen verboten.

Neue Früherkennung für Risikogruppe
Lungenkrebs ist bis heute eine Erkrankung mit ungünstiger Prognose, da er
meist erst in einem späten Stadium entdeckt wird. Als Risikopersonen
gelten langjährige Raucher*innen über 50 Jahre sowie Ex-Raucher*innen, die
lange Zeit geraucht haben. Bildgebende Verfahren wie die Niedrigdosis-CT
kommen für die Früherkennung von Lungenkrebs grundsätzlich in Frage.

Die Nutzen-Risiko-Abwägung ist deswegen von besonderer Bedeutung, weil
auch Personen ohne Krankheitssymptome untersucht werden, von denen nur ein
kleiner Teil tatsächlich erkrankt ist und damit einen unmittelbaren Nutzen
aus der Untersuchung ziehen kann. Die Risiken dagegen, etwa das
Strahlenrisiko, werden von allen Teilnehmenden getragen.

Im Auftrag des BMU hat das BfS eine wissenschaftliche Bewertung anhand von
38 Publikationen zu randomisierten kontrollierten Studien vorgenommen. Die
Metaanalyse, in die Daten von 70 000 Personen einflossen, zeigte Hinweise
auf einen Nutzen des Früherkennungsverfahrens für starke Raucher*innen. In
der Gruppe der mit Niedrigdosis-CT untersuchten Teilnehmenden reduzierte
sich die Lungenkrebsmortalität im Vergleich zur Kontrollgruppe um 15
Prozent. Das bedeutet rechnerisch: Je 1 000 Teilnehmenden versterben in
einem Zeitraum von etwa zehn Jahren nach Früherkennungsbeginn drei
Menschen weniger an Lungenkrebs.

Mögliche Überdiagnosen und falsch positive Befunde
Zu den Risiken der Früherkennung gehören Überdiagnosen. Darunter versteht
man die Diagnose von Tumoren, die ohne ein Screening nie aufgefallen wären
und keiner Behandlung bedurft hätten. Beim Lungenkrebsscreening zeigten
die Studien, dass das Risiko einer Überdiagnose nicht zu vernachlässigen
ist, auch wenn sich die genaue Anzahl schwer beziffern lässt und zwischen
den Studien variiert.

In CT-Aufnahmen werden auch Auffälligkeiten entdeckt, die weitere
Untersuchungen und Eingriffe nach sich ziehen, sich letztlich der Verdacht
eines Tumors jedoch nicht bestätigt. Diese falsch positiven Befunde wurden
in den Studien bei bis zu 25 Prozent der Niedrigdosis-CT-Aufnahmen im
Nachhinein festgestellt.

Bundesamt für Strahlenschutz
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) arbeitet für den Schutz des
Menschen und der Umwelt vor Schäden durch Strahlung. Das BfS informiert
die Bevölkerung und berät die Bundesregierung in allen Fragen des
Strahlenschutzes. Die über 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewerten
Strahlenrisiken, überwachen die Umweltradioaktivität, unterstützen aktiv
im radiologischen Notfallschutz und nehmen hoheitliche Aufgaben wahr,
darunter im medizinischen und beruflichen Strahlenschutz. Ultraviolette
Strahlung und strahlenrelevante Aspekte der Digitalisierung und
Energiewende sind weitere Arbeitsfelder. Als wissenschaftlich-technische
Bundesoberbehörde betreibt das BfS Forschung und ist mit nationalen und
internationalen Fachleuten vernetzt. Weitere Informationen unter
www.bfs.de.

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Statement – Durchgreifende Erholung in der Industrie lässt trotz Produktionsanstiegs auf sich warten

Dr. Nils Jannsen (https://www.ifw-kiel.de/de/experten/ifw/nils-jannsen/),
Leiter Konjunktur Deutschland am IfW Kiel, kommentiert die aktuellen
Zahlen zur Industrieproduktion des Statistischen Bundesamtes, wonach die
Industrieproduktion im Oktober um 3,2 Prozent zugelegt hat:

„Die deutsche Industrie leidet weiter massiv unter den derzeitigen
Lieferproblemen. Daran ändern auch die positiven Oktoberzahlen nichts.
Angesichts der schwachen Entwicklung zuvor ist der Produktionsanstieg im
Oktober eher ein Tropfen auf den heißen Stein.

