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Neue Zahlen zum Biokunststoffmarkt 2021: IfBB stellt neue Ausgabe von „Biopolymers - facts and statistics“ vor

Wie entwickelt sich der Biokunststoffmarkt weiter?
Das IfBB stellt mit der diesjährigen European Bioplastics Conference vom
30. November bis 1. Dezember die neue Ausgabe seiner Broschüre
„Biopolymers – facts and statistics“ vor.

Mit „Biopolymers – facts and statistics 2021“ veröffentlicht das IfBB –
Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe an der Hochschule
Hannover frisch aktualisierte Daten zu Markt, Rohstoff-, Wasser- sowie
Flächenbedarf. Die Broschüre bietet einen schnellen und gut verständlichen
Überblick der aktuellen marktrelevanten und technischen Fakten im
Biokunststoffsektor: vergleichende Marktzahlen zu einzelnen Werkstoffen,
Regionen und Anwendungen, Prozessrouten, Grafiken zu Agrarflächenbedarf,
Ressourcen- und Wasserverbrauch, Diagramme zu Produktionskapazitäten,
geographischer Verteilung und Anwendungen.
Die aktualisierte Ausgabe enthält zusätzlich auch neue Prozessrouten zu
biobasierten Polyvinyl-Chloriden und Polyacrylaten.
„Biopolymers – facts and statistics“ soll sowohl den Entscheidern/innen
aus Politik, Gesellschaft und Industrie als auch Wissenschaftler/innen
schnell und unkompliziert konkrete und belastbare Antworten liefern.
Die Broschüre kann auf der IfBB-Webseite kostenlos heruntergeladen werden:
https://www.ifbb-hannover.de/de/facts-and-statistics.html

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3G – Geheimnisse, Geschenke, Geschichten

„Übersetzen ist Macht“ ist der Titel einer virtuellen Ausstellung des DFG-
Schwerpunktprogramms „Übersetzungskulturen der frühen Neuzeit“ der Uni
Würzburg. Präsentiert werden einzigartige Exponate und hintergründige
Videos.

Die Geheimnisse der Heiligen Schrift und Täuschung in Perfektion;
extravagante Festlichkeiten und das Geschenk der Musik; Geschichten von
fremden Ländern oder der perfekten Selbstdarstellung für die Karriere: Die
virtuelle Ausstellung „Übersetzen ist Macht – Geheimnisse, Geschenke,
Geschichten der frühen Neuzeit“ bietet ganz unterschiedliche historische
Exponate, die von Expertinnen und Experten erklärt und deren zentrale
Bedeutung für unser heutiges Zusammenleben herausgestellt werden.

Die Ausstellung ist komplett online und gliedert sich in die Bereiche
Geheimnisse, Geschenke und Geschichten. Je Bereich werden etwa sechs
Exponate gezeigt und erklärt, hinzu kommen noch kurze Videos von
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die weitere Stücke und Themen
vertiefend erklären. Organisiert und konzipiert wurde die Ausstellung vom
DFG-Schwerpunktprogramm 2130 (SPP2130) „Übersetzungskulturen der frühen
Neuzeit“, das an der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg
beheimatet ist.

Die Ausstellung kann ab sofort unter www.uebersetzenistmacht.de besucht
werden. Wer sich alle Exponate und Videos anschaut, lernt in 90 Minuten
viele historische Geheimnisse, Geschenke und Geschichten des Übersetzens
kennen, über die man sonst nur wenig erfährt. Die Dauerausstellung ist in
Deutsch und Englisch erlebbar.

Außergewöhnliche Exponate

„Macht“ ist der rote Faden der gesamten Ausstellung. „Das Thema
Übersetzung hat im historischen Kontext häufig mit Kolonialismus oder
Missionierung zu tun. Das sind durchaus auch gewaltsame Prozesse, die wir
untersuchen“, erklärt Annkathrin Koppers, koordinierende Mitarbeiterin des
Schwerpunktprogramms. Natürlich werde auch das humanistische Übersetzen
aus den Gelehrten- und Studierzimmern untersucht, wo es weniger darum
geht, andere Kulturen zu vereinnahmen, sondern Wissen zu erschließen.

Exponate der drei Bereiche sind zum Beispiel antike Bücher und Schriften,
historische Landkarten und Gemälde oder Kunstwerke aller Art von 1450 bis
1800. Ein Beispiel: Eine kymrische Bibel von 1620, also in walisischer
Sprache. Koppers: „Das Geheimnis ist der Bibeltext in der Volkssprache,
der vorher nur auf Latein vorlag.“ Zwar habe es bereits zuvor Bibeln auf
Englisch in Wales gegeben. Aber: „Man kann mit Fug und Recht sagen, dass
aufgrund dieser Übersetzung die kymrische Sprache auch heute noch
existiert.“ Die Übersetzung sei so weit verbreitet gewesen, dass sie die
lebendige Verwendung der Sprache rettete. „Sie war so machtvoll, dass sie
zu dem Standard wurde, an dem sich die kymrische Schriftsprache bis ins
20. Jahrhundert orientierte.“