Die Industrieproduktion liegt gegenwärtig um etwa 10 Prozent unter dem
Niveau, das angesichts der eingehenden Auftragseingänge zu erwarten wäre.
Der Erwartungswert ergibt sich aus der historischen Korrelation beider
Größen seit der Wiedervereinigung.

Besonders schwerwiegend sind die Lieferengpässe weiterhin in der
Automobilindustrie. Hier hinkt die Produktion trotz des kräftigen Anstiegs
im Oktober den Auftragseingängen noch um fast 40 Prozent hinterher. Die
große Bedeutung der Automobilbranche für die deutsche Wirtschaft ist ein
Grund dafür, dass Deutschland im internationalen Vergleich besonders von
den Lieferengpässen betroffen ist.
Sehr groß ist die Diskrepanz zwischen Auftragseingängen und Produktion
auch in der Elektrotechnik und im Maschinenbau, wo die Lücke zwischen 10
und 20 Prozent beträgt. Deutlich geringer sind die Belastungen dagegen in
anderen Branchen wie der chemischen und der pharmazeutischen Industrie
oder dem Metallgewerbe, in denen die Produktion zuletzt kaum hinter den
Auftragseingängen zurück hing.

Eine durchgreifende Erholung der Industrieproduktion wird wohl noch einige
Zeit auf sich warten lassen. So hat sich der hohe Anteil an den weltweiten
Frachtkapazitäten, der sich vor großen Häfen aufgestaut hat, bis zuletzt
kaum verringert. Auch laut Unternehmensbefragungen ist für die nächsten
Monate noch keine nachhaltige Linderung in Sicht.

Sobald sich die Lieferengpässe lösen, wird die Produktion kräftig zulegen.
Die zuletzt deutlichen Rückgänge der Auftragseingänge ändern daran
zunächst einmal wenig, da sich die Auftragsbestände der Unternehmen auf
Rekordniveau befinden und es ohnehin längere Zeit in Anspruch nehmen wird,
sie abzuarbeiten. Insgesamt bleibt die Lage bei den internationalen
Lieferketten aber fragil, und Rückschläge beispielsweise aufgrund der
Verbreitung der neuen Omikron-Variante können die Lage weiter
verschärfen.“

Weitere Informationen zur Bedeutung der Lieferengpässe für die deutsche
Konjunktur:

•       Beckmann, Gern, Jannsen: “Lieferengpässe bleiben Belastungsfaktor”
(https://www.ifw-kiel.de/de/experten/ifw/nils-jannsen/lieferengpaesse-
bleiben-belastungsfaktor-16784/
)
•       Jannsen, Beckmann: IfW Box: “Bedeutung von Lieferengpässen für die
laufende Produktion in Deutschland” (https://www.ifw-
kiel.de/de/publikationen/ifw-box/2021/bedeutung-von-lieferengpaessen-fuer-
die-laufende-produktion-in-deutschland-0/
)

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NMUN 2022 – Lörracher Delegation vertritt Montenegro

Mitte April 2022 findet die weltweit älteste und größte
Simulationskonferenz der Arbeitsweise der Verein-ten Nationen in New York
statt, das National Model United Nations (NMUN). Die zwölfköpfige
Delegation der DHBW Lörrach vertritt diesmal das Land Montenegro.
Sponsoren willkommen!

Die zwölf DHBW-Studierenden der Studiengänge BWL-Gesundheitsmanagement,
International Business Management Trinational, BWL-Personalmanagement und
Wirtschaftsingenieurwesen haben die einma-lige Gelegenheit, an der
weltweit ältesten und größten Simulationskonferenz der Arbeitsweise der
Vereinten Nationen (National Model United Nations New York) teilzunehmen.
Die nächste NMUN New York Konferenz findet vom 10. bis zum 14. April 2022
statt. Die Lörracher Studierenden, unter der Leitung von Prof. Dr. rer.
pol.  Katarzyna Zukowska-Gagelmann, vertreten diesmal das Land Montenegro
in sechs UN-Ausschüssen. Sie schließen sich Tausenden von
Universitätsstudierenden aus über 100 UN-Mitgliedsstaaten an, um aktuelle
globale Themen wie Klimaschutz, nukleare Abrüstung oder Migration zu
diskutieren. Die besondere Herausforderung besteht darin, als Delegation
nicht das eigene Land zu vertreten, sondern sich für die Interessen eines
anderen Staates einzusetzen.
In vier Workshops arbeiten sich die Delegierten in die politische
Positionierung, die Sichtweisen sowie kulturelle Aspekte des Staates
Montenegro ein und bereiten sich auf die Debatten in New York vor. Je-
weils zu zweit werden Sie dann in den sechs UN-Ausschüssen zu
Umweltschutz, Wirtschaft, Migration und den verschiedenen Kommittees der
Generalversammlung vertreten sein.

Zu den Besonderheiten der NMUN-Konferenz gehören Interaktionen mit
Mitgliedern des Sekretariats und Sitzungen, die im UN-Hauptquartier
abgehalten werden! Außerhalb der Konferenzsitzungen können die Delegierten
die ständigen Ländervertretungen bei der UN, sowie Museen, Architektur,
Shows, Restaurants und Geschäfte von Weltrang besuchen.

„Das NMUN-Projekt trägt dazu bei, unseren Studierenden neben dem
erstklassigen dualen Studium auch außergewöhnliche Erfahrungen bieten zu
können, von denen sie sicherlich im späteren (Berufs-) leben profitieren
werden. Auf diese Weise werden aus jungen Menschen verantwortungsbewusste,
international und interdisziplinär geprägte Führungspersönlichkeiten",
spricht sich Prof. Dr. Karl Theodor Sproll, Rektor der DHBW Lörrach, für
dieses Projekt an der DHBW Lörrach aus.

Die DHBW Lörrach ist die einzige Duale Hochschule, die ihren Studierenden
ein solches Projekt anbie-tet und nimmt 2022 zum zehnten Mal in New York
teil.

Die Studierenden kommen selbst für die entstehenden Reise- und
Organisationskosten auf und wären für eine finanzielle Unterstützung sehr
dankbar. Weitere Informationen zum Projekt und zu Ansprechpersonen unter
https://dhbw-loerrach.de/nmun.

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ERLÖSENDES ZAUBERMITTEL gibt es im illustriertem Covidkrimi "Sp(r)itzenkampf

Zweiter Fall für Nuspliger & Schnyder

Zweiter Fall für Nuspliger & Schnyder" von Beat Gerber – Die Welt wartete ungeduldig darauf: Ein universell wirksamer Impfstoff gegen Covid-19 sollte die Menschheit vor dem Untergang bewahren. Und es war gerade die Schweiz, die dieses lebensrettende Vakzin unbedingt liefern wollte. All die täglich neu auftauchenden Virusvarianten würden damit definitiv in den chemischen Würgegriff geraten. So hoffte man. Das kleine Land im Herzen Europas war von den Lockdowns völlig ausgelaugt, die Regierung gehörig ramponiert, die Stimmung auf dem absoluten Tiefpunkt. Impfbefürworter und Impfgegner bekämpften sich bis aufs Blut. Die Verschwörungstheorien zu Corona jagten sich, die Gesellschaft war gespalten. Die aktuell verfügbaren Impfungen genügten leider nicht, um eine langanhaltende Immunität gegen das Virus und seine gemeingefährlichen Mutanten zu schaffen. Eine grandiose Innovation musste her, ein durchschlagender Erfolg war bitter nötig! Doch ein Doppelmord im Forschungsmilieu zerstörte den strebsamen Plan für die helvetische Wunderspritze. Die Ereignisse nach dem kaltblütigen Verbrechen überschlugen sich und ließen eine tief gekränkte Schweiz zurück. Eine hochwirksame Superimpfung tauchte schließlich trotzdem auf und beglückte die gesamte Menschheit. Doch man staune: Das Vakzin war völlig identisch mit einem der Berner Impfstoffe, und seine Herstellung löste eine weltpolitische Wende aus. Zum Buch: Sp(r)itzenkampf: Zweiter Fall für Nuspliger & Schnyder Der illustrierte Covidkrimi von Beat Gerber, 15,80 Euro, 176 Seiten, ISBN: 9783038307419 Zum Autor: Beat Gerber war junger Ingenieur und spät berufener Wissenschaftsjournalist. Im jetzigen Unruhestand schreibt er Krimis zu wissenschaftlichen Themen und zeichnet dazu ausgewählte Szenen. Geboren und aufgewachsen in Bern, lebt er in seiner Heimatstadt wie auch in Südfrankreich und ist zweimal gegen Covid-19 geimpft worden. Auf der Seite https://www.youtube.com/watch?v=uSIvdYCvxnA  und auf www.dot-on-the-i.ch finden Sie ein Video zum Buch mit weiteren Informationen.

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