Für Regina Toepfer, JMU-Professorin und Leiterin des Schwerpunktprogramms,
sind die Erklärvideos der beteiligten Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler ein Highlight der Ausstellung. Sie hebt das Video und die
Exponate zur Geschichte von Salomon Negri hervor – einem Syrer, der nach
Europa auswanderte und zum Christentum konvertierte. „Im Film wird sein
Weg und seine Rolle sehr anschaulich dargestellt, wie er als Übersetzer
eine Art Zwischenstellung inne hat: Weil sein Glaube in Europa unerwünscht
war, trat er zum Christentum über. Auf der einen Seite versuchte er, sich
vollständig zu assimilieren, auf der anderen Seite brachte er ein großes
kulturelles Wissen mit und eine Sprachkenntnis, mit der er ganz neue
Quellen zugänglich machen konnte“, sagt Toepfer.

Prominent besetztes Begleitprogramm

Zur Ausstellungseröffnung hat das SPP2130 einen Live-Talk mit der in
Aserbaidschan geborenen Bestsellerautorin Olga Grjasnowa organisiert. Die
Themen: Sprache, Anerkennung und Identität. Wer übersetzt, warum wird
übersetzt und welche Machtfaktoren spielen dabei eine Rolle? Die
Diskussion kann am 2. Dezember 2021 ab 18.30 Uhr live auf dem YouTube-
Kanal der JMU mitverfolgt werden.

Außerdem ist ein Essayband zum Thema „Übersetzen ist Macht“ geplant, mit
Unterstützung von Professorin Ulrike Draesner, Direktorin des Deutschen
Literaturinstituts Leipzig.

Erste Meinungen

Neben der Deutschen Forschungsgemeinschaft wird die Ausstellung von der
Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel unterstützt. Die behandelten
Exponate und Themen präsentieren aktuelle Forschungsergebnisse des
Schwerpunktprogramms.

Die ersten Rückmeldungen sind durchweg positiv: „Die Tragweite der
politischen Dimension von Übersetzungen wird hier an vielfältigen
Exponaten anschaulich gemacht. Die Ausstellung ist ein schönes Beispiel
für gelungene Vermittlung historischer geisteswissenschaftlicher
Forschung“, sagt JMU-Präsident Paul Pauli. „Die Ausstellung behandelt ein
akademisches Thema auf eine sehr allgemeinverständliche und ‚sinnliche‘
Weise – allein die vielsprachigen Lesungen sind ein Genuss – ohne die
Verwirrungen und Verflechtungen der Wege, den Texte durch verschiedene
Sprachen und Zeiten nehmen, zu vereinfachen oder aufzulösen“, so die
Schriftstellerin Christine Wunnicke. Und: „Die Übersetzung als Politikum,
Kunstwerk und gesellschaftlicher, oft auch kolonialer Akt wird
aufgefächert, ohne thesenhaft zu werden; viel bleibt der eigenen Deutung
überlassen.“

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„Frese Green Talk“: Green Office der Hochschule Fresenius startet Nachhaltigkeitspodcast

Das Green Office der Hochschule Fresenius bringt ab November den Podcast
„Frese Green Talk“ heraus. Immer am Ende des Monats informieren die
Studierenden des Green Office über spannende Projekte rund um das Thema
Nachhaltigkeit, gehen verschiedenen Themen auf den Grund, befragen dafür
Expert:innen, Wissenschaftler:innen sowie Studierende der Hochschule
Fresenius.

Im letzten Jahr wurde das Green Office an der Hochschule Fresenius
gegründet. Es ist ein Nachhaltigkeitsbüro von Studierenden für Studierende
der Hochschule Fresenius und dient als Think Tank, Plattform und
Bindeglied zwischen den Studierenden und Mitarbeiter:innen der Hochschule.
Mittlerweile gibt es an den Standorten Köln, Hamburg und München Green
Office Vertreter:innen.

Mit dem neuen Podcast präsentieren die Studierenden nachhaltige Aktionen,
Projekte sowie Initiativen an der Hochschule und informieren über
Entwicklungen und Trends in Sachen Nachhaltigkeit. „Unsere Passion ist die
Nachhaltigkeit. Wir wollen darauf aufmerksam machen, wie wichtig
Umweltschutz und soziales Engagement sind“, erklärt Marlon Welsch, Gründer
und Mitglied des Green Office in Köln. „Dabei wollen wir nicht nur auf
Probleme aufmerksam machen, sondern Expertenwissen transportieren und
zugleich auch Lösungsansätze liefern“, ergänzt Green Office Mitglied
Susanne Bataloff. Der Input und die Meinung der Studierenden sei ihnen
dabei besonders wichtig. „Letztendlich wollen wir dabei unterstützen, die
Hochschule Fresenius mit vereinten Kräften nachhaltig zu gestalten“, so
Welsch. Ob mit Psycholog:innen, Wirtschaftswissenschaflter:innen,
Imker:innen, Förster:innen oder Umweltschützer:innen: In den Podcast-
Folgen sprechen sie sowohl mit internen und externen Wissenschaftler:innen
und Expertinnen als auch mit Studierenden und Absolvent:innen, die
beispielsweise ihre Abschlussarbeiten zum Thema Nachhaltigkeit geschrieben
haben.

„Frese Green Talk“ erscheint jeweils am Ende des Monats. Die erste Folge
ist ab 30. November überall dort verfügbar, wo es Podcasts gibt.

Über die Hochschule Fresenius
Die Hochschule Fresenius mit ihren Standorten in Berlin, Düsseldorf,
Frankfurt am Main, Hamburg, Idstein, Köln, München und Wiesbaden sowie dem
Studienzentrum in New York gehört mit über 18.000 Studierenden zu den
größten und renommiertesten privaten Hochschulen in Deutschland. Sie
blickt auf eine mehr als 170-jährige Tradition zurück. 1848 gründete Carl
Remigius Fresenius in Wiesbaden das „Chemische Laboratorium Fresenius“,
das sich von Beginn an sowohl der Laborpraxis als auch der Ausbildung
widmete. Seit 1971 ist die Hochschule staatlich anerkannt. Sie verfügt
über ein sehr breites, vielfältiges Fächerangebot und bietet in den
Fachbereichen Chemie & Biologie, Design, Gesundheit & Soziales, onlineplus
sowie Wirtschaft & Medien Bachelor- und Masterprogramme in Vollzeit sowie
berufsbegleitende und ausbildungsbegleitende (duale) Studiengänge an. Die
Hochschule Fresenius ist vom Wissenschaftsrat institutionell akkreditiert.
Bei der Erstakkreditierung 2010 wurden insbesondere ihr „breites und
innovatives Angebot an Bachelor- und Master-Studiengängen“, „ihre
Internationalität“ sowie ihr „überzeugend gestalteter Praxisbezug“ vom
Wissenschaftsrat gewürdigt.

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Studie der HTW Berlin: 1,5-Grad-Pfad mit den Koalitionszielen für Solar und Wind nicht erreichbar

Will Deutschland das Pariser Klimaschutzabkommen einhalten, muss der
Solarstromausbau bis 2035 auf 590 Gigawatt verzehnfacht werden. Das ist
das Ergebnis einer Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
(HTW Berlin). Die Autor*innen der Studie empfehlen, den Photovoltaikzubau
in den nächsten sechs Jahren auf mindestens 45 Gigawatt pro Jahr zu
steigern. Die Pläne der neuen Bundesregierung sehen jedoch nur einen
jährlichen Zubau von durchschnittlich 16 Gigawatt vor.

Die neue Bundesregierung möchte Deutschland auf den 1,5-Grad-Pfad bringen.
Mit dem Koalitionsvertrag versäume sie es aber, sich auf den dafür
notwendigen Ausbau der Windkraft und Solarenergie festzulegen, so die
Wissenschaftler*innen. Das Ziel, die installierte Photovoltaikleistung bis
2030 auf 200 Gigawatt zu erhöhen, sei ein guter Anfang, reiche aber nicht
aus. „Um überhaupt auf den Pfad des Pariser Klimaschutzziels zu kommen,
ist mindestens die doppelte Photovoltaikleistung erforderlich“, so Prof.
Dr. Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme an der
HTW Berlin und Mitautor der Studie.

Zur Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens sei Deutschland bis
spätestens 2035 auf eine CO2-neutrale Energieversorgung angewiesen. Hierzu
müsse die installierte Photovoltaikleistung von derzeit 59 Gigawatt auf
mindestens 590 Gigawatt verzehnfacht werden. Dies erfordere einen
schnellen Markthochlauf auf etwa 45 Gigawatt pro Jahr bis 2027. Der
erforderliche Solarstromzubau sei dabei von zahlreichen Rahmenbedingungen
abhängig, wie die Forschungsgruppe Solarspeichersysteme der HTW Berlin
anhand von unterschiedlichen Szenarien aufzeigt.

Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen laut den Autor*innen, dass an
einem starken Windkraftausbau mit 200 Gigawatt an Land und 70 Gigawatt auf
See kein Weg vorbeiführe. Klar sei auch: Die Energiewende sei in der Kürze
der Zeit ohne grünen Wasserstoff nicht mehr realisierbar. Dessen Bedarf
sei umso höher, je länger Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor fahren und
Gebäude konventionell beheizt würden. Aus Effizienzgründen sei folglich
eine rasche und konsequente Elektrifizierung des Verkehr- und Wärmesektors
unumgänglich. Die Autor*innen der Studie rechnen mit 31 Mio. Elektroautos
und 12 Mio. Wärmepumpen im Jahr 2035. Voraussetzung hierfür: Ab 2025
dürften keine neuen Benzin- und Dieselautos sowie Öl- und Gasheizungen
mehr verkauft werden.

Neben dem bereits geplanten Abbau bürokratischer Hürden müsse die neue
Bundesregierung zudem einen starken Fokus auf die Qualifizierung von
Fachkräften legen. „Allein in der Photovoltaikbranche erwarten wir mehr
als 250 000 Arbeitsplätze. Um einem massiven Fachkräftemangel vorzubeugen,
muss die Regierung umgehend eine breit angelegte Ausbildungsoffensive
starten“, resümiert Prof. Dr. Volker Quaschning.

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